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Berufseinstieg/Konjunktur im Bauingenieurwesen » Seite 7

197 Kommentare | 75348 Aufrufe Kommentar hinzufügen
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mr. mofo | 19. März 2007 - 14:49 2007-03-19

Hallo CT,



es ging ja in erster Linie darum, dass Mic meinte "auch Bauingenieure verdienen nach 5 Jahren Berufserfahrung 50.000 €". Du hast nach 2 Jahren im Job 45.000 €. Aber wie Du ja auch schreibst, bist Du in einer Nische taetig und hattest viel Glueck (waere nett, wenn Du in Bezug auf die Nische etwas spezifischer sein koenntest).



Allerdings treffen solche Gehaelter wie deines auf die allerwenigsten Bauings zu (schaetze mal einer in 1000). So dass ich immer noch die Meinung vertrete, dass ein 50.000 € Jahresgehalt fuer Bauings auf absehbare Zeit (mindestens 5 Jahre) illusorisch bleibt. Wenn man bedenkt, dass man nach Abitur nochmal 5 Jahre (im Schnitt sogar etwas laenger) studiert hat und dann 5 Jahre Berufserfahrung dazuzaehlt, dann sind die im Moment erzielbaren Jahresgehaelter doch aeusserst ernuechternd.



Grusz

CT | 19. März 2007 - 22:34 2007-03-19

Mofo,



meine Nische hatte eine sehr reale Möglichkeit zur Sackgasse zu werden und ich wäre den Weg wahrscheinlich nicht gegangen, wenn ich eine alternative mit 2500 Euro Brutto gehabt hätte.



Die Nische war letztlich nur der Türöffner zum Job, das Gehalt kam durch relative dreiste Zockerei zustande. Glück? Hmm, eher "risk & profit", wie der Engländer sagt. Soviel dazu, wenn ich jetzt näher darauf eingehe, wissen die Kollegen morgen früh, was ich verdiene.



Dass die genannten 50.000 nicht die Regel sind, ist klar. Aber statt 1:1000 würde ich doch eher was zwischen 1:10 und 1:20 vermuten. Nehmen wir doch mal einen Bauleiter, der nach Tarif bei einem Mittelständler für ca. 3000 anfängt (Ok, man braucht etwas Glück!). 12,55 Gehälter + 800 Urlaubsgeldeld = 38.500. Jedes Jahr gibt es pi mal daumen 1% Tariferhöhung und weil er ordentlich was leistet und einen netten OBL hat, gibt es nach 3 Jahren 350 € Gehaltserhöhung: 44000 €/a. Nochmal 2 Jahre später gibt's noch mal 350 € on top und schon sind wir bei ca. 49000.



Jajaja, es gehört etwas Glück dazu, aber es ist auch nicht utopisch, oder? Auch wenn es vielen nicht rosig geht, sollte man doch die Augen vor der Realität nicht verschliessen. Das Einstiegsgehalt ist natürlich ein entscheidener Faktor für die Gehaltsentwicklung.



Wenn es aber mit den Gehaltserhöhungen nach ein paar Jahren nicht klappt, sollte man ruhig mal wechseln - auch wenn es mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Daran hapert es auch bei einigen Freunden von mir, die mit Sicherheit bei einem Wechsel kleine Sprünge nach oben machen könnten, die das aus Lethargie, falschen Sicherheitsdenkens oder warum auch immer nicht tun.



Sowas ist mir suspekt, schließlich habe ich nur eine Karriere und die versuche ich bestmöglich zu vermarkten.

Lutz | 24. März 2007 - 00:01 2007-03-24

Also wenn ich mir das hier alles so durchlese, bin ich ja nicht der einzige, der gefrustet ist.



Mir wurde vorm Studium ebenfalls prophezeit: In 4 Jahren gibts den großen Mangel an Bauingenieuren. Ja und da steh ich nun mit meinem Talent.



Ich bin jetzt seit Juli 2006 fertig mit dem Studium. Ich habe Baubetrieb vertieft und einen Notendurchschnitt von 2,4.



