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Dienstag, 01. Dezember 2020
Ausgabe 7043 | Nr. 336 | 20. Jahrgang

Tauschen Sie sich mit anderen Bauingenieuren über ihr Gehalt aus. Berufseinsteiger: Welches Einstiegsgehalt? Jungingenieure: Wie die Gehaltsverhandlung führen? Berufserfahrene / Professionals: Wann die nächste Gehaltserhöhung? Senior: Welche Tarif-Gruppe? Finden Sie in den Kommentaren die Gehaltsangaben von Kollegen über Einkommen, Verdienst und Arbeitszeiten. Oder schreiben Sie selbst zum Thema Gehälter.

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Gehälter für Bauingenieure bei Ingenieurbüros » Seite 2

159 Kommentare | 82571 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Bauingenieur | 03. Juni 2008 - 15:47

6 Jahre Berufserfahrung, 30 Jahre, über 60K brutto.

Hans | 02. Juni 2008 - 16:37

@absolvent:



Ich selbst bin letztes jahr fertig geworden und arbeite hier in ffm. aus den beiden angeboten, die ich hatte, kann ich dir ein kurzes statemant geben. bei mir war es so, dass es sich einerseits um 2900 €/monat und andererseits 3000 €/monat brutto, versteht sich, gedreht hatte. hab mich für die geringere dotierte stelle entschieden, das meiner meinung nach bessere umstände und zukunftsperspektiven bot.



jedoch hatten 2 absolventenkollegen, die beide auch in ffm arbeiten, direkt mit 40.000,€ jahressalär den einstieg gefunden, jedoch keine baufirma sondern ein recht großer AG.



nun können mich vielleicht ja die anderen auch als lobby-mann beschimpfen, jedoch kann ich mit solch einem beitrag gut schlafen, da wahrheitsgemäß.

erwähnenswert hierbei wäre, dass ich, sowie die beiden angesprochenen kumpels, jeweils schon vorher in den jetztigen firmen tätig waren als stud. hilfskräfte.



ferner hatte ich ca 20 bewerbungen (deutschlandweit) geschrieben mit mäßigem erfolg.

ausbeute: immerhin 6 mögliche vorstellungsgepräche (kam nicht zu allen, da ich mich dann schon entschieden hatte)



daher möchte ich abschließend bemerken, dass alle absolventen meines jahrgangs umgehend eine stelle gefunden haben. evt. liegt es ja tatsächlich an der region, aber auch hier kann ich bestätigen, dass keiner unter 2600 €/monat brutto heimgeht.



vorbeugend: hier soll keiner diskreditiert werden, ich wollte nur meine wahrheitsgemäße erfahrung meiner gleichwohl noch jungen laufbahn wiedergeben.

fertiger student | 01. Juni 2008 - 09:05

Widmann schrieb: der muss im ersten Jahr ca. 1 Mio. Umsatz machen. Ich glaube nicht, dass ein Absolvent eine Vorstellung hat, was das für Ihn bedeutet.





Naja, kommt wohl auf die Baustelle an. Im SF-Bau, Bauen im Bestand, dürfte diese Zahl erhebliches an Mühe bedeuten. Im Rohbau ist diese Zahl jedoch einfach zu erreichen. Im Erdbau ist es sicher gar kein Problem, hier sollen einige Bauleiter bis zu 6 Mio. im Jahr an Umsatz machen.



Gruß

fertiger Student.

Constructor | 29. Mai 2008 - 14:11

@fertiger Student



Sie schreiben: "Wenn alle nur an das schlechte glauben, gehts nie vorwärts. Es gibt Jobs, es gibt gute und auch gut dotierte Jobs. Nur wenn man sie nicht sucht, bzw. sich in der vertanen Zeit über einen geringen Verdienst beschwert, ist man selbst schuld."



