Fachbeiträge & Interviews
Samstag, 08. Mai 2021
Ausgabe 7201 | Nr. 128 | 20. Jahrgang
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Brückenbaupreis 2020: Hamburger Klappbrücke und betriebsinterne Mitarbeiterquerung gewinnen Wettbewerb

# 10.03.2021

Ausgefallene Preisverleihung virtuell nachgeholt. Ingenieurbüros Grassl und Schlaich Bergermann Partner überzeugen Fachjury. Erstmals Auszeichnungen für weitere vier Nominierte

Deutscher Brückenbaupreis 2020 erst 2021 verliehen

Für die Retheklappbrücke nahm Michael Borowski, Ingenieurbüro Grassl, den Brückenbaupreis 2020 entgegen. Foto: Torsten George Für die Retheklappbrücke nahm Michael Borowski, Ingenieurbüro Grassl, den Brückenbaupreis 2020 entgegen. Foto: Torsten George

Nachdem der Deutsche Brückenbaupreis 2020 nicht, wie geplant, im letzten Jahr vergeben werden konnte, haben der Verband Beratender Ingenieure VBI und die Bundesingenieurkammer am 8. März 2021 die Gewinner virtuell bekanntgegeben (siehe Quellen und Verweise).

In der Kategorie Straßen- und Eisenbahnbrücken kürte die Jury die Retheklappbrücke im Hamburger Hafen zum Sieger. Bauingenieur Michael Borowski vom Ingenieurbüro Grassl GmbH nahm den Preis entgegen.

In der Kategorie Fuß- und Radwegbrücken gewann der Neubau des sogenannten Trumpf-Stegs am Stammsitz des Werkzeugmaschinenherstellers Trumpf in Ditzingen. Verantwortlich für den Entwurf ist Mike Schlaich vom Ingenieurbüro Schlaich Bergermann Partner. Überreicht wurden die jeweiligen Siegerpokale von VBI-Präsident Jörg Thiele und dem Präsidenten der Bundesingenieurkammer Heinrich Bökamp.

Schließmechanismus der Retheklappbrücke einzigartig in Europa

Der Pokal für den Trumpf-Steg in Ditzingen ging an Mike Schlaich von Schlaich Bergermann Partner. Foto: Torsten George Der Pokal für den Trumpf-Steg in Ditzingen ging an Mike Schlaich von Schlaich Bergermann Partner. Foto: Torsten George

Wie es bereits in der Nominierungsbegründung hieß, wurde die zweiflügelige Retheklappbrücke für Bahn- und Straßenverkehr dafür ausgezeichnet, dass sie "mit einer innovativen Konstruktion eine höchst anspruchsvolle Aufgabe löst und mit ihrem Schließmechanismus europaweit einzigartig ist."

Der Trumpf-Steg überzeugte die Jury unter dem Vorsitz von Gero Marzahn durch "die konsequente Umsetzung einer außergewöhnlichen Tragwerksidee, die Nutzung hochentwickelter Materialien und Technologien sowie nicht zuletzt durch den gemeinsamen Gestaltungswillen von Bauherr und Bauingenieur."

Zweite Sieger erstmals durch VBI und Bundesingenieurkammer ausgezeichnet

Nicht zum Sieg reichte es für die beiden in der Kategorie Fuß- und Radwegbrücken nominierten Holzbauprojekte (Holzbrücke an der Birkelspitze, Baden-Württemberg bzw. Sanierung der König-Ludwig-Brücke, Bayern).

Zusammen mit den beiden übrigen nominierten Projekten (Brücke bei Schwaig, Bayern bzw. Instandsetzung der Elster-Brücke bei Neudeck, Brandenburg) durften sich die Verantwortlichen jedoch über eine erstmals gestiftete Auszeichnung durch die Veranstalter des Deutschen Brückenbaupreises freuen.

Der Deutsche Brückenbaupreis

wird seit 2006 alle zwei Jahre in den beiden Wettbewerbskategorien "Straßen- und Eisenbahnbrücken" sowie "Fuß- und Radwegbrücken" vergeben. Neben dem Bauwerk werden jeweils die Ingenieure mit der Preisskulptur ausgezeichnet, deren geistig-schöpferische Leistung maßgeblich für das Gelingen des ausgezeichneten Bauwerks war.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat den Deutschen Brückenbaupreis erneut als Schirmherr gefördert.

bauingenieur24 unterstützt den Deutschen Brückenbaupreis seit 2012 als Förderer und Medienpartner.

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