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Gehälter für Bauingenieure bei Ingenieurbüros

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Thema eröffnet von Franko | letzter Kommentar vom 20. November 2020 - 19:17

Ich habe in den Foren einiges über Überstunden und Gehälter gelesen und wollte mal folgendes für Angestellte von Ingenieurbüros anregen: Das Problem vieler Ingenieurbüros ist deren Struktur. Fast alle sind inhabergeführt, die Inhaber selbst sind meißt 50+ und haben die goldenen Zeiten erlebt. Da nun sämtliche Gewinne direkt ins persönliche Säckel fließen, fällt es Inhabern natürlich unendlich schwer, auch nur einen Euro mehr zu zahlen. Die letzten Jahre ging das auch ganz gut, da es ein Überangebot an Ingenieuren gab. Ich denke, jetzt ist Schluss damit. Endlich ist es schwierig, Nachwuchs zu finden bzw. Stellen entsprechend zu besetzen.

Getreu der Devise Angebot und Nachfrage regeln den Preis, sollten sich die Ingenieure formieren und einfach gänzlich vernünftige Gehälter fordern. Da ich selbst in einem mittelständigen Ingenieurbüro mit 15 Angestellten tätig bin und Einblick in alle Verträge usw. habe, weiß ich, dass ein Bruttogehalt für einen Angestellten mit 10 Jahren Berufserfahrung von 70.000,00 p.a. durchaus möglich ist. Überstunden sind bei so einem Gehalt natürlich kein Thema.

Man muss Chefs dazu zwingen:
a) weniger zu verdienen
b) ordentliche Verträge nach HOAI abzuschließen.

Wenn wir alle zusammenhalten, klappts!

Ale | 20. November 2020 - 19:17

@Eng.:
3900 EUR Gehalt muss drin sein.

Eng. | 19. November 2020 - 23:50

@ALE:
Tragwerksplanung in einem Büro mit 10 Mitarbeitern, 27 Jahre, Bachelor of Eng.

Ale | 15. Januar 2020 - 20:23

@Eng.:
Bitte deine Angaben ergänzen: Master oder Bachelor? Alter? Mitarbeiteranzahl? Tätigkeit? Sonst kann Dir niemand richtig helfen!

Eng. | 14. Januar 2020 - 20:58

Ich habe eine Frage zur Gehaltserhöhung. Ich habe mit 3100 EUR/Brutto im Monat angefangen. Nun arbeite ich 3 Jahre im selben Unternehmen und habe zweimal eine Gehaltsanpassung erhalten. Momentan bin ich bei 3400 EUR/Brutto. Mir persönlich kommt das sehr wenig vor. Kann mir jemand weiterhelfen?

Hans | 29. Januar 2019 - 15:23

Oder man hat einfach Glück und bekommt einen Apfel-Birnenkompott, sprich man wohnt zufällig da wo die Arbeit ist und somit bis hin zu ausgezeichnet bezahlten Stellen. In meinem Falle Rhein-Main Gebiet.

Baumann | 08. Januar 2019 - 09:16

Eine sehr interessante Diskussion hier - gefällt mir! Meine Gedanken zum Verdienst bei Bauingenieuren - bitte differenzieren: Bachelor oder Master ist ein Unterschied von ca. 400,- €/Monat, Tragwerksplaner oder Bauleiter ein weiterer Unterschied von ca. 500,- €/Monat.

Und das ist auch nachvollziehbar, sitze ich in meiner Wohnortnähe im Statikbüro und bin zu jeder Jahreszeit pünktlich zu Hause (die Ammenmärchen von vielen Überstunden sind Geschichte) oder bin ich auf einer Baustelle im Bundesland mal hier mal da jeden Tag noch Stunden unterwegs um die Familie zu sehen. Das sind unterschiedliche Randbedingungen. Daher müssen auch die Gehälter von Bauingenieuren unterschiedlich ausfallen! Wie immer: Äpfel und Birnen nicht miteinander vergleichen!

Ingenieur | 08. Januar 2019 - 06:58

Wer für 2.800 € arbeitet, der sollte lieber als Bauarbeiter auf den Bau gehen. Diese, absolut unverschämte Bezahlung ist ein Witz! Ich frage mich, wieso man das mit sich machen lässt? Ist man sich der Verantwortung bewusst, die man trägt?

In der HEUTIGEN Zeit, wo wirklich JEDER Bauunternehmer/Ingenieurbüro Aufträge bis zum Umfallen hat, kann das nur ein schlechter Scherz sein. Genau diese Bezahlung, bringt unseren Job doch in Verruf und bestärkt die AGs dazu, uns weiterhin mit solchen lächerlichen Gehältern abzuspeisen. Ich glaube, ein EINSTIEG direkt nach dem Studium, unter 3.500 € Gehalt (Bachelor) und 3.800 € Gehalt (Master) ist lächerlich. Er sollte, je nach Region sogar noch deutlich darüber liegen.

Ich habe hier und in dem anderen Forum dieser Seite viele, richtige, Zahlen gelesen. Ich verfolge das schon seit Jahren und meine, eine Tendenz zu erkennen, dass die Gehälter breiter aufgestellt sind in den letzten Jahren, sprich die ANs sich mehr trauen und auch mal fordern (was richtig ist!). Deshalb mein dringlichster Tipp an @M.Eng.: Bewirb Dich woanders, teste deinen Marktwert und hau ab von deinem jetzigen AG. Außer es ist dort so super (vom Rest her), dann knall ihm das bessere Angebot hin und fordere oder gehe.

neo | 28. Dezember 2018 - 00:41

Also wer was kann, sollte nach 10 Jahren auf jeden Fall bei ca. 70.000 EUR Jahresgehalt sein. Zum Vergleich, beim Amt werden Bauingenieure mit E12 bis E14 eingestellt. Das macht nach 10 Jahren = Stufe 5, dann liegt man so in etwa zwischen 65.000 bis 70.000 EUR ohne Überstunden.

Da sollte die freie Wirtschaft schon darüber liege, wenn sie gute Leute haben wollen. Leider kenne ich auch genug kleine Büros, die ihre Leistungen viel zu billig anbieten und die Preise runterziehen. Zum Glück sterben die langsam aus, bzw. gehen in Rente.

Passt | 22. Dezember 2018 - 14:51

Ich kann die Zahlen von Autor "Realität" (vorheriger Beitrag) bestätigen. Ich arbeite in der Region Baden-Württemberg. Natürlich gibts auch Ausreißer nach unten und oben. Mit etwas Glück und vor allem Verstand kriegt man mindestens sein Tarifgehalt. Wenn man es mit sich machen lässt deutlich weniger.

Realität | 21. Dezember 2018 - 07:20

Ich habe hier schon Mal Werte von ganz oben und ganz unten gehört, wo ich mir denke, wie kann man für so ein Gehalt als Ingenieur arbeiten bzw. es gab hier auch unrealistische Nischengehälter, die jungen Absolventen auch nichts bringen. In einem mittelständigen Ingenieurbüro ist als Master ein Einstiegsgehalt zu erwarten zwischen 43.000 € und 46.000 €. Diese Angaben sind mal ausnahmsweise wirklich realistisch und kommen aus dem Raum NRW.

NEINNICHTOKAY | 20. Dezember 2018 - 03:32

Also ich habe nach meinem Master dieses Jahr mit 4000 Euro angefangen. Hatte neben der Stelle, die ich jetzt habe, noch weitere Stellen und hätte entscheiden können zwischen 3400 Euro und 4000 Euro. 2800 Euro ist alles andere als akzeptabel!

einbauing | 20. Dezember 2018 - 01:06

Also mal ganz ehrlich 2.800 € bei der aktuellen Auftragslage? Egal wo das sein soll, dann melde ich mich eher arbeitslos. Was hier in Deutschland abgeht... ?! Also unter 45.000 € Jahresgehalt braucht heute keiner mehr anfangen. Ich habe selbst mit 43.000 € angefangen (eher im unteren Bereich verglichen mit meinen Kollegen) und bin nach 4 Jahren jetzt bei 58.000 € + 13. Gehalt. Ist ok, geht aber noch ein bisschen was nach oben denke ich. Aber wer mit 2.800 € noch zufrieden ist weil xy weniger verdient? Und vergesst bitte nicht den Grad der Verantwortung, den man trägt. Es ist lächerlich!