Es gibt sicherlich gut dotierte Jobs, jedoch muß man hierfür Berufserfahrung und entsprechende Qualifikation mitbringen. Ein Ingenieur, der ein halbes Jahr arbeitslos war, wird diese Stelle bestimmt nicht bekommen. Auch ein Ingenieur, der seit 10 Jahren ununterbrochen arbeitet, wird diese Stelle nicht bekommen. Das liegt daran, dass die Firmen Leute suchen, die sie nicht einarbeiten müssen. Die wollen Leute, die am ersten Arbeitstag 100% Leistung bringen müssen. Das geht so nicht.



Wenn der Markt leergefegt ist, greifen diese Unternehmen auf das ausländische Humankapital zurück. Die deutschen Ingenieure bleiben dabei auf der Strecke.



Und genau diesen Fehler, dass man auf das Ausland zurückgreift, möchte die Industrie kompensieren, indem sie Lobbyarbeit macht und tausende unwissende Abiturienten ins Bauingenieurstudium lockt.



Aber wem erzähle ich das? Sie wissen ja genau wie das Spiel funktioniert, nicht wahr?

Absolvent | 29. Mai 2008 - 13:43

Hallo zusammen,



ich bin Absolvent (FH) und würde gerne wissen, was eine realistische Gehaltsforderung in einer großen Unternehmung (Büro) in Frankfurt und Umgebung wäre.



Ich bin Ende 20, Ausbildung, Berufserfahrung als studentische Hilfskraft in einem Ingenieurbüro.



Vielen Dank im Voraus!

Hoschi | 29. Mai 2008 - 12:46

Der Süddeutsche Raum in allen Ehren, aber die Welt (und selbst Deutschland) sind grösser als ein paar Regionen in Bayern und Schwaben! Und auch dort bekommen die vereinzelt gesähten "besser als 10 Euro pro Stunde Jobs" bevorzugt die Herren und Damen "Lokalpatrioten".



Deutschland ist und bleibt nunmal ein Kleinstaatenbund und so ist auch die Mentalitätslage. Ich sage nur "mir san mir"...da kann sich jeder Nichtbayer und Nichtschwabe seine Chancen auf solch eine Position ausmahlen.



Ein Blick über den Tellerrand hat noch nie geschadet. Das bewahrt dann auch vor dem typischen Reflex, alle (die, die Realitäten ausserhalb der oben erwähnten kleinen Enklaven zu schildern) als Jammerer abzustempeln.

Widmann | 27. Mai 2008 - 21:24

Also Jungs,



jetzt nehmt mal die Schärfe raus. Hier geht es ja zu wie bei Waldi und Rudi! Bezüglich Einstiegsgehalt kann ich bestätigen, dass hier im südlichen Süddeutschland für Absolventen im Bereich Bauleitung Tarivgruppe V Firmenwagen bezahlt wird. In Büros ist es sicher weniger.



Jetzt muss aber meiner Ansicht nach auch erklärt werden, wie ein Bauleiter von einer Firma finanziert wird. Im Algemeinen funktioniert das über eine Umlage auf die Angebotspreise. Diese Umlage für Bauleitung liegt zwischen 5 und 7 %, je nach dem, was der Bauleiter verdient und was er im Monat umsetzt. Wenn also ein Bauleiter für 100.000,00 Euro Bauleistungen im Monat umsetzt müssten für Ihn 6.000,00 Euro (im Durchschnitt) bleiben.



Mit diesen 6.000,00 Euro zahlt die Firma Gehalt, Sozialabgaben, Ausstattung am Arbeitsplatz usw. Jetzt kann jeder ausrechnen, was ein Bauleiter umsetzen muss, damit er sich trägt. Wer also den Anspruch hat mit Tarivgruppe A VII (ca. 3.500 Euro/Monat) in die Bauleitung einzusteigen, der muss im ersten Jahr ca. 1 Mio. Umsatz machen. Ich glaube nicht, dass ein Absolvent eine Vorstellung hat, was das für Ihn bedeutet.



Die 60.000 Euro im Jahr, von denen "fertiger Student" spricht, halte ich für unrealistisch. Tip für Ihn: Glaub nicht alles, was deine Studienkollegen erzählen.



