Arbeitszeiterfassung für Bauingenieure

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Thema eröffnet von BauSchwabe | letzter Kommentar gestern - 20:51

Anlässlich des jüngst gefallenen Urteils des Bundesarbeitsgerichts (BAG) könnten sich die Arbeitsbedingungen für tausende Bauingenieure ändern. Sowohl beim Ingenieurbüro, als auch im mittelständischen Unternehmen hatte ich seit Studienabschluss noch keine Arbeitszeiterfassung.

Ich persönlich freue mich über das Urteil und hoffe natürlich, dass unbezahlte Überstunden so der Vergangenheit angehören und die Arbeitsbedingungen auf dem Bau zumindest etwas an andere Branchen angepasst werden. Ich rechne damit, dass mein aktueller Arbeitsvertrag, in dem Mehrarbeit nicht thematisiert wird (=Vertrauensarbeitszeit), ergänzt werden muss.

Wie wird denn eure Arbeitszeit momentan dokumentiert? Wie seht ihr das Urteil des BAG?

HansWurst | gestern - 20:51

Die reine Dokumentation von Überstunden bedeutet nicht, dass diese auch bezahlt oder abgefeiert werden. Also m.E. ändert dieses Urteil nichts.

Pitzi | 2. Oktober 2022 - 08:23

Ich dachte es wäre mittlerweile gängige Praxis für Firmen mit mehr als einer handvoll MA, dass die Arbeitszeit zumindest indirekt über die Stundenbuchung für den Zweck der Kostenkontrolle der Projekte erfasst wird. Wer da vorsätzlich falsche Angaben macht, dem ist einfach nicht zu helfen.

Ich habe auch »Vertrauensarbeitszeit«, d.h. wenn ich ausnahmsweise mal ein paar Überstunden mache, kann mein Chef darauf vertrauen, dass diese zeitnah ausgeglichen werden (wobei ihn solche Kleinigkeiten eigentlich überhaupt nicht interessieren, weil er tatsächlich großes vertrauen in seine hochqualifizierten Mitarbeiter hat)

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