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Donnerstag, 21. Februar 2019
Ausgabe 6394 | Nr. 52 | 18. Jahrgang
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Kaum noch Handel mit großen Wohnungsbeständen

# 15.09.2017

Flaute des Vorjahres setzt sich fort. Verkäufe kleinerer und mittlerer Wohnungsportfolios steigen. Übernahmen von Wohnungsunternehmen laut Bundesinstitut derzeit nicht zu erwarten

Wohnungsmarkt: Handel verschiebt sich zugunsten kleinerer Bestände

Der Verkauf und Handel von Wohnungen im großen Stil ist aktuell auf das Krisenniveau von 2009 gesunken. Grafik: BBSR Bonn 2017 Der Verkauf und Handel von Wohnungen im großen Stil ist aktuell auf das Krisenniveau von 2009 gesunken. Grafik: BBSR Bonn 2017

2016 markierte eine Wende im Großhandel mit Immobilien. Nach mehreren Jahren mit hoher Marktdynamik nahmen die Transaktionen schlagartig ab (siehe "Quellen und Verweise"). Dieser Trend setzt sich im laufenden Jahr fort. So ist der Handel mit größeren Wohnungsbeständen (ab 800 Einheiten) laut einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) weiter rückläufig.

In den ersten sechs Monaten kam es demnach zu 13 Verkäufen großer Wohnungsbestände, bei denen insgesamt 26.600 Wohnungen gehandelt wurden. Bestände mit mehr als 10.000 Wohnungen wurden dabei nicht gehandelt. Lediglich ein Portfolio mit mehr als 5.000 Einheiten sowie drei Portfolios mit einer Größe von 2.000 bis 5.000 Einheiten wechselten den Eigentümer.

Während sich der Großhandel somit weiter abschwächt, gewinnt der Handel mit kleineren Beständen dagegen an Bedeutung. Die Transaktionen in der Größenordnung 100 bis 800 Wohnungen nahmen nochmals zu. Seit Jahresbeginn wurden bei 44 Verkäufen insgesamt 12.500 Wohnungen veräußert.

2017 keine Großtransaktionen von Wohnungen mehr erwartet

"Wir erwarten für die zweite Jahreshälfte ein ähnliches Bild wie in den ersten sechs Monaten“, sagt BBSR-Immobilienmarktexperte Jonathan Franke. "Investoren suchen nach Anlagemöglichkeiten, finden aber nur ein geringes Angebot an großen Wohnungsportfolios vor."

In der Folge handelten die Akteure am deutschen Transaktionsmarkt vornehmlich kleinere und mittlere Portfolios. Großtransaktionen und weitere Unternehmensübernahmen seien derzeit nicht also in Sicht.

Börsennotierte Wohnungsunternehmen bestimmen den Markt

Wie bereits in den letzten Jahren beherrschen börsengelistete Eigentümer den Markt. Bei den börsengelisteten Unternehmen ohne kontrollierenden Eigentümer, den so genannten Publikums-AGs, traten einige der größten deutschen Wohnungsunternehmen als Käufer auf.

Dazu zählen die Vonovia SE, die Deutsche Wohnen AG, die LEG Immobilien AG und die TAG Immobilien AG. Bei den deutschen Privatakteuren war die ZBI AG besonders aktiv. Sie erwarb mehrere Portfolios mit insgesamt über 5.000 Wohneinheiten.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Es berät die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.

In der Datenbank "Wohnungstransaktionen" erfasst das BBSR seit Ende der 1990er-Jahre den Verkauf von Mietwohnungsbeständen und ganzen Wohnungsunternehmen in Deutschland. Die Analysen des Handels zeigen, wie sich die Anbieterstruktur auf dem Wohnungsmarkt verändert.

2017-09-19 Wohnungsmarkt Wohnungsunternehmen Immobilienmarkt Wohnungstransaktionen Bundesinstituts Bauforschung Stadtforschung Raumforschung BBSR Wohnungsbestände Wohnungsportfolio Transaktionen Immobilienhandel Vonovia LEG TAG ZBI Wohneinheiten Marktforschung Immobilien Wohnungsmarkt https://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/immobilien/kaum-noch-handel-mit-grossen-wohnungsbestaenden/2972.htm 404 de-DE
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