Allerdings hat "fertger Student" recht, wenn er sagt, dass für 2000 Euro / Monat kein Absolvent mehr arbeitet. Dies ist zumindest hier im süddeutschen Raum so.



Grüße

Widmann

fertiger Student | 27. Mai 2008 - 21:04

Ist ja wirklich toll, was man hier liest. Ich bin weder Lobbyist, noch werde ich von jemanden bezahlt, dass ich hier auch mal was Positives schreibe.



Nur wenn man das alles hier liest, meint man grad, es wäre ein Wettkampf im Jammern!



Wenn alle nur an das schlechte glauben, gehts nie vorwärts. Es gibt Jobs, es gibt gute und auch gut dotierte Jobs. Nur wenn man sie nicht sucht, bzw. sich in der vertanen Zeit über einen geringen Verdienst beschwert, ist man selbst schuld.



Ich glaube das was auf meinem Gehaltszettel steht... und das sind am Ende von einem Kalenderjahr eben die besagten Euros.

Hoschi | 22. Mai 2008 - 15:43

Schoen, dass sich die Forenleitung entschlossen hat nicht nur die Lobbyistenbeitraege zu veroeffentlichen, sondern mit 9-taegiger Verspaetung auch die Kritik darauf, bravo.

Hoschi | 19. Mai 2008 - 13:05

Mönsch "fertiger Student",



warum denn so bescheiden beim Gehalt. Eure Unerfahrenheit bei Gehaltsverhandlungen in allen Ehren, aber so offensichtlich hat sich bisher selten einer über den Tisch ziehen lassen. Nur 60k Einstiegsgehalt?! Das ist doch hoffentlich nicht ernst gemeint...



Ich habe bereits von Leuten mit 100k + Limousine + Chauffeur + Villa als Einstiegspackage gehört.



Hoschi



Anm. der Redaktion: In dem Beitrag von "fertiger Student" heisst es (Auszug): "Bisher haben alle innerhalb eines Monats eine Stelle gefunden. Die Einstiegsgehälter liegen im Bereich des Tarifs und in Einzelfällen auch deutlich darüber (bis zu 60.000 Euro zu versteuerndes Einkommen)."

Constructor | 18. Mai 2008 - 08:24

@fertiger Student



Sie machen wirklich gute Lobbyarbeit hier. Weiter so! Treiben Sie weiterhin junge Leute in den Abgrund! Haben Sie kein Ehrgefühl!?



Zitat aus Ihrem Beitrag: "Angebote mit 2000 Euro brutto oder gar nur Praktikantenplätze werden nicht mehr angeboten, da die Unternehmen wissen, dass sowas keinen mehr hinterm Ofen vorlockt."



Schreiben Sie zumindest, dass das nicht in Deutschland der Fall ist. In D muß man teilweise immer noch kostenlose Sklavenarbeit verrichten, um Berufserfahrung sammeln zu dürfen.



Zitat aus Ihrem Beitrag: "Mir wurden schon Kopfprämien angeboten, sofern ich gute Leute daherbringe. Also Leute, Kopf hoch und macht das was euch Spaß macht!"



Wenn Sie mit Ihrem Namen (fertiger Student) ausdrücken möchten, dass Sie Absolvent sind, frage ich mich, welches Unternehmen einen Absolventen ernst nimmt, um Ihm eine Kopfprämie anzubieten. Außerdem ist "gute Leute" eine Definitionssache. Im Bauingenieurwesen sind gute Leute mit Menschen gleichzusetzen, die sich ausbeuten lassen, für 2000 € 60+h arbeiten.



Lassen Sie diese Lobbyarbeit, es ist umsonst. Niemand glaubt mehr an die Lügen der Baulobbyisten!

Nils | 15. Mai 2008 - 13:34

Sorry, aber 60 k für einen Absolventen gibt es vielleicht bei McKinsey oder Bain & Company, aber nicht in der Baubranche (schon gar nicht in einem Ingenieurbüro).