Sandro | 19. Dezember 2018 - 13:27

@Nordlicht:
Ich kenne kein Ingenieurbüro (Statik), das nach dem Bau-Tarif zahlt. Im Raum Berlin zahlen die "guten" Büros den Absolventen 20-25 % weniger als die A6 - nach meiner Erfahrung. Ich habe im Jahr 2014 in Berlin als Tragwerkspaner für 38.000 € Gehalt im Jahr angefangen und das war ein gutes Gehalt. Mittlerweile würde ich deutlich mehr fordern, falls ich jetzt neu starten sollte.

@M.Eng.: für 2800 € Gehalt monatlich würde ich mittlerweile nicht mal in Gera, Chemnitz und Co. arbeiten gehen.

Nordlicht | 17. Dezember 2018 - 11:54

Was gibt es hier denn zu diskutieren. Der Bautarif ist klar geregelt und sieht für FH/Uni Absolventen das folgende vor (Stand 05/2018)

Gehaltsgruppe AV - (Bachelor) = 3.852,- Euro = (12,6 * 3.852,- = 48.535,20 a/Gehalt)
Gehaltsgruppe AVI - (Master) = 4.281,- Euro = (12,6 * 4.281,- = 53.940,60 a/Gehalt)

Sprich Gehälter von 50.000 EUR im Jahr sind normal. Das sich nicht jeder/s Betrieb/Büro daran hält ist etwas anderes. Bei den Architekten wird nach Architekten Tarif eingestellt, der schlechter ausfällt als der Bau-Tarif.

M.Eng. | 15. Dezember 2018 - 22:18

Also ich habe 2.800 € brutto Gehalt in einem mittelgroßen Ingenieurbüro nach meinem Master (bin damit im Mittelfeld bei meinen Studienkollegen), ist doch ganz ok soweit. Also ich verdiene mehr wie meine Freundin (Erzieherin) und um reich zu werden denke ich, sollte man lieber nicht Bauingenieurwesen studieren.

NEINNICHTOKAY | 12. Dezember 2018 - 15:34

@Captain_HH:
Wer sich mit dem Gehalt zufrieden gibt, sollte nicht in den Arbeitsmarkt einsteigen. Damit drückt ihr die Preise nämlich nur nach unten. Weisst du was bei 3000 Euro Gehalt brutto als Single übrig bleibt ? - das ist doch ein Witz!

Captain_HH | 12. Dezember 2018 - 07:27

@Student:
Moin, also als Einstieg sind 3000 EUR Gehalt Brutto auf jeden Fall realistisch.

Student | 11. Dezember 2018 - 19:17

Also wir haben jetzt das Jahr 2018 und es hat sich wahrscheinlich einiges geändert. Ich habe vor Bauingenieurwesen mit Schwerpunkt Geotechnik zu studieren. Wie sehen die Zukunftschancen aus? Ich lese hier Beiträge von vor 10 Jahren, wo sich die Bauingenieure über 3000 EUR Brutto im Monat freuen!?

Muenchhausen | 27. Mai 2009 - 15:53

€ 2500 / Monat Netto als Statiker mit 1 Jahr Berufserfahrung? In Sachsen? Das waeren bei einer unverheirateten Person ohne Kinder € 54.000 / Jahr Brutto als Einstiegsgehalt! Um es mal höflich auszudruecken, wer Brutto mit Netto verwechselt sollte besser in die Politik oder zu den Lobbyverbaenden wechseln. Realistisch sind in Sachsen 2.500 € Brutto/Monat, also € 30.000 / Jahr (BRUTTO). Alles andere ist als Aussage so extrem an der Realitaet vorbei, dass man schon unlautere Absichten unterstellen muss.

Bauheini | 27. Mai 2009 - 13:51

Einstieg 2500 € netto, das ist ja traumhaft!



Ich habe 20 Jahre Berufserfahrung - bitte frage mal nach, was ich verdienen würde!



Ich komme sofort!

Kalle | 27. Mai 2009 - 11:23

2500 Euro Netto ist doch top, aber du meinst sicher brutto. Ich habe 2 Jahre und 3 Monate Berufserfahrung als Tragwerksplaner und verdiene nach wie vor 2300 € Brutto.



Gespräche um eine Gehaltserhöhung dauern seid Monaten an, aber nix passiert. Darum würde mich auch interessieren, was man so verlangen könnte. Achja, ich arbeite in Brandenburg.

Eddi | 27. Mai 2009 - 11:07

Hallo,



ich bin selbst Bauingenieur und arbeite als Statiker. Um mein Gehalt besser einschätzen zu können, würde mich mal interessieren, was andere so bekommen. Ich selbst arbeite in Sachsen und habe etwa ein Jahr Berufserfahrung. Mein Einstiegsgehalt beträgt 2500 Euro Netto.



Junger Bauing | 23. April 2009 - 20:51

Hallo zusammen,



ich verfolge die Diskussionen um Gehälter schon was länger, da ich mich nach gut drei Jahren im Ing. Büro beruflich verändern möchte.



Ich habe jetzt auch ein Angebot vorliegen und wenn ich das so sehe, habe ich kein schlechtes vorliegen...



Also ich habe geregelte Arbeitszeiten, und ein Monatsgehalt von rd. 4.000 EUR. Ok, die stelle ist in HH, also das Leben ist nicht so billig dort und es kann sein, dass ich ins Ausland muss, dann soll es aber auch einen Nachschlag geben.



Also für mich hört sich das alles sehr verlockend an. Habt ihr evtl. auch solche Erfahrungen gemacht, also gutes Angebot, aber dafür Großstadt, evtl. Ausland?



Eigentlich reizt es mich ja schon, da ich mit grade mal 28 noch alles vor mir habe...



Gruß

Junger Bauing

Horst | 23. April 2009 - 18:20

Hallo allerseits,



mal eine Frage zu den Einkommen in München.



Was kann man im Durchschnitt in München in der Tragwerksplanung erwarten (Uni-Absolvent und 8 Jahre Berufserfahrung)?



Danke schon mal im Voraus.



deepblue07 | 21. April 2009 - 17:10

Hallo zusammen,



hab mich jetzt mit fast Dipl.-Abschluß initiativ bei ner großen Baufirma im südlichen Raum beworben.



Als Bauleiter ist da der Einstieg für nen FH-Absolventen nach wie vor A VI, heißt also gut 3100,- Brutto im Monat. Damit kann man doch zufrieden sein. Also ich bin es!!

B666 | 20. März 2009 - 09:43

Hallo Nina,



ich würde sagen als Bachelor liegt dein Einstiegsgehalt so ca. bei 2500 - 3000 Euro Brutto, aber eher bei 2500.

NinA | 26. Februar 2009 - 17:02

Hallo,



lese seit längerem interessiert dieses Forum.



1. Zum Thema Job: Habe mich noch während meiner Bachelorarbeit bei mehreren Firmen beworben. Von 2en habe ich auch eine Zusage bekommen (und das in unterschiedliche Richtungen - Straßenwesen und Konstruktiv). Es ist möglich was zu finden. Und ich lebe auf dem Lande und habe mich auch da beworben.



2. Thema Gehalt: Wieviel bekommt man denn in einem kleinen Unternehmen (12 Personen) so als Bachelor als Einstiegsgehalt. Meine Gehaltsverhandlung liegt nämlich noch vor mir. Würde mich freuen wenn mir wer helfen kann

Dennis Krüger | 03. Februar 2009 - 10:40

Zur Info: Als Verkehrsplaner (FH) bekommt man in einer Kommunal-Behörde bei einer 39-Stundenwoche nach TVÖD 12 mit 6 Jahren Berufserfahrung im Jahr Brutto 47508 EUR.

Nils | 25. November 2008 - 09:13

Hallo Magnus,



die Bemessung der Strafe sollte doch nicht (allein) an der Größe des Unglücks, sondern am Ausmaß der Schuld (Fahrlässigkeit, Vorsatz) bzw. der Größe des "Fehlers" des Einzelnen gemessen werden.



Wie "groß" dieser war, konnte ich den Medien wieder einmal nicht entnehmen.



Grüße N.

Hoschi | 21. November 2008 - 14:08

Magnus,



schoen wenn man Aepfel mit Birnen vergleicht! Nur etwas unpassend.



Oder wie oft wird ein Arzt wegen Kunstfehlern zur Verantwortung gezogen? Wie oft hat eine Friseuse einem Kunden ein Ohr abgesaebelt? Bei LKW-Fahrern ist es ebenso ungerecht. Die muessen aus nackter Existenzangst mit Schlaf- und Konzentrationsmangel ans Steuer (aber bloss nicht beschweren - wir wollen ja nicht ins Jammern verfallen)



Als Bauingenieur ist man heutzutage im wahrsten Sinne zur Fliessbandarbeit genoetigt. Termin- und Kostendruck, der uns von den gleichen "Eliten" aus Finanz- und Realwirtschaft aufgezwungen wurde, die gerade die groesste Wirtschaftskrise seit den 20er Jahren losgetreten haben, machen es moeglich. Aber nur weiter so, immer schoen funktionieren und Kritik tut man neoliberal korrekt als "Jammern" ab.

