Fachbeiträge & Interviews
Samstag, 08. August 2020
Ausgabe 6928 | Nr. 221 | 19. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Großbaustelle: Universität Bielefeld wird umfassend saniert

# 17.06.2020

Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW agiert als Bauherr. Spezialgerät kommt im Eingangsbereich und am Hauptgebäude zum Einsatz. Einschränkungen durch Pandemie für Abrissarbeiten günstig

Alte Mensa muss weichen

Mehrere Gebäude der 1969 gegründeten Universität Bielefeld werden derzeit saniert bzw. abgerissen. Foto: BLB NRW Mehrere Gebäude der 1969 gegründeten Universität Bielefeld werden derzeit saniert bzw. abgerissen. Foto: BLB NRW

An der Universität Bielefeld wird derzeit groß gebaut. Die Sanierung der 1969 als Reformuniversität für interdisziplinäres Arbeiten und Forschen gegründeten Hochschule umfasst den zukünftigen Eingangsbereich sowie das Hauptgebäude.

Auf dem Gelände der ehemaligen Mensa und des Frauenparkplatzes soll zukünftig ein repräsentatives Entréegebäude mit einer Fläche von rund 14.000 Quadratmetern entstehen. In dem Neubau sollen sich später überwiegend Büro- und Seminarräume sowie ein Bereich für die Service-Einrichtungen der Studierenden befinden.

Spezialbagger mit fast 300 PS kommt zum Einsatz

Zuvor sind umfassende Abrissarbeiten nötig. Bisher fanden die meisten Arbeiten des ersten von sechs Bauabschnitten im Innern der Gebäude statt. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) ist verantwortlich für die Universitätsimmobilien und Bauherr der aktuellen Maßnahmen.

Als solcher entfernte das Unternehmen selbst Schadstoffe und entkernte den Haupttrakt der Universität. Einzig die alte Fassade und der Rohbau blieben noch übrig. Diese werden mit einem Spezial-Bagger abgerissen. Mit einem 30 Meter langen Arm hat er ein Einsatzgewicht von mehr als 75 Tonnen.

Pandemie-Einschränkungen: Abbrucharbeiten beeinträchtigen weniger Menschen

Sezen Arayan (l.), Bauleiterin der Ed. Züblin AG, verantwortet die Abrissarbeiten an der Großbaustelle. Foto: BLB NRW Sezen Arayan (l.), Bauleiterin der Ed. Züblin AG, verantwortet die Abrissarbeiten an der Großbaustelle. Foto: BLB NRW

Einschränkungen für den Studienbetrieb durch die Abrissarbeiten werden von den Verantwortlichen nicht erwartet. Die Universität Bielefeld befindet sich aufgrund der Corona Pandemie in einem reduzierten Basisbetrieb, weshalb sich nur einzelne Beschäftigte und Studierende auf dem Campus aufhalten.

Auch für die Anwohner in den angrenzenden Wohngebieten soll sich die Belästigung durch unvermeidlichen Lärm und Staub in Grenzen halten, da die Einhaltung der gesetzlich zulässigen Werte durch regelmäßige Messungen des Generalunternehmers überprüft werde.

Universitätssanierung auf 75.000 Quadratmetern Grundfläche

Voraussichtlich im Spätherbst soll es in die nächste Phase der Bauarbeiten gehen. Auch dabei wird laut BLB aufgrund der Größe der Baustelle Spezialgerät zum Einsatz kommen. Die Ed. Züblin AG wird die Baustelle als Generalunternehmer mit zwei großen und leistungsstarken Drehkränen bestücken und damit zunächst die mehrere Tonnen schweren Fassadenplatten am Universitätshauptgebäude demontieren.

Insgesamt findet der erste Bauabschnitt in diesem Bereich auf einer Bruttogrundfläche von 75.300 Quadratmetern statt. Es ist der größte Abschnitt bei der Sanierung der Universität. Überwiegend handelt es sich um Flächen, die als Seminar- oder Büroräume genutzt werden. Die bis zu elf oberirdischen und drei unterirdischen Geschosse beinhalten neben den Verkehrsflächen zudem Bereiche für Lager, Archiv, Technik und Sanitär.

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