Ich habe ca. 40 Bewerbungen geschrieben und 5 Vorstellungsgespräche gehabt. Als ich bei einer Stelle meine Gehaltsvorstellung von 2500 bis 3000 Euro Brutto nannte, ging erstmal ein deutliches "Schlucken" durch den Raum. Bei meinen Studienkollegen ist von 1500 bis 3000 Euro Anfangsgehalt alles dabei.



Also 2000 Euro habe ich auch als Zimmerer verdient. Nach 4 Jahren Studium (man bedenke es kommen noch Bafög-Schulden auf mich zu und eine vernünftige private Rentenversicherung sollte man auch abschliessen, denn in 40 Jahren wird es vom Staat kaum noch was geben) finde ich Gehälter unter dem Tarif verdammt unverschämt.



Ich habe keine Lust, mich unter Wert zu verkaufen, warum gibts so viele Leute, die das machen? Naja, arbeitlos zu sein ist auch nicht schön, aber so eine Art Streik der Angestellten sämtlicher Baufirmen hätte mal was.



Die ganze Situation hat man aber auch den Arbeitgebern zu verdanken, die zu Dumpingpreisen Leistungen anbieten. Sollen doch die Ostblock-Staaten usw. mal eine Großbaustelle übernehmen. Das Disaster will ich gern sehen.

Marc. | 26. März 2007 - 10:52 2007-03-26

Hallo,



wenn man sich die Beiträge zu diesem Thema so druchliest, dann fällt vor allem auf, dass die Diskussion ums Geld viel interessanter und wichtiger zu sein scheint, als die fachliche Diskussionen. Das ist eigentlich sehr schade. Es gibt durchaus angemessen bezahlte Jobs im Bauwesen.



Und dass gute Leute inzwischen händeringend gesucht werden, ist auch eine Tatsache. Und was zählt ist doch die Freude bei der Arbeit. Wenn Euch das Geld wichtiger ist als der Job, dann war es wirklich, ganz unabhängig von der Konjunktur, das falsche Studium.



Und wenn Lutz schreibt, er habe in 9 Monaten 40 Bewerbungen geschrieben, dann ist das einfach zu wenig. Das bedeutet jede Woche 1 Bewerbung. Vor drei Jahren habe ich in 3 Monaten fast 100 Bewerbungen rausgeschickt.



Grüsse

Marc.

Bauigel | 26. März 2007 - 13:49 2007-03-26

Wenn Euch das Geld wichtiger ist als der Job, dann war es wirklich, ganz unabhängig von der Konjunktur, das falsche Studium.



Soll das jetzt heißen das man als Bauingenieur schlecht bezahlt wird? Das verwirrt mich jetzt, weil gerade der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie Abiturienten für das Bauingenieurwesen wirbt mit der Begründung, als Bauingenieur verdient man viel Geld. Außerdem ist es doch natürlich, viel Geld verdienen zu wollen, jeder Unternehmer will das doch auch! Aus Spass an der Freude geht keiner arbeiten. Und das sich alle Leser hier über ein Bruttogehalt von 2.000 € beklagen kann, ich voll und ganz nachvollziehen.



Wenn man sich die Preissteigerungen ansieht, würde ein Gehalt von 2.000 € Brutto/Monat einem Einstiegsgehalt von 1.350 DM im Jahre 1975 entsprechen. Mich würde es ja einmal interessieren, wie hoch es tatsächlich war.



2006 2.000 €

2000 1.816 €

1995 3.334 DM = 1.705 €

1991 2.908 DM = 1.487 €

1985 2.674 DM = 1.367 €

1980 2.214 DM = 1.132 €

1975 1.817 DM = 929 €

1970 1.350 DM = 690 €



Dass die genannten 50.000 nicht die Regel sind, ist klar. Aber statt 1:1000 würde ich doch eher was zwischen 1:10 und 1:20 vermuten. Nehmen wir doch mal einen Bauleiter, der nach Tarif bei einem Mittelständler für ca. 3000 anfängt (Ok, man braucht etwas Glück!). 12,55 Gehälter + 800 Urlaubsgeldeld = 38.500. Jedes Jahr gibt es pi mal daumen 1% Tariferhöhung und weil er ordentlich was leistet und einen netten OBL hat, gibt es nach 3 Jahren 350 € Gehaltserhöhung: 44000 €/a. Nochmal 2 Jahre später gibt's noch mal 350 € on top und schon sind wir bei ca. 49000.