Magnus | 21. November 2008 - 00:01

Stimmt genau, aber bitte bedenke, dass sogar



...ein Müllman persönlich haftbar ist, wenn bei der Mülltonne die er lehrt, der Deckel auf ein spielendes Kleinkind fällt

...eine Krankenschwester ein falsches Medikament verabreicht

... eine Friseuse ein Ohr abschneidet

... ein Chirurg den falschen Lungenflügel herausnimmt

...ein Bauarbeiter einen Plan nicht lesen kann

... ein LKW Fahrer in ein Haus fährt



usw. usf.



Insofern ist jeder für irgendetwas haftbar, aber einen Grund zum Jammern braucht man schon und findet man auch immer.



Wobei anderthalb Jahre in Anbetracht der Schwere des Unglücks noch recht wenig sind.



Gruss Magnus

Hoschi | 18. November 2008 - 14:58



Wenn man die Arbeitsmarktsituation von Bauingenieuren mit der von... anderen Ingenieuren vergleicht, siehts weniger rosig aus.

.

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So schlimm wie das einige hier darstellen, ist die Gehaltssituation auch nicht, man ... kann nach fünf bis sechs Jahren ... zwischen 40 und 50-Tausend landen, nur deutlich darüber zu kommen wird in den meisten Büros als Tragwerksplaner doch schwer.





wie gut, dass man dann, quasi als ausgleich fuer schlechte arbeitsbedingungen und maessige bezahlung, persoenlich haftbar ist! (koennte man vielleicht auch mal bei bankern erwaegen, die eine komplette weltwirtschaftskrise ausloesen)



http://www.morgenpost.de/vermischtes/article980561/Statiker_der_Eishalle_von_Bad_Reichenhall_verurteilt.html

Magnus | 04. Oktober 2008 - 22:08

Wenn man sich hier die Beiträge so durchliest, hat man sehr stark den Eindruck, dass die wahre Lobbyarbeit durch diejenigen gemacht wird, die alles so negativ darstellen.



Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um die Besitzer von irgendwelchen kleinen Büros in abgelegenen Gegenden, die alle anderen davon überzeugen wollen, dass es ganz normal wäre, für wenig Geld viel zu arbeiten, damit ja niemand auf die Idee kommt, aufzumucken.



Wenn man die Arbeitsmarktsituation von Bauingenieuren mit der von anderen Berufsgruppen vergleicht, wie z.B. Germanisten, Künstler, Soziologen, Historikern, Architekten, stehen wir eigentlich ganz gut da. Nur wenn man sich mit anderen Ingenieuren vergleicht, siehts weniger rosig aus.



Insofern kann ich eigentlich nur jedem empfehlen ein Technisches Studium zu machen und dazu zählt Bauingenieurwesen auf alle Fälle.



So schlimm wie das einige hier darstellen, ist die Gehaltssituation auch nicht, man muss halt nur bereit sein, von Zeit zu Zeit mal zu wechseln - (Stadt und Arbeitgeber) - wenn es beim jetzigen nicht aufwärts geht, dann kann man nach fünf bis sechs Jahren doch recht einfach zwischen 40 und 50-Tausend landen, nur deutlich darüber zu kommen wird in den meisten Büros als Tragwerksplaner doch schwer.

Hoschi | 29. September 2008 - 10:58

Hallo Marc,



das habe ich schon so verstanden, wie Sie es ausgefuehrt haben. Aber da die Ingenieursausbildung in Deutschland weltweit die Beste ist und genuegend Bauings auf dem Markt vorhanden sind, kann der von Ihnen beanstandete Mangel an Qualitaet/Motivation vielleicht auch in den Arbeitsbedingungen begruendet liegen!?



Also mal tief durchatmen, Ansprueche auf internationales (Sie haben ja entsprechende Erfahrung) Mass runterkorrigieren, Gehaelter auf internationalen Standard anheben und schon klappts auch mit der Motivation. Denn wie Sie schon so richtig erwaehnten - es gehoeren immer zwei dazu ;-)



Nur leider hat sich die deutsche Bauindustrie in den letzten 10 Jahren an Bauingenieure als billige und allzeit willige Arbeitssklaven gewoehnt. Wahrscheinlich schon so sehr, dass gesundes Augenmass so leicht nicht mehr wiederzuerlangen ist.

Marc. | 29. September 2008 - 09:25

Hallo Hoschi,



nochmal zum mitdenken:



Ich erwähnte mit keinem Wort, dass die Ausbildung in Deutschland schlecht ist. Oder haben Sie bei Ihrer Suche nach einem Zitat entsprechendes gefunden? Mein Statement bezog sich auf zum Teil, und ich wiederhole es gerne für Sie auch nochmal, auf zum Teil zu unkritische und unnteressierte Absolventen.



Selbst die beste Ausbildung schafft es nicht, alle Studierenden zu ganz tollen Ingenieuren auszubilden. In diesem System gehören nämlich immer 2 dazu: der Lehrer und der Schüler.

Und natürlich gibt es gute Bauingenieure in Deutschland, auch dies habe ich nie bestritten.



Ich erwähnte nur, dass es von diesen auf dem freien Markt zur Zeit nicht allzuviele gibt. Wenn es nun immer noch nicht verstanden wurde, bin ich gerne bereit, dies ein drittes Mal darzulegen.



Mit den besten Grüßen

ein nicht frustierter Bauingenieur

Hoschi | 26. September 2008 - 10:55

Hallo Marc,



dann wundert es mich aber, dass Sie die Absolventen deutscher Hochschulen als nicht gut ausgebildet erachten. Gerade wenn Sie mehrjaehrige Auslandserfahrung "under your belt" gebracht haben, muessten Sie es besser wissen. So ist Ihr Beitrag leider nur das was Sie selber anprangern - Polemik.



Die wahre Situation auf dem Bausektor und die damit verbundenen Denkmuster sind wohl ziemlich deutlich aus Ihrem Beitrag rauszulesen:



"Bewerber sind schlecht ausgebildet" - ergo es kann kein anstaendiges Gehalt gezahlt werden.



"Bewerber sind unflexibel" - ergo es kann kein anstaendiges Gehalt gezahlt werden



"Bewerber stellen nicht die richtigen Fragen" (was auch immer Sie damit meinen) - ergo es kann kein anstaendiges Gehalt gezahlt werden.



Das alles erscheint mehr als skuril, wenn man sich die Qualitaet der deutschen Ingenieursausbildung vor Augen fuehrt. Sie sollten vielleicht mal die Ansprueche kritisch hinterfragen, die Sie an Absolventen stellen.



Wenn Ihnen selbst die bestausgebildetsten Absolventen nicht mehr ausreichen, kann es durchaus hilfreich sein, mal ein paar Jahre (oder Jahrzehnte?) zurueck zu schauen und sich zu erinnern, wie man selber mal angefangen hat.



Aber ich befuerchte diese grotesken Auswuechse werden noch so lange weiter bluehen wie ein massives Ueberangebot an Bauingenieuren besteht - also Jahrzehnte.

Marc. | 25. September 2008 - 13:39

Hallo Hoschi,



es geht nicht darum, den Absolventen direkt nach dem Einstieg ins Ausland zu schicken. Dies wäre in der Tat unverantwortlich, wie Sie durchaus richtig festzustellen scheinen.



Selbstverständlich geschieht die Entsendung erst nach einer gründlichen Einarbeitung. Und es wäre im Interesse eines Unternehmens sehr fahrlässig, jemanden ohne irgendwelche Erfahrung dort das Unternehmen zu vertreten.



Übrigens sind zum Beispiel die Emirate nicht das ausgeprägte Körperteil am unteren Rumpfende der Welt, sondern, was übrigens nicht nur die Bauwirtschaft betrifft, eher ein Nabel der Welt, um bei der menschlichen Anatomie zu bleiben.



Es ist zudem sehr erstaunlich, dass Sie meinen, sie würden meinen Werdegang genauestens kennen. Zu Ihrer Information war ich mehrere Jahre auf Auslandsbaustellen tätig. Und diese Erfahrung war sehr wertvoll und hilfreich.



