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Freitag, 27. Mai 2022
Ausgabe 7585 | Nr. 147 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Christian Wieg
Herausgeber: bauingenieur24® Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Arbeitsstunden steigen binnen Jahresfrist um 12 %

# 02.05.2008

Bauwirtschaft im Februar 2008: Arbeitsstunden 12 % im Plus / Auftragseingänge um 4 % gestiegen

Die Bauunternehmen profitieren weiterhin von hohen Auftragsbeständen und der milden Witterung seit Anfang des Jahres. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mitteilt, sind die geleisteten Arbeitsstunden (Produktion) im Bauhauptgewerbe im Februar dieses Jahres um 12,1 % gestiegen. Die ersten beiden Monate lagen um 9,6 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Das Wachstum ist bemerkenswert, da der Produktionszuwachs auf ein Vorjahresproduktionsplus von 30,3 % aufbaut. Aber auch der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe legte im Februar um nominal 20,5 % zu (Jan. - Feb.: 13,3 %).

Baunachfrage unterschiedlich

Von der noch immer regen Baunachfrage profitierten die Unternehmen in West- und Ostdeutschland jedoch unterschiedlich: Zwar sind die Auftragseingänge - nach einem Plus von 14,8 % im Januar - auch im Februar um nominal 4,3 % (preisbereinigt: 0,7 %) gestiegen (Jan. - Feb.: 9,4 %). Während die westdeutschen Baubetriebe aber weiterhin konjunkturellen Rückenwind spüren und im Februar ein Auftragsplus von 10,9 % meldeten (Jan. - Feb.: 13,6 %), mussten die ostdeutschen Baubetriebe ein Minus von 18,1 % verkraften (Jan. - Feb.: - 5,4 %). Im Umsatz hat sich diese Entwicklung aber noch nicht niedergeschlagen: Sowohl die west- als auch die ostdeutschen Baubetriebe meldeten für den Februar ein Umsatzplus von knapp 21 %.

Entlassungen in Ostdeutschland

Die Zahl der Baubeschäftigten ist binnen Jahresfrist in Ostdeutschland um 3.400 gesunken, in den alten Ländern um 2.500 gestiegen, Foto: Redaktion Die Zahl der Baubeschäftigten ist binnen Jahresfrist in Ostdeutschland um 3.400 gesunken, in den alten Ländern um 2.500 gestiegen, Foto: Redaktion

Entsprechend wirkte sich die hohe Produktion im Februar nur im westdeutschen Bauhauptgewerbe positiv auf die Beschäftigung aus: Die westdeutschen Baubetriebe haben ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5 % bzw. um 2.500 auf 507.000 Beschäftigte erhöht. Demgegenüber haben die Betriebe im Osten Deutschlands ihr Personal - mit Blick auf den Orderrückgang - um 1,9 % bzw. um 3.400 auf 171.000 Beschäftigte reduziert.

Kommunen wichtiger Auftraggeber
Der Öffentliche Bau profitierte weiterhin von den steigenden Steuereinnahmen. Insbesondere die Kommunen - auf die knapp zwei Drittel der staatlichen Bauausgaben entfallen - setzten ihre seit Mitte 2006 anhaltende Investitionsoffensive auch Anfang dieses Jahres fort. Entsprechend lag der Ordereingang im Februar um nominal 13,7 % über dem Wert vom Februar 2007 (Jan. - Feb.: 11,6 %). Die Produktion stieg um 15,6 % und der Umsatz sogar um 28,3 % (Jan.- Feb.: 14,3 %, 18,8 %)

Starker Wirtschaftsbau

Demgegenüber mussten die Unternehmen des Wirtschaftsbaus einen leichten Dämpfer hinnehmen: Die Auftragseingänge sanken im Februar dieses Jahres leicht um 1,3 % unter das Niveau des Vorjahresmonats (Jan. - Feb.: 11,5 %). Aufgrund der bislang guten Auftragslage lag die Produktion um 13,2 % und der Umsatz sogar um nominal 17,8 % über dem Vorjahreswert (Jan. - Feb.: 8,9 %, 13,2 %).

Plus im Wohnungsbau

Die Unternehmen des Wohnungsbaus scheinen die Talsohle durchschritten zu haben: Der Auftragseingang lag im Februar um nominal 1,6 % über dem Vorjahreswert (Jan.-Feb.: - 1,3 %). Das ist das erste Plus seit 15 Monaten. Aufgrund der guten Witterung konnten die Betriebe durcharbeiten: Die geleisteten Arbeitsstunden stiegen um 8,9 % (Jan. - Feb.: 7,3 %). Aber auch der Umsatz lag mit 18,1 % wieder über dem Wert des Vorjahresmonats (Jan. - Feb.: 9,1 %).

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