Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst

Glas-Holz-Verbund in sieben Meter hoher Fassade

# 01.12.2017

In Salt Lake City (USA) wurde 2016 ein Echtholz-Furnier in eine sieben Meter hohe Glasfassade integriert. Da es Holzfurnier nur bis drei Meter Länge gibt, waren horizontale Stöße notwendig. Der auf Überformate spezialisierte Hersteller sedak (Gersthofen) entwickelte ein Laminationsverfahren, bei dem die langen Echtholz-Furniere (Eukalyptus) im Scheibenaufbau verarbeitet wurden. Die Statik ist vom Holz unabhängig.

Durch einen auf den organischen Rohstoff genau abgestimmten Laminationsprozess wurde in Salt Lake City eine sieben Meter hohe Glasfassade mit Echtholz-Furnier verbunden. Foto: Steel Encounters Inc. Durch einen auf den organischen Rohstoff genau abgestimmten Laminationsprozess wurde in Salt Lake City eine sieben Meter hohe Glasfassade mit Echtholz-Furnier verbunden. Foto: Steel Encounters Inc.

Die Laminationstechnik, bei der Glas und Holz miteinander einen Verbund eingehen, gab es bislang nur kleinformatig, beispielsweise im Möbeldesign für Tischplatten. Bei Fassaden ist das Verfahren neu. Der organische Stoff Holz muss dabei in das Fassadenglas integriert werden, ohne dass er im Produktionsprozess Schaden nimmt. Gleichzeitig soll die Optik maßhaltig bewahrt bleiben.

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