Ihre Rechnung ist leider nicht ganz richtig, weil Sie den Inflationsausgleich als Gehaltssteigerung für gestiegene Erfahrung/Leistung mit einbeziehen.



2006 Gehalt: 3.000 €(12,55 Mon) + 800 € = 34.450 €

2011 Gehalt: 3.860 €(12,55 Mon) + 800 € = 49.243 €



Tatsächlich verdient der Bauingenieur aber nicht 49.243 € sondern nur 45.240 €, wenn man eine Preissteigerung von 2,5% berücksichtigt. Um 50.000 € p.a. mit 5 Jahren Berufserfahrung zu verdienen, muss er in 5 Jahren 56.570 € p.a. erhalten, um die gleiche Kaufkraft wie 2006 zu haben. Davon mal abgesehen, ist eine Tariferhöhung um 1% eine Frechheit, weil das ja eine Gehaltskürzung ist.

mr. mofo | 26. März 2007 - 14:15 2007-03-26



...Und dass gute Leute inzwischen händeringend gesucht werden, ist auch eine Tatsache...





Hallo Marc



und zig tausende arbeitslose Bauings sind auch eine Tatsache. Dazu darf man dann nochmal getrost die gleiche Anzahl dazuzaehlen, die die Branche (z.B. zum Maschinenbau) gewechselt haben.



Also wie kann es dann sein, dass "gute" Leute haenderingend gesucht werden? Und was bitte sind gute Leute? - 21 Jahre alt, Diplomnote 1.0, 10 Jahre Berufserfahrung in allen Bereichen des Bauwesens und davon 20 Jahre im Ausland, 4 Fremdsprachen fliessend und bereit fuer ein Praktikantengehalt zu schuften?



Das liest sich irgendwie genauso wie die bekannten Statements von bekannter Seite, die jedes Jahr von neuem vom Stapel gelassen werden (Du weisst schon - Baukonjunktur und der enorme Mangel an Bauings...)



Im Moment werden vielleicht in einigen Nischen Leute haenderingend? gesucht. In den uebrigen Bereichen sieht es wohl eher Mau aus - oder taeuschen da etwa die gezahlten Gehaelter? Apropos Gehaelter, natuerlich ist ein angemessenes Einkommen (da darf man sich ruhig an den Maschinenbauern und Elektrotechnikingenieuren orientieren) wichtig. Man will ja schliesslich am Ende des Monats wissen, wofuer man gearbeitet hat.



Und was zählt, ist doch die Freude bei der Arbeit. Wenn Euch das Geld wichtiger ist als der Job, dann war es wirklich, ganz unabhängig von der Konjunktur, das falsche Studium



Daran merkt man, dass Du noch jung bist. Arbeite mal 5 oder mehr Jahre zu aeusserst duerftigen Konditionen (niedriges Gehalt, viele unbezahlte Ueberstunden, Angst um den Job...) und trage dann mal noch ziemlich viel Verantwortung, dann aenderst auch Du Deine Meinung. Denn das mit der Freude an der Arbeit ist wichtiger als das Gehalt stimmt nur bedingt - die Mischung muss stimmen.



Gruss

Lutz | 27. März 2007 - 01:00 2007-03-27

Hallo Marc,



also 40 Bewerbungen sind nicht gerade berauschend viel, dass gebe ich gern zu. Nun ich hätte in der Zeit locker 200 Bewerbungen schreiben können, nur wären das Bewerbungen auf Stellen gewesen, in der ca. 2-5 Jahre Berufserfahrung Vorraussetzung waren.



Die Bewerbungen kann ich mir wohl sparen oder sieht das jemand anders? Stellen für Berufseinsteiger sind doch ziemlich rar, und Firmen, die bereit sind Ingenieure einzuarbeiten und Erfahrungen weiterzugeben, scheinen auch immer seltener zu werden.



