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Sonntag, 17. November 2019
Ausgabe 6663 | Nr. 321 | 19. Jahrgang
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Berufsstart und Branchenwahl im Bauingenieurwesen

18 Kommentare | 7417 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Absolvent0816 | Thema eröffnet vor 6 Jahren

Ich habe mittlerweise meinen Abschluss als konstruktiver Bauingenieur abgeschlossen und stehe nun vor der Wahl wo es denn später einmal hingehen soll. Vertieft habe ich in den Bereichen Stahlbau, FEM und Werkstoffkunde. Mein Abschluss ist recht gut und Auslandserfahrung habe ich auch, allerdings keine vertieften Praktikas in einem Ingenieurbüro. Mir ist klar, dass ich mit diesen Kenntnissen auch in den Maschienenbau gehen kann. Allerdings will ich nicht bei einer Leiharbeitsfirma anfangen, welche zwar schöne Stellenausschreibungen anbietet, aber der Arbeitsplatz "variiert" und man in der Firma als Mitarbeiter 2ter Klasse gilt.

Nun bin ich auch kein Mensch der 100% am Bau hängt. Die Studienwahl war in meinem Falle auch eine Vernunftsentscheidung, da ich etwas handfestes machen wollte und mich die Elektrizität und Motoren nicht interessieren. Somit stellt sich mir die Frage was die optimale Lösung ist. Hier im Forum und auch auf anderen Seiten wird immer über die Baubranche geschimpft. Wie ist es denn, wenn ich zum Beispiel in einem mittelgroßen Ingenieurbüro (~40 Mitarbeiter) in der Tragwerksplanung anfange? Sind da die Konditionen wirklich so schlecht? Klar ist das Gehalt etwas geringer, aber laut meinen Kollegen ist das Umfeld in den Planungsbüros doch recht angenehm. Besten Dank!

M | 08. November 2019 - 21:28

@Leon:
Ich habe dieses Jahr das Referendariat begonnen, hier - in Bayern - wird derzeit noch stark eingestellt. Das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (ehemals Oberste Baubehörde) hätte sich tatsächlich noch mehr Bewerber gewünscht. Prinzipiell wird jeder, der in der großen Staatsprüfung (ehemals 2. Staatsexamen) eine bestimmte Note erreicht (besser als 3,5) im Anschluss auch verbeamtet und einem Posten mit der Besoldung A13 zugewiesen.

Auch wenn man nochmal 27 Monate büffeln muss, besonders am Ende des Referendariats, so hat der Beamtendienst durchaus große Vorteile, die mich nach einem Jahr AN-seitige Bauleitung die Seiten wechseln ließen. Lass' mich einfach Wissen, wenn du hierzu Fragen hast. Liebe Grüße aus dem Süden der Republik

Ratgeber | 11. Oktober 2019 - 17:28

@Stefan:
Auf jeden Fall als Trainee. Damit hast du Stallgeruch und dir stehen mehr Türen offen als es einem Direkteinsteiger jemals möglich wäre. Als Trainee kannst du dir außerdem wesentlich besser Netzwerke aufbauen. Im Verkehrwegebau würde ich derzeit die Deutsche Bahn als Arbeitgeber empfehlen.

Stefan | 11. Oktober 2019 - 13:31

Ich stehe kurz vor meinem Master Abschluss im Bauingenieurwesen an einer Universität und habe mich im Bereich Baubetrieb und Verkehrswesen vertieft. Da ich während meines Studiums nicht wirklich viel Berufserfahrung im Verkehrswegebau gesammelt habe, werde ich nach meinem Abschluss bevorzugt eine Stelle als Technischer Trainee suchen.

Nun zu meinen Fragen:

  • Empfehlt ihr mir auch erst als Trainee einzusteigen, oder sollte ich mir nicht zu viele Sorgen machen und mich auch für einen "Direkteinstieg" bewerben?
  • Wie sieht es mit dem Gehalt aus? Werde ich mit meinem Master Abschluss (z.B. bei Eurovia oder Strabag) in die Tarifgruppe A5 oder A6 eingestuft?

Marc | 06. September 2019 - 16:45

@Leon:
Eine gute Antwort setzt eine entsprechend gute Frage voraus. Was können Sie denn? Wie ist Ihr Werdegang bzw. Ihre Fachrichtung? Welches Thema hat die Masterarbeit? In Ihrem Text kommt mehrmals der Begriff Karriere vor. Ist oberstes Ziel Geld und Ansehen?

