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Dienstag, 07. Juli 2020
Ausgabe 6896 | Nr. 189 | 19. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
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Bodenpressung

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Stegmeier | Thema eröffnet vor 18 Jahren

Bei der Berechnung von Bodenpressungen unterscheiden Statikprogramme zwischen dem Bettungsmodulverfahren und dem Steifemodulverfahren. Kann mir jemand den genauen Unterschied erklären?

Horschti | 18. Juni 2020 - 14:23

Wann nehme ich bevorzugt welches Verfahren? (ggf. Vor-und Nachteile)

Man nimmt bevorzugt das Verfahren, das im Programm vorhanden ist. Und das ist meist das Bettungsmodulverfahren. Erdstatisch betrachtet ist das Steifemodulverfahren (bei räumlich begrenzten Lasten) das "richtige" Verfahren.

Wenn ich im Baugrundgutachten ein Steifemodul gegeben habe, aber eine Bettung in MN/m3 eingeben möchte, wie könnte ich das annähernd umrechnen?

a) Bei einer maßgebenden Schicht und unendlich ausgedehnter Last erhält man den Bettongsmodul in dem man den Steifemodul durch die Schichtdicke teilt.
b) Bei mehreren Schichten und/oder Einzelfundamenten (b x l) führt man für das Fundament eine Setzungsberechnung durch und teilt die Spannung durch die Setzung. Bei nur einer Bodenschicht kann man nach de Beer rechnen: ks = 1,33 * Es/(l*b^2)^(1/3)

Neuling | 18. Juni 2020 - 10:39

Ich grabe mal ein Thema wieder aus, weil sich mir hier noch ein paar Fragen stellen:

  • Wann nehme ich bevorzugt welches Verfahren? (ggf. Vor-und Nachteile)
  • Wenn ich im Baugrundgutachten ein Steifemodul gegeben habe, aber eine Bettung in MN/m3 eingeben möchte, wie könnte ich das annähernd umrechnen?

Neugebauer | 28. Januar 2002 - 13:05

@Stegmeier:

BETTUNGSMODULVERFAHREN:
Unter Wahrung der Gleichgewichtsbedingungen ist die Verteilung der Bodenpressung so zu bestimmen, daß die Verformung des Fundaments an jeder Stelle mit den Setzungen des Baugrunds übereinstimmten. Die Steifigkeit des Bodens wird durch ein System voneinander unabhängiger Federn abgebildet. Jede Feder wird nur von dem auf sie entfallenden Sohldruck zusammengedrückt.

  • Federn unabhängig voneinander
  • keine Spannungs-Überlagerung (Setzungsgraben)
  • keine Mitnahmesetzungen
STEIFEMODULVERFAHREN:
Die gegenseitige Beeinflussung der Federn wird erfaßt, indem die Verteilung der Sohlpressung solange varriert wird, bis die Setzung des Bodens mit der Biegelinie des Fundaments annähernd übereistimmt.
  • Federn sind gekoppelt
  • Spannungs-Überlagerungen (Setzungsmulde)
  • Mitnahmesetzungen
Ich hoffe Ich konnte Ihnen weiterhelfen.

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