Mit den besten Grüßen

Nils | 25. September 2008 - 12:46

Hallo zusammen,



@ Marc: Ich finde die Argumentation derer die "etwas Gutes schreiben" wesentlich flacher und eindimensionaler als die der "anderen" Forenteilnehmer. Just my 2 Cents!!!



Von wegen "Berufung" und so....wir sind doch keine Maler, die "von der Hand in den Mund" in der Toskana leben oder gar Konzertpianisten.....



Weiterhin möchte wohl niemand, der seine drei Sinne beisammen hat, für max. + 20 % (entsandt von einem "guten deutschen Unternehmen") an einen Ort versandt werden, an welchem man für sich als neues Hobby Kojotenzählen entdecken kann oder gar in einer der teuersten Städte der Welt landen, davon aber nichts haben weil eben (zu) schlecht bezahlt.



Was Anfänger direkt nach der Uni auf einer Auslandsbauleitungstelle sollen, ist mir ebenso schleierhaft.



@ Eibau: Zitat: "- aber - Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Ein junger Bauingenieur der gerade mit dem Studium fertig ist beginnt eben erst mit dem Erlernen seines Berufes - denn das Studium ist - auch wenn einige das anders sehen mögen - "nur" die Grundlagenausbildung."



Grundlagenausbildung stimmt, aber doch recht umfangreich, oder???



Wenn ich den Rest Ihres Textes jeodch so lese, möchte ich ihnen fast recht geben, wobei dies nicht repräsentativ sein kann, hoffe ich zumindest inständig.



Freundliche Grüße Nils

eibau | 24. September 2008 - 22:43

@ Eddy



Ich fühle mich bei meiner jetzigen Firma wohl - das Arbeitsklima stimmt und man hat seitens der Firmenleitung die Freiheit als Bauleiter zu arbeiten und nicht nur "verlängerter Arm" zu sein.

@ die "sachlichen" Beantworter meiner Meinung

Eigentlich wollte ich es mir kneifen noch mal zu antworten. Egal - ich bleibe dabei das es nicht nur um`s Geld gehen darf, wenn mann einen Beruf wählt bzw. ausübt - trifft übrigens auch auf viele andere Berufe als den unseren zu.



Ich habe nicht gesagt, dass sich jemand unter Wert verkaufen soll - aber - Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Ein junger Bauingenieur der gerade mit dem Studium fertig ist beginnt eben erst mit dem Erlernen seines Berufes - denn das Studium ist - auch wenn einige das anders sehen mögen - "nur" die Grundlagenausbildung.



Das heisst nicht, das er sich für 800,00 € netto verkaufen soll, andererseits sollte er eben auch nicht erwarten das er 3000,00 € bekommt. Wieviel hängt von mehreren Faktoren ab. Einmal Glück (und das ist nicht zu unterschätzen), zweitens von seinem Wissen und Können, desweiteren davon wie gut er sich selbst verkaufen kann und auch davon wo er sich bewirbt und was er bereit ist zu leisten.



Zum Schluss noch was zur Lobbyarbeit. Die - denen hier unterstellt wird das aktiv an einem Überschuss an Bauingenieuren gebastelt wird um die Gehälter zu drücken - die geben sich mit so etwas nicht ab, weil sie`s nicht nötig haben.



Diese Leute sind interessiert ihre AN zu drücken, Ihre AG zu besch... und sich an öffentlichen Aufträgen per Nachtrag satt zu stossen um max. Profit zu machen. Hier wird Lobbyarbeit geleistet - siehe VOB. Im Verhältniss zu dem Wahnsinn was da läuft sind BL-Gehälter ob gering, hoch oder höher vollkommen uninteressant.



Übrigens wer viel Geld im Bau verdienen will, sollte in diesem Bereich BL werden - allerdings muss man dann Gewissen und Anstand ausschalten - hat dann aber viel Kohle. Vielleicht ist es ja das was einige hier anstreben und nicht bekommen. Denn ausser der angesprochenen Skrupellosigkeit gehört dazu (auch wenn es schwer fällt es zuzugeben)auch Wissen und Können. Und um dem nächsten Aufschrei vorzubeugen - es gibt natürlich auch noch ehrliche GU`s - bin übrigens selber bei einem GU beschäftigt (einem ehrlichen versteht sich :-) ).



Gruss an alle Dirk

Hoschi | 24. September 2008 - 18:50

Hallo Marc,



apropos "konstruktives diskutieren":



Zitat Marc:



"Allerdings ist es auch verständlich, dass es einige Unzufriedene gibt, die nun sehen, dass wieder mehr Konkurrenz im Anmarsch ist. Aber keine Angst, das belebt das Geschäft."



"Das konstruktive Diskutieren ist übrigens auch eine wichtige Fähigkeit von jedem Ingenieur. Zudem scheint mir hier ein extremes Schubladendenken vorhanden zu sein."



Schoen wenn man die eigenen Masstaebe fuer sich selbst so souveraen ignoriert wie Sie es tun.



Aber schoen, dass Ihnen der Beruf gefaellt.



Merkwuerdig nur Ihre Auffassung, dass die Absolventen in der Mehrheit nicht Ihren Anspruechen gerecht werden!



... und wir sehen auch, dass es nur wenige gut ausgebildete Bauingenieure gibt.....Vielmehr ist es erstaunlich, dass einige Bewerber einfach zu wenig kritische Fragen stellen. Zudem sind viele nicht bereit, bei Bedarf auch eine Auslandsbaustelle zu betreuen





Wuerden Sie auch nur ueber ein Fuenkchen Auslandserfahrung verfuegen (ich meine hier richtige Auslandserfahrung vor Ort und nicht vom Schreibtisch in Deutschland mal nach Oesterreich telefonieren...), dann wuessten Sie, dass die deutsche Ingenieursausbildung die beste weltweit ist (noch).



Oh natuerlich, ein guter Absolvent hat gefaelligst dynamisch flexibel Maennchen zu machen ala "Auslandsbaustelle betreuen.... irgendwo am Arsch der Welt...kein Problem...bekomme ja schliesslich Tarif...sind ja satte 3,5 k brutto...).



Und einen Absolventen zur Betreuung einer Auslandsbaustelle abzustellen ist auch etwas fragwuerdig (um's mal gelinde auszudruecken!).

Marc. | 24. September 2008 - 11:47

Hallo Bauing.,



nette Interpretation. Wie kommen Sie daruf, dass ich ein Unternehmen leite? Ich bin wie viele andere in diesem Forum ein angestellter Bauingenieur. Wir stellen die Leute nach Tarif ein und wir sehen auch, dass es nur wenige gut ausgebildete Bauingenieure gibt. Dabei geht es nicht um kürzeste Studiendauer, Auslandserfahrung und Berufserfahrung bereits vor dem Abschluss.



Vielmehr ist es erstaunlich, dass einige Bewerber einfach zu wenig kritische Fragen stellen. Zudem sind viele nicht bereit, bei Bedarf auch eine Auslandsbaustelle zu betreuen. Das schränkt die Auswahl bereits stark ein und reduziert die wenigen vorhandenen Interessanten nochmals.



Es ist sicher richtig, das habe ich auch nie bestritten, dass es Unternehmen gibt, seien es Ingenieurbüros oder auch Baunternehmen, die Ihre Leute ausbeuten und sie unter Traif einstellen. Aber zahlreiche Unternehmen tun dies eben nicht.



Diese einseitige Beurteilung, die hier von mit Komplexen behafteten (Zitat: "Bauing.=Abfallprodukt") Personen gefällt und veröffentlicht wird, spiegelt einfach die Realität nicht wieder.



Die Diskussion in diesem Forum wird von einigen Teilnehmern nicht konstruktiv, sondern nur emotional geführt. Das konstruktive Diskutieren ist übrigens auch eine wichtige Fähigkeit von jedem Ingenieur. Zudem scheint mir hier ein extremes Schubladendenken vorhanden zu sein.



Wenn jemand auch nur im Ansatz etwas positives über den Beruf, um den es sich hier dreht, schreibt, dann gibt es sofort negative Reaktionen von Menschen, die meinen, dass jeder, der annderer Erfahrungen als er selbst gemacht hat, ein Lobbyist oder ein Lügner ist. Ist das konstruktiv?



Wünsche allen, deren Handeln auch von positiven Gedanken bestimmt wird, dass sie ihren Weg gehen werden.

Bauing.=Abfallprodukt | 23. September 2008 - 19:18

@Marc.



Die Konkurrenz ist jetzt schon so groß, dass einige daran zu ersticken drohen. Wenn es denn wieder mehr Jobs gibt, warum steigen die Gehälter nicht.



