Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst

Carbonbeton: Baugenehmigung für erstes Gebäude erteilt

# 17.03.2020

Prototyp wird vollständig aus neuem Baustoff gebaut. Bund treibt intensive Forschung seit Jahren voran. Entwickler-Verbund hofft auf Signalwirkung für weitere Hochbauprojekte

45 Millionen Euro ermöglichten sechs Jahre Carbonbeton-Forschung

In Dresden soll bis Ende 2020 das erste vollständig aus Carbonbeton gefertigte Gebäude, der CUBE, entstehen. Grafik: C³ - Carbon Concrete Composite e.V. In Dresden soll bis Ende 2020 das erste vollständig aus Carbonbeton gefertigte Gebäude, der CUBE, entstehen. Grafik: C³ - Carbon Concrete Composite e.V.

Seit 2014 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt C³ - Carbon Concrete Composite zur Erforschung von Carbonbeton mit 45 Millionen Euro gefördert (siehe Quellen und Verweise).

Nachdem bereits erste Pilotprojekte, darunter Fußgängerbrücken, Bahnsteigsysteme oder einzelne Wand- und Deckenkonstruktionen, genehmigt und umgesetzt wurden, freuen sich die beteiligten Forschungs- und Entwicklungspartner nun auf den Bau des ersten, vollständig aus Carbonbeton errichteten Gebäudes.

Bis Ende 2020 soll in Dresden auch ein in seiner Bauweise außergewöhnliches und in der Optik futuristisch anmutendes Gebäude entstehen.

Erstes Gebäude aus Carbonbeton entsteht in Dresden

"Die Baugenehmigung ist erteilt!" sagt Manfred Curbach, Leiter des Institutes für Massivbau der Technischen Universität Dresden und Bauherr des weltweit ersten Carbonbetongebäudes. Die Bauarbeiten könnten somit beginnen.

Geplant ist ein 220 Quadratmeter großer Experimentalbau. Durch zwei symmetrisch gegenüber angeordnete Twist-Elemente, die gleichzeitig den seitlichen sowie oberen Raumabschluss bilden, will man das "außerordentliche Anwendungsspektrum der Carbonbetonbauweise" veranschaulichen, heißt es seitens der TU Dresden.

Neubau dient als Versuchsstand und Prototyp im Hochbau

Der CUBE genannte Neubau bündelt die Ergebnisse der seit 2014 intensiv betriebenen Forschungen und soll gleichzeitig als weiterer Versuchsstand dienen. Verdeutlicht werde anhand des Gebäudes die Tatsache, "dass herkömmliche Baukörper des Hochbaues nach dem Stand der Technik bereits mit Carbonbeton errichtet werden können", so die Initiatoren.

Zu den Partnern des Bauvorhabens gehören neben der TU Dresden folgende Unternehmen und Einrichtungen:

  • AIB GmbH
  • Assmann Beraten & Planen GmbH
  • Betonwerk Oschatz GmbH
  • Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG Sebnitz
  • texton e. V.
  • HTWK Leipzig
Bewertung für diesen Fachbeitrag
5.0 von 5 Sternen | 1 Abstimmungen
Quellen-und-Verweise  QUELLEN UND VERWEISE:
https://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/massivbau/textilbeton-kommt-die-revolution-im-brueckenbau/2619.htm
https://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/massivbau/carbonbeton-forscher-erhalten-aufmerksamkeit-durch-auszeichnungen/2820.htm
https://www.youtube.com/watch?v=O5SDb-U-n-4&feature=youtu.be
Kurz-Link  Kurz-Link zu diesem Beitrag:
https://www.bauingenieur24.de/url/700/3219