Und Abbrecherquoten von 75 % waren auch schon Mitte der 90-er nichts Besonderes im Bauingenierwesen an einer TU. Nur um die zu beruhigen, die nun "wieder" denken, was mache ich nur falsch.



An dem was hier über "Lobbying" steht, scheint doch was dran zu sein, langsam glaube ich auch daran.



Um den "Ammenmärchen" mal was Konstruktives hinzuzufügen:



http://www.atkinsglobal.com/careers/search_our_jobs/



z.B., die geben bei den meisten Jobs (in GBP) an, was Ihnen der Job wert ist. Wie die meisten englischen großen Engineering Consultancies.



Immer im Auge zu behalten, wie teuer z. B. das Leben in London ist.



Grüße N.

Artur | 13. Mai 2008 - 18:13

Kein Problem, die Kopfprämie kannst du dir verdienen. Ich kenne eine Menge gute Leute, die auf der Suche sind.

Hoschi | 13. Mai 2008 - 17:47

Liebe Forenleitung,



warum werden "Beitraege" wie die des Users "fertiger Student" veroeffentlicht?



Seine Aussagen stehen in einem so extrem krassen Widerspruch mit der Realitaet, dass man als Fachforenbetreiber hier auch eine gewisse Verantwortung traegt. Ein Einstiegsgehalt von bis 60 k (so wie es bei "fertiger Student" zu lesen ist), ist einfach erstunken und erlogen, dass sich die Balken biegen.



Hoschi



>>> Anm. der Redaktion: Wir schätzen jede Leseraussage oder Lesermeinung und gehen von ehrlichen Angaben und Aussagen aus, sie bereichern das Forum und den Austausch untereinander. Es steht Ihnen natürlich frei, Beiträge in ihrem Wahrheitsgehalt anzuzweifeln!

fertiger Student | 12. Mai 2008 - 15:38

Hallo beisammen,



ich bin nun seit einem halben Jahr fertig mit studieren. In meinem Jahrgang wurde ordentlich gesiebt (von 90 Personen haben 20 das Abschlusszeugnis zum Bauingenieur).



Bisher haben alle innerhalb eines Monats eine Stelle gefunden. Die Einstiegsgehälter liegen im Bereich des Tarifs und in Einzelfällen auch deutlich darüber (bis zu 60.000 Euro zu versteuerndes Einkommen). Angebote mit 2000 Euro brutto oder gar nur Praktikantenplätze werden nicht mehr angeboten, da die Unternehmen wissen, dass sowas keinen mehr hinterm Ofen vorlockt.



Mir wurden schon Kopfprämien angeboten, sofern ich gute Leute daherbringe. Also Leute, Kopf hoch und macht das was euch Spaß macht!

derStatiker | 11. Mai 2008 - 09:46

Hallo Statistiker,



ich finde es nicht gut, daß du einfach behauptest, manche Beiträge seien frei erfunden!!!



Alles was ich geschrieben habe, entspricht der Wahrheit und sollte Absolventen ermutigen! Es ist richtig, daß sich im Punkto "Gehalt" eines Bauingenieurs etwas ändern sollte, aber die Konjunktur und der Mangel an Fachkräften greift uns unter die Arme.



Bitte nimm (nehmt) ein wenig "Schärfe" aus euren Beiträgen. Wenn du auf Baubesprechungen auch so reagierst dürfte es kein Wunder sein, daß du unzufrieden bist ...



mfg

derStatiker

Statistiker | 09. Mai 2008 - 10:54

Nun möchte ich auch mal etwas zum Thema "Gehälter" beitragen. Viele der Absolventen werden sich bei manchen Beiträgen von Usern (oder Scheinusern) fragen: "Was mach ich eigendlich falsch und was machen andere richtig?"



Einige schreiben, dass sie nach durchschnittlichen Studienleistungen mit etwas Einsatz und einigen Praktikas während der Studienzeit gleich aus 10 Jobangeboten mit Topbezahlung sich einen aussuchen konnten. Um Euch (Absolventen) gleich zu beruhigen - das ist nicht die Regel bzw. frei erfunden! Keine Baufirma zahlt Einstiegsgehälter von 50.000 Euro/Jahr und ein Planungsbüro, das nach HOAI abrechnet, erst recht nicht. Das gehört ins Reich der Phantasie.