Für Ihr Unternehmen ist es natürlich gut, dass es

wieder mehr Studenten im Bauingenieurwesen gibt. Das sind alles Anwärter für eine Praktikantenstelle in Ihrem Ingenieurbüro. Das kommt Ihnen natürlich sehr gelegen, da Absolventen gezwungen sind, Praktika zu machen ohne einen Groschen dabei zu verdienen.



Da haben Sie aber eine falsche Rechnung gemacht. Sie werden keine Praktikanten mehr finden in den nächsten Monaten auf dem Arbeitsmarkt, weil diese im Ausland sind und mehr verdienen, als Ihr kleines Geschäft abgibt.

Eddy Ahrendt | 21. September 2008 - 17:42

Hallo Dirk,



Kommentar ist gut aber wie bist Du denn zufrieden mit Deinem Job. Das heißt nicht nur Geld, sondern auch das Dazugehörige. Wir haben schon große Unterschiede in der Belohnung in Deutschland zu verzeichnen.



Da kommt es noch darauf an: Stimmt das Andere? Ich denke man muß das im Einklang sehen mit dem Arbeitsklima, wie ist der Chef, wie die Truppe, die Aufgaben und die Akzeptanz.



Siehst Du das auch so ?



Gruß Eddy der Baulöwe

Nic | 20. September 2008 - 10:20

Hallo nochmal und vielen Dank für die tatkräftige Unterstützung ober, wäre ich eher wieder im Forum zugegen gewesen, hätte ich natürlich selbst gegengelenkt.



Ich finde es auch gut dass unser Kollege das Forum verlassen hat.



Ich wollte nur noch mal eines los werden: Zum ersten mal seit langer Zeit ist der Arbeits-Markt für Bauingenieure wieder einigermaßen ausgewogen, was aber aber nicht bedeuten soll, dass mehr Jobs frei werden als Bauingenieure von der Schule kommen. Ganz im Gegenteil sogar.



Die Bauindustrie schlägt natürlich sofort Alarm, denn die Herren waren froh, dass sie Ingenieure für ein Gehalt eines technischen Zeichners einstellen konnten und machen massive Lobbyarbeit, um dieses Tendenz wieder umzukehren.



Damit stürzen sie einige gutgläubige "ich will das Wort naiv nicht wirklich dafür benutzen" Abiturienten in Ihr Unglück. Denn die Waage - offene Stellen zu fertigen Bauingenieuren - wird sich schon in einiger Zeit, dank dieser erhöhten Studienanfängerzahlen wieder zum Negativen wenden.



Positiv natürlich für die Bauindustrie. Also an alle Abiturienten die mit dem Gedanken spielen Bauingenieur zu werden: Überlegt es euch lieber nochmal, ich habe es wirklich bereut zu den schlechter verdienenden "Akademikern" zu gehören obwohl unser Studium (z.B. Konstruktiver Bauing. mit Schweißfaching.) wirklich anspruchsvoller ist als das eines Maschinenbauers oder BWLers oder z.B Grundschullehrers, der mit 2300 € Netto !!!! nach hause geht.



Warte auf Reaktionen, euer Nic.

Marc. | 18. September 2008 - 09:52

Hallo,



Lobbyarbeit? Nein, das ist ein sehr oberflächlich gefälltes Urteil. Es scheint eher so zu sein, dass es eben wieder mehr Jobs gibt und sich deshalb wieder mehr für diesen Beruf entscheiden.



Allerdings ist es auch verständlich, dass es einige Unzufriedene gibt, die nun sehen, dass wieder mehr Konkurrenz im Anmarsch ist. Aber keine Angst, das belebt das Geschäft.



Im Maschinenbau gab es übrigens schon immer mehr zu verdienen...

Horschti | 16. September 2008 - 17:35

Guter Lobbyismus zahlt sich aus.



AFP - Montag, 15. September, 10:52 Uhr



"...

Neben dem Maschinenbau verzeichneten den Wiesbadener Statistikern zufolge insbesondere die Fächer Bauingenieurwesen mit insgesamt 16 Prozent und Raumplanung mit rund elf Prozent einen deutlichen Zuwachs. Der Bereich Elektrotechnik legte demnach um vier Prozent zu.

..."



Einen herzlichen Glückwunsch an alle Lobbyisten, 16 % mehr Studienanfänger, wenn der Umsatz auch so wachsen würde. Naja wenigstens die billigen Arbeitskräfte sind gesichert. Danke! Macht bloß weiter so.

Nils | 11. September 2008 - 08:25

Hallo Mic,



Fehler macht jeder, nur wer einen scharfen Ton anschneidet ("von wegen die Leute hier würden nicht intensiv arbeiten....nur Jammern und schimpfen...", was schon an eine Frechheit grenzt!!!!), sollte sich dann nicht wie ein "kleines Mädchen" verhalten, wenn er auf die Schippe genommen wird.



Hartgesottene Frauen mögen mir die Metapher verzeihen.



Grüße N.

Mic | 10. September 2008 - 07:56

Hallo Nils,



gut das Du keine Fehler machst.

Ab heute werde ich dieses Forum nicht mehr besuchen. Ich bin raus.

Borowski | 09. September 2008 - 15:56

Hallo,



ich möchte mit ein paar Zahlen die Diskussion auf eine neue sachliche Basis stellen. Dazu die arbeitlos gemeldeten Bauingenieure (die Zahlen stammen von der BA):



08/2005: 9688

08/2006: 4622

08/2007: 2710

08/2008: 1916



Die Zahlen denke ich sprechen für sich. Es ist davon auszugehen, dass ein Grossteil der im August 2008 gemeldeten Bauingenieure dem Markt tatsächlich gar nicht zur Verfügung steht, da viele ortsgebunden sind.



Noch 1997 hatten wir 57.333 Studenten im Bauingenieurwesen, 2007 waren es 33.831 (an allen Hochschulen in Deutschland).



Schaut man sich die Studienanfängerzahlen im Bauingenieurwesen über die Jahrzehnte hinweg an, könnte man diese so zusammenfassen:



70er: zwischen 4000-6000 im Jahr

80er: um die 6000 im Jahr

90er: zwischen 6000 und 12000 (Hype in 1994)

2000er: um die 6000 im Jahr



Man muss hier berücksichtigen, dass die Zahlen ab den 90ern dann für Gesamtdeutschland gelten.

Bauing.=Abfallprodukt | 06. September 2008 - 22:10

Nic hat die Lage ganz genauso beschrieben wie sie ist. Nur, die Wahrheit ist eine bittere Pille für Lobbyisten.



An Hans:



Zitat:"Zynische Bemerkungen und Beleidigungen haben noch niemand wirklich weitergebracht und sind eines Ingenieurs nicht würdig."



Genauso könnten Sie begründen: Die Wahrheit hat noch niemanden wirklich weitergebracht und ist eines Ingenieurs nicht würdig.



Womöglich sind Sie Inhaber eines gutgehenden Ingenieurbüros, das systematisch Absolventen als Praktikanten ausbeutet. Gehen Ihnen in letzter Zeit die Praktikanten aus?



Meine Meinung: Bauing., Absolvent, Uni, 27 Jahre -->min. 3500 Euro brutto



Bauing. FH, Absolvent, Uni, 25 Jahre, min. 3000 Euro brutto



Dass wir davon weit weg sind haben wir dem geringen Selbstvertrauen der Ingenieurbüros zu verdanken, die Ihre Ingenieurleistungen für wenig Geld verkaufen. Die Ingenieurleistungen sind besondere Leistungen und müssen teuer sein. Die Ärzte machen uns vor, wie man das macht! Wacht endlich auf!

Nils | 06. September 2008 - 11:54

Hallo Mic,



spare Dir doch einfach das "Gepöbel", vor allem wenn Dich das hier nicht interessiert... ;-))



Übrigens, "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" hat mal jemand intelligent ein Buch gennant und veröffentlicht...



Freundliche Grüße N.

Hoschi | 04. September 2008 - 10:52

Nein, nur eine devote Haltung ist eines Ingenieurs würdig. Wo kämen wir denn da auch hin, wenn hier jeder das wiedergibt, was man so als Bauingenieur Tag für Tag erleben muss.



Und Gehaltsmässig muss das ewige Rumgejammere auch endlich mal aufhören. Einfach länger und härter arbeiten - von nichts kommt nichts.



