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Mittwoch, 12. Mai 2021
Ausgabe 7205 | Nr. 132 | 20. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Bundesregierung: Autobahn GmbH soll mehr Geld erhalten

# 15.12.2020

Weitere 400 Millionen Euro für Betrieb, Planung und Verwaltung im ersten Jahr vorgesehen. Bauindustrie hält Mittel damit für ausreichend. Gleichzeitige Mehrausgaben für Bundeswasserstraßen

Nach Kritik: Bundesregierung stockt Mittel für Autobahn GmbH auf

Die deutschen Autobahnen werden ab 2021 von der neuen Autobahn GmbH des Bundes verwaltet. Die Mittel hierfür will die Bundesregierung erhöhen. Foto: Marino Castiglione / Pixelio Die deutschen Autobahnen werden ab 2021 von der neuen Autobahn GmbH des Bundes verwaltet. Die Mittel hierfür will die Bundesregierung erhöhen. Foto: Marino Castiglione / Pixelio

Die Sorge vor einem eher holprigen Start der Autobahn GmbH des Bundes am 1. Januar 2021 (wir berichteten) hat sich auf Seiten der Bauindustrie gelegt.

Grund ist die kürzlich beschlossene Aufstockung der Mittel für Betrieb, Planungsleistungen und Verwaltung der Autobahn GmbH um 400 Millionen Euro auf nunmehr 1,766 Milliarden Euro im Bundeshaushalt 2021.

Laut Peter Hübner, Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, seien damit die Verwaltungsausgaben der neuen Autobahngesellschaft mit einem "auskömmlichen Finanztitel" ausgestattet.

Autobahnbau: 5,5 Milliarden Euro in 2021 vorgesehen

"Die Gefahr, dass Kosten für Betrieb, Planungsleistungen und Verwaltung der neuen Gesellschaft zu Lasten der investiven Mittel gehen, ist damit für das Jahr 2021 voraussichtlich gebannt", so Hübner weiter.

Die Mittelaufstockung ist vor allem für die Planungssicherheit der Tiefbauunternehmen entscheidend. Diese können nun davon ausgehen, dass die für 2021 angedachten rund 5,5 Milliarden Euro für Investitionen in die Bundesautobahnen auch tatsächlich von der Verwaltung abgerufen werden und in entsprechende Aufträge fließen.

Verbandspräsident hält Autobahn-Etat für ausreichend

Peter Hübner hat indes keine Zweifel, dass die Unternehmen der Bauindustrie bereit und in der Lage seien, diese Mittel auch 2021 zu verbauen. Für den Verbandschef kommt es darauf an, dass der Etat der Autobahn GmbH in Zukunft auf hohem Niveau stabil bleibt.

Gemessen an der Herausforderung, die der Neubau und die Erhaltung von Fahrbahnen und Brücken darstellten, sei die aktuelle Summe "gerade einmal ausreichend", so Hübner wörtlich. Für die kommenden Jahre müssten jedoch auch Baupreissteigerungen berücksichtigt werden.

Ausgaben für Bundeswasserstraßen sollen ebenfalls steigen

Hinsichtlich der geplanten Bundesausgaben für den Bau allgemein begrüßt der Hauptverband der deutschen Bauindustrie die Steigerung des Etatpostens für den Ersatz-, Aus- und Neubau von Bundeswasserstraßen um weitere 40 Millionen auf insgesamt 1,139 Milliarden Euro.

Der Deutsche Bundestag muss dem Bundeshaushalt für 2021 noch zustimmen.

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