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17. Jahrgang | Ausgabe 5960 | Nr. 348
Fachbeiträge für Bauingenieure » Tiefbau
 
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Herausgeber:  bauingenieur24 Informationsdienst
 

Straßenbau 4.0: Autonom gesteuerter Asphalteinbau kommt

06.12.2017
 

Digitalisierung und Vernetzung von Baumaschinen soll Arbeitsschutz und Herstellungsqualität erhöhen. Bundesverkehrsministerium unterstützt Forschungsprojekt mit 1,7 Millionen Euro

 

Autonomes Fahren bereits auf der Straßenbaustelle

Das Forschungsprojekt Robot - Straßenbau 4.0 soll die Automatisierung im Straßenbau vorantreiben. Foto: Thomas L. Fischer / STRABAG AG Das Forschungsprojekt Robot - Straßenbau 4.0 soll die Automatisierung im Straßenbau vorantreiben. Foto: Thomas L. Fischer / STRABAG AG

Dass die Autos der Zukunft keinen Fahrer mehr benötigen, scheint sicher. Dennoch werden auch weiterhin Straßen benötigt, auf denen der wie auch immer gelenkte oder angetriebene Verkehr rollt. Und bereits hier, beim Neubau oder Ausbau der Straßen, soll das autonome Fahren zum Standard werden.

Schon heute werden einzelne Funktionen von Fräsen, Walzen und Straßenfertigern über Sensoren oder Aktoren automatisch gesteuert oder geregelt. Allerdings sind die automatisierten Arbeitsschritte bislang nicht miteinander vernetzt und müssen noch einzeln und von Hand eingestellt werden.

 

Vernetzung von Straßenbau-Maschinen soll Arbeitsschutz erhöhen

Dies soll sich mit dem Forschungsprojekt "Robot – Straßenbau 4.0" mittelfristig ändern. Das Ziel ist somit die weitestgehende Automatisierung des Asphalteinbaus durch die Vernetzung autonom arbeitender Straßenbau-Maschinen.

Von der autonomen Steuerung des gesamten Einbauprozesses versprechen sich die Projektbeteiligten nachhaltige Verbesserungen bei der Arbeits- und Verkehrssicherheit sowie beim Gesundheitsschutz im Straßenbau. Diese Fortschritte kämen insbesondere beim halbseitigen Asphalteinbau unter fließendem Verkehr, dem Regelfall bei der Straßensanierung, zum Tragen. Nicht zuletzt geht es auch darum, die Qualität im Straßenbau weiter zu verbessern und die Baukosten nachhaltig zu senken.

 

Permanente Überwachung des Arbeitsprozesses durch Sensoren

Zunächst soll im Forschungsprojekt "Robot – Straßenbau 4.0" untersucht werden, welche Verbesserungen durch Digitalisierung und Vernetzung beim Straßenbau möglich sind.

Dazu gehört die Optimierung des Einsatzes von modernen Sensoren und IT-Systemen. Diese Systeme überwachen permanent die laufenden Arbeiten, von der Herstellung des Mischguts bis hin zum Einbau des Asphalts.

 

Ministerium: Automatisierung führt zu weniger Verkehrsstauung

Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, betont die angestrebten Verbesserungen für die Mitarbeiter von Straßenbaufirmen: "Auch in Zukunft müssen zahlreiche Baustellen unter Verkehr eingerichtet werden. Mehr Automatisierung bedeutet daher mehr Arbeitssicherheit auf den Baustellen."

Zudem sollen laut Bomba die Straßen bei besserer Qualität länger halten und dadurch weniger Instandhaltungsarbeiten notwendig werden, was schließlich zu weniger Staus führen werde.

 

Strabag-Unternehmen an Verbundprojekt beteiligt

Einer der Projektpartner ist die TPA GmbH, ein Unternehmen der Strabag-Gruppe. Bei der TPA wird die Gruppe "Prozess-Stabilität im Straßenbau" (PSS) das Forschungsvorhaben vorantreiben.

Strabag forciert die Digitalisierung im Straßenbau seit längerem (siehe Quellen und Verweise).

 

Das Forschungsprojekt Robot-Straßenbau 4.0 - Autonom arbeitende Maschinen im Straßenbau 4.0

wird von fünf Verbundpartnern getragen. Dazu zählen

  • die Technische Hochschule Köln,
  • die Technische Universität Darmstadt,
  • die MOBA Mobile Automation AG,
  • die TPA GmbH sowie
  • die 3D Mapping Solutions GmbH.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) fördern das Verbundprojekt über eine Laufzeit von drei Jahren (bis Ende Oktober 2020) mit 1,7 Millionen Euro.

 
Quellen und Verweise
Nachgefragt bei: Peter Hübner (Strabag AG)
Nachgefragt bei: Rainer Barth (Ed. Züblin AG)
 
Kurz-Link zu diesem Beitrag
https://www.bauingenieur24.de/url/700/2997
 
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