Es gibt keine Baufirma, die mehr als das tarifliche Einstiegsgehalt A VI bezahlt, i.d.R. auch nicht bei einem Universitätsabschluss. Außnahmen sind eventuell möglich, wenn der Absolvent vorher schon einen Abschluss als Meister o.ä. hatte. Wenn jemand etwas anderes behauptet, macht er nur Lobbyarbeit!



Unbestritten ist, dass momentan Bauingenieure am Arbeitsmarkt wieder nachgefragt werden, wenn auch verhalten. Der Arbeitsmarkt für Bauingenieure ist aber weiterhin angespannt, von "leergefegt" kann keine Rede sein.



Baufirmen, die ihren Mitarbeitern Gehälter zahlen, die weit unter Tarif liegen, bekommen durch die steigende Nachfrage natürlich Probleme, weil ihre Mitarbeiter zur besser zahlenden Konkurenz abwandern. Aber an Erhöhung der Gehälter denken diese Firmen natürlich immer noch nicht. Sie jammen und hängen sich an die These des Ingenieursmangel, den es z. B. im Maschienbau tatsächlich gibt an.



Sie glauben das dieses Spiel mit Einstiegsgehältern von 2.000 Euro auf ewig weiter geht. Wenn sie aber nachdenken würden, würden sie bemerken, dass ihre Mitarbeiter total unzufrieden sind mit ihrer Lage und den schlechtbezahlten Job nur als Zwischenlösung machen, bis ein lukratives Angebot einer gutzahlenden Firma kommt.



Zum Thema Praktikum nach dem Studium: Ich kann nur abraten, sich auf soetwas einzulassen. Das Unternehmen stellt euch danach i.d.R. nicht ein, sie bietet euch nur die Verlängerung der Probezeit an.

Hoschi | 08. Mai 2008 - 14:58

Hallo QmalLquadratachtel,



warum hast Du eigentlich um 2002 angefangen Bauingenieurwesen zu studieren?



Da war die Baubranche am absoluten Tiefstpunkt angelangt. Hast Du etwa die abgedroschene "in 5 Jahren sieht die Lage komplett anders aus" Propaganda der Universitaetsprofessoren und Verbandslobbyisten geglaubt?! Diese "in 5 Jahren..." Maerchen gibt es nunmehr seit 1999!



Um eine wirklich spuerbare Erholung der Branche zu erleben, muesste ein jahrelang anhaltender wirtschaftlicher Aufschwung mit einer 5-10% Wachstumsrate her, welcher eine substanzielle Nachfrage nach neuen Buerogebaeuden, Industrieanlagen und Wohngebaeuden schafft (massiver Zuzug auslaendischer Fachkraefte inclusive derer Familien). Wenn Du das als ebenso unrealistisch einstufst wie ich, dann weisst Du, was Dich in Deiner beruflichen Zukunft erwartet...



Es wird sich deshalb arbeitsbedingungstechnisch in den naechsten 10-20 Jahren in Deutschland fuer Bauingenieure nichts gravierendes aendern. Die Gehaelter bleiben auf Hilfsarbeiterniveau und drunter (2200 €/Monat Brutto bedeuten bei 50 h pro Woche satte 10 € pro Stunde Brutto!). So wie Du werden auch zukuenftig Leute in das Bauingenieur-Studium gelockt und schauen nach dem Abschluss verdutzt aus der Waesche.



Was bleibt als Alternative?

Antwort: Ausland - und zwar dorthin wo gebaut wird (Dubai, Australien, Asien).



Wenn das keine Option fuer Dich ist, dann schau Dich lieber nach einem Aufbaustudium Maschinenbau um - das meine ich wirklich ernst.



