Forum & Erfahrungen
Sonntag, 11. April 2021
Ausgabe 7174 | Nr. 101 | 20. Jahrgang
Forum für Bauingenieure »
email-weiterempfehlendruckansicht

Bachelor oder Master im Bauingenieurwesen?

32 Kommentare | 29095 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Thema eröffnet von Bernd | letzter Kommentar vom 10. Juli 2017 - 20:16

Ich studiere zur Zeit Bauingenieurwesen in Wuppertal (NRW). Da ich kurz vor meinem Abschluß als Bachelor stehe, steht bei mir nun die Frage an, ob ich ins Berufsleben starte oder lieber den vertiefenden Master anhänge. Bisher habe ich mich nur mit Professoren über deren Meinung dazu unterhalten. Daher würde es mich interessieren, welche Meinungen, zum Thema Bachelor und Master in den Baufirmen vorliegen. Vielen Dank!

Öffi | 10. Juli 2017 - 20:16

@Student2503:
Auf Grund des Generationenwechsels suchen die Behörden in Deutschland derzeit viele Mitarbeiter. Mit einem Bachelor kannst du dich auf viele Stellen bewerben und später bei Bedarf im gehobenen Dienst verbeamtet werden. Mit einem Master verdienst du beim Staat insgesamt mehr. Die Stellensituation ist jedoch deutlich schlechter, da im höheren Dienst deutlich weniger Jobs angeboten werden. Ich bin auch in einer Behörde und bei uns haben schon einige Angestellte nebenberuflich einen Master gemacht. Ich war einer von denen. Der Zeitaufwand ist jedoch nicht zu unterschätzen. Gerade wenn man später eine Familie will, sollte man schnellstmöglich den Master machen, wenn man in den höheren Dienst will. Bei mir war das definitiv ein starke Belastung für die ganze Familie.

Mach dir also einen genauen Plan wo du hinwillst und welche Ebene du in einer Behörde erreichen willst. Und lass dich nicht für dumm verkaufen. Man hört oft, dass die Arbeit vom höhreren Dienst an den gehobenen Dienst weitergeben wird und der höhere Dienst nichts macht und die dicke Kohle einschiebt. Das mag vereinzelt der Fall sein. Bei uns muss sowohl der höhrere als auch der gehobene Dienst leistungsbereit sein und sein Geld verdienen. Der gehobene Dienst ist teilweise sogar die bessere Alternative, da man gutes Geld verdient, aber deutlich weniger Verantwortung trägt als der höhrere Dienst. Wer nicht stressresistent ist hat von 500 Euro pro Monat auch nichts, wenn sich mit Mitte 30 der erste Burnout ankündigt. Auch davon gab es bei uns bzw. anderen Behörden diverse Beispiele. Schätze deine Leistungsfähigkeit realistisch ein und entscheide dann welchen Job du mehrere Jahre durchhalten kannst. Viel Erfolg bei der Stellensuche!

Student2503 | 28. Juni 2017 - 18:15

Ich mache derzeit meinen Bachelor in Bauingenieurwesen und werde das Studium voraussichtlich Im Februar 2018 abschließen. Nun stelle ich mir die Frage, ob sich der Master für einen Bauingenieur auszahlt oder diese 2 Jahre nur Zeitverschwendung wären?

Ich habe den Plan nach meinem Abschluss zunächst einige Jahre als Bauleiter zu arbeiten und später evtl. zum Staatlichen Baumanagement oder Bauamt zu wechseln, wie sieht es dort jeweils aus, mit dem Nutzen des Masterabschlusses? Vielen Dank im Voraus für die Antworten!

Volker | 28. Oktober 2014 - 21:56

@Janesh:
Ist zwar ein bisschen spät, aber meiner Meinung nach hast du keinerlei Nachteile wenn du keinen Master hast. Ingenieur ist Ingenieur, da spielt der Titel keine Rolle. Wer sich Ingenieur nennen darf, ist in den Ingenieurgesetzen der Länder geregelt und da steht (oder stand als ich da letzte Mal damit zu tun hatte) drin, dass du drei Jahre studiert haben musst. Soll heißen: Bachelor = Ingenieur! Du kannst also Mitglied in der Kammer werden und hast auch sonst alle Möglichkeiten.

Twenty | 09. Oktober 2014 - 15:55

@Moha:
Also da muss ich dir widersprechen. Generalunternehmer setzen nicht nur und auch nicht verstärkt auf Absolventen mit einem Master Abschluss, gleiches gilt für das Diplom. Die Aufstiegschancen sind - zumindest meiner und einiger meiner Kollegen nach nicht besser wenn man den Master noch in der Tasche hat, sondern richten sich vor allem nach Einsatz und Fachkenntnissen.

