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Dienstag, 01. Dezember 2020
Ausgabe 7043 | Nr. 336 | 20. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

2020: Bauindustrie rechnet mit 3,5 Prozent mehr Umsatz

# 07.10.2020

Hauptverband korrigiert Prognose deutlich nach oben. Gutes Vorjahresniveau bleibt annähernd erhalten. Straßenbau ist aktuelles Sorgenkind

10.000 neue Jobs bis Jahresende erwartet

Die Bauwirtschaft konnte 2020 bis Juli ihren Umsatz um 6,6 Prozent steigern. Grafik: HDB Die Bauwirtschaft konnte 2020 bis Juli ihren Umsatz um 6,6 Prozent steigern. Grafik: HDB

Während es 2020 in anderen Branchen, wie dem Tourismus oder der Automobilindustrie, konjunkturell nur noch um Schadensbegrenzung geht, präsentiert sich die Bauindustrie aktuell mit erfreulichen Zahlen.

Man erwarte für das Gesamtjahr ein nominales Plus von 3,5 Prozent bzw. real von 0,5 Prozent und ein Beschäftigungsplus von 10.000 auf 880.000 Personen, heißt es vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB).

Im Mai sah es auch für die Bauwirtschaft noch anders aus. Damals ging man noch von einer nominalen Stagnation des baugewerblichen Umsatzes bzw. einem realen Rückgang um drei Prozent aus.

Umsatz wächst um 6,6 Prozent

Hintergrund für den gewachsenen Optimismus sind die Gesamtwerte der ersten sieben Monate des laufenden Jahres. Zwar habe sich die Baunachfrage in allen Bausparten im Juli 2020 wieder etwas abgekühlt (- 5 % im Vergleich zum Vorjahr), was insbesondere den Straßenbau betroffen habe (- 8,8 %).

Von Januar bis Juli lag der Umsatz der Baubetriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten laut Statistischem Bundesamt jedoch um 6,6 Prozent (real: + 3,6 %) über dem Vorjahresniveau.

Auftragseingang im Juli auf Rekordniveau

"Die Bauwirtschaft ist nach wie vor eine Stütze der Gesamtwirtschaft", sagt HDB-Hauptgeschäftsführer Dieter Babiel. "Der Auftragsrückgang erfolgte auf einem hohen Niveau. Der Auftragseingang im Juli war der zweithöchste gesamtdeutsche Wert."

Das gleiche treffe auch auf den Umsatz zu, der laut Babiel im Juli dieses Jahres nur minimal unter dem Vorjahresniveau lag. Im Vergleich zum Juli 2019 stand den Betrieben dafür ein Arbeitstag weniger zur Verfügung.

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