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Freitag, 22. Februar 2019
Ausgabe 6395 | Nr. 53 | 18. Jahrgang
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Carbonbeton-Forschung: Ergebnisse auf Konferenz vorgestellt

# 16.06.2016

Carbonbeton-Forscher trafen sich in Dresden. Deutschland soll Leitanbieter für innovative Anwendungen werden. Staatsminister sieht Sachsen als Forschungshochburg dank Projektförderung

Carbon Concrete Composite größtes deutsches Bauforschungsprojekt

Carbonbeton: Feinbeton wird in einer dünnen Lage auf eine Schalung aufgetragen und darin ein Carbongitter eingelegt. Foto: Jörg Singer Carbonbeton: Feinbeton wird in einer dünnen Lage auf eine Schalung aufgetragen und darin ein Carbongitter eingelegt. Foto: Jörg Singer

Die Technische Universität Dresden und die Erforschung des neuen Baustoffs Carbonbeton sind untrennbar miteinander verbunden. Kein Wunder also, dass in der sächsischen Hauptstadt zur ersten C³-Konferenz geladen wurde. Zwei Tage lang stellten Carbonbetonforscher aus ganz Deutschland ihre Arbeitsfortschritte innerhalb des gleichnamigen Bauforschungsprojektes vor. Daneben ging es um die weitere Vernetzung für eine noch effizientere interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Mehr als 150 Teilnehmer verfolgten die Fachvorträge über den Stand und die Ergebnisse der bereits laufenden C³-Vorhaben. Bis 2020 soll es gelingen, die Schlüsselanwendungen von Carbonbeton als Produkte auf dem Markt erfolgreich zu platzieren und dabei Deutschland als Leitanbieter weltweit zu etablieren. Damit dies gelingt, fördert der Bund das Projekt C³ - Carbon Concrete Composite mit bis zu 45 Millionen Euro. Es ist somit das größte Bauforschungsprojekt Deutschlands.

Interdisziplinäre Partner untersuchen komplette Wertschöpfungskette

140 C³- Partner aus Wissenschaft, Unternehmen und Verbänden repräsentieren laut C³-Vertretern die gesamte Wertschöpfungskette. Die inhaltliche Spreizung der Partner reiche von Forschungsinstituten über Baustofflieferanten bis hin zu Metall bearbeitenden Betrieben und Softwareherstellern.

Derzeit sei man dabei, in knapp 50 Verbundvorhaben alle relevanten technischen und wirtschaftlichen Fragestellungen aufzuwerfen, zu untersuchen und Lösungen für die C³-Carbonbeton-Bauweise zu erarbeiten. Das betreffe alle notwendigen Forschungen am Material, der Herstelltechnologie aber auch Themen wie das Recycling und Gesundheit sowie die Implementierung in die Aus- und Weiterbildung.

Für Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, ist das Projekt bereits jetzt ein Erfolg: "Ganz Sachsen kann stolz darauf sein, dass sich der Freistaat als führender Standort für Forschung und Technologie in Ostdeutschland in so beeindruckender Weise behauptet hat."

Ressourcenschonung, innovative Nutzung und neue Architekturen angestrebt

Am Ende der Forschung sollen durch den praxistauglichen Baustoff Carbonbeton drei wesentliche Ziele erreicht sein: Zum einen strebt man eine deutliche Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauchs an.

Zum anderen geht es den Entwicklern um die Erhaltung und Sicherung bestehender Bausubstanz durch Instandsetzung und Sanierung sowie die Errichtung von Neubauten, welche veränderten Nutzungsanforderungen entsprechen und neue Formen in der Architektursprache ermöglichen.

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