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Dienstag, 07. April 2020
Ausgabe 6805 | Nr. 98 | 19. Jahrgang
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Autor: hes
Herausgeber: dpa email-weiterempfehlendruckansicht

Pleitewelle in Hessen betrifft immer mehr Beschäftigte

# 27.09.2002

In der ersten Jahreshälfte 2002 meldeten sich 1030 Firmen mit 14532 Mitarbeitern zahlungsunfähig

Wiesbaden - Die Pleitewelle hat in Hessen im ersten Halbjahr 2002 mehr als doppelt so viel Beschäftigte erfasst wie in den ersten sechs Monaten 2001. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte, meldeten sich 1030 Firmen mit 14 532 Mitarbeitern zahlungsunfähig. Ein Jahr zuvor waren es 963 Betriebe mit 6175 Beschäftigten gewesen. Von 44 auf 59 Prozent kletterte der Anteil der Firmen, deren Vermögen noch für ein geordnetes Insolvenzverfahren reichte.

Allerdings sind die Zahlen nach Auffassung der Statistiker wegen einer Änderung der Insolvenzordnung nur der Tendenz nach vergleichbar. Möglicherweise hätten deswegen mehr Einzelunternehmer und Kleingewerbetreibende Zahlungsunfähigkeit angemeldet.

Die meisten Pleiten (plus 13 Prozent auf 265) gab es in der Sparte Grundstücks- und Wohnungswesen sowie Unternehmensdienstleistungen. Ihr folgten das Baugewerbe (plus 3 Prozent auf 228) und Groß- und Einzelhandel sowie Kfz-Werkstätten (plus 7 Prozent auf 197). Weniger Konkurse zählten Statistiker im Gastgewerbe (minus 15 Prozent auf 55) sowie bei Verkehr und Nachrichtenübermittlung (minus 16 Prozent auf 63).

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