In Sachen Geld verdienen als Bauleiter widerspreche ich dir nicht - das stimmt! Wobei da sicherbedacht werden muss, dass auch der stundenmäßige Arbeitseinsatz deutlich höher sein dürfte und das auch über einen längeren, evtl sogar jahrelangen, Zeitraum!

Moha | 07. August 2014 - 23:34

Ich bin seit kurzen BE.Eng. Der Master ist ein Muss für Studenten die daran interessiert sind gute Aufstiegschancen zu bekommen. Also habe ich mich an der Uni Essen für den Master eingeschrieben. Der Bachelor ist nicht mit dem Diplom zu vergleichen und schon garnicht mit dem Master. Große Bauunternehmen wie Generalunternehmer setzen meiner Meinung nach mehr auf Master oder Diplom. Was den Verdienst angeht kann ich aus Erfahrung sagen das derjenige der Geld verdienen möchte - und zwar als Bauleiter - einen Job als General Bauleiter suchen sollte.

Janesh | 10. Juli 2014 - 13:19

Bachelor of Science, welche Rechte habe ich?

Ich bin gerade dabei meinen Bachelor (Bauingenieurwesen Uni) abzuschließen und werde mich höchstwahrscheinlich gegen den Master entscheiden. Habe ich mit dem Bachelor später das Recht mich selbständig zu machen? Haben die Leute mit einem Master mehr Rechte im Beruf?

Equilibrium | 23. Juni 2008 - 21:31

Hallo Albi,



manchmal ist die Welt etwas komplizierter, als man sie in einem Zeitungsartikel wieder findet. Was nützt es Dir denn, dass in einigen Zeitungsartikeln und Reportagen der Bachelor angepriesen wird? Nützt es hier im Forum jemanden, dass von den gleichen Zeitungen ebenfalls seit über 10 Jahren ein Mangel an Bauingenieuren prognostiziert wird? Die Forumsbeiträge zu den Gehältern sprechen eine andere Sprache.



Das Studiensystem mit Bachelor/Master wird sich in Deutschland durchsetzen, weil es politisch gewollt ist. Ob es gut oder schlecht ist, wird keine Rolle spielen. Dass dieses System funktioniert, kann man im Ausland ja auch sehen. Allerdings sehe ich kaum Vorteile – jedenfalls nicht für Bachelor-Absolventen:



Was soll eigentlich jemand machen, der nach neuerdings nur noch 12 Schuljahren bis zum Abi und nur noch 3 Jahren Bachelorstudiengang mit möglicherweise 21 Jahren als Absolvent bei einem Bauunternehmen anklopft? Soll jemand mit 21 Jahren als Bauleiter Verantwortung für Menschenleben übernehmen? Was soll ein 21-jähriger denn schon antworten, wenn der gestandene Polier sagt: "Das haben wir schon immer so gemacht, das ist noch immer gut gegangen."



In dem Alter ist die Persönlichkeit eines jungen Menschen noch gar nicht weit genug gereift, um älteren Gesellen auf Baustellen erfolgreich Anweisungen erteilen zu können. Was bleibt? Am Anfang die Einstellung als Praktikant. Nach dem Praktikum der "Berufs-Einstieg" als Assistent der Bauleitung - natürlich für ein paar hundert Euro pro Monat; anspruchslose Tätigkeiten inklusive.



Mit 22-jährigen wird man das problemlos machen können. Die sind hungrig, haben noch keine Familie und keinen Lebensstandard mit Wohnung, Auto, Urlaub etc. Und in Büros wird man als Bachelor wohl schwer über die Tätigkeit eines Bauzeichners oder bestenfalls einer Art Sachbearbeiter hinaus kommen. Dort sind fundierte Fachkenntnisse unverzichtbar.



Meiner Meinung nach wird der Bachelor das Gehaltsniveau am unteren Ende der aktuellen Gehaltsskala noch weiter nach unten verändern. Die Verlockung, sofort nach dem Bachelor für kleines Geld eine Stelle anzutreten, wird viele aus dem Studium reißen und eventuelle Masterpläne aufgeben lassen. Aber nach ein paar Jahren werden viele von ihnen sicher wieder an die FH oder Uni zurückkehren, um ihren Master doch noch zu machen.

albi | 13. Juni 2008 - 16:56

hallo leute,



ich muss euch jetzt mal was sagen?!



warum sollen die firmen keine bachelor nehmen! gleiche ausbildung in kürzerer zeit! lest ihr keine zeitung und seht keine reportagen?



bachelor ist wohl die zukunft und das ist gut so!

es gibt zwar einige hochschulen, die nicht das konzept pflegen und die kommen auf die schwarze liste! wenn euch das was sagt! andere sind auf der weissen, die auch gute leute hervorbringen! also nicht so pessimistisch!

