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Ausgabe 6390 | Nr. 48 | 18. Jahrgang
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Berufseinstieg/Konjunktur im Bauingenieurwesen

197 Kommentare | 74778 Aufrufe Kommentar hinzufügen
| Thema eröffnet vor 12 Jahren

Ich habe mit großem Interesse die Beiträge dieses Forums gelesen --> ich war nur bei manchen Diskussionen (besonders über das Thema Aussichten/Studieren/Absolventen) über die negative HALTUNG erschrocken! Ich muß sagen, daß ich (gerade fertig geworden) def. KEINE Probleme habe/hatte einen JOB zu finden! Ich habe 16 Bewerbungen geschrieben, hatte 3 Vorstellungsgespräche und davon 2 Zusagen! Und ich bin NICHT der Überflieger mit 8 Semester Studium und einem Abschluss von 1,0 inkl. Sprachen wie Spanisch, Russisch und Chinesisch.

Ich wollte nun mal von anderen Bauingenieuren wissen, ob es auch wirklich "besser" wird, oder ob ich "nur" Glück gehabt habe. Ich möchte nämlich, daß sich das Bild des Bauingenieurs VERBESSERT! Also, wie sind MOMENTAN Ihre Erfahrungen (2006)? Wie sieht es bei den Absolventen aus, wie bei den älteren Semestern? Gruß

forum-thread-1087
NonProf | 28. Mai 2018 - 13:30 2018-05-28

@NeuHier:
Nehmen Sie Kontakt mit der Ingenieurkammer Ihres Landes auf. Meist existieren schon "Vermittlungsportale". Ohne Kontakte in das Bauwesen bleibt es ein Sprung ins kalte Wasser, muss aber nicht schlecht sein.

NeuHier | 28. Mai 2018 - 12:25 2018-05-28

Ich studiere Bauingenieurwesen jetzt im 2. Semester und bin bisher auch zufrieden. Zudem habe ich auch überlegt, als studentische Hilfskraft zu arbeiten. Das Forum verfolge ich jetzt seit einem knappen Jahr und die Meinungen über den Beruf sind ja echt gespalten. Leider kenne ich niemanden in meinem Bekanntenkreis, der Bauingenieur ist und seine Erfahrungen persönlich mit mir teilen kann. Gibt es vielleicht eine Anlaufstelle dafür, oder jemanden, mit dem ich darüber telefonieren kann?

Hans im Glück | 21. Januar 2015 - 21:05 2015-01-21

@ Hornisse: "Bauingenieure tragen Verantwortung für Leib und Leben von Leuten."

Ja, das stimmt absolut. Wie bei jedem Busfahrer, Lokführer, Krankenpfleger, Kindergärtner etc. Nur dafür wird niemand gut bezahlt. DAS ALLEINE REICHT NICHT! Wer hat von Vertrieb geschrieben? Ich meine meinen Lebenslauf gut zu kennen. Hornisse kennt ihn offensichtlich besser.

PM | 20. Januar 2015 - 10:47 2015-01-20

Als ich da noch studiert habe, hieß es damals auch Bauwirtschaft. Heute eben Betriebswirtschaft Bau. Habe ich allerdings nicht studiert, sondern Projektmanagement / Bauingenieurwesen als Diplomstudiengang. Aber das gibt es sicherlich auch nicht ;-). So wie zufriedene, gut verdienende Bauingenieure auch nur ein Märchen sind...

http://www.hochschule-biberach.de...

Tom | 19. Januar 2015 - 17:10 2015-01-19

Zitat Hornisse: "Du und alle Deine Kumpels haben also "Bauwirtschaft" als Vertiefung gewählt. Soso. So ein Fach gibt es an keiner mir bekannten Hochschule."

