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16. Jahrgang | Ausgabe 5820 | Nr. 208
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Bauleiter mit Bachelor oder Master?

8 Kommentare | 1375 Aufrufe
| 16. Januar 2017 - 20:35

Ich studiere an einer Universität Bauingenieurwesen und habe vor kurzem mein erstes Praktikum absolviert und mir ist aufgefallen, dass mir der Beruf als Bauleiter sehr viel Spaß machen würde. In diesem Unternehmen hat so gut wie jeder Bauleiter einen Bachelor-Abschluss, aber ich persönlich würde gerne einen Master-Abschluss machen im Bereich Projektmanagement - vor allem weil man dann auch in eine ganz andere Tarifklasse kommt.

Ist es empfehlenswert den Master zu machen, wenn man Bauleiter werden möchte oder sollte man lieber direkt Berufserfahrung sammeln, bevor man nicht mit einem Master-Abschluss genommen wird, da man sonst zu viel verdient? Eure Erfahrungen bzw. Meinungen würden mir sehr weiterhelfen. Danke!

Geoingenieur | 10. März 2017 - 21:09

Es ist leider ein weit verbreiteter Irrtum, dass mit einem Masterabschluss direkt der höhere Dienst winkt. Und schon mal gar nicht als Beamter. Diese Stellen sind selten, in der Regel findet man eher eine Stelle im gehoben Dienst, als Tarifangestellter. Hierfür ist der Bachelor ausreichend und auch von vielen Behörden ausdrücklich gewollt. Auch in solchen Positionen, oder gerade in solchen Positionen, ist man oft vor Ort auf der Baustelle und begleitet Bauvorhaben. Also sehr praxisnah. Dennoch muss man einfach sagen, dass der Master im öffentlichen Dienst nicht schadet. Sobald sich die Chance für einen Aufstieg bietet, ist es gut ihn zu haben. Denn, Führungspositionen mit Personalverantwortung gibt es nur mit Masterabschluss. Eine Garantie für den höheren Dienst ist der Master bei weitem nicht.

pauline | 13. Februar 2017 - 10:37

Ich würde heutzutage jedem Bauingenieur den Master empfehlen. In der Bauindustrie gibt es immer Zeiten, in denen eine "überhitzte Konjunktur" mit hohen Zinsen gebremst wird. Dann sind es die Bauingenieure, die das ausbaden. Geht man da rechtzeitig zu einer Behörde, ist der Master der höhere Dienst. Also -rat und Oberrat, evtl. -Direktor. Mit Bachelor ist beim Amtsrat Ende. Und das ist die Einstiegsgruppe beim Master.

MzH22 | 02. Februar 2017 - 13:11

Oldenburg ist eher schwach, Professoren mit keinem Bezug zur Wirtschaft.

DerH | 31. Januar 2017 - 08:01

Wie würdet ihr denn einen Master wie Management & Engeneering in Oldenburg ansehen? Der vereinbart Baubetrieb mit konstruktiven Berechnungen.

Arijan | 26. Januar 2017 - 20:09

Danke für eure Meinungen, das hat mir wirklich sehr geholfen!

Hans-Peter S. | 20. Januar 2017 - 00:19

@AIJ:
Bin mit Masterabschluss ebenfalls Bauleiter in einem mittelständischem Bauunternehmen. Als Bauleiter würde sogar schon der Hochbautechniker reichen, da Berufserfahrung das A&O ist. Ich hab mich für den Master entschieden, da man nie weiß, was in der Zukunft ist. In jungen Jahren hat man eher Zeit und direkt nach dem Bachelor ist man noch recht fit in der Materie. Bezogen auf das spätere Arbeitsleben sind die 1,5 / 2 Jahre nix. Der Master ist oft auch so ausgelegt, dass man an 2-3 Tagen arbeiten kann. Alternativ gibts den MBA berufsbegleitend an der Akademie. Hier ist 2-5 Jahre Berufserfahrung nötig. Beim Arbeitsgeberwechsel zum Öffentlichen Dienst/Amt ist ein Master von Vorteil!

M.Eng. | 19. Januar 2017 - 10:25

@AIJ:
Ich kann Dir persönlich nur den Master empfehlen. Ich war in einer ähnlichen Situation wie du, und bin froh, dass ich den Master gemacht habe. Ich kann durchaus, aus meiner persönlichen Erfahrung, dazu raten. Meine Chancen betreffend Aufstieg wären mit Bachelor nicht so einfach gewesen. Noch dazu ist der Bauleiterberuf sehr stressig, viele Überstunden usw. Da kann es in ein paar Jahren durchaus sein, dass man den einstigen "Traumberuf" nicht mehr machen will, weil man auch mal an sich und sein Leben denkt, das man ja vielleicht doch noch nebenbei führen will.

Also meine Empfehlung: Mach den Master, die 3-4 Semester vergehen wie im Flug, und was du hast, gehört dir fürs Leben. Ich denke, sobald du mal richtig arbeitest, wirst du den Master nicht mehr machen. Ich habe während der 4 Semester parallel 20 h als Werkstudent gearbeitet und dort als 2. Bauleiter einer Großbaustelle fungiert. Waren 2 stressige Jahre, aber hat sich gelohnt und man lernt auch so eine Menge und macht parallel noch was für seinen Abschluss. Ich sehe das als die ideale Lösung, um Erfahrung zu sammeln, und noch den Master zu machen.

Aber wie es im Leben so ist, wirst du immer 2 Seiten zu hören bekommen. Es gibt die einen die den Master empfehlen, und andere sagen du brauchst es nicht. Schlussendlich musst du das für dich selber entscheiden, aber mein Rat ist: Mach es! Man arbeitet lang genug im Leben, da fallen 2 Jahre nicht ins Gewicht. Und deine Chancen werden mit Master auf jeden Fall nicht schlechter, sondern eher noch besser!

DerZ | 17. Januar 2017 - 22:43

Gerade wenn man Bauleiter werden will, ist ein Bachelor absolut ausreichend. In den zwei Jahren, in denen du arbeitest anstatt den Master zu machen, sammelst du so viel Erfahrung, dass du im Endeffekt eher mehr verdienst als zu der Zeit, wenn du den Master gemacht hättest.

Auch um deine Aufstiegschancen brauchst du dir Überhaupt keine Sorgen machen, da diese gerade in Bauunternehmen (anders als vielleicht in einem Ingenieurbüro - aber da hab ich keinen Einblick) überhaupt nicht von deinem Akademischen Grad abhängen, sondern viel mehr von deiner Leistung. Beste Grüße

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