Equilibrium | 09. Juni 2008 - 22:34

Hallo zusammen,



ich möchte mal kurz etwas zu Andi’s Beitrag sagen: Zunächst einmal hört man aus Deinem gesamten Text zwischen den Zeilen eine Menge Frust heraus ("engstirnige Prof.", "sogen. Fachwelt" etc.).



Wer so schreibt, schreibt in meinen Augen nicht sehr objektiv, sondern lässt gerade Dampf ab über etwas, das ihn stört. Dementsprechend finde ich Deine Aussagen zum Diplom offen gestanden sehr subjektiv und kenne aus meinem Umfeld (Diplom-Ingenieure, die im Ausland waren, u. a. in den USA) eigentlich nur gegenteilige Einschätzungen des deutschen Diploms.



Die ganze Schlechtmacherei des Diploms basiert meiner Meinung nach auf naiven Milchmädchenrechnungen, die nur in Deutschland selbst betrieben werden:



Das deutsche Diplom ist zwar offiziell mit 9 Semestern 1 Semester kürzer als der Master, aber oftmals ist das dahinter stehende Studium dennoch wertvoller. Warum? Erstens studiert an den anspruchsvollen Unis ohnehin kaum einer in 9 Semestern zu Ende, da der Stoff und die zugehörigen Prüfungen in 9 Semestern selbst von überdurchschnittlichen Studenten eigentlich nicht zu schaffen sind, und zweitens verlangt das deutsche Studiensystem dem Studenten erheblich mehr Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Disziplin ab als ein in viele Einzelprüfungen zergliederter und minutiös vorgegebener Masterstudiengang.



Den 6-semestrigen Bachelor zu einem vollwertigen Dipl.-Ing. (FH) hochzureden, setzt Deinem Artikel allerdings die Krone auf und ärgert sogar mich (als Dr.-Ing.). Zeit ist leider endlich und man kann in 6 Semestern nicht die gleichen Fähigkeiten erlernen wie in 8 Semestern, nur weil in Deinen Augen die zeitliche Einteilung besser gewählt ist.



Ich kann mir auch als Uni-Absolvent nicht vorstellen, dass die Studenten an der FH in 8 Semestern so lange Lernpausen einlegen, dass man den Studieninhalt auf 6 Semester verkürzen kann.



Und die Aussage, dass der Bachelor von den Baufirmen angenommen wird, halte ich für völlig aus der Luft gegriffen. Ich kenne nur gegenteilige Aussagen von Leuten mit Personalverantwortung.

Hoschi | 02. Juni 2008 - 18:06

Hallo Sebastian,



hier ein kleiner "Vorgeschmack" auf das was Dich nach Deinem erfolgreichen Bauingenieurstudium erwartet (wird auch in den kommenden Jahren nicht besser werden!):



(Quelle: http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,514203,00.html)



"Überall Stellenanzeigen, dazu Kopfprämien und Handgelder: Ingenieure sind gefragt wie seit langem nicht. Und können sich über hohe Einstiegsgehälter freuen."

.

.

.

Bauingenieure haben weiter schlechte Karten

(Anmerkung Hoschi: Das ist jetzt schon seit rund 10 Jahren der Fall)



Im Schatten der klassischen Ingenieurberufe und am unteren Ende der Gehaltsskala stehen dagegen nach wie vor die Bauingenieure: Sie starten mit gerade einmal 32.400 Euro ins Berufsleben. Ein Viertel der Bauingenieure, deren Daten PersonalMarkt ausgewertet hat, verdient sogar weniger als 28.700 Euro jährlich."



Und das ist was sogar die systemkonformen Medien zugeben (Gehaltstechnisch ist der Spiegel Beitrag sogar noch zu optimistisch).



Aber ich will Dir die Freude am Bauwesen nicht nehmen. Wenn Du nicht widerstehen kannst, dann nur zu - viel Erfolg!



Hoschi

Sebastian | 29. Mai 2008 - 10:58

Aloha,



ich habe vor kurzem mein Abitur bestanden, wurde ausgemustert, bin 19 Jahre und muss mir nun ernsthaft Gedanken machen, was ich studieren will. Seit längerem spiele ich schon mit dem Gedanken

Bauingenieurwesen zu studieren,allerdings bin ich mir nicht so sicher ob es das Richtige für mich ist.



