Fachbeiträge & Interviews
Dienstag, 23. Juli 2019
Ausgabe 6546 | Nr. 204 | 18. Jahrgang
Autor: 
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst bauingenieur24 Informationsdienst Jobs Stellenangebote Stellen Stellenanzeigen email-weiterempfehlendruckansicht

Bauwirtschaft fordert Staatssekretär und Bauausschuss im Bund

# 20.04.2018

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und Spitzenverband der Immobilienwirtschaft formulieren gemeinsame Ziele. Geplante Neubauinvestitionen für beide positiv. Verschärfung des Mietrechts und Senkung der Modernisierungsumlage werden abgelehnt

Bundesministerium für Bau weiterhin nicht eigenständig

Bauwirtschaft und Immobilienwirtschaft begrüßen die geplante Neubauoffensive des Bundes und lehnen Anpassungen des Mietrechts ab. Rainer Sturm / Pixelio Bauwirtschaft und Immobilienwirtschaft begrüßen die geplante Neubauoffensive des Bundes und lehnen Anpassungen des Mietrechts ab. Rainer Sturm / Pixelio

Ein eigenes Bauministerium haben die langen Koalitionsverhandlungen in Berlin nicht hervorgebracht. Nun will man seitens der Bauindustrie zumindest einen Staatssekretär für Bauen und Wohnen im zuständigen Innenministerium implementiert haben. Zudem sollte es einen eigenständigen Bauausschuss im Deutschen Bundestag geben.

Diese Forderungen stellten jüngst gemeinsam der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Sie erhoffen sich dadurch eine "zügige Integration der Bereiche Bauen und Wohnen in das Bundesinnenministerium".

Verbände loben Koalitionsvertrag für Neubauoffensive

Peter Hübner, Präsident des HDB, verstärkt das Anliegen mit dem Hinweis auf den bestehenden Zeitdruck: "Wir können nicht noch ein weiteres halbes Jahr warten, bis die Arbeit richtig losgeht. Insbesondere bei der Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums dürfen wir keine Zeit mehr verlieren."

Beide Verbände sehen in der geplanten Neubauoffensive einen wichtigen Eckpfeiler, um die zunehmende Verknappung von Wohn- und Wirtschaftsimmobilien in Großstädten und Ballungsregionen in den Griff zu bekommen. Auch von der Enquete-Kommission für die nachhaltige Baulandmobilisierung und Bodenpolitik erhoffen sie sich entlastende Maßnahmen für die angespannten Immobilienmärkte.

Kritik an geplanter Anpassung von Mietrecht und Modernisierungsumlage

"Die positiven Signale aus dem Koalitionsvertrag dürfen jedoch nicht durch die geplanten Verwerfungen im Mietrecht konterkariert werden", so Andreas Mattner, Präsident des ZIA. Allein mit der Senkung der Modernisierungsumlage auf acht Prozent würden Investitionen künftig reduziert und energetische Sanierungen entfallen. "Der Bundesbauminister sollte dieses Vorhaben überdenken", äußert Mattner einen klaren Wunsch.

HDB und ZIA sprechen sich auch dafür aus, die Empfehlungen aus dem Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen weiterzuverfolgen. Insbesondere im seriellen Wohnungsbau gebe es noch großes Potenzial. Die Bereitstellung von preisgünstigem Bauland, die Vereinfachung von Genehmigungs- und Vergabeverfahren sowie die steuerliche Förderung seien zudem Themen, auf die sich die Regierung im Interesse der Bauwirtschaft konzentrieren sollte, heißt es von Seiten der Spitzenverbände.

Bundbauminister Bauwirtschaft Bauindustrie Staatssekretär Bauausschuss Hübner Mattner Mietrecht Modernisierungsumlage Neubauinvestitionen Immobilienwirtschaft Wohnungsbau Bundesinnenministerium BMI Politik Wohnungsbau https://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/politik/bauwirtschaft-fordert-staatssekretaer-und-bauausschuss-im-bund/3030.htm 350 de-DE
Kurz-Link  Kurz-Link zu diesem Beitrag:
https://www.bauingenieur24.de/url/700/3030