Unabhängig davon, ob ich den Rest von Hansens Posting für wahr halte, gibt es Bauwirtschaft z.B. an meiner ehemaligen Uni:
http://i3b.zt-consulting.com/de

hans | 19. Januar 2015 - 14:54 2015-01-19

@Hans im Glück:
Lassen wir Hornisse in seinem Glauben. Schade, dass gerade solch ein verbohrter Mitbürger die deutschen Qualitäten im Ausland repräsentieren soll.
@Hornisse:
Alkohol war noch nie eine Lösung; anders sind Deine Kommentare nicht zu erklären.
@alle anderen: Bauwirtschaft sollte Baubetrieb sein...sorry für diesen Fauxpas, passiert, wenn man eben nur Zeit hat zwischendurch zu tippeln (nur nicht der Hornisse)

Hornisse | 18. Januar 2015 - 19:18 2015-01-18

@Hans im Glück:
Ich stelle auch mal eine gewagte These auf. Du, genau wie Dein Namensvetter hier, haben keinerlei Berufspraxis.

1.) In jedem Ingenieurbüro gibt es Stress. Das liegt an der Natur des Baugewerbes.
2.) Wer behauptet, dass ein Baumaschinenhersteller mehr Verantwortung hat als ein Bauingenieur, der hat noch nie in seinem Leben eine Baustelle betreten. Einen grösseren Unfug kann man ja kaum noch posten. Bauingenieure tragen Verantwortung für Leib und Leben von Leuten. Ein Vertriebler eines Baumaschinenherstellers trägt vielleicht Verantwortung für Verkaufszahlen, aber nicht die ultimative Verantwortung über Leben und Tod.
3.) Wer behauptet in der Berufspraxis bekommt man unverhandelt (ungefragt) ein viel besseres Gehalt angeboten, der hat mit grosser Wahrscheinlich noch nichtmal in den Semesterferien in den Berufsalltag reingeschnuppert.

Du und Dein Namensvetter hier, Ihr überbietet Euch geradezu in Euren unrealistischen "Erfahrungsberichten". Aber wahrscheinlich hast auch Du "Bauwirtschaft" vertieft...

Hornisse | 18. Januar 2015 - 19:05 2015-01-18

@hans:
Die Story, welche Du hier zum Besten gibst, ist (höflich ausgedrückt) recht ungewöhnlich.

1.) Mit 7 Jahren Berufserfahrung im öffentlichen Dienst 70.000 Euro ist mehr als selten. Fast so wie ein Sechser mit Zusatzzahl. Für dieses Gehalt müsstest Du schon Abteilungsleiter sein und das wird man im öffentlichen Dienst erst mit einer zweistelligen Zahl an Jahren im Job. Sieben Jahre sind da entschieden zuwenig. Schau mal in die Gehaltstabellen des öffentlichen Dienstes.

2.) Du und alle Deine Kumpels haben also "Bauwirtschaft" als Vertiefung gewählt. Soso. So ein Fach gibt es an keiner mir bekannten Hochschule. Aber vielleicht kannst Du uns ja mit dem Namen der Hochschule vertraut machen - dann können wir alle mal einen Blick auf die Webseite des Bauingenieurinstituts und den Lehrinhalt dieses innovativen Faches werfen....

3.) Einem so talentierten jungen Bauingenieur wie Dir (mit 7 Jahren Berufserfahrung schon 70.000 Euro im öffentl. Dienst) passieren noch so Anfängerfehler wie die Anzahl der Monatsgehälter zu unterschlagen? Naja, wenn Du in Deinen täglichen Führungsaufgaben die Belange Deiner Abteilung und Deiner Mitarbeiter auch so unscharf leistest, dann möchte ich aber nicht wissen wie Deine Projekte so laufen...

Naja. Ich denke mal Du bist noch lange nicht mit dem Studium fertig und suchst mit Phantasiepostings etwas Zerstreung von der öden Prüfungsvorbereitung...

hans | 14. Januar 2015 - 10:42 2015-01-14

@Hornisse:
Ich behaupte doch gar nichts, ich stelle meine Erfahrungen dar und dies sind Fakten. Vielleicht hast Du den Draht nach Deutschland verloren wenn Du schon so lange im Ausland arbeitest? Ich rede auch gar nicht von Tragwerksplanern oder Bauleitern - in meinem Dunstkreis bewegen sich alle mehr oder weniger im Projektmanagement (z.B. bei größeren in FFM ansässigen Ingenieurbüros). Macht auch Sinn, wenn man bedenkt, dass wir alle Bauwirtschaft vertieft haben.

