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Berufseinstieg Bauleitung vs. Projektsteuerung nach AHO

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Absolvent2020 | 10. Mai 2020 - 18:36

Ich bin kurz vor Beendigung meines Studiums (Master konstruktiver Ingenieurbau). Da ich gerne koordinierend / organisierend tätig bin, habe ich mir überlegt in der Projektsteuerung anzufangen, also z.B. bei Drees und Sommer o.ä. Mir wurde jetzt aber mehrfach geraten, erstmal Bauleitung zu machen, um Praxiserfahrung zu sammeln.

In die reine Projektsteuerung (nach AHO) könnte ich im Anschluss dann immer noch gehen und hätte dann aber den Vorteil, dass ich deutlich mehr Ahnung habe, als jemand, der von Anfang an in der klassischen Projektsteuerung war. Bauleitung finde ich prinzipiell auch interessant, hatte es für mich allerdings immer im Vorfeld ausgeschlossen, da ich überwiegend nur Negatives gehört habe (extrem viele Überstunden, rauer Ton auf der Baustelle etc.) Wie seht ihr das? Habt ihr Tipps? Danke!

Widmax | 20. Juni 2020 - 18:21

@Absolvent2020:
Erfahrung bringt Glaubwürdigkeit. Ich würde an deiner Stelle sogar noch einen weiteren Zwischenschritt gehen. Geh doch erstmal für 2 Jahre in ein Ingenieurbüro. Da bekommst Du zwar nicht so viel wie in der Bauleitung, aber hast im Regelfall nicht so viele Überstunden. Außerdem gewöhnst Du dich langsam an den rauen Ton auf dem Bau. Dann versuche dich als Bauleiter. Mit der Theorie der Technik im Rücken hast Du es da sicher erheblich leichter.

Und wenn Du dann Erfahrung in der Organisation und im betriebswirtschaftlichen Denken hast, versuche Dich an der Projektsteuerung. Direkt nach dem Studium in die Projektsteuerung einzusteigen halte ich persönlich nicht für den richtigen Weg. Erfahrung macht dich souverän. Und ohne Souveränität bist Du als Projektsteuerer verkauft. Da nimmt Dich niemand ernst.

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