Fachbeiträge & Interviews
Sonntag, 19. September 2021
Ausgabe 7335 | Nr. 262 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Holzmodulbau: Geiger Gruppe sieht große Marktchancen

# 23.07.2021

Serielles Bauen und Modulbau für Bauindustrie immer interessanter. Allgäuer Unternehmensgruppe wächst und investiert. Einstieg in Holzsystembau mit Fremdübernahmen begonnen

Bauwirtschaft von Vorteilen des seriellen Bauens überzeugt

Vom Bauen mit Holzmodulen versprechen sich Bauunternehmen und Auftraggeber unter anderem eine höhere Kosteneffizienz und kürzere Bauzeiten. Foto: Wilhelm Geiger GmbH & Co. KG Vom Bauen mit Holzmodulen versprechen sich Bauunternehmen und Auftraggeber unter anderem eine höhere Kosteneffizienz und kürzere Bauzeiten. Foto: Wilhelm Geiger GmbH & Co. KG

Das modulare und serielle Bauen wird von den Spitzenvertretern der deutschen Bauindustrie als das Bauen der Zukunft angesehen (siehe Quellen und Verweise).

Führende Bauunternehmen hierzulande investieren daher stark in entsprechende Abteilungen, um vermehrt Lösungen in Fertigteil- bzw. Systembauweise anbieten zu können.

Hinter der Strategie, mehr in Serie zu produzieren, anstatt individuelle und damit aufwendigere Bauwerke zu planen und zu bauen, dürfte für viele Bauunternehmen neben dem Wunsch der Kunden und Auftraggeber nach einer möglichst kurzen Bauzeit auch die eigene Gewinnoptimierung und Kostenreduzierung stehen.

Geiger will starkes Wachstum fortsetzen

Bei der Geiger Unternehmensgruppe will man in diesem Zusammenhang "Marktchancen professionell nutzen". Geiger rangierte 2019 mit einer Gesamtjahresleistung von 646 Millionen Euro in der Liste der 50 größten deutschen Bauunternehmen auf Platz 21.

Die Zeichen stehen seit Jahren auf Wachstum. Dass sich dieser Trend fortsetzt, zeigt sich unter anderem daran, dass in den Traditionsstandort Waltenhofen aktuell zehn Millionen Euro investiert werden. Künftig sollen hier bis zu 450 Menschen in fast allen Geschäftsfeldern der Gruppe arbeiten können.

Neues Geschäftsfeld soll Ingenieurholzbau und Holzhybridbau umfassen

Zu letzteren gehört seit 2020 der Holzsystembau. Zum Einstieg hat Geiger unlängst das ebenfalls im Allgäu ansässige Bauunternehmen Bauer Holzbausysteme mit dessen Marke Variahome übernommen, welches sich auf die serielle Massivholzmodulbauweise mit 3D-Modulen fokussiert hat.

Neben dem Holzmodulbau will Geiger auch den Ingenieurholzbau, den Holzhybridbau sowie die Holzelementbauweise (2D-Module) abdecken. Das Know-how hierfür kommt vom ebenfalls in die neue Geiger Holzsystembau GmbH & Co. KG integrierten Holzbauunternehmen müllerblaustein HolzBauWerke aus der Nähe von Ulm.

Hersteller plant Holzmodule für Wohnungen und Schulen

"Modulares Bauen mit Holz ist aktuell sehr gefragt", sagt Josef Geiger, geschäftsführender Gesellschafter der familiengeführten Unternehmensgruppe. Gerade der Bereich Holzsystembau berge sehr großes Zukunftspotential.

Hergestellt werden sollen neben Wohnungs- und Gewerbebauten auch Touristik- und Bildungseinrichtungen.

Die Geiger Unternehmensgruppe

hat sich aus einem 1923 gegründeten Holzhandels- und Fuhrunternehmen entwickelt und wird heute in der vierten Generation geführt.

Über 3.000 Beschäftigte arbeiten an rund 50 Standorten im deutschen und europäischen Raum. Kunden aus den Bereichen Infrastruktur, Immobilien und Umwelt erhalten Leistungen aus mehr als einem Dutzend Geschäftsfeldern.

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