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Sonntag, 26. September 2021
Ausgabe 7342 | Nr. 269 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Christian Wieg
Herausgeber: bauingenieur24® Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Vakuum als Wärmedämmung in Fenstern

# 23.10.2006

U-Wert von 0,5 W/m²K

Das Vakuum zwischen den Scheiben versucht diese zusammenzuziehen, durch kleine Abstandhalter wird dies verhindert, Foto: Fraunhofer IST / ISC Das Vakuum zwischen den Scheiben versucht diese zusammenzuziehen, durch kleine Abstandhalter wird dies verhindert, Foto: Fraunhofer IST / ISC

Wärmeverluste treten oft an Stellen in der Gebäudehülle auf, wo gut gedämmte Außenwände beispielsweise durch Fensteröffnungen "gestört" sind. Fenster mit Wärmeschutzverglasung erreichen etwa einen U-Wert von 1,1 bis 1,3 W/m²K, eine 36,5er Wand aus einschaligem Ziegelmauerwerk etwa 0,6 bis 0,7 W/m²K. Forscher am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC) in Würzburg haben in einem Konsortium von Forschungsinstituten und Industriepartnern ein Fenster entwickelt, bei dem die Wärmedämmung durch ein Vakuum übernommen wird. Das vakuumgedämmte Fenster erreicht nach Mitteilung des ISC einen U-Wert von 0,5 W/m²K.

Nun lässt sich Luft nicht ohne weiteres aus einem doppelt verglasten Fenster saugen: Ohne Vorkehrungen würden sich die Glasscheiben aufeinander zu bewegen und wieder eine Wärmebrücke bilden. Die Forscher benutzen hier Abstandshalter, die maximal einen Millimeter dick sind und in Abständen von vier Zentimetern angebracht werden. Da transparente Abstandshalter im Gegenlicht Reflexionen hervorrufen können, werden sie - je nach Standort des Fensters - in unterschiedlichen Farben eingesetzt. Damit die Vakuumfenster auch langfristig stabil bleiben, verwendet das ISC Sicherheitsglas.

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