Was den Spaß an der Arbeit angeht: Der Job macht mir Spaß, nur wenn man 60 Stunden die Woche arbeitet, die Überstunden nicht bezahlt bekommt, und mit 2000 € abgespeist wird und der effektive Stundenlohn nur noch bei 7-8 € Brutto liegt, hört der Spaß meiner Meinung nach auf.



Ich meine bei solchen Arbeitgebern muss man wohl noch Angst haben, dass man noch nicht einaml Berufshaftpflicht versichert ist. Man hat als Statiker wie auch als Bauleiter eine Menge Verantwortung, ob es nun um die großen Geldsummen geht, mit denen man hantiert oder ob es um Menschenleben geht.



Nettes Beispiel: Meine Schwester (Hotelfachfrau) bekommt 8,50 € die Stunde. Viel Verantwortung hat man da wohl kaum und wirklich brennen tuts da wahrscheinlich auch nicht.

Marc. | 27. März 2007 - 09:56 2007-03-27

Hallo,



ich habe gesagt, dass es auch Jobs mit angemessenen Gehältern gibt. Dass natürlich die gesamte Bilanz mit Aufwand, Gehalt und Spass an der Arbeit stimmen muss, ist ja klar. Zudem ist es nicht nur eine Floskel, dass Leute gesucht werden.



Oft hilft es, sich einfach mal einen Tag ans Telefon zu setzen und direkt mit den Abteilungsleitern zu reden. Niemand hat behauptet, dass es einfach ist. Aber ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es geht. Und ich bin keine 21, habe keine 10 Jahre Beruferfahrung, eine Diplomnote 1.0 und/oder 20 Jahre Auslandserfahrung. Zudem spreche ich nicht 4 Fremdsprachen fliessend und war auch nie bereit, fuer ein Praktikantengehalt zu arbeiten.



Es ist mir vor allem wichtig, denen, die kurz vor dem Verzweifeln sind, Mut zu machen. Und nicht Öl ins Feuer zu gießen, wie andere in diesem Forum.

Und es gibt nicht nur Branchen, in denen man als Akademiker besser verdient als im Bauwesen...

mr. mofo | 27. März 2007 - 13:42 2007-03-27

Marc,



wenn man davon liest, dass Bauings haenderingend gesucht werden, dann hoert sich das fuer mich einfach nach der ueblichen Propaganda der Profs und Verbandsvorsitzenden an. Die Realitaet sieht im Moment immer noch anders aus. Dass an vereinzelten Aesten Blaetter spriessen, heisst noch lange nicht, dass wieder Fruehling oder gar Sommer ist.



Gruss

Adam | 29. März 2007 - 22:58 2007-03-29

Hallo zusammen,



Ihr beklagt euch über wenig Gehalt, zuviele Arbeitsstunden und kein Spaß an der Arbeit. Also ich bin seit Juli 2005 fertig, habe an einer TU studiert und mit 2.5 abgeschlossen und habe über 300 Bewerbungen geschickt und bis jetzt keine Stelle gefunden. Ich wäre froh über eine Stelle als Bauingenieur mit zu wenig Bezahlung und vielen Arbeitsstunden. Die Hauptsache für mich ist als erstes Berufserfahrung zu sammeln. Ich wäre sogar bereit, ins Ausland zu gehen. Ich arbeite zwar, aber nicht als Bauingenieur. Solange ich Vollzeit arbeite, habe ich wenig Zeit, mich auf meine Bewerbungen zu konzentrieren.



Ein Praktikum kommt für mich nicht in Frage, da es kein Gehalt gibt. Ich habe ein Kind und muß Geld verdienen. Es ist ein Teufelskreis, wenn man keine Berufserfahrung hat, bekommt man keine Stelle. Wenn man ein Praktikum hat um Berufserfahrung zu sammeln, bekommt man kein Geld um über die Runden zu kommen. C!est lavie, so ist das Leben.

Statiker | 02. April 2007 - 09:17 2007-04-02

Hallo Adam,



deine Schilderungen sind natürlich nicht falsch, aber du mußt zwei Sachen bedenken:



* zum einen ist deinem "zukünftigen" Chef deine soziale Lage erst einmal "egal". Er braucht eine Arbeitskraft und möglichst noch mit praktischer Erfahrung (sprich Praktikum).



