Fachbeiträge & Interviews
Sonntag, 05. Juli 2020
Ausgabe 6894 | Nr. 187 | 19. Jahrgang
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Oberflächenschutz für Abwasserbauwerke

# 10.05.2013

Schadstoffe gefährden Tragfähigkeit von Betonkonstruktionen. Komplettlösung von renommiertem Hersteller verspricht vereinfachte Verarbeitung und Langzeitschutz. Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten durch breite Produktpalette gegeben

Großkläranlagen benötigen wie andere abwassertechnische Anlagen einen besonderen Schutz ihrer Betonkonstruktionen. Foto: Dieter Schütz  / Pixelio Großkläranlagen benötigen wie andere abwassertechnische Anlagen einen besonderen Schutz ihrer Betonkonstruktionen. Foto: Dieter Schütz / Pixelio

Bei abwassertechnischen Anlagen spielt der Schutz der Betonkonstruktion eine besondere Rolle. Die im Wasser gelösten Schadstoffe greifen den Beton an und gefährden so seine Tragfähigkeit. Um dies zu verhindern, werden hochwertige Oberflächenbeschichtungen eingesetzt.

Das Bottroper Unternehmen MC-Bauchemie hat nun mit MC-Rim Protect Plus ein völlig neues Komplettsystem entwickelt, das jedoch effizienter als sein älterer Verwandter sein soll. Dem höchsten Stand der Betontechnologie entsprechend, bietet es laut Hersteller eine spürbare Vereinfachung in der Verarbeitung sowie einen Extra-Langzeit-Schutz. Die Kiwa MPA Bautest GmbH hat das Oberflächenschutzsystem (OSS) in zahlreichen Laboruntersuchungen getestet und bescheinigt einen guten Widerstand gegen Chloride, einen hohen Schutz vor Sulfatangriffen, eine hohe mechanische Beständigkeit, eine niedrige Porosität und eine hohe Säurebeständigkeit.

Da das OSS ein-komponentig ist, spart der Verarbeiter vor Ort nicht nur enorm viel Zeit beim Auftrag, sondern auch Kosten. Außerdem wird dadurch das Risiko bei der Verarbeitung minimiert und die technische Sicherheit erhöht. "MC-RIM PROTECT PLUS bietet allgemein eine höhere Flexibilität bei der Applikation", erklärt Betontechnologe Werner Baumgart, Produktmanager bei MC-Bauchemie. "Es kann neben der Handapplikation sowohl im Nass- als auch - und das ist neu - im Trockenspritzverfahren verarbeitet werden. Mehr Flexibilität bietet auch die Verarbeitbarkeit bis zu 35°C und die größere Variationsbreite bei der Wahl der Schichtdicke zwischen fünf und 15 mm."

Eine speziell aufeinander abgestimmte Bindemitteltechnologie sorgt in Verbindung mit der so genannten DySC®-Technologie dafür, dass eine hochdichte und -beständige Zementmatrix aufgebaut wird, die sich durch eine sehr hohe Hydrolyse- und Auslaugungsbeständigkeit auszeichnet. Zudem ist das Oberflächenschutzsystem wasserdampfdiffusionsoffen. Das System trotzt auch dem Risiko des Haftverlustes bzw. der Ablösung bei rückwärtiger Durchfeuchtung. Die Produktneuheit erfüllt damit die Voraussetzungen für einen langlebigeren Betonschutz in stark beanspruchten Abwasserbauwerken.

Die MC-Bauchemie Müller GmbH & Co. KG

ist einer der führenden internationalen Hersteller bauchemischer Produkte und Techniken. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Bottrop ist mit über 2.000 Mitarbeitern in mehr als 40 Ländern tätig und steht seit über 50 Jahren für Lösungen zur Vergütung von Beton sowie zum Schutz und zur Instandhaltung von Bauwerken.

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