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Ausgabe 6427 | Nr. 85 | 18. Jahrgang
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Berufseinstieg/Konjunktur im Bauingenieurwesen » Seite 5

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Michael | 28. Februar 2007 - 15:34 2007-02-28

Hallo,



so schlimm ist das doch alles nicht, es stehen für Absolventen und für berufserfahrene Bauingenieure goldene Zeiten bevor, wann die ins Haus stehen, kann man im Wolkenkuckucksheim (steht in Berlin!) erfragen.



Warum??-Darum!!



In dem FAZ Hochschulanzeiger (29.1.2007)wurde von der deutschen Bauindustrie wieder mal der MANGEL angekündigt (wie schon zur Jahrtausendwende).



Ein Auszug daraus zum Frohlocken..



Im Jobjahr 2007 wird deshalb die Nachfrage nach gut ausgebildeten Bauingenieuren stark ansteigen: Die Personalabteilungen aus planenden Ingenieurbüros und bauausführender Wirtschaft melden zurzeit einen Einstellungsbedarf, der vom Arbeitsmarkt nicht befriedigt werden kann, berichtet Ehlers. Hinzu komme, dass der Bauingenieur deutscher Prägung auch international als kompetenter Problemlöser nachgefragt werde, was das Gerangel um die wenigen hochqualifizierten Absolventen noch verschärfe.



Im Jahr 2005 haben 4.353 Bauingenieure die Hochschulen verlassen, die große Mehrzahl (4.194) noch mit einem Diplomabschluss, davon 2.720 an Fachhochschulen und 1.633 an Universitäten. Das waren rund 7 % weniger als im Vorjahr. Die Branche beziffert den jährlichen Gesamteinstellungsbedarf an Bauingenieuren in Deutschland jedoch auf 4.500. Es fehlen also rund 150 Bauingenieure, und mit dem altbekannten Doppel steigender Stellenbedarf/Rückgang der Studienanfängerzahlen wird sich das Missverhältnis auf lange Sicht fast schon automatisch vergrößern. Es ist der Hintergrund dieser Prognose, der HDB-Vizepräsident Klaus-Dieter Ehlers mit solcher Überzeugung sagen lässt: Wer jetzt ein Studium des Bauingenieurwesens aufnimmt, wird zum Zeitpunkt seines Abschlusses mit großer Wahrscheinlichkeit einen attraktiven Arbeitsmarkt vorfinden.



So isses! Ein bisschen Polemik muß sein!

Mit freundlichen Grüßen aus dem hohen Norden

Bauigel | 01. März 2007 - 15:25 2007-03-01

Studentenstatistik Bauingenieurwesen 2000/2001



16.11.2001



* Immer weniger Studienanfänger im Bereich Bauingenieurwesen

* Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften in vier Jahren erwartet



"Wenn der Negativtrend bei den Studienanfängern im Bereich Bauingenieurwesen nicht schnell gestoppt wird, werden der Bauwirtschaft in vier Jahren zirka 3.000 Jungingenieure fehlen". Mit diesen Worten warnte der Vizepräsident Technik des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dipl.-Ing. Dieter Rappert, heute in Berlin vor einem drohenden Mangel an qualifizierten Bauingenieuren in den kommenden Jahren. Bei der Vorstellung der aktuellen Studentenstatistik verwies Rappert darauf, dass der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie im sechsten Jahr in Folge einen Rückgang der Erstsemesterzahlen an deutschen Universitäten, Fachhochschulen und Gesamthochschulen registriert habe - zuletzt in den Jahren 2000/2001 um 6,7 Prozent auf 6.700. Da trotz der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation in der Bauwirtschaft der Bedarf an qualifziertem Führungspersonal weiterhin hoch bleibe, steuere die Branche auf ein akutes Personalproblem zu."



Dieser Beitrag findet sich im Archiv der TU Dresden und datiert vom 16.11.2001. Scheinbar tauschen die jedes Jahr nur das Datum aus.

Daniel | 02. März 2007 - 13:03 2007-03-02

Wir werden alle von der Industrie und den Mächtigen vera....



