Fachbeiträge & Interviews
Mittwoch, 23. Juni 2021
Ausgabe 7247 | Nr. 174 | 20. Jahrgang
Autor: Pressestelle
Herausgeber: Bayerische Ingenieurekammer - Bau email-weiterempfehlendruckansicht

WTC e.XTRA - Statischer Schneeballeffekt lässt World Trade Center kollabieren

# 12.09.2001

Kein normal nutzbarer Bau läßt sich vor einem Flugzeugabsturz schützen, sagte der Oldenburger Baustatiker Hans-Georg Oltmanns

Nach Ansicht des Oldenburger Baustatiker Hans-Georg Oltmanns hat ein "statischer Schneeballeffekt" die beiden Türme des World Trade Center in New York nach dem gestrigen Anschlag zusammenbrechen lassen. Gegenüber der Deutschen Presseagentur erklärte Oltmanns, dass sich kein normal nutzbarer Bau vor einem Flugzeugabsturz schützen ließe. Einzig Atomkraftwerke westlichen Typs würden einer solchen Belastung widerstehen können. Hochhäuser wie das World Trade Center seien mit einem Stahlbetonkern in der Mitte errichtet worden, der rund 50 Prozent der Fläche ausfülle. Um den Kern herum, würden Stahlstützen die Deckenelemente aus Beton tragen.

Die Zerstörung der Stahlstützen, die Last absackender Decken sowie die durch den Brand ausgelöste Schwächung des Stahlskeletts habe einen zerstörerischen Mechanismus ausgelöst, der zum Einsturz geführt habe. Breche eine Decke ein, sei es nur eine Frage der Zeit, bis auch die darunter liegende nachgeben würde. Der Einsturz tieferliegender Stockwerke sei dann programmiert und würde sich, so Oltmanns, im Schneeballverfahren immer schneller fortpflanzen.

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