Erstmal noch was kurz zu mir, habe mein Abitur auf einem Berufskolleg mit einem Schnitt von 2,5

bestanden. Meine LKs waren Mathe und Bautechnik (3 Jahre (da durch bin ich auch auf Bauingenieur gekommen)). Ich muss zugeben, ich bin wirklich kein Mathe Ass, allerdings hat mir Bautechnik schon ziemlich Spaß gemacht. U. a. haben wir Themen wie Raumplanung, Wärme- und Feuchteschutz, Stahlbeton, Steinkenntnisse, Lasten

bearbeitet.



Trotzallem bin ich mir noch relativ unsicher, zum einen Bachelor oder Master? Für Master brauch man

ein 8-wöchiges Baustellenpraktikum, kann man auch mit Bachelor anfangen, währendessen ein Praktikum

machen und den Master noch hinten dran hängen oder unterscheiden sie sich vom 1. Semester an?



Wie sieht es mit Jobs in der Zukunft aus, man liest ja immer mal, in Deutschland fehlen bis 2010 90.000 Ingenieure...nun ja...



Vielleicht kann mir ja jemand etwas Licht im Dunklen machen ;D



Danke und Gruß

Sebastian

Werner | 19. Juli 2007 - 17:42

Ich würde grundsätzlich dazu raten, bei entsprechender Eignung (= Talent + Fleiß), immer den höherwertigen Abschluss anzustreben. Gegenüber dem Bachelor gibt es von Seiten der Bauindustrie erhebliche Vorbehalte. In großen Firmen wird man damit allenfalls als Konstrukteur (quasi Bauzeichner) eingestellt.



Und Ingenieurbüros, die einen Statiker/Tragwerksplaner suchen, können mit einem Absolventen nach nur 6 Semestern gleich überhaupt nichts anfangen.



Als Bachelor könnte man möglicherweise in kleineren Firmen in der Bauleitung anfangen; evtl. aber auch nur als schlecht bezahlter Assistent (= erstmal Praktikantengehalt, später dann "schaun wir mal...")

Axel | 11. Juni 2007 - 13:50

Hallo,



ich persönlich halte von dem neuen Bachelor/Master nicht viel und der Bachelor (dt.= Geselle) ist wirklich deutlich unter dem Dipl.-Ing. FH anzusiedeln. Das Ganze kommt halt aus dem angelsächsischen Raum, wo es keine, wie in Deutschland geregelte Handwerksausbildung gibt und soll halt ein bischen die Handwerker / Techniker ersetzen.



Aber unabhängig von der Einordnung der Wertigkeit, die oft auch subjektiven Kriterien unterworfen ist, würde ich mir frühzeitig Gedanken machen, in welchem Bereich ich arbeiten will. Wenn du weisst, in welchem Bereich du gehen möchtest, kannst du versuchen, dort neben dem Studium zu arbeiten und mit Leuten zu reden, die bei Einstellungen mitentscheiden.



Denn nur dort erfährst du, was die "wirkliche Welt" von Hochschulabsolventen erwartet!



MfG

Axel



PS an Andi: In welchem Ausland wissen denn die Fachleute nicht, was ein Diplom ist ?

Andi | 05. Juni 2007 - 19:07

Hallo,



ich will auch mal dazu etwas loswerden, und zwar finde ich die Umstrukturierung vom Dipl. auf Bachelor und Master sehr gut und das wird auch von Baufirmen angenommen. Durch mein Studium im Ausland, wo keiner weiß was ein Dipl. ist ( aber die sogen. Fachwelt an den UNIS darauf schwört das ein DEUTSCHES Dipl. überall gerne genommen wird) geschiet genau das Gegenteil, da im Ausland ein Dipl. nur eine Art Schein ist, den man sich in 4 Wochen verdient.



Also ich rate dir eindeutig zu einem Bachelor oder Master degree vorallem bei der steigenden Globaliesierung im Bauingenieurwesen. Wenn du im Ausland arbeiten willst, ist ein Bachelor abschluss vollkommen ausreichend und ein Master nur für Führungskräfte wichtig. (Aber dies wollen vorallem die UNIS und die alten engstirnigen Prof. nicht einsehen)



Weiterhin zu der Einstufung von den Abschlüssen wie gesagt, der Bachelor-Abschluss dauert Regelstudienzeit 6 Semester als reine Vorlesungssemester d.h. Praktika usw. sind in den Ferien und die Bachelorthesis (früher Diplomarbeit) wird nebenbei im letzten Semester geschrieben. Im Gegensatz zum Dipl. (FH) 8 Semester Regelstudienzeit - Praxissemester - Diplomsemester = 6 Vorlesungssemster



d.h. der Bachelor ist auf dem selben Niveau wie der Dipl. Abschluss und Master ist einen Tick höher vergleichbar mit dem Uni-Diplom



Viele Grüße ein Diplom-Master

Nils | 05. Juni 2007 - 10:45

Man kann es eigentlich auf eine einfache Formel herunterbrechen: Bei wachsender Konkurrenz sollte Dein Abschluß, je nachdem wie ambitioniert Du bist und wie weit Du kommen möchtest, der höchstwertige sein, den Du kriegen und finanzieren kannst. Ausnahmen gibt es immer, aber am Start seiner Karriere sollte man sich nicht darauf verlassen.



