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Freitag, 21. Juni 2019
Ausgabe 6514 | Nr. 172 | 18. Jahrgang
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Weiter Hochkonjunktur beim Planen und Bauen

# 05.04.2019

Bauunternehmer und Ingenieure bekräftigen Optimismus. Auftragslage trotz Rückgang im Januar weiterhin auf hohem Niveau. Datenschutzanpassung für Planungsbüros leichter zu stemmen als Personalbeschaffung

Bauunternehmen und Planungsbüros dank Umsatzsteigerungen 2018 optimistisch

Zu Beginn des Jahres 2019 stieg der Umsatz für Bauunternehmen dank voller Auftragsbücher erneut. Foto: Petra Dirscherl / Pixelio Zu Beginn des Jahres 2019 stieg der Umsatz für Bauunternehmen dank voller Auftragsbücher erneut. Foto: Petra Dirscherl / Pixelio

Nach dem äußerst erfolgreichen Baujahr 2018 blieb der Branche zu Beginn dieses Jahres die positive Grundstimmung erhalten.

So meldeten zum einen die Betriebe des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten im Januar (im Vergleich zum Vorjahresmonat) eine Steigerung ihres baugewerblichen Umsatzes um nominal 9,9 Prozent sowie einen Auftragszuwachs von nominal plus 18,2 Prozent.

Zum anderen beurteilt auch die deutliche Mehrheit (über 90%) der Ingenieurbüros laut einer VBI-Konjunkturumfrage vom Februar ihre wirtschaftliche Lage als gut bzw. sehr gut. Hintergrund sei die Tatsache, dass 55 Prozent der Teilnehmer ihre Umsätze 2018 steigern konnten.

Januar 2019: Umsatz steigt weiter, Aufträge gehen zurück

Nach Informationen des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB) konnten die Bauunternehmen trotz der vergleichsweise schlechten Witterung im Januar ihre Bautätigkeit weiter ausweiten. Immerhin hätten zu Jahresbeginn 43 Prozent der Bauunternehmen angegeben, dass ihre Bautätigkeit durch die Witterung behindert werde. Im Januar 2018 lag der Anteil nur bei 28 Prozent.

"Wir sind optimistisch, dass sich die Bautätigkeit auch in den kommenden Monaten auf hohem Niveau fortsetzen wird", so Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des HDB. Schließlich seien die Bauunternehmen mit vollen Auftragsbüchern ins neue Jahr gestartet. Die Bestände lagen Ende 2018 mit 46 Milliarden Euro auf einem Rekordwert (siehe Quellen und Verweise).

Der HDB sieht für den Jahresbeginn 2019 einen Realzuwachs des Umsatzes im Bauhauptgewerbe bei 3,5 Prozent. Dem steht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ein preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigter Auftragsrückgang im Januar gegenüber dem Vormonat von 7,9 Prozent gegenüber. Nach wie vor sei das Auftragsniveau jedoch sehr hoch, so die Einschätzung des Hauptverbands.

VBI befürchtet Wachstumseinbußen durch fehlende Mitarbeiter

Keine Hinweise auf einen nachlassenden Auftragseingang sieht indes der Verband Beratender Ingenieure VBI bei den unabhängigen Planungsbüros. Lediglich der Arbeitsmarkt mache den befragten VBI-Mitgliedern Sorgen.

Laut VBI-Umfrage beklagten 87 Prozent der Ingenieurunternehmen inzwischen die zunehmend schwierigere Suche nach qualifiziertem Personal. VBI-Präsident Jörg Thiele sieht darin die Gefahr einer "Wachstumsbremse".

Ingenieurbüros inzwischen auf Datenschutzgrundverordnung eingestellt

In seiner aktuellen Erhebung fragte der VBI auch nach den Auswirkungen der im Mai 2018 in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Im Ergebnis zeige sich, dass sich die Ingenieurbüros gewissenhaft auf die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen eingestellt haben.

Rund 50 Prozent der Unternehmen würden inzwischen einen Datenschutzbeauftragten beschäftigen, ein Drittel der Unternehmen hat Mitarbeiterschulungen durchgeführt. Nur wenige Büros mussten sich bislang konkret mit Datenschutzproblemen beschäftigen.

An der VBI-Konjunkturumfrage beteiligten sich 417 Ingenieurbüros. Das entspricht 21 Prozent der etwa 2.000 befragten Mitgliedsunternehmen.

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