* zum anderen empfehle ich dir dringend ein Praktikum zu machen. Es gibt dir selber einen nötigen Einblick ins Berufsleben und macht sich (wie gesagt) gut im Lebenslauf. Ich würde sogar behaupten: Studium/Praktika = 50%/50%!



Deswegen kann man z. B. nebenbei Kellnern oder Nachhilfe geben etc. Es gibt mehrere Möglichkeiten, diesen Weg zu beschreiten. Aber den Kopf hängen lassen bringt nichts!



Gruß & viel Erfolg

BM | 03. April 2007 - 08:53 2007-04-03

Hallo,



ich brauche dringend Rat, weil ich mich zwischen 2 Jobangeboten nicht entscheiden kann. Das 1. Angebot ist von einer großen Baufirma:



- 3.023 Euro Brutto/Monat nach Tarif A VI

- 30 Tage Urlaub

- Arbeit auf den Baustellen der Firma (Projektbearbeitung, Abrechnung...), möglicherweise auch Montage.



Das 2. Angebot ist von einer Leiharbeitsfirma:



- 2.000 Euro Brutto, 13 Monatsgehälter

- freie Unterkunft am Entleihort, Verpflegungsgelt (~200 euro Steuerfrei) + 0,30Euro Fahrtkosten zum Arbeitsort vom Wohnort (jede Woche)

- 40 Std.-woche

- 25 Tage Urlaub

- Arbeit in der Konstruktion am PC nach Schulung durch die Firma.



Das 2. Angebot klingt zwar auf den ersten Blick schlechter, aber wenn man bedenkt, dass man was neues lernt, danach bei renommierten Firmen arbeiten kann und viel Erfahrung sammelt, doch gar nicht so schlecht. Von der Bezahlung nehmen sich die Angebote nicht viel, da ich beim 2. Angebot extrem hohe Fahrtkosten bekomme (auch wenn ich gar nicht nach Hause fahre) und so auch auf ~1.700 Netto komme.



Zudem wäre ich flexibler, was die Konjunktur betrifft und "weg vom Bau". Für das 1. Angebot spricht wiederum die Arbeit im "erlernten" Ingenieurszweig und eine mögliche Konjunkturaufhellung.



Danke für Eure Ratschläge und Kommentare.

Nils | 03. April 2007 - 09:58 2007-04-03

Hallo,



ich verfolge dieses Forum hier wirklich gespannt....



Die Antwort kann Dir keiner geben außer Du Dir selbst. Eigentlich hast Du Dir die Antwort selbst gegeben. Auf eine Konjunkturaufhellung, die sich nachhaltig bis in die Baubranche durchschlägt (Ökonomen rechnen mit 2-4 Jahren nacheilender Baukonjunktur in Bezug zur Gesamtkonjunktur) zu hoffen, ist Spekulation. Kein Mensch kann sagen, wie sich die Weltwirtschaft weiterentwickelt (Probleme mit der Current Account Bilanz der USA, China Konjunktur, EU-Osterweiterung, etc.)



Das hängt heute leider alles eng zusammen und da sind einige noch nicht bestimmbare Variablen im Spiel (unsere Politiker jubeln zwar schon wieder, aber ihr wisst ja selbst...). Wenn Du Dir die Flexibiltät Deines Lebensweges erhalten willst gehe, wie Du selbst sagst, zur Zeitarbeitsfirma.



Jetzt schreien hier bestimmt einige auf....! Willst Du unbedingt Bauingenieur sein, na dann. Wenn ich es heute zu entscheiden hätte ..., aber das kann man rauslesen. Andererseits soll man antizyklisch denken, gestritten wird mittlerweile aber angeregt darüber, ob diese "Gesetzmäßigkeit" in einer globalen Wirtschaft noch gilt. Ich denke wahrscheinlich nicht.



Mit einer einfachen Antwort kann ich nicht dienen, wie Du siehst, aber ich dachte, bevor alle schreiben "Schnapp den Baujob..."



Ich mag meinen Beruf auch sehr, jedoch hat das Leben viele Optionen und an mancher Stelle muß man sich entscheiden, ob man sich die offen halten will oder nicht.



Gruß N.

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