Ganz allgemein rate ich Anfängern dazu, in die Bauleitung zu gehen, je nach Studienfachrichtung oder Wunsch, in die entsprechende Sparte. Straßenbau, Bahnbau, Wasserbau, Versorgung, Hochbau usw. Nicht in eine Projektsteuerung, sondern direkt auf große Baustellen. Wie Schotterigel zuvor hier schrieb, hat man ja erst einmal nur eine Ausbildung bzw. Grundausbildung absolviert. Jetzt sollte Learning by doing kommen.

Auf der Baustelle bekommt man von anderen Pläne und kann daraus lernen. Man kann zudem viel von Handwerkern, den Praktikern, lernen, was man zusätzlich zum Studium unbedingt braucht. Was nicht machbar ist, merkt man auf der Baustelle schnell. Nach ein paar Jahren, so 5 bis 10, an verschiedenen Objekten kann man etwas können und auch Planen und dabei die selbst erfahrenen Fehler nicht wiederholen.

Ich war nach 3 Jahren Fachhochschule (konstruktiver Ingenieurbau) 7 Jahre beim Staat Bauleiter im Hochbau, danach als Bauleiter und Ausschreibender selbständig, etwas Statiker, SiGePlaner, Brandschutzplaner und bin jetzt Sachverständiger für Schäden an Gebäuden.

Leon | 30. August 2019 - 18:09

Ich bin 24 Jahre alt und schreibe momentan meine Masterarbeit. Nebenher zerbreche ich mir den Kopf darüber, wie ich meine Karriere als Bauingenieur am besten starten sollte. Ich würde gerne erfahren, wie euer beruflicher Einstieg aussah und was ihr im Nachhinein vielleicht anders gemacht hättet? Folgende Möglichkeiten sehe ich momentan für mich:

1. Möglichkeit - öffentlicher Dienst:
Momentan arbeite ich als Werkstudent im öffentlichen Dienst, hier könnte ich später mit einem E11 Gehalt anfangen. Jedoch empfinde ich es so, dass man im öffentlichen Dienst karrieretechnisch sehr "gedeckelt" ist. Eine Alternative wäre ein technisches Referendariat im öffentlichen Dienst, bei welchem man nach Vollendung mit A13 startet und als Projektleiter arbeitet. Allerdings werden nach dem Auswahlverfahren (Assessment Center) nur sehr wenige genommen, sodass ich nur geringe Chancen auf das Referendariat hätte.

2. Möglichkeit - Bauleitung in der freien Wirtschaft:
Mein Studium hat die Vertiefungsrichtung "konstruktiver Ingenieurbau." - Wenn man dies vertieft soll man später noch in alles andere hinein wachsen können, hieß es sehr oft. - Wie seht ihr das? Ich könnte es mir vorstellen bei einem weltweit agierenden Unternehmen anzufangen, um später die Möglichkeit zu haben, auch bei Projekten im Ausland mit zu arbeiten bzw. direkt vor Ort zu sein.

Was könnt ihr mir zum Thema Berufseinstieg sagen, wie lange war bei euch die Einarbeitungsphase und wie seht ihr die jeweiligen Karrierechancen?

Manuel | 25. Februar 2019 - 12:19

@Schotterigel:
Danke fuer die Antwort! Ich moechte nach dem Studium in der Planung arbeiten und vielleicht nach ein paar Jahren auch auf der Baustelle. Bedeutet das, dass ich nach dem Studium eine Stelle als "Statiker" suchen sollte? Und wenn man auf der Baustelle arbeiten moechte, sollte man eine Stelle als "Bauleiter" suchen? Gibt es auch andere Jobtitlel? Danke!

Schotterigel | 21. Februar 2019 - 21:11

@Manuel:
Ein Bautechniker hat "nur" eine Ausbildung gemacht, dass reicht manchen Firmen aus. Als "Bauingenieur" wirst du kaum eine Stelle finden, du musst Dich auf die Position nach Funktion bewerben, je nach dem was du machen möchtest. Was willst du denn machen?

Manuel | 20. Februar 2019 - 14:15

Ich komme aus Spanien und wohne seit 5 Jahre in Deutschland (ich entschuldige mich im voraus für die grammatikalische Fehler). Ich bin 23 Jahre alt und studiere jetzt Bauingenieurwesen im 5. Semester. Ich wollte mal sehen, wo man sich als Absolvent eines Bauingenieurwesen Studiums bewerben kann aber leider finde ich keine Firmen, die einen "Bauingenieur" suchen sondern einen Statiker, Bauleiter oder Bautechniker.