Momentan gilt in Papierform die Reihenfolge, denke ich:



Bachelor

Dipl.-Ing. (FH)

Dipl.-Ing. (TU) und M.Sc. (sind wohl gleichwertig)

Dr.-Ing. oder PhD.



Wer international arbeiten will, dem würde ich zum Master raten. Deutsche Diplom-Ingenieure sind im Ausland oft auch gerne gesehen (aber nicht immer rechtlich anerkannt), könnte aber sein das der Titel wirklich ausstirbt, eigentlich schade.



Hoffe das hilft ein wenig.

Gruß N.

Baumann | 05. Juni 2007 - 10:27

Wenn Du wirklich Bauingenieur werden willst (wovon ich aber abrate, außer Dein Vater hat eine Baufirma, würde ich den Dipl.-Ing. als Abschluss bevorzugen. Für den Master wirst Du womöglich länger brauchen.

Sascha Meister | 05. Juni 2007 - 09:25

Hallo,



ich zerbreche mir derzeit den Kopf über meinen zukünftigen Studienabschluss. Mir fällt die Entscheidung zwischen Bachlor/Master und Diplom-Studiengang ziemlich schwer, da jeder eine andere Meinung dazu hat...



Was ich brauche, sind konkrete Vor- und Nachteile der einzelnen Studiengänge? Ich hoffe Sie können mir hier weiterhelfen.



Vielen Dank!



Mfg

Sascha Meister

Bernd | 29. Mai 2007 - 11:55

hallo rolf,



12 jahre praxis in ehren, aber du kannst doch nicht allen ernstes alle studierten bauleiter über einen kamm scheren. fakt ist, dass ein studium nicht vollends auf die tätigkeiten eines bauleiters vorbereitet.



fakt ist aber auch, dass ein meister oder techniker große probleme im alltäglichen baubetrieb hat, z. b. bei nachträgen nach vob (korrekt erkennen und umzusetzen) oder bei der abrechnung, ganz zu schweigen von dem schriftverkehr mit dem ag, der bei einigen zu problemen führt.



die vob ist ein scharfes schwert, und wer da kein fundiertes wissen aufweisen kann, hilft sich und/oder dem unternehmen nicht weiter, nur weil er mit den baubeschäftigten gut kann. nicht, dass meister und techniker da keine ahnung haben, jedoch bleibt ihnen außer teuren seminaren nur die eigenregie, um sich das "vob-gelumpe" bzw. das baubetriebliche anzulesen.



davon abgesehen, muß man einem studierten jungen bauleiter einige jahre an berufserfahrung zugestehen, bis er schlußendlich auch mit baupraktischem geschick auftrumpfen kann, sofern er sich nicht hinter seinem schreibtisch versteckt.



dies spiegelt meine meinung dazu wieder.



mfg

bernd

Rolf | 22. Mai 2007 - 11:22

Hallo Tobias,



ich finde Deine Idee, die Branche zu wechseln, die einzig richtige Lösung. Sicher wirst Du dort auch auf Konkurrenten treffen, die dieses Fach beherrschen, aber bezüglich Festigkeitslehre, Statik etc. sind die Bauingenieure einfach besser ausgebildet. Ich wünsche Dir jedenfalls hierfür viel Erfolg!



Ich möchte nicht den Bauleiter abwerten, aber dieses Studium, vor allem der konstruktive Ingenieurbau, ist dafür zu schade. Ich selbst mache auch noch Projektleitung, wenn einer meiner Bauleiter nicht anwesend ist. Das kann ja als Abwechslung auch Spaß machen, sicherlich.



Meistens aber kalkuliere ich Projekte und mache die Statik dazu. Dies ist eine traumhafte Mischung! Mir wird nie langweilig. Das Problem ist halt, Du musst diese Jobs erst einmal finden in der heutigen Zeit. Da muss ich der Bemerkung zu nehmen was man bekommt, schon auch zustimmen. Das ist nun eimal die Realität am Bau.



