Autor: Christian Wieg
Herausgeber: bauingenieur24® Informationsdienst

Glas-Kunststoff-Kuppelkonstruktion spart Eigengewicht

# 15.06.2007

Anfang Mai präsentierten die Studenten Holm Friedrich und Gregor Zülow von der Bauhaus-Universität Weimar eine neue Glas-Kunststoff-Kuppelkonstruktion, die ohne die bisher üblichen metallischen Unterkonstruktionen auskommt.

Die Kuppelkonstruktion wurde im April beim Glasbaupreis 2007 mit einem 2. Platz ausgezeichnet, Foto: Johannes Heinke, Bauhaus-Universität Weimar Die Kuppelkonstruktion wurde im April beim Glasbaupreis 2007 mit einem 2. Platz ausgezeichnet, Foto: Johannes Heinke, Bauhaus-Universität Weimar

Die Studenten der Fakultät Bauingenieurwesen bauten ein Modell im Durchmesser 2,30 Meter und einer Höhe von 0,90 Metern. Das Model ist die Weiterführung und Weiterentwicklung der Entwurfsarbeit "Anwendung von Glas-Kunststoff-Hybridelementen bei einer Kuppelkonstruktion" einer Studentengruppe aus dem Jahr 2006. Die Modellkonstruktion wiegt etwa 180 Kilogramm und hat damit nur rund ein Drittel des Gewichts einer vergleichbaren Stahlkonstruktion.

"Die größte Herausforderung bestand für uns in der Entwicklung geeigneter Verbindungselemente, mit denen wir eine sichere, tragfähige und zugleich transparente Konstruktion schaffen konnten.", so Holm Friedrich. Als Lösungen entwickelte die Studentengruppe während der sechsmonatigen Bearbeitungszeit verschiedene Verbindungselemente unter Verwendung von Kunststoff.

Die Verbindung aus Polycarbonat, Klebstoff und herkömmlichem Glas gewährleistet dabei die besten Eigenschaften. Das Ergebnis ist nach Mitteilung der Hochschule eine reine Glas-Kunststoff-Hybridkonstruktion, die den aktuellen Sicherheitsbestimmungen entspricht und neue ästhetische Aspekte beim Bauen erlaubt.

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