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Mittwoch, 16. Januar 2019
Ausgabe 6358 | Nr. 16 | 18. Jahrgang
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Baugenehmigungen 2018: Trendwende im Wohnungsbau bestätigt sich

# 07.12.2018

Geschosswohnungsbau legt 2018 weiter zu. Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser und Wohnheime im Minus. 300.000 Fertigstellungen im Gesamtjahr erwartet. Bauindustrie kritisiert Bundes- und Landespolitik

Bislang 6.000 Wohnungen mehr als 2017

Während der Geschosswohnungsbau in Deutschland zunimmt, sinkt die Zahl der genehmigten Einfamilienhäuser. Foto: Hartmut910 / Pixelio Während der Geschosswohnungsbau in Deutschland zunimmt, sinkt die Zahl der genehmigten Einfamilienhäuser. Foto: Hartmut910 / Pixelio

In den ersten drei Quartalen 2018 wurde der Bau von 135.300 Neubauwohnungen in Mehrfamilienhäusern genehmigt. Das entspricht 8,3 Prozent bzw. 10.330 Wohnungen mehr als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres. Dies geht aus den veröffentlichten Baugenehmigungszahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.

"Insgesamt ist die Entwicklung aber eher verhalten", kommentiert Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

Es seien bislang "nur" 262.800 Wohnungen im Neu- und Umbau genehmigt worden, was "lediglich" ein Wachstum von 2,3 Prozent bzw. 6.000 Wohnungen gegenüber den ersten neun Monaten 2017 bedeute.

Rückläufige Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser und Wohnheime

Grund für das abgeschwächte Wachstum im Wohnungsbau war die Lage beim Bau von Einfamilienhäusern und Zweifamilienhäusern. Hier sank die Zahl der Neubaugenehmigungen um 1,6 Prozent. Aber auch die Nachfrage nach Wohnraum in Wohnheimen, welche zuletzt unter anderem als Flüchtlingsunterkünfte dienten, liegt über den gesamten Zeitraum im Minus (- 19,3 %).

"Aufgrund der verhaltenen Genehmigungszahlen rechnen wir für 2018 mit der Fertigstellung von etwa 300.000 Wohnungen", so Babiel. Damit sei man weit entfernt von der Zielmarke aus dem Koalitionsvertrag von 375.000.

Bauindustrie: Wohngipfel und Baulandkommission bringen keinen Fortschritt

"Trotz Wohngipfel und Baulandkommission scheinen wir bei den Ursachen für den schleppenden Anstieg, wie fehlendes Bauland, Grundstücksspekulation und unterschiedliche Landesbauordnungen, keinen Schritt weiter zu kommen", kritisiert der Bauverbandsgeschäftsführer.

Babiel appelliert an die Bundesregierung sowie die Landesregierungen, die Probleme weiter gemeinsam anzugehen. Die Wohnraumfrage und der damit verbundene Anstieg der Mieten zählten zu den drängendsten Problemen der heutigen Zeit, deren Lösung für die Politik oberste Priorität haben sollte.

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