Der Idealfall als Bauleiter ist Baubetrieb mit einer späteren Erweiterung in BWL. Das wirst Du dort immer brauchen. Und auch Recht, es wird heute viel gestritten, leider. Und noch eine Bemerkung hierzu. Die besten Bauleiter, die ich in 12 Jahren Praxis kennen gelernt habe, waren alle keine Bauingenieure! Das waren alles Meister und Techniker. Ich will meine Kollegen nicht angreifen, aber gegen deren baupraktisches Geschick und Talent mit den Leuten auf der Baustelle umzugehen, wirst Du nie eine Chance haben.



Da hilft auch technische Mechanik nicht weiter. Das spiegelt aber nur meine persönliche Erfahrung wieder.



Schönen Gruß

Bauigel | 11. Mai 2007 - 22:38

Hallo MH,



eigentlich ist die Idee, in den Maschinenbaubereich zu gehen, die beste die man haben kann als Bauingenieur. Leider ist es nicht so einfach als Bauingenieur dort hinein zu kommen. Deshalb wäre es klüger für Tobias gleich Maschinenbau zu studieren.



Eventuell besteht noch die Möglichkeit an einigen Unis als Bauingenieur einen Maschinenbau-Master zu machen. In Bochum (kann auch eine andere Uni im Ruhrgebiet sein, ich weiss es nicht mehr genau) soll das wohl gehen! Was soll er denn machen, wenn er kein Bauleiter werden will? Die Bauleiterstellen sind zudem für Maurer mit Bauingenieurabschluss besser geeignet. Als Statiker hat man in Deutschland auch keine Perspektive, ein Studienkollege hatte letzte Woche ein Vorstellungsgespräch als Statiker, 60 Std.-Woche, 1.900 Euro Brutto (incl. Überstunden). Zudem noch Sprüche wie wer krank ist fliegt raus.

MH | 10. Mai 2007 - 18:40

Hallo Tobias,



ich denke auch, du solltest Dein Vorhaben, in die Maschinenbau-Liga zu wechseln, noch einmal überdenken. Schonmal ein Praktikum (in den Semesterferien)in einem Bauunternehmen gemacht?



Ich bin selber in der Bauleitung tätig und mir macht es riesig Spaß. Natürlich ist es stressig, man hat u.U. lange Tage und die Bezahlung ist in anderen Ingenieurberufen wahrscheinlich etwas besser. Aber wie gesagt, ich gehe morgens gerne zur Arbeit und das ist echt viel wert.



Also nicht über den Bauleiter urteilen, ohne in das Berufsfeld hineingeschaut zu haben.



Gruß

MH

Bauigel | 08. Mai 2007 - 09:04

Hallo Tobias,



Festigkeits- und Dauerhaftigkeitsuntersuchungen wird auch bei Maschinenbauern gelehrt, da bist Du als Bauingenieur kein kompetenterer Ingenieur. Deinen "Plan" finde ich deshalb etwas eigenartig, weil der Bereich, in dem Du arbeiten möchtest, eigentlich ein Maschinenbaumetier ist.



Zum Thema Bauleiter: Viele von den Bauleitern haben sich ihren Arbeitsplatz nicht ausgesucht, man muss oft nehmen, was am Arbeitsmarkt angeboten wird.

Tobias | 07. Mai 2007 - 19:03

Naja das Studium zum Bauingenieur determiniert

einen ja nicht automatisch auf einer Baustelle bzw als Planer in einem Büro zu landen.



Je nach Vertiefung (z.B. Strukturmechanik)

kann man genausogut in der Maschinenbau-Richtung

tätig werden. Die Ausbildung als Maschinenbauer

legt viel Wert auf die Steuerungstechnik. Wenn es aber um Festigkeits- und Dauerhaftigkeitsuntersuchungen geht, sind Bauingenieure gefragt.



Das ist zumindest mein Plan bzw. meine Idee

von diesem Studiengang. Komme mir irgendwie

etwas dämlich vor 5 Jahre zu Studieren um

dann ein etwas besserer Polier zu sein.

(nicht falsch verstehen)... ich möchte niemanden

angreifen der Bauleiter werden will/ist!



Mit freundlichen Grüßen

Bauigel | 05. Mai 2007 - 14:23

Hallo Christian,



wenn du heute z. B. als Bauleiter arbeitest, bist du mehr ein Baukaufmann als ein bauleitender Polier. Ich denke mal, die Grundlagen bekommst du auch bei dem Bachelorstudium mit, um Dir fehlende Details dann selber erarbeiten zu können.