Hoschi

QmalLquadratachtel | 05. Mai 2008 - 23:16

Ich bin jetzt nach meinem Studium auch ein wenig enttäuscht. Kein Unternehmen ist bereit einen Neueinsteiger aufzunehmen und wenn dann nur als Praktikant oder so.



Von meinen 40 Bewerbungen habe ich lediglich eine Zusage bekommen, dabei wurde mir ein Praktikantenplatz auf 400 € Basis im Monat angeboten, dafür sollte ich dann 60 h die Woche arbeiten.



Hab ich natürlich nicht gemacht, ich arbeite jetzt mit Sonderschülern zusammen in einer Verpackungsfirma, 1200 Brutto im Monat, 40h arbeiten. Echt toll, mein Studium habe ich von meinen Ersparnissen finanziert, Notendurchschnitt 2,0.



Das kann doch nicht wahr sein. Ich bin jetzt seit einigen Tagen damit beschäftigt, mich nach einem Job im Ausland umzuschauen. Deutschland ist in der Tat, was Bauingenieure angeht, ein Niedriglohnland. Ich frage mich ersthaft, warum hier überhaupt noch jemand als Bauingenieur arbeitet. Ich habe irgendwie den Eindruck, dass die gesamte Branche nur auf Absolventen und Familienväter aufbaut, denen keine andere Wahl bleibt als zu Dumpingpreisen zu arbeiten.



Die Lobbyisten der Baubranche die vermutlich auch in dem einen oder anderen Forum ihren Fingerabdruck hinterlassen, sollten sich wirklich etwas schämen. Zudem werde ich den Eindruck nicht los, dass bewusst über die Medien ein angeblicher Ingenieurmangel vorgegaukelt wird, um so einem tatsächlichen vorzubeugen, welcher dann ja zu Lohnerhöhungen führen würde.

jockel | 22. Januar 2008 - 23:04

Hallo Nadvid,



als ich studierte (TU Hannover), hatte man sein Vordiplom i.d.R. nach 3 Semestern in der Tasche und war nach 9 bzw. 10 Semestern fertig. Parallel habe ich gearbeitet und war über 4 Monate im Ausland als Bauleiter im Praktikum unterwegs.



Nach dem Studium habe ich erst im Ausland gearbeitet. Für viele sicherlich erstrebenswert vom Verdienst (brutto=netto). Für mich stand aber fest wieder zurückzukehren. Ich denke, dass es die beste Entscheidung gewesen ist. Arbeite jetzt fast 2 Jahre im Bereich Ingenieurdienstleistung (techn. Schallschutz) und mein Gehalt beläuft sich auf ca. 50.000 Euro.



Ich kann nicht sagen, dass man als Bauing. wenig verdienen (muss). Also Kopf hoch, parallel zum Studium Erfahrungen machen, schnell fertig werden und dann in eine rosige Zukunft schauen.

Praktikant | 18. Januar 2008 - 22:20

Hallo zusammen!



so erschreckend der Grundtenor bezüglich Gehalt hier im Forum ist, muss ich doch zustimmen.



Ich selbst bin beinahe fertig mit meinem Bauingenieurstudium (1 Prüfung fehlt noch...), arbeite seit August als Praktikant für einen großen Baukonzern aus dem Süddeutschen Raum und ersetzte praktisch einen vollwertigen Bauleiter.



Ich kann sowohl die Arbeitsbedingungen (was Zeit und Stress angeht) als auch die Gehälter bestätigen. Auch kann ich die Situation in der Schweiz bestätigen (ist von hier aus nur ein Katzensprung nach CH). Allerdings ist in CH auch nicht alles Gold was glänzt (und nicht nur dort).



Man darf sich da von höheren Gehältern nicht blenden lassen. Allerdings ist die Arbeitszeit/-menge, Stress, etc. deutlich im grünen Bereich.



Für mich ergibt sich daraus die Konsequenz, dass mittelfristig nur ein Job im Ausland tragfähig ist. Jobs bekommen eigentlich alle Bauigel ohne größere Probleme - nur sind die Konditionen erbärmlich.



