Fachbeiträge & Interviews
Samstag, 17. November 2018
Ausgabe 6298 | Nr. 321 | 18. Jahrgang
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Nachgefragt bei: Ronny Erfurt

# 27.06.2017

Ronny Erfurt von der phase10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH - Jeder Bauingenieur tickt in seiner beruflichen Praxis anders. Arbeitsabläufe und Planungen gestalten sich, je nachdem, worauf der Einzelne Wert legt, unterschiedlich. Um den individuellen Eigenschaften erfolgreicher Ingenieure auf die Spur zu kommen und ihre Tipps und Hinweise für den Beruf für alle nutzbar zu machen, heißt es bei bauingenieur24 einmal im Monat "Nachgefragt bei ...". Bauingenieure und Experten ihres Faches liefern dabei im Interview aufschlussreiche Antworten zu unseren Fragen.

Ronny Erfurt ...

Ronny Erfurt ist Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens phase10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH mit Stammsitz im sächsischen Freiberg. Foto: phase10 Ronny Erfurt ist Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens phase10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH mit Stammsitz im sächsischen Freiberg. Foto: phase10

...ist Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens phase10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH. Das Unternehmen mit Hauptsitz im sächsischen Freiberg beschäftigt 25 Mitarbeiter und ist unter anderem in den Bereichen energieeffizientes Bauen, Wohnungsbau, Sportstättenbau und Gewerbebau tätig.

Herr Erfurt, was fordert Sie gerade besonders in Ihrem Job?

Mich beschäftigt derzeit vor allem die Integration und Entwicklung der BIM-Planungsmethodik im kompletten Wertschöpfungsprozess unseres Planungsbüros und hier besonders bei der Umsetzung von Stadionprojekten in ganz Deutschland.

Als prädestiniertes Beispiel sei hier ein Projekt in Hamburg genannt, bei dem wir auf einem alten Flakbunker mit einem kompletten BIM-Modell eine Veranstaltungshalle und um diese eine neue Hotelanlage planen.

Im Zusammenhang mit BIM ist besonders die Schnittstelle zwischen Planung und Ausführung eine der größten Herausforderungen, welcher sich die Bauindustrie in den nächsten Jahren stellen muss. Hier arbeiten wir intensiv an Konzepten, um als Planungsbüro mit an vorderster Stelle zu stehen.

Wie lange sind Sie schon in der Branche tätig und warum?

Ein "Warum" erübrigt sich, wenn man so wie ich seit 27 Jahren aktiv als Bauingenieur in der Planungs- und Baubranche tätig ist.

Ich blicke nach 22 Jahren auf den erfolgreichen Aufbau eines Architektur- und Ingenieurbüros mit 25 Mitarbeitern und mehreren Niederlassungen in Ostdeutschland.

Welche Wege gehen Sie in punkto Personalgewinnung?

Bei der Personalgewinnung konzentrieren wir uns besonders auf die Integration von jungen Architekten und Bauingenieuren in unser Team.

Wir betreuen bereits während des Studiums junge Menschen bei der Erstellung von Belegarbeiten, Zwischenarbeiten, Masterarbeiten und Diplomarbeiten. Hierbei gewinnen diese bereits einen Einblick in unser Büro und wir können Sie für eine zukünftige Mitarbeit begeistern.

Darüber hinaus führen wir verschiedene Veranstaltungen in Universitäten und Hochschulen durch, um unseren Bekanntheitsgrad hoch zu halten.

Auf wen hören Sie beruflich?

Auf die Wünsche meiner Kunden, mit Blick auf die Ideen von morgen.

In welche Technik investieren Sie?

Wie bereits erwähnt, beschäftigen wir uns sehr intensiv mit der Anwendung und Umsetzung der BIM-Technologie im Planungsprozess. Hierzu ist es natürlich wichtig, dass wir unser Büro mit aktueller und innovativer Technik bestücken.

Wir arbeiten besonders mit den Unternehmen ORCA-Software und Graphisoft zusammen. Weiterhin beschäftigen wir uns mit den Thematiken des 3-D-Drucks und der Augmented Reality (dt.: erweiterte Realität; Anm. d. Red.).

Welchen Wunsch haben Sie an die Politik?

Auch hier möchte ich mich nur auf das Thema BIM konzentrieren. Seitens des Verkehrsministeriums wurde ja in den letzten Jahren besonders viel in Sachen "Entwicklung und Einführung von BIM bei öffentlichen Projekten" getan. Leider besteht gleichzeitig beim zuständigen Bauministerium noch sehr viel Nachholbedarf. Hier würden wir uns gern mit einbringen und BIM gezielt auch bei Hochbauprojekten im öffentlichen Bereich mitentwickeln.

Weiterhin kann man sich als Bauingenieur nur wünschen, dass bei öffentlichen Projekten nicht der Wunschgedanke der Politiker, sondern bereits von Beginn des Projektes an eine realistische Einschätzung von Kosten und Terminen im Vordergrund steht.

Wie sieht Ihre individuelle Weiterbildung aus?

Wie ich bereits ausgeführt habe, beschäftigen wir uns in unserem Büro mit der Integration von sehr vielen jungen Mitarbeitern. Diese zu führen und weiterzubilden bedeutet für mich persönlich, auch ständig auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Diese Art von Weiterbildung ist für mich immer wieder spannend.

Welchen Ausgleich haben Sie zum Beruf?

Da gehören die Familie, das Haus, der Sport und der Fußball dazu.

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