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Dienstag, 25. Juni 2019
Ausgabe 6518 | Nr. 176 | 18. Jahrgang
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Materialforschung: Bauwerksinstandsetzung im Fokus

# 17.03.2014

Forschergruppe will in fünf Jahren zukunftsfähige Entwicklungen präsentieren: Mit welchen Materialien und Methoden können Bauwerke dauerhaft Instand gesetzt werden? Enge Zusammenarbeit mit späteren Anwendern. Neben Beton und Holz auch Lösungen für Spezialmaterialien gesucht

Die Entwicklung innovativer und funktionaler Materialien für die Bauwerksinstandsetzung stellt einen Forschungsschwerpunkt der Bauhaus-Universität in Weimar dar. Foto: Paul-Georg Meister / Pixelio Die Entwicklung innovativer und funktionaler Materialien für die Bauwerksinstandsetzung stellt einen Forschungsschwerpunkt der Bauhaus-Universität in Weimar dar. Foto: Paul-Georg Meister / Pixelio

Bereits seit dem 19. Jahrhundert treibt die Forschung nach intelligenten Materialien im Interesse des technischen Fortschritts die Wissenschaftler in institutioneller Form um. Welchen Stellenwert man damals schon der weiteren Entwicklung auf diesem Feld beimaß, zeigt die Gründung der "Mechanisch-Technischen Versuchsanstalt" im Jahr der Reichsgründung 1871. Sie war die erste einer ganzen Reihe königlich preußischer Versuchsanstalten.

Heute sind Fakultäten unterschiedlicher Hochschulen im ganzen Land dabei, dringende Fragen rund um das Thema der Materialentwicklung zu beantworten. Für Bauingenieure eine der interessantesten: Mit welchen Materialien und Methoden können Bauwerke dauerhaft, kostengünstig und energieeffizient Instand gesetzt werden?

Diesem Problem widmen sich seit Januar 2014 gezielt Forscher der Fakultät Bauingenieurwesen an der Bauhaus-Universität Weimar. Fünf Jahre Zeit haben die Mitarbeiter der Professur Polymere Werkstoffe, mit dem Forschungsprojekt "Methoden zur Entwicklung und Applikation innovativer, funktionaler Materialien für die Bauwerksinstandsetzung - nuBau-Transfer" neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Transfer in die Praxis steht im Fokus

In einem Ausgangsprojekt "Methoden und Baustoffe zur nutzerorientierten Bausanierung - nuBau" ging es bereits um die Materialentwicklung und -prüfung zum Zweck der Bauwerksinstandsetzung. Die jetzt gebildete Forschergruppe baut auf diesen Ergebnissen auf, wobei nunmehr die strukturierte Entwicklung und zielsichere Anwendung innovativer, funktionaler Materialien für die Bauwerksinstandsetzung im Fokus stehen.

Entscheidenes Merkmal: Wirtschaftlichkeit

Somit ist das erklärte Ziel, die theoretischen Erfahrungen in praxistaugliche Produkte zu überführen. Wichtiger Bestandteil dabei ist, die von späteren Anwendern formulierten Anforderungen an Sanierungsmethoden, Materialien und deren Applikation zu berücksichtigen und zu systematisieren.

Insbesondere die vielfältigen technischen Aspekte, die Wirtschaftlichkeit (Kosten, Einsparpotentiale, Nachhaltigkeit und Energie) sollen dazu untersucht werden. Wichtig sei auch der Aspekt des Erhalts vorhandener Bausubstanz unter historischen, gestalterischen und denkmalpflegerischen Gesichtspunkten.

Forschungsgebiet geht über Beton und Holz hinaus

Aus materialwissenschaftlicher Sicht liegt der Fokus auf bekannten Baustoffen für die Betoninstandsetzung, auf Ergänzungsmaterialien für Holzbauteile sowie auf speziellen Materialien der insgesamt 16 Projektpartner aus der Materialentwicklung, -produktion und Baupraxis.

Über eine Millionen Euro vom Bund

Das Projekt wird von der Professorin Andrea Dimmig-Osburg und der Dipl.-Ing. Franziska Vogt geleitet und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,12 Millionen Euro gefördert.

Materialforschung Werkstoffkunde Bauwerksinstandsetzung Materialien Bauwerke energieeffizient Forschung Instandsetzung https://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/forschung/materialforschung-bauwerksinstandsetzung-im-fokus/2624.htm 397 de-DE
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