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Freitag, 01. Juli 2022
Ausgabe 7620 | Nr. 182 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Michael Braun
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

0,070 W/mK für Mauerziegel mit Dämmkern

# 26.08.2009

Im Herbst 2009 läutet die Bundesregierung die nächste Runde des Energie sparenden Bauens ein. Mit ihrem neuen Wärmedämmziegel Thermopor TV 7- Plan sieht sich der Hersteller bestens für die hohen Anforderungen der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) gerüstet.

Lieferbar ist der Mauerziegel TV 7- Plan  in den Wanddicken 49, 42, 36,5 und 30 cm. Bereits eine 36,5 cm dicke Wand erfüllt mit ihrem U-Wert  von 0,18 W/m²K über die EnEV 2009 hinaus auch zukünftige Anforderungen, Foto: Thermopor Lieferbar ist der Mauerziegel TV 7- Plan in den Wanddicken 49, 42, 36,5 und 30 cm. Bereits eine 36,5 cm dicke Wand erfüllt mit ihrem U-Wert von 0,18 W/m²K über die EnEV 2009 hinaus auch zukünftige Anforderungen, Foto: Thermopor

Der robuste Mauerziegel wirkt mit seiner Wärmeleitfähigkeit von 0,070 W/mK wie reiner Dämmstoff, ohne dabei seine Ziegeleigenschaften aufzugeben. Wie die Thermopor-Ziegelgruppe mitteilte, ist der TV 7-Plan als einziger Ziegel der Wärmedämmgruppe 007 auch in den Standardwanddicken 30 cm und 36,5 cm lieferbar. Alle Baustoffe mit der Wärmeleitfähigkeit kleiner oder gleich 0,10 W/mK gehören nach DIN 4108-6 zur Gruppe der Dämmstoffe. Der bauaufsichtlich zugelassene Ziegel erreicht seine guten Dämmeigenschaften durch eine ausgefeilte neue Lochstruktur und eine Mineralwolledämmung in den Kammern.

Der Ziegel wird mit Dünnbettmörtel vermauert. Da er bis zu 35 mm tiefes, vertikales Schlitzen erlaubt, lassen sich Heizungsrohre und Elektroleitungen unproblematisch verlegen. Die hohe Dämmwirkung des Ziegels gehe nicht zu Lasten der Tragfähigkeit, so Thermopor. Durch seine Steinfestigkeitsklassen 4 und 6 gewinne das Haus hohe Tragfähigkeitsreserven.

Mit der Energieeinsparverordnung 2009 setzt die Bundesregierung für den Gebäudebereich die Eckpunkte für ein Integriertes Energie- und Klimaprogramm in die Tat um. Kernelemente der Neuregelungen sind die Anhebung der energetischen Anforderungen an Neubauten und wesentliche Änderungen im Gebäudebestand um durchschnittlich 30 Prozent und die Dämmung ungedämmter begehbarer Geschossdecken bis Ende 2011.

Dazu zählt auch die schrittweise Außerbetriebnahme von Nachtstromspeicherheizungen in bestimmten Gebäuden ab dem Jahr 2020 (abhängig insbesondere von der Größe des Gebäudes bzw. der Zahl der Wohneinheiten und der Dämmqualität des Gebäudes), wobei diese Pflicht aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nur eingeschränkt gilt. Sie entsteht nicht, wenn andere öffentlich-rechtliche Pflichten entgegenstehen oder die erforderlichen Aufwendungen für die Außerbetriebnahme und den Einbau einer neuen Heizung auch bei Inanspruchnahme möglicher Fördermittel nicht innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen erwirtschaftet werden können.

Zur neuen Richtlinie gehört auch die Stärkung des Vollzugs der Energieeinsparverordnung mit Hilfe von privaten Unternehmererklärungen, mit denen die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften bei der Modernisierung von Gebäuden bestätigt wird, Sichtkontrollen der Bezirksschornsteinfegermeister zur Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen bei heizungstechnischen Anlagen und bundeseinheitlichen Bußgeldvorschriften bei Verstößen gegen zentrale Energieeinsparbestimmungen.

Mit der EnEV 2009 sollen Anreize für den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien geschaffen werden. Der aus erneuerbaren Energien gewonnene Strom kann vom rechnerischen Energiebedarf von Gebäuden abgezogen werden. Gleichzeitig werden Primärenergiefaktoren für flüssige und gasförmige Biomasse aufgenommen, die sich - soweit die Biomasse in räumlicher Nähe zum Gebäude erzeugt wird - entsprechend günstig auf die energetischen Berechnungen für das jeweilige Gebäude auswirken.

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