Wenn man mit einem Ingenieursgehalt nicht zufrieden ist - für Aldi und Second Hand Kleidungsläden reichts doch allemal und eine grosse und teure Wohnung braucht ein Bauingenieur sowieso nicht (der soll lieber ordentlich die Ärmel hochkrämpeln und nicht unnütz zu hause entspannen oder gar einkaufen gehen) - dann kann man ja nach Feierabend noch in der Tanke aushelfen oder Kellnern oder am Wochenende in nem Coffeeshop aushelfen.



Es gibt so viele Möglichkeiten...

Hans | 27. August 2008 - 13:08

Das Niveau einiger Teilnehmer dieses Forumbeitrages wird langsam aber sicher unerträglich. Zynische Bemerkungen und Beleidigungen haben noch niemand wirklich weitergebracht und sind eines Ingenieurs nicht würdig.

Mic | 27. August 2008 - 12:36

Kann mir irgendeiner erzählen, wem diese Diskussion interessiert? Geht es jetzt darum, wer wen besser beschimpfen kann? Arbeitet genau so intensiv und es klappt garantiert mit dem Gehalt, mit der Baustelle u. mit dem Chef!

Nic | 25. August 2008 - 22:58

Hallo Eierbau,



entschuldige bitte, dass wir nicht für "umsonst" arbeiten gehen wollen. Vielleicht sind wir auch nur doof und sollten uns nicht beschweren, statt dessen aber lieber selbst kastein. Zum Beispiel mit einer Extra-Stunden Bonus Schicht für den Chef. Das wäre doch mal eine gute Idee.



Wer braucht schon Privatleben, denn: Wer nicht viel Zeit für Freizeit hat, brauch auch kein Geld auszugeben. Studium und Abi haben Geld gekostet? Ja und, jetzt bekommen wir die Belohnung, Stunden Stunden Stunden und dass alles für wenig Geld, dafür haben wir aber einen tollen Job.



Laß mich mal rechnen: 24 Studen hat ein Tag, 4 Stunden Schlaf sollten ja wohl auch reichen, eine Stunde für Essen, Körperpflege und sonstiges überflüssiges Zeug. Also, 24-4-1= 19 Stunden Arbeiten x 7 Tage = 133 Stunden Woche. Ja, das ist die Lösung.



Alles bitte für ein Grundgehalt, dass eigentlich ja wohl nicht mehr sein kann, als das Gehalt eines Hilfsarbeiters, denn der hat ja nicht die Freude an der Arbeit und dass ist ja wohl ungerecht!



Also hört doch alle auf zu jammern sonst kommt es eierbau noch...

Nils | 18. August 2008 - 14:31

Lieber Dirk,



jetzt habe ich mich doch glatt an meinem Kaffee verschluckt...



Jetzt haste es "uns Jammerern" aber ordentlich gezeigt.



Vielleicht solltest Du einmal einen Kurs im Fach Ökonomie belegen, bin mir sicher das würde helfen.



Zum Thema "konstruktive Beiträge" würde ich sagen, dass der Deinige mit Sicherheit einen Anspruch auf einen der hinteren Plätze hat.



Beteilige Dich doch an Themen die Dich nicht so aufregen, Dein Blutdruck wird es Dir danken.



Freundliche Grüße N.

eibau | 16. August 2008 - 22:14

Habt Ihr wirklich keine anderen Sorgen als ueber die sooo schlechten Gehälter der Bauing`s zu klagen?



Wenn der Beruf so schlecht ist, warum wollt Ihr ihn dann ueberhaupt? Kommt der Begriff Beruf nicht von Berufung - sprich ich will diesen Beruf weil er mir Erfuellung bringen soll. Geld ist wichtig, das ist wohl war - aber wenn ich das hier lese, kommt einem das ... Wer so nur noch an der Kohle hängt, sollte Politiker oder Banker werden.



Unser Beruf ist ein schöner Beruf und er kann richtig Spass machen - bloss mann muss auch was dafuer tun. Im ueberigen bin ich der Meinung, wer gut ist und sich einsetzt fuer seine Arbeit, setzt sich ueber lang oder kurz auch durch - und dann stimmt meistens auch das Geld (durch Leistung - nicht durch Jammern).



Nicht`s fuer ungut, ich will keinem zu nahe treten - aber vielleicht sollte in diesem Forum mehr ueber Bau und fachliche Fragen gesprochen werden als sich selbst zu bemitleiden.



Gruss an alle Dirk

Equilibrium | 10. August 2008 - 17:08

Ich frage mich, wie die Autoren der Seite www.werde-bauingenieur.de auf die Idee kommen, dass die Tarifgehälter der einzige(!) Anhaltspunkt für das Gehaltsniveau bei den Bauingenieuren ist! Naja, offen gestanden kenne ich auch die Antwort: Man will halt den Abiturienten keine anderen Quellen an die Hand geben.



Die regelmäßig in seriösen Quellen veröffentlichten Statistiken (z.B. FAZ oder VDI-Nachrichten) dürften aber doch wohl um einiges aussagekräftiger sein. Vor allem ist nicht nur das Durchschnittsgehalt wichtig, sondern auch die Streubreite zwischen den schlechter und besser verdienenden Bauingenieuren sowie differenzierte Angaben in Abhängigkeit des Tätigkeitsgebietes und der Berufserfahrung.

Bauigel | 05. August 2008 - 16:50

In Wolfsburg wollte der böse Arbeitgeber sogar den Tarifvertrag unterlaufen und für 5.000 neue Mitarbeiter nur 5.000 DM zahlen! Ich glaube das die 5.000 DM jetzt mindestens auf 3.000 € gestiegen wären!



Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie schreibt:



Was verdiene ich als Bauingenieur?

Einziger Anhaltspunkt für die Einstiegsgehälter von Bauingenieuren sind die im Bauhauptgewerbe vereinbarten Lohn- und Gehaltstarife. Hier liegt das monatliche Einstiegsgehalt für Universitätsabsolventen aktuell bei ca. 3.150 Euro (West) bzw. 2.800 Euro (Ost). Bei Fachhochschulabsolventen liegen die Einstiegsgehälter aktuell bei ca. 2.800 Euro (West) bzw. 2.500 Euro (Ost). Die weitere Entwicklung der Gehälter wird sich an Angebot und Nachfrage orientieren.



Quelle: http://www.werde-bauingenieur.de/faq.php#d

Nils | 22. Juli 2008 - 10:17

Hallo zusammen,



habe gerade bei Max gelesen "...wer zum Gehalt eines normalen Arbeiters anfängt....", wo er recht hat!!!



Jedoch, wenn so manch einer wüßte, will es nicht noch mehr anheizen, ist schnell nachgeguckt, wenn es jemanden interessiert..., was in Wolfsburg, Zuffenhausen, Köln oder auch Rüsselsheim am Band verdient wird.



Für 1.800 brutto arbeitet da keiner, es sei denn die "armen" Zeitarbeiter.



Grüße N.

Max | 21. Juli 2008 - 12:43

Hallo Ole,



erstmal Glückwunsch zu deiner Karriere, du hast dich in 7 Jahren wirklich gut rausgearbeitet!



Eines kann ich allerdings nicht unterschreiben:



Ich weiß nicht in welchem Statik-Büro du angefangen hast, aber zu Thema Verantwortung und Arbeitseinsatz folgendes:



Sicherlich hat ein Bauleiter eine Menge Verantwortung. Falls jedoch mal was schief gehen sollte, sieht es doch so aus:



Der Statiker steht mit seiner vollen Verantwortung hinter seinem Bauprojekt. Falls mal ein Fehler unterlaufen sollte, so ist dass sicherlich weitreichender, als wenn einem Bauleiter ein Fehler unterläüft, der diesen auf der Baustelle irgendwie wieder grade richten kann, bzw. vielleicht sogar auch auf andere abschiebt.



Der Statiker steht mit einem Bein im Laufe seiner beruflichen Karriere immer im Gefänghnis.

Wir bearbeiten beispielsweise Projekte in 3-stelliger Millionenhöhe. Das Ausmaß eines Fehlers brauch ich hier wohl nicht näher zu erläutern.



Zu den Arbeitszeiten: Ich fahre vielleicht täglich von meinem Wohnort bis zum Arbeitsplatz, an diesem verbringe ich und meine Kollegen aber auch 12 Stunden und mehr, Samstags und Sonntags übrigens auch das ein oder andere mal, denn der zeitliche Druck sitzt uns bei jedem Projekt im Nacken.



Als ich vor 2 Jahren angefangen habe, bin ich mit einem Gehalt von 2500 € gestartet und meine Kommilitonen auch, keiner unter dieser Grenze. Wir fanden das eigentlich noch wenig.