Ich hoffe für alle, die nicht ins Ausland können oder wollen, dass auch in Deutschland ein Ingenieur wieder etwas wert ist und nicht von allen Seiten wie ein Hund getreten wird. Wer insbesondere Bauingenieur werden will, sollte sich das sehr gut überlegen. Die Umsatzzahlen der Baukonzerne sind im übrigen wieder rückläufig (bis 15% im Vergleich zum Vorjahr).



Abschließend möchte ich noch festhalten, dass mir mein Job absolut Spass macht und ich mir nur schwer vorstellen kann, einer grundsätzlich anderen Tätigkeit nachzugehen (wenn auch gerne in einer anderen Branche).



Grüße

Davide | 18. Januar 2008 - 18:56

Navid,



mach dir keine Sorgen, ich bin selber noch am studieren und habe schon einige Stellenangebote bekommen. Versuche einige Praktika zu absolvieren (am besten in verschiedenen Firmen in der Umgebung) und denk ueber ein Auslandssemester im englischsprachigen Ausland nach.



Das macht dich als Absolventen schon viel interessanter. Am wichtigsten ist Vitamin-B, da du dann auch empfohlen werden kannst.



Solltest du polnisch, kroatisch, serbisch, tschechisch oder irgendeine andere Osteuropaeische Sprache sprechen, dann musst du dir erst recht keine Sorgen machen. Grosse deutsche Firmen suchen genau solche Leute, da in diesen Laendern aufgrund von EU-Zuschuessen mehr gebaut wird. Versuche dann die Terminologie auf der Sprache zu beherrschen.



Solltest du beim studieren am "chillen" (rumhängen, abhängen, entspannen, Anm. d. Red.) sein, keine Praktika absolvieren, mittelmaessige Noten haben und ausser Deutsch keine weitere Sprache sprechen, dann kann es auf jeden Fall schwer werden!

bauigel32 | 18. Januar 2008 - 07:42

Hallo Navid,



ich habe ebenfalls in Darmstadt studiert und wohne und arbeite auch noch hier.



Mein Tipp: Bemühe dich jetzt schon um einen Studentenjob in einem Büro. Das ist besser als jede Note und kurze Studienzeit. Ich möchte nicht sagen, dass dies nicht wichtig ist, aber Erfahrung im Umgang mit einer Berechnungs-Software ist in einem Bewerbungsgespräch wichtiger. An der Uni lernt man die Anwendung nicht!



Ein wichtiges Thema ist meiner Meinung nach auch energie-effiziente Bauweise, wie z.B. Passivhausbau. Wenn du in diesem Bereich punkten kannst, zählt das ebenfalls viel. Weiterer Tipp: Mache nebenbei den Brandschutzfachplaner an der FH Darmstadt, kostet dich als Dipl.-Ing. viel, als Student nix.



Die beruflichen Chancen stehen ganz gut, schaue einfach die Stellenanzeigen an. Ich hatte keine Bewerbung geschrieben und 2 Stellen zur Auswahl. Arbeite allerdings auch schon seit dem 3 Semester in Büros.



Grüße

Der Statiker | 17. Januar 2008 - 11:52

Hallo Navid,



nur kurzsichtige Menschen machen Ihre Berufswahl vom Gehalt abhängig. Natürlich, unsere Brötchen müssen wir alle verdienen, aber da man sich mehr als die Hälfte seiner Zeit mit dem Beruf befasst, MUSS dieser auch Spass machen.



Bauingenieur ist ein hochinteressanter Beruf mit sehr viel Abwechslung! Man hat sehr gute Möglichkeiten ins Ausland zu gehen, aber kann auch in Deutschland arbeiten. Die Bezahlung ist zwar im Vergleich zu anderen Ingenieurbereichen (Elektro, Maschinenbau ...) nicht so gut, aber ausreichend (meiner Meinung nach).



Ich selber bin auch im konstruktiven Massivbau tätig und werde gut bezahlt! Eine 50h Woche ist hier die Regel!



