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Ausbildung nach Studium Bauingenieurwesen

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Skl | 01. Mai 2019 - 22:38

Ich studiere Bauingenieurwesen im 6. Semester und werde es dieses Jahr noch erfolgreich beenden. Nach meinem Praktikum in den Semesterferien als Zimmerer habe ich gemerkt, wie sehr es mir Spaß macht auf dem Bau mitzuarbeiten und vor allem die Praxis zu lernen.

Was haltet ihr von der Idee nach dem Studium eine Ausbildung als Zimmerer anzufangen, um das Rundum-Paket als Bauingenieur zu lernen? Ich habe gemerkt wie interessant es ist, das gelernte Wissen in der Praxis zu sehen und vor allem zu verstehen, weshalb es so gebaut wird.

Mein Ziel ist es Bauleiter zu werden und nach der entsprechenden Erfahrung eine eigene Firma zu gründen. Deshalb ist der Gedanke mit der Ausbildung aufgekommen. Ich bin offen für alle Meinungen.

BauingenieurimHandwerk | 13. Mai 2019 - 11:07

Ich bin nach meinem Studium ins Handwerk und mitlerweile Selbständig im Umbaubereich. Umbauten aller Art mit Prüffähiger Statik aus einer Hand gehören zu meiner Bandbreite. Das Wissen das man im Studium erlernt kann man jeden Tag anwenden. Architekten und andere Handwerker können einem einfach mit dem vielen Hintergrundwissen aus dem Studium nicht auf der Nase herumtanzen.

Lass dich nicht irritieren wenn das nicht der "Standardwerdegang" ist. Für die eigene Kompetenz unheimlich wertvoll. Bestimmt bekommst du eine Lehrzeitverkürzung und hast mit 2 Jahren Praxis noch eine Ausbildung mit dazu. Das es nichts bringt stimmt überhaupt nicht. Täglich lernt man was dazu, es liegt nur an einem selbst ob man damit was anfängt oder nicht. Sicherlich weicht das Spektrum als Bauleiter vom Zimmerer ab, aber wenn man jeden Tag auf der Baustelle ist und mit offenen Augen herum läuft, nimmt man auch viel aus den anderen Gewerken mit. Es liegt immer an einem selbst was man draus macht.

MasterBlaster | 09. Mai 2019 - 07:06

@Skl:
Naja, es wird dir nicht schaden tieferes Wissen im Handwerk zu erlernen, jedoch ist es ziemlich unüblich (wenn überhaupt ist der Regelfall vorm Studium eine Ausbildung zu erlernen) und wirklich etwas bringen tut es dir am Ende dann eigentlich auch nichts, da die Tätigkeitsschwerpunkte komplett andere sind. Wenn überhaupt würde ich dir empfehlen ein längeres Praktikum anzufangen, sprich vielleicht ein halbes Jahr über (oder länger) als Bauhelfer zu arbeiten.

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