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Freitag, 27. Mai 2022
Ausgabe 7585 | Nr. 147 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Michael Braun
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Bauhauptgewerbe freut sich über erhöhte Produktion und Nachfrage

# 22.06.2011

Das Bauhauptgewerbe ist zufrieden mit dem ersten Quartal 2011: Den aktuellen Zahlen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie nach sind Produktion und Nachfrage deutlich im Plus. Günstig dafür waren Witterung und gute Binnenkonjunktur. Was die Branche besonders freut, sind unerwartet starke Impulse im Wirtschaftsbau. Lediglich die schwache Nachfrage im Öffentlichen Bau bereitet Sorgen.

Niedrige Zinsen und das CO2-Gebäudesanierungsprogramm haben zur positiven Entwicklung im Wohnungsbau beigetragen, Foto: Alexander Hauk / Pixelio Niedrige Zinsen und das CO2-Gebäudesanierungsprogramm haben zur positiven Entwicklung im Wohnungsbau beigetragen, Foto: Alexander Hauk / Pixelio

Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, ist der Umsatz im deutschen Bauhauptgewerbe im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahresquartal um nominal 32,1 Prozent gestiegen (März: +21,4 Prozent). Damit wurden die starken Rückgänge in den vergangenen zwei Jahren nahezu ausgeglichen; das Umsatzvolumen lag nur noch knapp unter dem Niveau des ersten Quartals 2008.

Nach Aussage des Branchenverbandes ist das starke Umsatzplus in den ersten drei Monaten dieses Jahres aber nicht nur auf die milden Temperaturen zurückzuführen; die Bauunternehmen profitierten auch – als konjunkturell nachlaufende Branche – vom gesamtwirtschaftlichen Aufschwung: So sind die Auftragseingänge im ersten Quartal um nominal 6,1 Prozent gestiegen (März: + 5,0 Prozent).

Wohnungsbau

Triebfeder der Entwicklung im ersten Quartal war weiterhin der Wohnungsbau, der sowohl beim Auftragseingang (+ 29,0 Prozent) als auch beim baugewerblichen Umsatz (+ 40,3 Prozent) die höchsten Wachstumsraten aufwies. Neben den niedrigen Zinsen und dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm haben besonders die Stabilisierung der Einkommenserwartungen im Zuge des Konjunkturaufschwungs und ein wieder steigendes Interesse der Anleger an Wohnimmobilien den Wohnungsbau beflügelt. Dass sich diese Entwicklung voraussichtlich auch in den kommenden Monaten fortsetzen wird, darauf deuten die Baugenehmigungen hin: Die Zahl der genehmigten Wohnungen (Neu- und Umbau) stieg in den ersten zwei Monaten dieses Jahres um 22,6 Prozent.

Wirtschaftsbau

Als zweites Standbein für eine gute Baukonjunktur im laufenden Jahr hat sich der Wirtschaftsbau etabliert: Der Auftragseingang ist im ersten Quartal um 19,4 Prozent gestiegen und lag damit das fünfte Quartal in Folge im Plus. Der hohe Auftragsbestand wurde - nach einem verhaltenen zweiten Halbjahr 2010 - Anfang dieses Jahres produktionswirksam: Die Unternehmen meldeten für die ersten drei Monate ein Umsatzplus von 28,4 Prozent. Positiv für die weitere Entwicklung ist auch, dass die Baugenehmigungen für Wirtschaftsbauten (veranschlagte Baukosten) in den ersten zwei Monaten dieses Jahres gestiegen sind: Für Handels- und Lagergebäude um 21,0 Prozent und für Fabrik- und Werkstattgebäude sogar um 53,7 Prozent.

Öffentlicher Bau

Wenig erfreulich ist dagegen die Perspektive im Öffentlichen Bau: Zwar ist der Umsatz im ersten Quartal um 27,9 Prozent gestiegen, gleichzeitig ging aber der Auftragseingang um 15,5 Prozent zurück. Auch die Baugenehmigungen (veranschlagte Baukosten) öffentlicher Bauherren entwickelten sich negativ - sie wiesen für die ersten zwei Monate ein Minus von 41,1 Prozent auf.

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