Fachbeiträge & Interviews
Freitag, 01. Juli 2022
Ausgabe 7620 | Nr. 182 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Nachgefragt bei: Bernhard Küttner

# 29.08.2013

Bernhard Küttner vom Flughafen Köln/Bonn "Konrad Adenauer" - Jeder Bauingenieur tickt in seiner beruflichen Praxis anders. Arbeitsabläufe und Planungen gestalten sich, je nachdem, worauf der Einzelne Wert legt, unterschiedlich. Um den individuellen Eigenschaften erfolgreicher Ingenieure auf die Spur zu kommen und ihre Tipps und Hinweise für den Beruf für alle nutzbar zu machen, heißt es bei bauingenieur24 einmal im Monat Nachgefragt bei ...

Dipl.-Ing. Bernhard Küttner...

Dipl.-Ing. Bernhard Küttner ist am Flughafen Köln/Bonn für die Instandhaltung der Gebäude und Anlagen zuständig. Foto: privat Dipl.-Ing. Bernhard Küttner ist am Flughafen Köln/Bonn für die Instandhaltung der Gebäude und Anlagen zuständig. Foto: privat

...arbeitet am Flughafen Köln/Bonn "Konrad Adenauer" als Leiter der Abteilung Bauinstandhaltung. Zusammen mit 16 Mitarbeitern in der Verwaltung und in zwei Werkstätten ist er für alle anfallenden Arbeiten und Störungen an und in circa 80 Einzelobjekten des internationalen Airports zuständig. Das Gespräch führte bauingenieur24-Redakteur Fabian Hesse.

Herr Küttner, was fordert Sie gerade besonders in Ihrem Job?

Im Unterschied zu meinen früheren Beschäftigungen habe ich am Flughafen über das Jahr verteilt nicht ein oder einige wenige Großprojekte, sondern viele kleinere Projekte zu betreuen. Hinzu kommen die üblichen Herausforderungen einer Abteilungsleitertätigkeit.

Was mich zur Zeit sehr beschäftigt ist die Brandschutzsanierung unseres Terminal 1, welches 1969 erbaut wurde. Dazu müssen wir tief in den Gebäudebestand eindringen, wobei vor allem die technischen Gewerke gefragt sind. Das Ganze passiert bei laufendem Betrieb. Eine unvollständige Dokumentation macht die Arbeit zusätzlich zu einer Herausforderung.

Wie lange sind Sie schon in der Branche tätig?

Ich habe 1997 meinen Abschluss gemacht und danach zunächst bei der Philipp Holzmann AG im technischen Büro sowie in der Bauleitung gearbeitet.

Welche Eigenschaften schätzen Sie als Vorgesetzter bei Ihren Mitarbeitern am meisten?

Am wichtigsten sind mir Ehrlichkeit und Offenheit. Wenn es Probleme gibt, möchte ich, dass darüber geredet wird. Ich schätze die Eigenverantwortung meiner Mitarbeiter und trage somit selbstgetroffene Entscheidungen auch mit.

Die Handwerker meiner Abteilung müssen sich generell gut im Netzwerk des Betriebs auskennen. Wenn sie zu einem Kunden kommen, erwarte ich ein ordentliches Auftreten und Rücksichtnahme. Die betrieblichen Belange haben in der Regel am Flughafen Köln/Bonn Priorität vor der technischen Bearbeitung.

In welche Informationstechnik investieren Sie?

Wir nutzen unter anderem Programme zur zunehmenden Digitalisierung unseres Archivs. Persönlich erstelle ich digitalisierte Bauwerksbücher nach VDI 6200 zur Archivierung alter Statikunterlagen.

Auf wen hören Sie beruflich?

Intern natürlich auf meine Vorgesetzten.

Extern tausche ich mich innerhalb eines gewachsenen Netzwerkes aus. Dazu zählen ehemalige Studien- und Arbeitskollegen sowie Ingenieurbüros, die ich projektbezogen zu Rate ziehe.

Wie sieht Ihre individuelle Weiterbildung aus?

Ich besuche regelmäßig Seminare, unter anderem zum Brandschutz und zur Betoninstandsetzung. Die Angebote suche ich mir selbst aus, mein Arbeitgeber übernimmt, nach Prüfung und Freigabe des Angebots, die Kosten der einzelnen Maßnahmen.

Welchen Wunsch haben Sie an die Politik?

Wichtig wäre, dass der Status quo zur Nachtflugerlaubnis erhalten bleibt.

Welchen Ausgleich haben Sie zum Beruf?

Für mich ist Sport die beste Art abzuschalten. Ich wohne in Düsseldorf und fahre regelmäßig die 60 Kilometer zur Arbeit mit dem Rennrad.

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