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Sonntag, 21. April 2019
Ausgabe 6453 | Nr. 111 | 18. Jahrgang
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Gerissener Beton: neuartige Verbundankersysteme eingeführt

# 18.01.2013

Befestigungsspezialist fischer bietet neue Ankersysteme für Beton an. Einsatz ohne Einschränkung in Zug- und Druckzone des Betons sowie bei extremen Temperaturen möglich

Risse im Beton schwer nachweisbar

Das fischer Superbond-System hat die ETA-Zulassung 12/0258 für Verankerungen in gerissenem und ungerissenem Beton (Option1) mit Ankerstangen FIS A und RG M, Innengewindeankern RG MI, Betonstabstahl und Bewehrungs-Gewindeankern FRA. Foto: fischer Das fischer Superbond-System hat die ETA-Zulassung 12/0258 für Verankerungen in gerissenem und ungerissenem Beton (Option1) mit Ankerstangen FIS A und RG M, Innengewindeankern RG MI, Betonstabstahl und Bewehrungs-Gewindeankern FRA. Foto: fischer

Risse im Beton entstehen durch Spannungen und Verformungen, die von unterschiedlichen Lasten wie Eigengewicht, Verkehrs- und Windlasten sowie dem Schwinden und Kriechen des Betons verursacht werden. Generell eignet sich Beton nur bedingt um Zuglasten aufzunehmen. Diese Aufgabe übernehmen Bewehrungen aus Stahl.

Während sich die flexiblen Bewehrungsstäbe unbeschadet dehnen, reißt der unelastische Beton. Unzählige, mit bloßem Auge kaum sichtbare Risse entstehen. Das Areal, welches davon betroffen ist, nennt man die gerissene Zugzone.

Es kann äußerst komplex sein, den Nachweis zu erbringen, ob der Beton gerissen oder ungerissen ist. Für Planer und Handwerker empfiehlt sich, grundsätzlich von Rissen im Verankerungsbereich auszugehen, welche die Tragfähigkeit eingesetzter Dübel erheblich reduzieren können. Aus Sicherheitsgründen rät der Befestigungsspezialist fischer stets zum Gebrauch risstauglicher Dübel.

fischer bringt neue Verbundankersysteme auf den Markt

Die Firma fischerwerke GmbH & Co. KG bietet seit Herbst 2012 drei nach eigenen Angaben aufeinander abgestimmte Verbundankersysteme an.

Dazu zählen die Systeme Highbond, Powerbond und Superbond mit der ETA-Zulassung für gerissenen Beton, welche im Folgenden vorgestellt werden. Sie dürfen ohne Einschränkung in der Zug- und Druckzone des Betons eingesetzt werden.

Highbond-System FHB II: Sicherer Halt bei kleinen Achs- und Randabständen

Das Highbond-System FHB II verankert Schwerlasten in gerissenem Beton auch bei kleinsten Achs- und Randabständen. Der Verarbeiter entscheidet unabhängig von der Last je nach Anwendung, ob der FHB II mit dem Highbond-Spezialmörtel FIS HB oder mit einer der beiden Glaspatronen zum Einsatz kommt.

In Kombination mit der schnell aushärtenden Glaspatrone FHB II-PF kann der Highbond FHB II nach nur zwei Minuten belastet werden. Den Highbond gibt es in galvanisch verzinktem Stahl, nicht rostendem Stahl A4 und hochkorrosionsbeständigem Stahl (1.4529). Es werden die Größen M 8 bis M 24 abgeboten.

Powerbond-System: Hohe Tragfähigkeit bei variabler Verankerungstiefe

Das Powerbond-System verbindet hohe Tragfähigkeit mit variabler Verankerungstiefe. Die Powersleeve-Technologie wird besonders für dünne Betonteile empfohlen. Das System besteht aus dem Powerbond-Spezialmörtel FIS PM auf styrolfreier Vinylesterbasis, der Edelstahlhülse Powersleeve FIS PS und der Ankerstange FIS A. Die Hülse Powersleeve mit Konusgeometrie besteht aus rostfreiem Edelstahl.

Mit drei Hülsengrößen deckt die fischer Powersleeve das komplette Anwendungsspektrum für Ankerstangen M 10, M 12 und M 16 im Innen- und Außenbereich ab. Der Powerbond erlaubt laut Hersteller eine millimetergenaue Verankerungstiefe von 60 bis 192 Millimetern.

Superbond-System: Problemlose Anwendung bei Extremtemperaturen

Das Superbond-Ankersystem garantiert eine einfache Montage und einen sicheren Halt bei Frost, im wassergefüllten oder im diamantgebohrten Loch. Mit einer Verwendbarkeit bei Temperaturen von minus 40 bis plus 150 Grad Celsius ermöglicht das Superbond-System einen weiten Anwendungsbereich.

Verankerungen, die unter dem Einfluss erhöhter Temperaturen stehen, wie zum Beispiel Befestigungen in Trocknungsanlagen, können zugelassen mit einem Verbundanker ausgeführt werden, ebenso Verankerungen in Frostgebieten. Der Superbond-Spezialmörtel FIS SB erlaubt Installationen bei minus 15 Grad, die Reaktionspatrone RSB bei minus 30 Grad Celsius.

Die Reaktionspatrone erspart dem Verarbeiter darüber hinaus das Ausbürsten des Bohrloches. Zwischen Injektionsmörtel und Patrone kann frei gewählt werden, da  bei  Standardanwendungen die Leistungsfähigkeit von beiden gleich ist.

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