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Dienstag, 22. September 2020
Ausgabe 6973 | Nr. 266 | 20. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Energieeffizienz: KfW baut Angebote im Gebäudesektor aus

# 04.09.2015

Tilgungszuschüsse und Zinskonditionen für Sanierung und Neubau verbessert. Bestehende Programme im laufenden Jahr ergänzt und angepasst. Neuerungen gelten für Gewerbe- und Wohnimmobilien

Tilgungszuschüsse für Gewerbeimmobilien seit Juli möglich

Den Bau einer Gewerbeimmobilie können sich Unternehmen durch verbesserte KfW-Programme fördern lassen. Foto: H.D.Volz / Pixelio Den Bau einer Gewerbeimmobilie können sich Unternehmen durch verbesserte KfW-Programme fördern lassen. Foto: H.D.Volz / Pixelio

Die Energiewende kostet. Das Umstellen von alten Versorgungsarten und Energieträgern auf neue ist ohne finanzielle Unterstützung und Anreize für die Verbraucher nur schwer realisierbar. Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist daher unter anderem damit beauftragt, entsprechende Förderprogramme aufzulegen und gegebenenfalls anzupassen.

Im laufenden Jahr sind einige solcher Anpassungen bereits erfolgt oder sie stehen noch aus. Zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE), welcher die Energieeffizienzstrategie der Bundesregierung beschreibt, hat die KfW ihre Förderangebote mehrfach verbessert. Mit dem KfW-Energieeffizienzprogramm für Gewerbeimmobilien gewährt die KfW seit dem 1. Juli 2015 neben günstigen Zinssätzen auch Tilgungszuschüsse.

Förderung für Produktionsanlagen und -prozesse ebenfalls gestiegen

Die Höhe der Förderung richtet sich nach dem erreichten KfW-Effizienzhaus-Standard, sprich der Höhe der Energieeinsparung. Für eine energetische Sanierung einer Gewerbeimmobilie zum KfW-Effizienzhaus 70 erhält das Unternehmen einen anteiligen Zuschuss in Höhe von 17,5 Prozent des Kreditbetrages, maximal 175 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche. Beim Neubau beträgt der Zuschuss bis zu fünf Prozent, maximal 50 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche.

Auch für Investitionen in energieeffiziente Produktionsanlagen und -prozesse (KfW-Programme 292, 293) werden verbesserte Zinskonditionen angeboten. Gefördert werden Maßnahmen, die zu einer Energieeinsparung von mindestens zehn (Einstiegsstandard) bzw. 30 Prozent (Premiumstandard) führen. Anders als zuvor, steigt hier der Förderanteil entsprechend der Einsparung.

Kommunale Nichtwohngebäude ab Oktober förderfähig

Seit dem 1. August 2015 erhalten auch Wohnimmobilien bessere Förderbedingungen. Der Kredithöchstbetrag ist gestiegen, das Programm wurde für Gebäude, die vor dem 1. Februar 2002 gebaut wurden, geöffnet und es wurde ein Tilgungszuschuss für Einzelnahmen eingeführt. Im Verlauf des Frühjahrs 2016 wird die KfW die Förderung von KfW-Effizienzhäusern 70 einstellen. Der Fokus soll dann stärker auf Neubauten mit höherem energetischen Niveau liegen.

Ab dem 1. Oktober 2015 sind durch das KfW-Programm kommunale und soziale Nichtwohngebäude als effiziente Neubauten förderfähig. Die bestehenden Programme für Kommunen werden dadurch erweitert bzw. angepasst.

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