Meine Freundin ist Wirtschaftsprüferin und ist mit einem Gehalt von 3600 € angefangen. Das sind wohl auch die Einstiegsgehälter in diesem Bereich. Als ich ihr erzählt habe, zu welchen Konditionen ich anfing, kam nur der Kommentar: Da fragt man sich, wozu hat man studiert.



Wir sind Ingenieure, die Verantwortung zu tragen haben, das Studium ist sicherlich auch nicht grade simpel. Wer sich zu den Konditionen eines gelernten Arbeiters verkauft, entwertet unsere Berufsparte!

Ole | 12. Juli 2008 - 08:56

Hallo zusammen,



ich bin nun seit 7 Jahren fertig und habe in den letzten Jahren 3 Stellen gehabt und mich jedesmal deutlich verbessert, was nicht schwierig war, da ich mit 1800 Euro brutto angefangen habe. Scheisse, aber erst mal nen Job. Ich habe dann mit massiven Arbeitseinsatz und Lobbying mein Gehalt mit jedem Wechsel fast verdoppelt.



Gehalt und Arbeitseinsatz stehen dabei leider in einem ungluecklichen Verhaeltniss. Mit jedem Jobwechsel hat sich auch die Verantwortung verdoppelt und, auch wenn man das vorher nie glaubt, auch der Stress. In meinem Bekanntenkreis haben unter den Bauings die Haelfte sehr gute Gehaelter und die andere Haelfte steht eher duerftig da. Schaut man sich dann die einzelnen Personen genauer an, stellt man immer wieder fest, dass auch das Arbeitsumfeld deutlich anders aussieht.



Die hohen Gehaelter werden eigentlich nur in Bauunternhemen mit internationaler Ausrichtung gezahlt und es ist damit immer eine irre Verantwortung verbunden. Beispielsweise kenne ich einige die internationale Projekte um die 500 Mio Euro abwickeln. Das diese Leute mehr verdienen als jemand im Ingenieurbüro, der jeden Tag zum selben Arbeitsplatz faehrt und Statiken anfertigt, ist nicht nur offensichtlich, sondern auch fair.



Das soll nicht heissen, das die Ingenieurbüro-Ingenieure faul oder schlechter sind. Es ist nur mit Projektabwicklung und dem damit verbundenem Arbeitseinsatz wirklich nicht zu vergleichen. Ich habe beides ausprobiert. Zur Zeit bin ich in Sued Afrika und eigentlich sehr gluecklich hier. Wir bauen fuer die Fussball WM, auch wenn nicht mehr alle so sicher sind, dass die hier stattfindet.



Gehaelter sind irre gut, Arbeitseinsatz und Zeitaufwand sowie Verantwortung auch. Sollte also jemand nur auf das Gehalt schauen und nicht auf den Rest wie Lebensbedingungen oder komfortabler Weg zur Arbeit usw., dann ist Internationales Projektmanagement genau das richtige und fuer erfahrene Leute gibt es auch immer etwas zu tun.



Gehaelter zwischen 80.000 bis 100.000 Euro sind genauso normal wie Samstags- und Sonntagsarbeit und 12 Stunden taeglich waeren auch schon mal schoen. Aber alles in allem macht mir die Arbeit riesen Spass.



MFG Ole

Michael | 08. Juli 2008 - 16:01

Hallo zusammen,



ich hatte schon vor ein paar Jahren hier gepostet, ich kann nur zustimmnen: Nicht unter Preis verkaufen: aber: am Anfang verdient man kleine Brötchen.



Ich habe auch schon im Beruf einen finanziellen Rückschritt gemacht, das war hart. Aber das Ergebnis, nämlich die Berufserfahrung und in dem Fall auch eine satten Karrieresprung im Anschluss an die nicht gut bezahlte Tätigkeit, kann sich sehen lassen.



Ist die Kohle knapp, versuchts bei einer der großen Baufirmen, auch dort wird geplant, und Ihr kommt schnell auf die Ebene Projektleiter, heisst dann AT, Auto, Telefon, Laptop, Reisen.



Aber: je mehr Ihr spezialisiert, zum Beispiel Flugbetriebsflächenplanung oder ähnliches, desto besser sieht es aus. Und immer bei einem international tätigen Büro versuchen, Ausland ist heute echt ein Muss.



Aber: letztendlich ist es auch Glück, Verhandlungsgeschick, der richtige Tag, und so weiter.



Wünsche allen, die unzufrieden sind, viel Erfolg, und denkt dran: auch aus einer schlecht bezahlten Position heraus bewirbt man sich leichter als aus der Arbeitslosigkeit.



Grüße

Michael

Bauheini | 02. Juli 2008 - 11:15

Hallo KI,



war dein erstes Jahr in Köln?



Zu den Einstiegsgehältern:

es sieht immer noch sehr bescheiden aus!



Zu den Projektleitergehältern:

hier gibt es wirklich grosse Unterschiede, da stimme ich zu.

KI | 29. Juni 2008 - 11:06

Hallo zusammen,



ich verfolge dieses Forum jetzt schon seit knapp 4 Jahren. Ich bin vor 2 1/2 Jahren mit dem Studium als konstruktiver Bauingenieur fertig geworden und habe mich bei meiner Gehaltsvorstellung natürlich auch in irgendeiner Weise von diesem Forum leiten lassen, mal will ja schließlich einen Job haben.



Die Zeiten waren angeblich schlecht, was eingentlich nicht der Wirklichkeit entsprach, es hatte sich halt unter den Berufseinsteigern einfach noch nicht wirklich rumgesprochen.

Nach einem Jahr Abzocke von seiten des Arbeitgebers (Gehalt etwas über 2000, Samstags arbeiten all inclusive und in der Woche auch gerne mal bis 21.00 Uhr oder noch später, Firmenklima unter aller Kanone und die Behandlung des Chefs und des Büroleiters, als wäre man ein kleiner Schuljunge, übrigens auch gegenüber den älteren Ingenieuren) hatte ich dann die Faxen dicke, weshalb ich mich woanders bewarb.



Ich habe zwei Bewerbungen geschrieben und sofort eine Stelle. Das Gehalt hat sich sprunghaft erhöht. Gleiches habe ich von meinen Kommilitonen gehört. Nun bin ich seit 1 1/2 Jahren im neuen Büro und habe 2 weitere Gehalterhöhungen mitgenommen.



An alle Berufseinsteiger da draußen, ich kann euch nur sagen: Verkauft euch bitte nicht zu billig, lasst euch nicht zu sehr von diesen Beiträgen leiten (außer von meinem natürlich :O))



Denkt auch mal darüber nach, dass diese Beiträge nicht die Gesamtheit der Ingenieure vertritt. Könnte es nicht vielleicht auch sein, dass Bauings mit "normalen Gehältern" diesen thread überhaupt nicht so sehr verfolgen bzw. sich nicht dazu äußern...



Die Zeiten in denen wir Bauings ausgebeutet worden sind, so wie ich in meinem ersten Jahr, waren sicherlich über lange Jahre leider bittere Normalität.



Wenn wir uns jetzt, wo es aufwärts geht immer noch zu diesen Konditionen herabwürdigen lassen, dann sehe ich für unseren Berufsstand schwarz.

Diese Zeiten sind langsam vorbei. Wenn Ihr euch zu günstig anbietet, dann macht ihr auch den anderen Bauingenieuren die Marktpreise kaputt.

Nordlicht | 22. Juni 2008 - 10:18

Hallo Widmann,



der muss im ersten Jahr ca. 1 Mio. Umsatz machen. Ich glaube nicht, dass ein Absolvent eine Vorstellung hat, was das für Ihn bedeutet.



In welchem Bereich? Also das sollte kein Problem sein. Ich habe im ersten Jahr einen Umsatz von 4,0 Mio. Euro zusammenbekommen (war vor 3 Jahren). Eine Mio. ist hier bei uns ein Aushub mit 50000 m³ oder ein großer Abbruch.



Im SF-Bau bei der Renovierung von einzelnen Wohnungen ist die Mio. sicher schwerer zu erreichen.



Gruß

Nordlicht

bernd rettich | 21. Juni 2008 - 22:46

Hallo erstmal und einen schönen Tag allen,



ich habe nun schon dieses Jahr ca. 25 Vorstellungsgespräche geführt, weil ich der Meinung war, dass meine jetzige Firma nicht gerade als gute Firma zu bezeichnen ist. In all den Gesprächen (süddeutscher Raum) musste ich erkennen, dass die Gehaltsvorstellungen der Firmen sich bei ca. 3.500 Euro brutto einpendeln (Überstunden usw. sind ein separates Thema).