Am Schlimmsten ist jedoch, wie kritiklos diese durchschaubaren Zahlen und Argumente von Professoren (Gelehrte?) und Journalisten übernommen und sogar meinungsbildend publiziert werden.



Also, Schönen Gruß an die Arbeitgeberverbände und alle anderen, die sich für diese Herren anstrengen.



Daniel

Bernd | 06. März 2007 - 21:07 2007-03-06

Hallo Paul,



mit abgeschlossener Berufsausbildung im Bauhandwerk würde ich an Deiner Stelle den Bauingenieur an der FH machen.



Klar, der Arbeitsmarkt sieht nicht so toll aus, aber ich denke mit Deiner Ausbildung solltest Du irgendwo Fuss fassen. Du bringst durch Deine Steinmetzausbildung Wissen mit, dass Deine Kommilitonen an der FH garantiert nicht haben. Ich könnte mir z. B. vorstellen, dass Du in der Denkmalpflege, in der Sanierung, im Fassadenbau super einsatzfähig bist.



Mit Gesellenbrief im Bauhandwerk musst Du an der FH kein Praktikum nachweisen.



Viele Grüße aus dem Sauerland

Tim | 08. März 2007 - 11:26 2007-03-08

Hallo,



ich stehe gerade (glücklicherweise) vor der Qual der Wahl zwischen zwei Stellenangeboten und suche hier einen Rat von Euch.



Ich bin Bauingenieur (FH, Note 2,4) mit einem Zusatzstudium "Fassadenkonstruktion". Das Zweitstudium habe ich klausurtechnisch abgeschlossen, allerdings steht auf Grund einer damaligen Festanstellung als Fassadenstatiker bei einem Fassadenbauer in der Schweiz die Masterarbeit noch aus. Da habe ich dann auch noch ein halbes Jahr arbeiten dürfen bis der Laden Insolvenz angemeldet hat. Dann gab es da noch ein 2-monatiges Praktikum in einem Fassadenplanungsbüro. Seit dem bin ich wieder in der Heimat und war ein 3/4 Jahr auf der Suche.



Nun hat es endlich geklappt und ich darf auch gleich zwischen zwei Jobs wählen. Meine Frage:

Die eine Firma (Ingenieurbüro für Bauphysik, Anstellung im Bereich Schall- und Immissionsschutz) bietet mir 35.000 Brutto/a. Allerdings muss ich mich da auch noch in das Thema einarbeiten.



Die andere Firma (Vertriebsgesellschaft für Fassadenunterkonstruktionen u.v.m., Anstellung als Statiker) bietet 40.600 Brutto/a. Genau in dem Bereich habe ich meine (spärliche) Berufserfahrung gesammelt.



Ich gebe mir gerade Mühe, die Finanzen bei meiner Entscheidung etwas in den Hintergrund zu drängen, um besser auf meinen Bauch hören zu können.



Dennoch: Wenn in ein paar Jahren Gehaltserhöhungen (intern oder bei Stellenwechsel) anstehen, werden diese dann immer anhand des letzten Gehaltes bemessen? Falls ja, hätte ein geringeres Anfangsgehalt ja sehr weitreichende Konsequenzen.



Aus dieser Sicht frage ich mich also, ob es so klug ist, "erst einmal" noch nicht so auf das Gehalt zu schauen.



Was meint Ihr?



Vielen Dank schonmal und besten Gruß

Tim

Ingo Klein | 08. März 2007 - 12:04 2007-03-08

Hallo!



Ich verstehe deine Frage u. dein Problem überhaupt nicht. Du hast ein Aufbaustudium im Bereich Fassadentechnik gemacht u. hast ein Stellenangebot im diesem Bereich mit einem besseren Jahresgehalt (als Stellenangebot Nr. 1). Also was gibt es da noch zu überlgen?



Bei einem Stellenwechsel musst du doch niemandem deine Gehaltsabrechnungen zeigen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man da auch pokern kann.



