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Mittwoch, 22. Mai 2019
Ausgabe 6484 | Nr. 142 | 18. Jahrgang
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Herausgeber: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie Hauptverband der Deutschen Bauindustrie email-weiterempfehlendruckansicht

Bauindustrie zur Kanzlerreise durch die neuen Bundesländer

# 23.08.2001

Infrastrukturoffensive notwendig / Bau der Autobahn A 72 zügig vorantreiben / Mogelpackung Stadtumbau löst keine Probleme am Bau

Die deutsche Bauindustrie erwartet von der Bundesregierung endlich die dringend notwendige Infrastrukturoffensive, so Michael Knipper, Foto: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie Die deutsche Bauindustrie erwartet von der Bundesregierung endlich die dringend notwendige Infrastrukturoffensive, so Michael Knipper, Foto: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

"Die deutsche Bauindustrie erwartet von der Bundesregierung endlich die dringend notwendige Infrastrukturoffensive." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper, den bisherigen Verlauf der Besuchsreise von Bundeskanzler Gerhard Schröder in den neuen Bundesländern. Ein Aufschwung sei nur mit und nicht gegen die Bauwirtschaft möglich. Der Nachholbedarf bei der ostdeutschen Infrastruktur sei nach wie vor immens. In diesem Zusammenhang forderte Knipper die unverzügliche Realisierung der Autobahn A 72 Chemnitz - Leipzig. Für den größten Teil der Strecke sei die Finanzierung bis heute nicht gesichert.

Angesichts der Tatsache, dass Leipzig ein Spielort für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sei und der Autokonzern BMW sein neues Werk in Leipzig errichten werde, sei eine weitere Verzögerung nicht hinnehmbar. Der Wirtschaftsraum Südwestsachsen werde bislang nur durch eine vollkommen überlastete Bundesstraße erschlossen. Eine Aufnahme der A 72 in den neuen Bundesverkehrswegeplan, der erst in der nächsten Legislaturperiode verabschiedet werde, würde dazu führen, dass die Autobahn nicht vor dem Jahr 2010 fertiggestellt würde.

"Mit Ankündigungen und Umschichtungen lassen sich die konjunkturellen und strukturellen Probleme der Baubranche in den neuen Bundesländern nicht lösen." Knipper reagierte damit auf die Verlängerung des Programms zum "Stadtumbau Ost" bis zum Jahr 2009. Er wies darauf hin, dass das bisher beschlossene Programm für die Jahre 2002 bis 2004 zu zwei Dritteln durch Kürzungen bei der Städtebauförderung und der regionalen Wirtschaftsförderung in den neuen Bundesländern gegenfinanziert werde. "Zur Förderung des Wirtschaftsstandortes Deutschland brauchen wir statt dessen eine echte Infrastrukturoffensive", so Knipper.

Quellen-und-Verweise  QUELLEN UND VERWEISE:
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Bauindustrie Knipper Leipzig Hauptverband Ostdeutschland BMW Bundesverkehrswegeplan Bundesregierung Schröder Stadtumbau Infrastruktur Politik https://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/politik/bauindustrie-zur-kanzlerreise-durch-die-neuen-bundeslaender/131.htm 287 de-DE
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