Erfahrungen unterscheiden sich eben und es gibt nicht nur die eine Wahrheit. Das wird wohl auch Dein Problem sein anzuerkennen, dass es auch Chancen und Möglichkeiten gibt und man sich nicht im Ausland verstecken muss. Deinen zweiten Absatz kommentiere ich nicht, das ist eine Behauptung und sehr spekulativ.

Zu der Gehaltsfrage und der Angabe von Monaten: ich habe nur von einem Jahressalär geschrieben. Außer meine Angabe meines ersten Jobs, also ergänzend hierzu: es waren 12 zzgl. der bereits angegeben Leistungen. Mir ist es im Grunde auch egal, ob Du meinen Ausführungen Glauben schenkst oder nicht - Hauptsache die anderen Leser hier im Forum lassen sich nicht gänzlich von Deinen Erfahrungen, die sicherlich nicht an den Haaren herbeigezogen sind, schrecken.

Hornisse | 13. Januar 2015 - 12:34 2015-01-13

@hans:
Du hast "satte" 7-8 Jahre Einblick in die Branche. Das ist mehr als manch anderer Jubelperser hier, aber eben auch nicht gerade die Welt. Zu Deiner Behauptung, dass auch Leute auf der Auftragnehmerseite sogar noch besser als Du verdienen (also mit ca. 7 Jahren ein Gehalt grösser 70k beziehen), kann man sich nur fragen warum dann die Gehälter der Tragwerksplaner und Bauleiter in einschlägigen Gehaltstabellen (sogar denen vom Lobbyverband VDI) und gemäss meiner Erfahrung und der anderer Forenteilnehmer soviel anders sind? In diesen Bereichen arbeitet die Mehrheit der Bauingenieure.

Warum sind bei solchen Verdienstmöglichkeiten soviele deutsche Bauingenieure ins Ausland abgewandert? Ich persönlich arbeite seit 2004/2005 im Ausland und habe in mehreren Ländern gearbeitet. Überall trifft man zahllose deutsche Bauingenieure an. Bei den von Dir geposteten Gehältern in Deutschland wären nichtmal 20% von diesen Leuten im Ausland tätig, sondern hätten sich solch gut bezahlte Baujobs in Deutschland gesucht. Wahrscheinlich liegt es aber nur an uns, wir sind halt nicht so gut. Und noch etwas fällt bei den Gehaltsangaben häufig auf. Angaben von Monatsgehältern sind nicht wirklich aussagekräftig, wenn nicht dazu geschrieben wird wieviele Monatsgehälter gezahlt werden.

hans | 12. Januar 2015 - 06:32 2015-01-12

@Hornisse:
Das stimmt, ich habe es gar nicht schlecht getroffen. Trotzdem gehört auch zu den Fakten, dass meine ehemaligen Kommilitonen (die paar, mit welchen man halt so schafft Kontakt zu halten) ähnlich, oder gar besser verdienen - und dies nicht bei Auftraggebern. Was soll ich sagen, ist halt auch das Rhein-Main-Gebiet. Überdies war lediglich mein Ansinnen darauf hinzuweisen, dass der Beruf des Bauingenieurs Chancen bietet, die man eben suchen und ergreifen muss und die Aussagen im Forum nicht alle Facetten der Gehaltsmöglichkeiten in diesem Berufsfeld wieder geben.

Darüber hinaus frage ich mich wie Du dazu kommst mir zu unterstellen, dass ich nicht über den Tellerrand schauen würde? Wie geschrieben bin ich nicht immer auf AG Seite gewesen, nur fast immer. Also weiß ich wohl wie es, z.B. bei Baufirmen ausschaut. Mein Einstiegsgehalt lag 2007 in Mannheim bei 3000 € plus Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Auto wäre auch dazu gekommen, wenn ich länger geblieben wäre.