Mittlerweile muss ich sagen, dass man doch immer das Gesamte sehen muss (Gehalt, Zulagen usw.). Mein Resümee: Es hat sich gehaltsmäßig derzeit noch nichts nach oben hin getan, da es immer noch Kollegen gibt , die auch für ein Butterbrot anfangen.



Abwarten, denn nach einer gewissen Zeit kommt schon das Richtige.

Hoschi | 19. Juni 2008 - 14:42

Hallo Verkehrsplaner,



also Bauingenieure werden schon händeringend gesucht, aber zu Konditionen zu denen man nicht mal Anfang der 80er Leute gefunden hätte.



Was die Damen und Herren Baulobbyisten schreiben, ist dabei naturgemäss eine andere "Wahrheit".



Alles eine Frage von Angebot und Nachfrage! Und da die Nachfrageseite nicht besonders dynamisch und flexibel ist, sondern diese Eigenschaften immer nur von der Angebotsseite (Bauings) erwartet werden, ringt man lieber die Hände und ruft den Ingenieursnotstand aus. Dass 2000-2500 brutto pro Monat vielleicht etwas damit zu tun haben könnten, dass schwerlich Leute mit 5 Jahren oder mehr Berufserfahrung angelockt werden (die sich dann 50-60 h die Woche abschuften), das kann ja dann doch nicht sein....

T | 19. Juni 2008 - 12:35

Ich glaube kein Wort, daß ein Diplom-Ökonom 1600.- brutto bekommt; Postbote!!!! Hessen 1600.- brutto



Hier sollten lediglich tatsächliche Gehälter zum Vergleich herangezogen werden. Alles andere ist vollkommener Unsinn.



Wer immer noch denkt, Bauingenieur sei so schlecht, dem empfehle ich: Maurer oder Zimmermeister ca. 2.200.- bis 2.400.- brutto.



Bitte mal einen in diesem Berufszweig fragen und nicht gleich wieder über mich meckern.



Danke!

Verkehrsplaner | 17. Juni 2008 - 23:36

Hallo alle zusammen,



ich muss hier meine Erfahrung bzgl. eine Einstellung als Bauigel äußern bzw. Kommentar abgeben.



Ein Bauigel kann, wenn er glück hat, ca. 2000 € Brutto verdienen (NRW_Region). (Mehrfach-Nennung) Ich kenne einige Ing.-Büros, die mit diesem Gehalt Absolventen einstellen (Bereich ist egal). Ich kenne auch einige Komilitonen, die Ihr Studium mit einer EINS abgeschlossen haben und auch vom Fach sind. Leider finden diese guten Bauigels keine Stellen.



Also ich frage mich, wie kann das sein, wenn man in den Medien oder Stellenanzeigen liest, dass händeringend Bauigels gesucht werden, aber nicht wirklich eingestellt werden. Die Lüge ist identisch wie mit der Arbeitslosenquote!



Die angeblich von Monat zu Monat fällt. Tatsache ist, wenn man im Umkreis die Nachbarn und die Gegend beobachtet, stellt man fest, dass die Armut nicht wie von den Politikern angepriesen vor der TÜR steht, sondern es ist in unserem Wohnzimmer/Küche/Schlafzimmer u.v.m. (Nur am Rande)



Meine Geschichte:

Ich habe an der FH - Verkehrswesen - studiert. Während meiner Diplomarbeit habe ich schon angefangen Bewerbungen fleißig zu schreiben. Ich wollte eigentlich Konstruktiv vertiefen, da aber meine damalige Recherche mir gezeigt hat, dass anno 2002/2003 konstruktive Ingenieure nicht mehr gesucht werden, habe ich aus KÜHNHEIT/VERZWEIFLUNG Verkehrswesen vertieft.



Wie es sich heute herausgestellt hat, war das der richtige Schritt! Das macht mir aber trotzdem viel Spaß!



P.S.: Die großen Firmen (zumindestens Versorger) haben die Ing.-Abteilungen bereits ausgegliedert, damit die Firmen den Bauingenieuren ca. 2250 € Brutto Lohn bezahlen können! Alles Betrug!! Wie einige von Ihnen schon erwähnt haben, ist diese Situation nicht nur im Ingenieurbreich, sondern überall QUER BEET! Ein Freund von mir arbeitet als Dipl.-Ökonom im hohen Norden und verdient ca. 1600 € Brutto. Wo soll das allles bloß nur ENDEN!?



Zu den Lobbyisten möchte ich folgendes sagen, sie machen ihren JOB sehr gut! Fragt sich nur wie lange noch, wenn die großen Parteien nicht wie bisher die Stimmen bekommen. Ich denke, dass die kommende Wahl in 2009 - hoffentlich- alles verändern wird!



Einen schönen Abend noch!

hans | 16. Juni 2008 - 19:33

hallo absolvent,



also ich denk, dass wenn du die anderen beiträge ließt du bestimmt merken wirst, dass dies sogar recht gut ist....



da ich gewechselt habe von mannheim nach ffm bin ich wieder in der probezeit, die jedoch nächsten monat ausläuft.



eine mündliche zusage vom chef habe ich, dass es sich nach der probezeit auf 3100 €/monat erhöht und dass es sich nach einem jahr erfolgreichem arbeiten etwa bei 3500-3700 €/monat einpendeln wird. hinzu kommen ja noch weihnachtsgeld, eine art der leistungsbezogenen bezahlung (mit zielvereinbarung) und eine umsatzbeteiligung.



ich, für meinen teil bin höchst zufrieden mit der situation und den aussichten. den kollegen nach zu urteilen ist das noch nicht das ende der fahnenstange.



abzuwarten bleibt jedoch, wann sich da wieder was tut, mach ich mir aber momentan noch keine gedanken. und nochmal, nur um vorzubeugen, ich mache keine lobbyarbeit, das läge mir fern !

Hoschi | 06. Juni 2008 - 11:00

Hallo Bauingenieur,



darf man mal ganz bescheiden nachfragen, wo (Region) und in welchem Bereich im Bauwesen (Vertrieb?) Sie 60k per annum in Deutschland beziehen?



Sowas bekommen normalerweise gerademal Niederlassungsleiter von Tragwerkplanungsbüros (der Sie mit 30 Lenzen garantiert noch nicht sind).



Danke Hoschi



P.S.: Ausland, Tragwerksplanungsbüro keine 40h Woche, bezahlte Überstunden und ebenfalls 60k/annum

Nils | 06. Juni 2008 - 10:07

FAZ vom 17./18. Mai 2008:



21. Mai 2008

Blauer Overall, kariertes Hemd, gelber Schutzhelm - so sieht Bob der Baumeister im Fernsehen aus. Die Bauingenieure im wirklichen Leben kleiden sich oft ganz anders, aber "Wir schaffen das!" sagen auch sie gerne. Geschafft haben sie in Deutschland zuletzt aber nur moderate Gehaltssteigerungen.



Durchschnittlich verdienen sie derzeit 40.300 Euro brutto im Jahr, der variable Bestandteil macht dabei nach einer Auswertung des Beratungsunternehmens Personalmarkt nur 5 Prozent aus. Je größer das Unternehmen, desto höher das Gehalt: Immerhin 48.300 Euro bekommen Bauingenieure, die in Unternemen mit mehr als 1000 Kollegen arbeiten. Berufserfahrung zahlt sich aus, mit bis zu drei Jahren Praxis gibt es im Schnitt 33.500 Euro, nach zehn Jahren sind es 46.200 Euro.



Die Zahlen sind "bitter", wo Sie her sind, würde mich interessieren.



Grüße N.

Absolvent | 05. Juni 2008 - 11:40

Danke für Deine Antwort Hans.



2,9 bzw 3k kommt mir ja aber fast ein bißchen wenig vor. Hat sich das nach der Probezeit noch ein wenig verbessert? Ich mein FFM ist ja nun mal ein teures Pflaster...



MfG

Bauingenieur2 | 05. Juni 2008 - 07:14

Knapp 4 Jahre Berufserfahrung, ueber 70k netto + (kleines) Auto + (kleines) EFH (kein Pferd und keine Pferdepflegerin, ist aber nicht so schlimm).



Aber: 60 Std./6 Tage Woche, stark eingeschraenkte Moeglichkeiten zur "Selbstverwirklichung". Ich bin nach dem Studium ins Ausland gegangen, nachdem ich in einem Vorstellungsgespraech ausgelacht wurde, als ich 2300 Euro verdienen wollte.

Kurz-Link  Kurz-Link zu diesem Forumthema:
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