Fachbeiträge & Interviews
Sonntag, 27. Mai 2018
Ausgabe 6124 | Nr. 147 | 17. Jahrgang
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Betoninstandsetzung: Wohin geht der Trend 2015?

# 17.07.2015

Expertenveranstaltung präsentiert breites Themenspektrum für beteiligte Berufsgruppen. Vorträge unter anderem zu Denkmalschutz und Textilbeton. Regelwerke und aktuelle juristische Fragestellungen ebenfalls im Fokus

Fachveranstaltung widmet sich Erhalt von Betonbauwerken

Sind die Schäden an Betonbauwerken nicht mehr zu übersehen, ist eine Instandsetzung überfällig. Foto: SiB Ingenieurgesellschaft GmbH Sind die Schäden an Betonbauwerken nicht mehr zu übersehen, ist eine Instandsetzung überfällig. Foto: SiB Ingenieurgesellschaft GmbH

Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken sind Bauaufgaben, deren Bewältigung ein hohes Maß an technischen Kenntnissen sowie besondere Erfahrung bei der Planung und Ausführung voraussetzen. Werden Schäden zu spät erkannt oder die falschen Maßnahmen ergriffen, sind oft hohe Kosten die Folge. Im schlimmsten Fall ist die Statik des Bauwerks beeinträchtigt, wodurch die gefahrfreie Nutzung der Bauwerke nicht mehr gewährleistet werden kann.

Wirtschaftliche und technische Schäden können jedoch minimiert werden, wenn rechtzeitig geeignete Maßnahmen zum Substanzerhalt von Betonbauwerken ergriffen werden. Welche das sind und wie sie am besten angewandt werden, ist Thema der Beton-Insta 2015, welche am 1. und 2. Oktober in Kiel stattfindet.

Qualität von Schutz- und Instandsetzungsleistungen soll erhöht werden

Das alle zwei Jahre veranstaltete Fachsymposium wird in diesem Jahr von der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken (BGib) in Zusammenarbeit mit der Landesgütegemeinschaft Schleswig-Holstein sowie der Bundesgütegemeinschaft Betonflächeninstandsetzung (BFI) organisiert.

Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter aus öffentlichen Dienststellen, Baubetrieben, Immobiliengesellschaften und Planungsbüros. Ziel ist, die Qualität von Schutz- und Instandsetzungsleistungen zu erhöhen.

Vortrag über Textilbeton als Einstieg

Die Vortragsveranstaltung beginnt mit einem kurzen Referat von Frank Schladitz, Tudalit e.V., zum Thema "Textilbeton auf dem Weg in die Praxis – Bauen mit Carbon" und stellt das Bauen mit dem neuen Hochleistungsbaustoff vor. Dabei soll es um textile Bewehrungen zur bautechnischen Verstärkung und Instandsetzung gehen.

Des weiteren gibt Heinz-Dieter Dickhaut, Vorstandsmitglied der Bundesgütegemeinschaft Betoninstandsetzung, einen Überblick zum Thema "Stahlbetoninstandsetzung – Wer muss was leisten?". Im Fokus stehen dabei besonders die Auftraggeber-, Planer- und Unternehmerpflichten. Die Vorteile für den Auftraggeber durch die Beauftragung eines Ingenieurbüros als sachkundigen Planer für Betoninstandsetzung stellt Sven Emunds von der Renoplan GmbH in den Mittelpunkt seines Vortrags.

Berichte aus der Praxis über Korrosionsschutz, Spritzbeton und Abriss

Am Beispiel des Straßentunnels Rendsburg erklärt Hernâni Esteves der ausführenden Firma Züblin das elektrochemische Schutzverfahren "Kathodischer Korrosionsschutz" sowie die umgesetzten Brandschutzmaßnahmen.

Über eine nicht ganz alltägliche Maßnahme - die Instandsetzung eines Holzschiffes mittels Spritzbeton - berichten Timo Götze und Marius Engelhardt von der ServerPlusPlus Ltd – Gesellschaft für Softwarelösungen. Die Hintergründe zum Abriss der so genannten Esso-Häuser, eine Hamburger Stahlbetonikone, sind Thema des Vortrags von Katrin Hupfer.

Betrachtung des Denkmalschutzes aus drei Perspektiven

Ganz im Zeichen des Dankmalschutzes steht der Nachmittag: Corinna Tell vom Bezirksamt Neukölln berichtet über die Betoninstandsetzung unter den Vorgaben des Denkmalschutzes aus der Sicht einer Denkmalbehörde. Hartmut Heintz beleuchtet das gleiche Thema aus der Sicht eines Planungsbüros und Dirk Dalichow von der Barg Betontechnik und -instandsetzung GmbH & Co. KG liefert die Sicht eines ausführenden Unternehmens.

Die Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken e.V. (BGib)

ist der Zusammenschluss von neun Landesgütegemeinschaften und der Bundesgütegemeinschaft Betonflächeninstandsetzung (BFI). Unterstützt werden sie durch Unternehmen, die dem Verein "Deutsche Bauchemie e.V." angehören sowie durch Einzelmitglieder.

Ziel der Gemeinschaft ist es, durch RAL-gütegesicherte Maßnahmen nach Vorgaben des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL) bei der Betoninstandsetzung für eine langfristige Werthaltigkeit der Bausubstanz zu sorgen und Gefahren für die Allgemeinheit aus Mängeln an der Bausubstanz abzuwehren. Die ib ist vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) anerkannt.

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