Mir es ist unklar wo ich mich als Bauingenieur dann bewerben soll, wenn bloß "Bauingenieur" offensichtlich auf Deutsch nicht der richtige Beruf Bezeichnung ist. Ich habe es auch immer gedacht, dass ein "Bautechniker" eine Stufe niedriger als der Bauingenieur ist. Also als was kann man nach dem Studium arbeiten? Ich hoffe ihr könnt meine Frage verstehen.

kriss | 20. November 2017 - 13:00

@Ma.Bau:
Grundsätzlich: Wie sollen wir dir dabei helfen? Gerade während des Studiums sind Praktika dafür da, sein persönliches Interesse kennen zu lernen bzw. den Bereich zu finden, in dem man vielleicht später arbeiten möchte. Solltest du bis jetzt noch kein Praktikum gemacht haben, würde ich es dir empfehlen. Ob es die Bauleitung, Projektleitung oder doch eher die Planung ist, musst du selbst kennen lernen und beurteilen.

Ma.Bau | 19. November 2017 - 13:12

Berufseinstieg - Welche Tätigkeit?

Ich werde im nächsten Jahr meinen Master Studiengang Bauingenieurwesen abschließen. Jetzt stelle ich mir langsam die Frage, in welche Richtung ich mich beruflich entwickeln möchte und muss gestehen - ich habe keine Ahnung.

Habe konstruktiven Ingenieurbau vertieft und dieses Tätigkeitsfeld macht mir Spaß. Jedoch fehlt mir, wenn ich mich mit manchen Kommilitonen vergleiche, das direkte und schnelle Verständis (was nicht heißen soll, dass ich in den Fächern schlecht bin oder schlechte Noten geschrieben habe). Das ist nur meine Selbsteinschätzung. Außerdem ist ein Job, bei dem man 8h/Tag im Büro sitzt und nichts außer Mausgeklicke hört, nicht so das Wahre.

Habt ihr generell irgendwelche Tipps, die die Entscheidung erleichtern? Der Bereich Geotechnik interessiert mich z.B. auch - nur beseitze ich, abgesehen von wenigen Modulen im Studium - keinerlei Erfahrung etc. Vielen Dank!

JohH | 04. September 2017 - 13:32

Ich studiere zur Zeit im Master Wirtschaftsingenieurwesen-Bauingenieurwissenschaften und mache gerade ein Praktikum im Bereich der Bauleitung (ausführendes Unternehmen, Konzern > 10.000 MA) und irgendwie ist mir der Berufsalltag zu wenig technisch bzw. vermisse ich die akademische Arbeitsweise, die man auf der Uni gelehrt bekommt. Ich bin schon seit längerem am Überlegen doch Richtung Statik zu gehen.

1.) Wie war Euer Einstieg in die Berufswelt, seit ihr gut eingeführt worden, hattet ihr viel Vorwissen bzgl. Computerstatik, wie ist der Arbeitsalltag?
2.) Wie ist der Gehaltsunterschied als Einsteiger?

ing | 09. Dezember 2016 - 12:02

Vielleicht kann jemand mit etwas Erfahrung Stellung zu meiner Frage nehmen. Zurzeit arbeite ich neben dem Masterstudium, welches ich bald beende, bei einem größerer Mittelständler und es geht um den Berufseinstieg.

In meinem jetzigen Arbeitsumfeld fühle ich mich sehr wohl und auch fachlich liegen mir die Aufgaben (habe Konstruktiver Ingenieurbau vertieft). Laut meinen persönlichen Recherchen kann ich mit meinem Lebenslauf in Verbindung mit der Größe des Unternehmens vermutlich 44.000 EUR bis 45.000 EUR Gehalt erreichen, ich hoffe aufgrund meines bald 2-jährigen Werkstudentenverhältnisses 48.000 EUR zu verhandeln (wird denke ich trotzdem schwierig).

Habe durch Kontakte erfahren, dass die Chemieindustrie unglaublich gut bezahlt. Der Kontakt arbeitet in diesem Chemiepark und da sind schon nach 2 Jahren mindestens 62.000 EUR Verdienst vorgeschrieben. Das ist schon ein heftiger Kontrast. Allerdings weiß ich nicht, ob ich mich dort thematisch so wohl fühlen werde und wenn nicht, ob ich dann wieder "zurück" in ein gutes Planungsbüro komme.

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen/"Probleme" und somit hoffe ich auf einen Austausch. Danke für Eure Antworten!

Ole | 07. Januar 2016 - 08:47

@Friese:
Am Urlaub kann man bestimmt noch deutlich was verbessern, ansonsten stimme ich Dir zu. Bin auch in Saudi, am KKIA Airport Extension Project. Wenn Du mal hier vorbei kommst hole Dir doch mal einen Kaffee ab. Wir sitzen vor Terminal 4 in der Area 1! Ole

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