Abschließend möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass sich oft nur die in solchen Foren exkulpieren, die unzufrieden sind; die Zufriedenen gibt es auch und die haben eben oft einfach Besseres zu tun; somit habe ich nun hoffentlich dem Berufsjubler vorgebeugt, da ich einfach nur auf eine weitere Gruppe verweise und die unzufriedene Gruppe schließlich nicht leugne (welche Gruppe wohl größer sein mag, möchte ich gar nicht anzweifeln oder in Frage stellen - aber das ist bei den anderen Disziplinen auch so).

Hans im Glück | 10. Januar 2015 - 13:26 2015-01-10

Ich stelle mal eine gewagte These auf: Leute mit negativer Einstellung und pessimistischer Ausstrahlung haben es schwer, angenehme und passabel bezahlte Jobs zu finden. Sie tummeln sich dann in Foren, wo sie ihrer schlechten Laune freien Lauf lassen. Um das zu erklären, kurz zu mir:

1. Start im Ingenieurbüro, sehr schlecht bezahlt, nicht stressig, guter Einstiegsjob, viel gelernt.
2. Wechsel zum Auftraggeber (öffentl.), schlecht bezahlt aber lockerer Job, keine fachliche Perspektive
3. Wechsel zum Auftragnehmer, zunächst schlecht, dann ungefragt besser, wieder unverhandelt sehr viel besser bezahlt, sehr stressig, aber nicht sehr belastend (kurzfristiger Stress durch Probleme auf Baustellen, die Dauer ist absehbar: Bis Abnahme, dann ist alles gegessen)
4. Wechsel in den Baumaschinenbau, gut bezahlt, noch mehr Arbeit als beim Bau, langfristiger, teils auch belastender Stress, Fehlentscheidungen haben große Tragweite, deren Schadenspotential deutlich über das auf dem Bau hinausgeht. Bisher größte fachliche Herausforderung.

So Hornisse, nein, ich bin nicht in einer Nische stecken geblieben. Der Aufstieg kam von alleine. Ich habe immer für die Sache, nie für das Geld gearbeitet - und oh Wunder - hatte bei allem Freude an der Arbeit. Selbst wenn die Gehaltssteigerungen nicht gekommen wären, die Freude hätte mir ja nie wieder jemand nehmen können.

Einzig und allein regionale Unterschiede lassen sich gar nicht wegdiskutieren - ich sitze im SW, hier ist manches einfacher. Aber Kollegen aus allen anderen Bundesländern arbeiten bei uns auch und sind gern gesehen. Guckt beim Einstiegsgehalt nicht auf den Lohnzettel. Der kratzt 20 Jahre später nicht mehr.

Hornisse | 08. Januar 2015 - 09:54 2015-01-08

Zitat hans: "die meisten, die hier schreiben offenbar in einer anderen welt leben"

Wie wahr, wie wahr. Jedenfalls bezogen auf die Berufsjubler, die es in eine Nische des Bauwesens verschlagen hat. So wie Dich. Du stehst, wie Du selber sagst, auf der Auftraggeberseite. Wieviele (Prozent) der Bauingenieure stehen auf der Auftraggeberseite? Und wenn Du auf der Auftraggeberseite stehst, dann weisst Du doch auch ganz bestimmt wie der Preiskampf im Bauwesen aussieht. Oder vergibst Du die Aufträge nicht an den "preiswertesten" Anbieter? Dann wärest Du ein Einzelfall.

Du, genauso wie die anderen Berufsjubler hier, haben offensichtlich keine Lust oder grosse Probleme auch mal über den Tellerrand zu schauen. Es ist ja schön, dass Du es in eine passabel bezahlte Nische geschafft hast. Aber ist eine Nischenerfahrung aussagefähig für eine Berufsgruppe? Fakten sollten doch Fakten bleiben. Auch wenn das in Deutschland nicht en vogue ist.

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