Fachbeiträge & Interviews
Montag, 08. März 2021
Ausgabe 7140 | Nr. 67 | 20. Jahrgang
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Bauhauptgewerbe im Sommer weiter beflügelt

# 08.11.2016

Zweistelliges Umsatz- und Orderplus in allen Bausparten. 2016 bislang knapp 250.000 Wohnungen genehmigt. Investitionsprogramm des Bundes zeigt Wirkung im Öffentlichen Bau

Große Mehrheit der Branche mit Lage zufrieden

Die gute Lage der deutschen Bauwirtschaft ist 2016 bislang durch nichts getrübt worden. Foto: berggeist / Pixelio Die gute Lage der deutschen Bauwirtschaft ist 2016 bislang durch nichts getrübt worden. Foto: berggeist / Pixelio

Der Aufschwung im deutschen Baugewerbe hält weiter an: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, meldeten die Betriebe des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten im August dieses Jahres einen Anstieg des Umsatzes von nominal 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Den überdurchschnittlich hohen Umsatzzuwachs verdankt die Branche auch zweier zusätzlicher Arbeitstage im Vergleich zum Vorjahr. Im gesamten Zeitraum von Januar bis August erwirtschafteten die relevanten Baubetriebe ein Umsatzplus von nominal 7,7 Prozent.

Entsprechend positiv wird die aktuelle Geschäftslage beurteilt: Im Rahmen des ifo Konjunkturtests bewerten derzeit 90 Prozent der Befragten ihre Lage als gut bzw. befriedigend, nur jeder Zehnte als schlecht. Das sind so wenige auf der Seite der Pessimisten wie noch nie.

Gute Auftragslage für die nächsten Monate

Auch für die kommenden Monate sind die Bauunternehmen nach eigenem Bekunden gut aufgestellt: Dank der seit Monaten steigenden Auftragseingänge liegt die Reichweite der Bestände im Branchendurchschnitt aktuell bei 3,6 Monaten. Vor einem Jahr hatten die Bauunternehmen laut ifo lediglich 3,1 Monate gemeldet. Hinzu kommt, dass die Nachfrage nach Bauleistungen weiter ungebrochen ist: Der Auftragseingang lag im August um nominal 16,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der vom Statistischen Bundesamt berechnete preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigte Rückgang des Auftragseingangs von 2,2 Prozent zum Vormonat ist daher nach Ansicht des HDB weniger Ausdruck einer sich abschwächenden Baukonjunktur, sondern nach wie vor lediglich die Folge des außergewöhnlich hohen Auftragsniveaus. Die Bauunternehmen meldeten für die ersten sieben Monate immerhin ein Orderplus von nominal 16,9 Prozent.

Die Zahlen belegen auch, dass alle Bausparten im August zugelegt haben. Die deutlichsten Zuwächse wurden weiterhin im Wohnungsbau erzielt: Die Baubetriebe meldeten im August ein Umsatz- und Orderplus von 16,7 Prozent bzw. 20,3 Prozent (Jan.-Aug.: +14,5% bzw. +18,4%).

Höchste Zahl an Baugenehmigungen seit Jahrtausendwende

Auch die Baugenehmigungen entwickelten sich weiter dynamisch: In den ersten acht Monaten wurde der (Neu- und Um-)Bau von 245.325 Wohnungen genehmigt, 25,1 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, das sind so viele wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr. Besonders stark ist die Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern - die Neubaugenehmigungen legten um 27,5 % auf 108.850 Wohnungen zu.

Öffentliche Hand investiert stärker

Durchweg positive Signale kamen auch aus dem Wirtschaftsbau: Der Umsatz nahm um 8,3 Prozent, die Nachfrage sogar um 16,0 Prozent zu (Jan.-Aug.: +4,4% bzw. +14,9%).

Auch für den Öffentlichen Bau meldeten die Unternehmen gute Zahlen, überwiegend dank des Investitionshochlaufprogramms des Bundes: Der Umsatz stieg um 14,7 Prozent, die Nachfrage um 15,2 Prozent (Jan.-Aug.: +7,5% bzw. +8,2%).

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Geschosswohnungsbau mit großer Dynamik
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