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Mittwoch, 06. Juli 2022
Ausgabe 7625 | Nr. 187 | 21. Jahrgang
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Autor: Pressestelle
Herausgeber: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes email-weiterempfehlendruckansicht

Bauwirtschaft vor Tarifverhandlungen

# 11.06.2004

Mehr betriebliche Flexibilität bei Löhnen und Arbeitszeit gefordert / Am 28. Juni 2004 werden die diesjährigen Tarifverhandlungen für das deutsche Baugewerbe aufgenommen

ZDB-Vizepräsident Werner Kahl während des Pressegesprächs zur Tarifrunde 2004 im Baugewerbe ZDB-Vizepräsident Werner Kahl während des Pressegesprächs zur Tarifrunde 2004 im Baugewerbe

Im Vorfeld dazu begrüßte der Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes und diesjährige Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Werner Kahl, dass die Gewerkschaft die Beschäftigungssicherung in den Vordergrund ihrer Tarifpolitik stellt. "Schon lange sind wir der Auffassung, dass die Sicherheit des Arbeitsplatzes Vorrang vor Lohnerhöhungen haben muss."

Kahl erklärte, die Arbeitgeber seien bereit, mit der IG BAU in Verhandlungen über ihr Konzept zur Beschäftigungssicherung einzutreten. Allerdings bedürfe es zur Beschäftigungssicherung aber in erster Linie einer größeren betrieblichen Flexibilität bei Löhnen, Arbeitszeit und Urlaub und einer Kostenentlastung der tarifgebundenen Betriebe.

Um den dramatischen Stellenbau im Baugewerbe zu stoppen hatte die IG BAU angeregt, eine fiktive Lohnerhöhung von 2,2 Prozent in einen Fonds fliegen zu lassen. Daraus könnte im Frühjahr 2005 eine Beschäftigungsprämie an die Betriebe ausgezahlt werden, die im Winter auf Entlassungen verzichten. Sollten die Gespräche über Beschäftigungssicherung scheitern, will die Gewerkschaft eine klassische Lohnrunde führen. Der Lohn- und Gehaltstarifvertrag ist bislang nicht gekündigt. Die Kündigungsfrist wurde aber von zwei auf einen Monat verkürzt.

Auch der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, der anders als der Zentralverband die Großunternehmen der Branche vertritt, sieht die von der Gewerkschaft vorgeschlagenen Regelung kritisch. Wir müssen aber erstmal abwarten, wie das Modell im Detail aussehen wird", sagte der Geschäftsführer Tarifpolitik, Oliver Zander.

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