Fachbeiträge & Interviews
Donnerstag, 17. Oktober 2019
Ausgabe 6632 | Nr. 290 | 19. Jahrgang
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Höhenversatz: Anwendungsmöglichkeiten des Isokorb erweitert

# 13.09.2019

Geometrie und Gewicht für leichtere Montage angepasst. Einsatz in Umlaufanlage erstmals möglich. Deckenseitige Verankerung macht Unterbau überflüssig

Bauingenieur und Unternehmensgründer entwickelt klassisches Bauteil

Der Isokorb für Anschlüsse mit Höhenversatz wird seit seiner Erfindung in den 1980er Jahren immer weiter optimiert. Bild: Schöck Bauteile GmbH / bpr Der Isokorb für Anschlüsse mit Höhenversatz wird seit seiner Erfindung in den 1980er Jahren immer weiter optimiert. Bild: Schöck Bauteile GmbH / bpr

Höhenunterschiede zwischen Geschossdecken und auskragenden Bauteilen aufgrund von Estrich, trittfester Dämmung oder verlegter Fußbodenheizungen bringen in der Regel Wärmebrücken mit sich. Der Übergang zu einem Balkon liefert ein klassisches Beispiel für einen möglichen Höhenversatz.

Um sowohl auskragende Bauteile wie Balkone sicher zu befestigen als auch Wärmebrücken zu minimieren, ist die Schöck Bauteile GmbH stets bemüht, ihren in den 1980er Jahren vom Namensgeber und Gründer, dem Bauingenieur Eberhard Schöck, entwickelten Isokorb zu optimieren.

Standardelement für Wandbreiten ab 175 Millimeter verwendbar

Auffallend bei der neuesten Version des Isokorb für den Höhenversatz ist zunächst die Geometrie. Die Schlaufe, in der die Zug- und Querkraftstäbe in den Vorgängermodellen nach unten zeigten, ist verschwunden.

Der Stabausstand des neuen tragenden Wärmedämmelements für den Höhenversatz dagegen ist deckenseitig nun deutlich kürzer und die Ankerköpfe befinden sich standardisiert auf Höhe des Dämmkörpers. Das Standardelement des neuen Isokorb kann bereits bei Wandbreiten ab 175 Millimeter in die Dämmebene eingesetzt werden.

Der Anschluss kann bei ausreichendem Versatz zwischen Isokorb und Decke nach der Deckenbetonage eingebaut werden. Die Betonage der Decke ist somit laut Hersteller unabhängig von der Isokorb-Bewehrung möglich.

Deckenseitige Verankerung erspart Unterbau und Lagerkosten

Mit dem weiterentwickelten Isokorb lassen sich Halb- und Vollfertigteilplatten im Fertigteilwerk auch ohne Sonderkonstruktionen herstellen. Die kompakte Konstruktion ermöglicht die liegende Schalung auf einem Schaltisch ohne Unterbau.

Aufgrund der neuen deckenseitigen Verankerung entfällt der Unterbau auch beim Stapeln der Fertigteilplatten, was Raum und Kosten bei der Lagerung spart. Erstmalig lässt sich der Isokorb für den Höhenversatz in der Umlaufanlage einsetzen. Im Elementdeckenbereich kann die geteilte Ausführung des Isokorb verwendet werden.

Reduziertes Gewicht ermöglicht Ein-Mann-Montage

Neben der Geometrie soll der neue Isokorb durch ein reduziertes Gewicht überzeugen. Schöck wirbt hier damit, dass je nach Produkttyp, sogar die Ein-Mann-Montage auf der Baustelle oder im Fertigteilwerk möglich sei.

Eine hauseigene Bemessungssoftware des Herstellers kann genutzt werden, um die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassene Produktlösung zu ermitteln und den geometrischen Abgleich zu vollziehen.

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