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Dienstag, 02. Juni 2020
Ausgabe 6861 | Nr. 154 | 19. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
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Finite Elementen Methode

1 Kommentare | 7109 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Gast | Thema eröffnet vor 18 Jahren

Hallo Bauingenieur24-forum,



Mit der FEM steht dem Ingenieur ein sehr leistungsfähiges Instrument für die Untersuchung und Planung kompliziertester Strukturen zur Verfügung. Eine Vielzahl von FEM-Programme unterschiedlicher Qualität können mittlerweile auf jedem PC abgearbeitet werden.



Wie wir in unserem Büro festgestellt haben steht und fällt die Berechnung mit der richtigen Eingabe der Parameter und anschließenden Ergebnis Interpretation. Könnte mir einer seine Erfahrung dazu schildern?

Köpnick | 28. Januar 2002 - 12:42

Hallo Herr Bornkamp



Nirgendwo treffender als hier gilt der Satz "garbage in -garbage out". Nur: Wann ist ein eindeutig falsches Ergebnis als solches zu erkennen?



Vor allem dann, wenn die untersuchte Struktur komplex ist und vileleicht -geometrisch oder physikalisch - nichtlinear untersucht wurde?

Eine kritische Beurteilung der Ergebnisse und Durchführung geeigneter PLAUSIBILTÄTSKONTROLLEN sind Grundvoraussetzungen für eine verantwortungsvolle Ingenieurtätigkeit in der Tragswerksplanung!



Anderfalls sind falsch dimensionierte Tragwerke und Bauschäden die zwanghafte Folge selbst aufwendigster FEM-Analysen.



In der Praxis zeigte sich dass die Ergebnisse von folgenden Parameter abhängen:



- Netzstruktur

- Querdehnungszahl

- Grad der elastischen Stützung

- Berücksichtigung der Schubverformung



Darüber hinaus hat die Art der im Programm vorgenommenen Ergebnismittelung Einfluss auf das Ergebnis.



Nur der sichere Umgang mit Problemzonen wie Integration, Platte-Unterzug, Punktstützungen, Einzellasten, Öffnungen und einspringenden Ecken bietet die Gewähr, das praktisch verwertbare Ergebnisse zu erwarten sind.

Die kritische Beurteilung der Ergebnisse hat oberstes Primat!

In der Vertrauensseligkeit gegenüber optisch ansprechend gestalteten Computerausdrucken liegt die für unseren Bauwerke eine große Gefahr.



Es muss auch legitim bleiben, in begründeten Fällen an ausgezeichneten Stellen eine FEM-Analyse unter Einbringung des eigenen Know-how ingenieurmäßig zu beurteilen.



Eines Sollte der verantwortungsvolle Nutzer stehts im Blickwinkel haben : Er bleibt "Chef im Ring".



Um sich näher mit der Thematik zu befassung verweise Ich hier auf den Artikel von Dr.Ing. Hans Ulrich Schlaeger

"Nicht immer richtig" (Deutsches IngenieurBlatt April 2001)



Gruss Köpnick



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