Fachbeiträge & Interviews
Sonntag, 16. Mai 2021
Ausgabe 7209 | Nr. 136 | 20. Jahrgang
Autor: Christian Wieg
Herausgeber: bauingenieur24® Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Solarkraftwerk soll Neubaugebiet mit Energie versorgen

# 30.04.2008

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm entsteht in den nächsten Monaten auf einer Fläche von rund fünf Hektar ein Wohngebiet mit 45 Häusern, das sich CO2-neutral selbst mit Energie versorgen will.

Entwickelten seit 2005 das Neubaugebiet: Ortsbürgermeister Hans-Leo Hunewald und die Projektentwickler Volker Jonas und Ewald Schares (v.l.), Foto: Innovat Entwickelten seit 2005 das Neubaugebiet: Ortsbürgermeister Hans-Leo Hunewald und die Projektentwickler Volker Jonas und Ewald Schares (v.l.), Foto: Innovat

Am nordöstlichen Rand des Baugebietes "Im Brodschrank" plant der luxemburger Projektentwickler Innovat auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratmetern die komplette Energieversorgung über ein Solarheizkraftwerk (SHKW). In einem Systemkreislauf sollen dort Strom und Wärme erzeugt werden. Das Herzstück bilden Vakuum-Röhrenkollektoren. Der zusätzliche Einsatz von Wärmepumpen, hoch wärmegedämmten Wasserspeichern sowie einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung würden den kompletten Energiebedarf für die Wohneinheiten optimieren. Nur rund 11 Euro würden die monatlichen Kosten für den Wärmebedarf eines Einfamilienhauses in Roth a. d. Our betragen.

Seit November 2005 entwickelte das luxemburgische Unternehmen das Wohnbaugebiet: "Wir wollen die einmalige Chance nutzen, mittels eines Solarkraftwerkes über ein Nahwärmenetz die Wohngebäude mit Energie zu versorgen und dabei die Kosten für den Wärmebedarf auf zehn Jahre festlegen", so Geschäftsführer Schares.

Ortsbürgermeister Hans-Leo Hunewald erhielt schon vor dem Spatenstich positive Rückmeldungen und rechnet durch das neue Wohnbaugebiet in den nächsten Jahren mit rund 100 Neubürgern. Die 45 neuen Wohnhäuser sollen mindestens als so genannte "Kfw40-Häuser" realisiert werden. Der Heizwärmebedarf (Primär-Energiebedarf) für diesen Haustyp beträgt pro Jahr maximal 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche. "Wir wollten ein ökologisches Gesamtkonzept bieten, das sich für den Bauherren mit niedrigen Energie- und Versorgungskosten rechnet", so Ewald Schares.

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