Selbst beim Master wirst du immer Lücken im Wissensstand haben und wozu willst du unendlich Theorie auswendig lernen? Das meiste brauchst Du im Berufsleben sowieso nicht, aber Fragen zu wirtschaftlichen Belangen wirst Du immer benötigen (Personalmanagement, Kalkulation, Abschreibung usw.).



Wenn du dir mal einige Stellenangebote ansiehst, könntest Du ja genauso gut sagen: Ich wollte eigendlich kein Fremdspracheningenieur werden!



Ob es wirklich so schlecht aussieht bei der Jobsuche, kann man objektiv nicht sagen. Es hängt natürlich von vielen Faktoren ab (Wohnort, Notendurchschnitt, Sprachkenntnisse usw.).



Definitiv kann man aber sagen, dass es andere Ingenieurberufe leichter haben (Maschinenbau, Elektrotechnik). Als Bauingenieur kannst Du halt nicht so leicht zwischen den Wirtschaftszweigen wechseln (z. B. vom Maschinenbau in die Luftfahrtindustrie). Wenn es am Bau schlecht läuft, ist die Arbeitsmarktlage für Bauingenieure automatisch mies. Langfristig gesehen wird es sicherlich mehr freie Stellen geben und weniger arbeitslose Bauingenieure, aber die Bezahlung wird wahrscheinlich auch längerfristig am unteren Bereich der Ingenieursgehälter liegen.



Wenn Du zudem Karriere im Bauwesen machen willst, wirst Du irgendwann sowieso diese wirtschaftlichen Kenntisse nachholen müssen (Fernstudium o. ä.). Ich kenne einige Bauingenieure die das am Wochenende machen.

Christian | 04. Mai 2007 - 11:40

Hallo Tobias und Bauigel,



nein, es gibt doch Unterschiede! Als Dipl.-Ing. sind 8 Semester Regel-Studienzeit und als Master hast du 10 Semester.



Vielleicht bin ich ein Träumer, aber ich möchte Bauingenieur werden und kein Wirtschaftsingenieur, da hätte ich ja gleich BWL studieren können. Sieht es wirklich soooo schlecht aus? Ich kann mir das alles nicht so recht vorstellen!



Aber in jeden Fall denkt ihr, das Dipl.-Ing. erstmal besser ist als Bacheloer und dann Master.



Danke MfG Christian

Tobias | 03. Mai 2007 - 19:41

Wieso erst Dipl.-Ing. und dann Master? Die Abschlüsse sind als gleichwertig anzusehen. (Selbe Studienzeit + gleiche Vertiefungsmöglickkeiten)



Mfg

Bauigel | 03. Mai 2007 - 19:11

Hallo Christian,



wie Du schon selber sagst, ist der Bachelor eigendlich Murks. Da es auf dem Arbeitsmarkt z. Z. noch immer nicht so rosig aussieht, wirst Du trotz eines Master weiterhin keine guten Jobaussichten haben. Außerdem musst du erst einmal einen Studienplatz für einen Master bekommen. An deiner Stelle würde ich lieber den Master im Bereich BVWL bzw. ein Zusatzstudium im Bereich der Wirtschaft machen. Ich denke mal, das nützt Dir mehr im Berufsleben und du hast auch bessere Chancen in andere Branchen zu rutschen. Ansonsten erst mal bewerben, wenn Du einen Job hast, kannst du ja auch erst einmal einige Jahre arbeiten und dann deinen Master machen.

Christian | 02. Mai 2007 - 21:56

Hallo,



ich bin der Meinung, dass der Bachelor nichts Halbes und nichts Ganzes ist, da wie schon gesagt, die Ausbildung sehr allgemein gehalten ist und ich mir nicht zutrauen würde, als Bachler eine Baustelle zu leiten etc.



Ich selbst studiere aber auch Bauwesen als Bachler und möchte aber dann den Master ran hängen, mich plagt nur die Frage, lieber Bachler und dann Master (mit Bafög) oder Diplom-Ing. und dann Master (ohne Bafög). Was denkt die Praxis darüber?



Mfg Christian

sandgroper | 19. März 2007 - 08:02

Hallo,



also der Bachelorstudiengang dauert in der Regel 6 Semester. Wenn nichts unvorhersehbares geschieht, werde ich auch in den 6 Semestern fertig, der Master würde weitere vier Semester dauern.



Richtig überlegt hab ich mir noch nicht, wo ich später arbeiten möchte, da bin ich eigentlich noch sehr offen für alles. Leider muss ich ganz ehrlich sagen, dass der Bachelor sehr allgemein gehalten ist und man in jeden Bereich des Bauingenieurwesens kurz aber daher nicht tiefgründig eingearbeitet wird.



