Fachbeiträge & Interviews
Sonntag, 12. Juli 2020
Ausgabe 6901 | Nr. 194 | 19. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Christian Wieg
Herausgeber: bauingenieur24® Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Zementindustrie steigert Absatz in 2006

# 22.12.2006

Für 2006 rechnet die Zementindustrie im Verlauf der anziehenden Baukonjunktur mit einer Steigerung des Zementverbrauchs um etwa 6 % gegenüber dem Vorjahr

Die deutsche Zementindustrie konnte ihren Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres um fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern, Foto: Dyckerhoff AG Die deutsche Zementindustrie konnte ihren Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres um fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern, Foto: Dyckerhoff AG

Nach dem Rückgang des Zementverbrauchs in Deutschland um mehr als ein Drittel in den letzten elf Jahren verbuchte die Branche somit erstmals wieder ein klares Nachfrageplus für ihren Baustoff. Insbesondere der starke Anstieg der Bautätigkeit im Wohnungsbau komme der Branche aktuell zugute. Hier haben vor allem die Abschaffung der Eigenheimzulage sowie die bevorstehende Erhöhung der Mehrwertsteuer einen kräftigen Vorzieheffekt bei den Baugenehmigungen und den Auftragseingängen im Baugewerbe bewirkt. Etwa ein knappes Drittel des deutschen Zementverbrauchs entfällt auf den Nicht-Wohnbau.

Die gesamtwirtschaftliche Stabilisierung hat die Investitionsneigung und die Nachfrage nach Handels- und Lagergebäuden sowie Fabrik- und Werkstattgebäuden stark steigen lassen. Im Tiefbau schließlich sorgten die vermehrten Mauteinnahmen für eine gewisse Stabilisierung bei den Verkehrsinvestitionen. Die deutsche Zementindustrie konnte ihren Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres um fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern.

Diese Entwicklung ist allerdings nur mit einem geringen Arbeitsplatzeffekt in den 22 Unternehmen mit ihren 58 Werken verbunden. Nachdem die Beschäftigtenzahl im Juni 2006 mit 7.300 ihren bisherigen Tiefpunkt erreicht hatte, ist mit zuletzt 7.369 Beschäftigten inzwischen erstmals wieder eine kleine Steigerung zu verzeichnen.

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