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Dienstag, 29. November 2022
Ausgabe 7772 | Nr. 333 | 22. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Christian Wieg
Herausgeber: bauingenieur24® Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

"Nur noch Tagespreise beim Betonstahl"

# 21.05.2008

Preis für Betonstahl steigt im Mai um satte 35 % / Risiken der Weltrohstoffmärkte treffen Baugeschäft

Der Preis für Betonstahl hat sich seit Dezember 2007 verdoppelt, Foto: Redaktion Der Preis für Betonstahl hat sich seit Dezember 2007 verdoppelt, Foto: Redaktion

Anfang Mai zahlten Bauunternehmen bis zu 540 Euro pro Tonne Betonstahl. Damit hätten sich nach Auskunft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) die Preise allein im Mai um 35 % erhöht - im Vergleich zum Dezember 2007 sogar verdoppelt. "Eine seriöse Angebotskalkulation ist zurzeit kaum möglich. Insbesondere da die Stahllieferanten nicht mehr bereit sind, Festpreise zu nennen. Es werden nur noch Tagespreise angeboten", erläuterte der Hauptgeschäftsführer des HDB Michael Knipper die Entwicklung.

"Umso mehr begrüßen wir, dass das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) - auf unsere Initiative hin - wieder eine zwingende Stahlpreisgleitklausel für Bauleistungen des Bundeshochbaus eingeführt hat" so Knipper weiter. Das BMVBS hatte Anfang 2006 die 2004 eingeführte zwingende Preisgleitklausel auslaufen lassen. Die Vereinbarung einer Gleitklausel lag seitdem nur noch im Ermessen der Vergabestelle. Die seit 2007 wieder steigenden Stahlpreise machten es den Bauunternehmen jedoch unmöglich, die Risiken in der Kalkulation weiterhin allein zu tragen. Die Stahlpreisgleitklausel sei aber vorerst nur für Bauleistungen des Bundeshochbaus eingeführt worden.

Der HDB forderte eine Ausweitung der Preisgleitklausel auf Bauleistungen des Tiefbaus und des Wasserbaus. Neben dem Bund sollten alle öffentlichen und auch private Auftraggeber solche Klauseln in ihre Verträge aufnehmen. Dies sei vor allem auch im Interesse der Auftraggeber selbst, da sie nur so seriös kalkulierte Angebote erhielten.

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