Man kann also von allem etwas aber leider nicht einen Bereich bis ins Detail, was vermutlich notwendig ist, wenn man ins Berufsleben einsteigen will.



Gruß Jörg

Tobias | 14. März 2007 - 18:15

Guten Tag,



ich studiere selbst Bauing. auf Bachelor und bin

im 4. Semester. Der Bachelor ist meiner Meinung

nach nur Mittel zum Zweck. Man kann von jedem etwas aber nichts richtig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Büro/Firma an einem Bachelor

ernsthaft interessiert sein kann. Ach ja und

Regelstudienzeit sind 6 Semester, kann also Franks Aussage nicht bestätigen, dass 11 Semester

die Regel sind. In der Zeit möchte man schon den Master in der Tasche haben.



Fazit:

Der Bachelor ist nicht wirklich berufstauglich,

er vermittelt eher eine Bauingenieurlich ausgelegte Allgemeinbildung, die dann, je nach Interesse, im Masterstudiengang vertieft werden sollte.



Mit freundlichen Grüßen

Tobias



Frank | 13. März 2007 - 16:57

Hallo,



die Bachelor aus Wuppertal sind also auf dem Markt. Habe dort selbst vor 2 Jahren noch das Diplom II gemacht und die Bachelor in den Anfängen miterlebt. Aber zur Frage:



Wo willst Du denn hin? Große Firma, kleine Firma, öffentlichen Dienst? Wenn Du jetzt eine ansprechende Stelle bekommen kannst, dann nimm sie an. Den Master nachholen kannst Du ja immer noch. Mich würde mal interessieren, wie lange ein Bachelor Bauingenieurstudium in Wuppertal so dauert?! Der kurze Studiengang (6 Semester Regelstudienzeit) lag früher real so bei 11 Semestern durchschnittlich (meines Wissens).

Bist Du der Meinung eine gute Grundausrüstung für ein bestimmtes Berufsfeld (Statik, Tiefbau o.ä.) zu haben?



Gruß aus der Arbeitswelt und alles Gute,

Frank

Bauigel | 13. März 2007 - 13:02

Wenn du ein Stellenangebot bekommst, nimm es an. Deinen Master kannst du immer noch machen, wenn du einige Jahre Berufserfahrung und Geld auf dem Konto hast! Ich denke mal bei den meisten Unternehmen spielt der Unterschied nicht so die entscheidende Rolle.

Kommentar hinzufügen
Alias oder Vorname
Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
Kurz-Link  Kurz-Link zu diesem Forumthema:
https://www.bauingenieur24.de/url/900/1156
1 - 32 von 32 Kommentaren im Forenthema Nr. 1156
 
Jobangebot als Bauingenieur (m/w/d) für Bauleitung von MILBACH + MILBACH architekten und ingenieure Gesellschaft mbH Stellenangebot - MILBACH + MILBACH architekten und ingenieure Gesellschaft mbH sucht für Berlin mit der Job Nr. 28353 im Stellenmarkt für Bauingenieure
Jobangebot als CAD-Konstrukteur/in für den Ingenieur- und Hochbau von König und Heunisch Planungsgesellschaft mbH Leipzig Stellenangebot - König und Heunisch Planungsgesellschaft mbH Leipzig sucht für Leipzig, Sachsen mit der Job Nr. 28602 im Stellenmarkt für Bauingenieure
Jobangebot als Bauzeichner / Konstrukteur (m/w/d) Ingenieurbau von TRAGWERK Bauingenieure Stellenangebot - TRAGWERK Bauingenieure sucht für Bergisch Gladbach (Bensberg), Nähe Köln, Nordrhein-Westfalen mit der Job Nr. 28760 im Stellenmarkt für Bauingenieure
Jobangebot als Bauzeichner/in (w/m/d) Ingenieurbau von INTRAKON Planungsgruppe Stellenangebot - INTRAKON Planungsgruppe sucht für Wahlweise Recklinghausen oder Münster, Nordrhein-Westfalen mit der Job Nr. 28611 im Stellenmarkt für Bauingenieure
Jobangebot als Bauingenieur als Bauleiter (m/w/d) von Pluspunkt Ingenieurbau GmbH Stellenangebot - Pluspunkt Ingenieurbau GmbH sucht für Berlin - Brandenburg mit der Job Nr. 28697 im Stellenmarkt für Bauingenieure
Jobangebot als Bauingenieur Siedlungswasserwirtschaft (m/w/d) von Ingenieurbüro Ohlsen GmbH Stellenangebot - Ingenieurbüro Ohlsen GmbH sucht für Grünberg, Landkreis Gießen, Hessen mit der Job Nr. 28480 im Stellenmarkt für Bauingenieure