Gruß Ingo

Bauigel | 08. März 2007 - 13:35 2007-03-08

Eigentlich kannst du ja froh sein, wenn du zwischen 2 Stellen auswählen kannst. Wenn du dir nicht schlüssig bist, welches Angebot das bessere ist, mach dir doch eine Liste zu jeder Stelle mit positvien und negativen Aspekten. Das können z. B. sein:



- Arbeitszeiten

- Überstunden

- Wochenendarbeit

- Dienstreisen

- Urlaub

- Bezahlung

- Sozialleistungen

- Betriebsgröße

- Weiterbildung

- Karrierechancen nach Kündigung

- Krisensicherheit der Stelle

- Entfernung vom Wohnort, Lebenshaltungskosten

- was liegt dir mehr (Arbeit am Computer...)



Bei deinem ersten Stellenangebot besteht noch die Frage, ob du auch im Vertrieb arbeiten musst. Ich könnte mir das nicht vorstellen, weil da der "ich muss was verkaufen"-Druck da ist und du quasi Klinken putzen musst. Dein Anfangsgehalt spielt eigentlich keine große Rolle, wenn du die Stelle wechselst, denn du weißt ja nicht, ob du bei der besser dotierten Stelle in den nächsten Jahren auf eine Steigerung hoffen kannst.



Und ein neuer Arbeitgeber erfährt ja nicht, was du vorher verdient hast bzw. erst dann wenn er die Lohnsteuerkarte des laufenden Jahres bekommt.

maert | 13. März 2007 - 22:48 2007-03-13

Hallo,



ich bin gerade fertig geworden (FH/Schnitt 1,9). Bekomme folgende Konditionen in einem Statikbüro angeboten: 2000 Brutto; 20 Tage Urlaub; Überstunden sind Betriebsinteresse.



Ist das o.k. oder sind die Chancen wo anders besser? Gruß

Christian | 14. März 2007 - 11:04 2007-03-14

Kommt darauf an, würde ich sagen! Wenn die 2000 Euro ausschließlich für die ersten drei Monate (Probezeit) gelten, mag das noch gehen. Falls nicht, ist das unterste Schublade...

Frank | 14. März 2007 - 11:25 2007-03-14

Viel sind 2000 Euro ja nicht gerade! In welchem Bundesland liegt das Büro denn? 20 Tage Urlaub sind auch eher sehr wenig! Habe selbst vor zwei Jahren mit 2450 Euro + 25 Tage Urlaub angefangen und das war nach einigem Vergleichen mit anderen ganz ok.



Sollte sich auf jeden Fall nach der Probezeit erhöhen und auf ca. 40 h/Woche beschränkt bleiben oder gut bezahlt werden (manche machen in solchen Büros sehr viele Überstunden für lau!).



Statik ist ein hartes Brot.

Viel Erfolg,

Frank

Mic | 14. März 2007 - 11:30 2007-03-14

Hallo, ich will ja keinem zu Nahe treten, aber das ist aus meiner Sicht nicht ok. Ich selber bin seit 5 Jahren im Geschäft und bin mir sicher, da gibt es bessere Angebote. Vielleicht annehmen und weiter suchen.

Bauigel | 14. März 2007 - 13:30 2007-03-14

20 Tage Urlaub sind glaube ich unterhalb des gesetzlichen Urlaubsanspruches. Wenn Du gute Kenntnisse in FEM-Berechnungen hast, versuche es lieber im Bereich Maschinenbau, Automobilkonstruktion o.ä.



Hier kannst du viel mehr verdienen. Wenn nicht und du keine bessere Stelle in Aussicht hast, nimm sie an. Aber 2000 Euro sind für kleine Ingenieurbüros die Regel.

IK | 14. März 2007 - 14:17 2007-03-14

Hallo,



Du kannst einem ja fast schon leit tun! Da verdient man ja mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung mehr. Meiner Kenntnis nach gibt es für den Urlaub ein Gesetz, das den Mindestanspruch regelt und der liegt über 20 Tagen. Das Einstiegsgehalt liegt weiter unter Marktwert. Du wirst nur ausgenutzt werden. Also ich würde weitersuchen.



Gruß Ingo

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