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Mittwoch, 16. Oktober 2019
Ausgabe 6631 | Nr. 289 | 19. Jahrgang
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BIM - Building Information Modeling in der Bauwirtschaft

7 Kommentare | 3826 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Kriss | Thema eröffnet vor 3 Jahren

Mich würde mal stark interessieren wie eure Meinung zum Thema Building Information Modeling (BIM) ist. Die Digitalisierung des deutschen Baumarktes geht nur sehr schleppend voran und wir sind der Industriezweig der hinter allen anderen (Maschinen, Industrie, Schiffsbau) am wenigsten mit der Zeit gehen. Ich selbst habe bereits etwas mit BIM gearbeitet und finde die Idee nicht schlecht, wobei klar definiert werden muss wie es umgesetzt wird. Eure Meinungen würden mich sehr interessieren!

Timo | 16. Mai 2019 - 10:04

Wie sehr habt ihr euch bisher mit dem Thema BIM (Building Information Modeling) auseinandergesetzt? Und wie digital ist euer Arbeitsaltag bisher? Meiner Meinung nach ist die Baubranche doch noch gar nicht digital genug, damit das gestemmt werden kann oder? Bin gerne für Anregungen, Kommentare und Software-Empfehlungen offen.

Bimmer | 09. Februar 2019 - 20:36

BIM: Masterstudien oder selbst erlernen?

Ich möchte gerne eure Meinung zu meinem Anliegen hören. Ich habe meinen Bachelor vor Kurzem an einer TU9 beendet und danach ein halbes Jahr in einem Planungsbüro gearbeitet. Nun möchte ich auf jedenfall noch meinen Master machen. Naheliegend ist natürlich, meine alte Uni zu wählen, welche viele Vertiefungen anbietet. Ich hätte wohl Grundbau, Bauwirtschaft und Massivbau/Stahlbau gewählt. Allerdings ist das sehr theoretisch und bietet kaum Labore und praktische Übungen an, welches mir persönlich etwas fehlt. Aber es ist denke ich der klassische Weg.

Allerdings bin ich aufgrund der Allgegenwärtigkeit von BIM-Themen auch auf den Studiengang "Construction Management and Bilding Informatics" im skandinavischen Ausland getroffen. Dort wird eben Bauleitung bzw. Management gelehrt und eben Bauinformatik (BIM) im Sinne von was ist IFC, wie kann BIM angewandt werden etc. Dabei wird auf Praxisnähe viel Wert gelegt (ein großes Projekt in Gruppen pro Semester). Der Studiengang ist allerdings nach meinem Eindruck eher auf Architekten ausgelegt, da er nur wenig mit ingenieursmäßigem Rechnen, sondern eben mehr mit Bauleitung und Kommunikation zu tun hat.

Meint ihr, dass man sich diese ganze BIM-Geschichte lieber nebenbei selbst beibringt, oder kann sich solch ein Studium lohnen? Ein großes Interesse für Informatik bzw. Computer allgemein hatte ich schon immer. Wirklich vielen Dank für die Antworten!

David | 02. September 2017 - 13:23

Der Ansatz, nicht nur eine gemeinsame Datenablage zu haben und aktiv (außerhalb von Besprechungen) gewerkeübergreifend zu kooperieren, entwickelt sich auch hier in Deutschland zunehmend.

Was die Softwarebedenken angeht, bemüht man sich ja, übergreifende Austauschstandards zu definieren - was für die Kommunikation zwischen verschiedenen Programmen ein Muss ist. Und Papierunterlagen können aus den Modellen immer noch erstellt werden, die immer noch übliche Abgabe in fünffacher Ausfertigung in Papierform und mit einer CD als "Extra" finde ich aber inzwischen doch sehr veraltet. Das macht nur die Schränke voll.

Die ganze vertragliche Regelung wird sich wohl noch hinziehen, was aber auch daran liegt, dass die Leute, die die Verträge ausarbeiten, von der eigentlichen Planungsarbeit (inbesondere bei BIM) häufig nur wenig Ahnung haben.

WT | 21. August 2017 - 18:05

Das Thema wird von den einschlägigen Softwareschmieden promotet und über einige Lehrstühle, die irgendwie auf Fortschritt und Digitalisierung machen müssen und die Ingenieurkammern in die Ingenieurzeitschriften eingespeist. Haftungsfragen und Honorierung dürften weitestgehend ungeklärt sein, ist ja auch egal, da die EU sich als nächstes sowieso die Honorarordnung zum Abschuss vorgenommen hat und vor dem EUGH klagt.

Der Papierplan hat den Vorteil, auch in dreißig Jahren noch lesbar zu sein, auch das pdf, während unklar ist was passiert, wenn Nemetschek oder Tekla mal die Hufe hochreißen. Ist das komplexe Modell dann noch lesbar?! Die ganze EDV und Digitalisierung macht Sinn, wenn Komplexität reduziert wird. Hier wird die Komplexität der Planung zunächst mal erhöht. Es macht auch einen Unterschied, ob ganze Entwicklungsabteilungen über einen längeren Zeitraum z. B. ein Auto entwickeln und dies an einem gemeinsamen Datenmodell tun oder ob die abgeflachten und ausgedünnten Planungsstrukturen (Architekten, Statiker, Haustechniker usw.) im Bauwesen, die bei fast jedem Projekt neu zusammengewürfelt werden, unter dem üblichen Zeitdruck mit heißer Nadel ein Bauwerk zusammenschustern.

Alf | 17. August 2017 - 13:40

Ich arbeite im BIM Bereich. BIM ist derzeit ein großes Thema und der Zug kommt gerade erst ins Rollen. Das wird auch die nächsten Jahre und Jahrzehnte so bleiben, ist also ein zukunftssicherer Bereich. Software gibt es einige, z.B. Tekla Structures und andere 3D/BIM Programme. Einfach mal googeln.

Bauing2012 | 20. Januar 2017 - 14:06

Welche Erfahrungen könnt ihr zum Thema BIM in der Praxis teilen? Bzw. ich arbeite bei einem mittelständischen Gerneralunternehmen und wir versuchen nun auf den "BIM" Zug aufzuspringen. Welche Programme verwendet Ihr? Welche Erfahrungen habt ihr bisher gemacht? Über einen regen Austausch wäre ich dankbar!

Baumann | 22. September 2016 - 09:42

Als ich vor über 20 Jahren die Hochschule verließ war der Begriff BIM zwar noch nicht erfunden, aber die Arbeitsweise auf gemeinsame und bekannte Daten übergreifend und gemeinsam zuzugreifen - das war immer schon Absicht. Wurde aber nie erreicht. Und nun BIM - das klappt in den NL und GB gut, auch F weil dort Baumeisterfirmen unter ihrem Dach die verschiedenen Disziplinen zusammen haben und dort eine gelebte Arbeitsweise BIM seit Jahrzehnen auch schon zu analogen Zeiten in den Köpfen der Beteiligten ist. Geht das auch in D? Ich weiß es nicht, ob ich es in den nächsten 10 Jahren sehen werde...

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