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Freitag, 27. Mai 2022
Ausgabe 7585 | Nr. 147 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Christian Wieg
Herausgeber: bauingenieur24® Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Deutsche Bauindustrie im Ausland geschäftig

# 17.06.2008

Die Deutsche Bauindustrie hat 2007 ihre Position im internationalen Geschäft nochmals verbessert. In Bauleistung und Auftragseingang verbuchten die Unternehmen neue Rekordwerte.

Deutsches Bau-Know-how ist im Ausland gefragt, Foto: Redaktion Deutsches Bau-Know-how ist im Ausland gefragt, Foto: Redaktion

Damit ist die deutsche Bauindustrie zusammen mit ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zum Weltmarktführer Frankreich aufgerückt, berichtete der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB). Die Bauunternehmen haben 2007 ihre Bauleistung im Ausland - direkt oder über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften - um 28 % auf 22,5 Mrd. Euro gesteigert. Der Auftragseingang aus dem Ausland ist auf hohem Niveau nochmals um 8 % auf 27,8 Mrd. Euro gestiegen.

Deutsche Bauunternehmen seien zusammen mit ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften weltweit führend bei komplexen Infrastrukturvorhaben, ingenieurtechnischem Know-how und Projekt-Management. Auftraggeber im Ausland wüssten diese Qualität zu schätzen und zahlten dafür auch entsprechende Preise. Immer stärker dominierten nach Angaben des HDB im internationalen Geschäft die Baumärkte in Nordamerika, Asien und Australien. Mittlerweile entfielen 22,6 Mrd. Euro bzw. vier Fünftel des Auftragseingangs auf diese Teilmärkte, davon

  • 12,9 Mrd. bzw. 46 % auf Australien
  • 7,6 Mrd. bzw. 27 % auf Nordamerika und
  • 2,1 Mrd. bzw. 8 % auf Asien.

Dagegen habe der europäische Markt, der noch vor 10 Jahren 40 % des internationalen Geschäfts ausgemacht habe, bei stagnierendem Volumen relativ an Bedeutung verloren. Dies sei vor allem auf die Entwicklung in Westeuropa zurückzuführen, während die Auftragseingänge aus den wachstumsstarken Ländern in Mittel- und Osteuropa deutlich zugelegt hätten. Gerade diese Märkte - mit einem Volumen von mittlerweile jährlich über 1 Mrd. Euro - seien auch für den deutschen bauwirtschaftlichen Mittelstand von großem Interesse, während das außereuropäische Geschäft nach wie vor von den großen deutschen Baufirmen betrieben werde.

Mit einem Anteil von rund 90 % dominiere immer mehr das Geschäft über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften während die direkte grenzüberschreitende Bautätigkeit, im Vorjahr leicht zurückging.

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