Nur mal ein Tipp: MACH EIN PRAKTIKUM! Teste dich selber, ob es dir Spass macht und lege dir einen Grundstein fuer den späteren Beruf ;)



Gruß

der Statiker

navid | 16. Januar 2008 - 21:58

Hallo,



ich studiere im 5. Semester Bauingenieurwesen (Diplom) an der Technischen Universität Darmstadt (Hessen). Ich interessiere mich sehr für diesen Beruf und möchte in die Konstruktive Richtung (Statik, Stahlbau und Massivbau) vertiefen. Ich habe schon mein Vordiplom und habe vor schon im 10. Semester fertig zu werden.



Ich muss gestehen, dass manches, was hier gesagt wurde, mich nachdenklich über meine Zukunft macht.



Gruß Navid

Xe Om | 25. Oktober 2007 - 08:03

Nun, nach dem ich mir hier den ganzen Thread durchgelesen habe, moechte ich doch mal eine weitere Erfahrung zu diesem Thema beisteuern.



Ich studiere Bauning. im 5. Semester an einer FH und arbeite seit dem Ende des 1. Semesters in den Semesterferien in einem Ing.buero fuer Wasserwirtschaft. In diesem Fruehjahr hab ich ein 2monatiges Praktikum in Abu Dhabi, VAE, in einem grossen Abwasserprojekt fuer ein deutsches Ingenieurconsultingunternehmen absolviert und im Moment mache ich mein Praxissemster in Hanoi, Vietnam, wieder in einem landesweiten Abwasserprojekt fuer ein anderes deutsches Ingenieurconsultantunternehmen.Diese Unternehmen bezahlen mir alle Flueg+ gut ausreichende monatliche Praktikumsverguetung. Das ALLES ohne Vitamin B. Ich bin mit der Studienwahl von Anfang an ueberaus zufrieden und bin sehr froh durch diesen Studiengang diese Erfahrungen machen zu koennen.



Jetzt zu meinen zu gegebenermassen noch relativ begrenzten Kenntnissen ueber Gehaelter fuer Uni- oder FH-Absolventen in der Baubranche aus dem Freundeskreis sowie aus dem Ing.buero fuer Wasserwirtschaft. Ein Freund von mir, der diesen Sommer sein Studium mit der Vertiefung Baubetrieb abgeschlossen hat, bekam eine Stelle bei dem Unternehmen aus seiner Praxissemesterzeit. Dieses Unternehmen mit verschiedenen Sparten erbringt Bauleistungen vorallem im Feld des Industriebaus (Chemie).

Er bekommt als Einstiegsgehalt 2800 Brutto bei einer tatsaechlichen 40h-Woche.

Die Ingenieure aus dem Ing.buero fuer Wasserwirtschaft, von denen viele Absolventen meiner FH sind und dort erst seit 1-2 Jahren arbeiten, sagten mir, dass ich mit einem Einstiegsgehalt im Bereich 2500 bis 3000 Brutto rechnen kann. Bei denen gab es kein Grund mir irgendwas vorzumachen.



Die Welt der Bauingenieure in Deutschland ist bestimmt nicht die rosigste aber so unglaublich schlecht sieht es fuer die jetzigen Absolventen auch nicht mehr aus, auch wenn die Bezahlung noch immer nicht unserem Berfufsstand gerecht wird. Ich bekomme ueber meine sichtlich erfreuten Professoren mit, wie schnell doch die Absolventen aus den letzten

Abgaengersemestern wieder einen Job bekommen wuerden, was ja in der Vergangenheit nicht immer so der Fall gewesen sei.



Ich bin der Meinung, jeder sollte das studieren, was im Freude bereitet und wenn es Byzantik ist. Man sollte sich aber auch im Klaren sein, nicht komplett losgeloest von seiner Umwelt vor sich hin zu studieren, sondern von Anfang an zu pruefen, wie man damit in der Arbeitwelt etwas auf die Beine stellen kann. Dabei hilft oft der Blick uber den Tellerrand bzw. der Verbindungsaufbau zu anderen Fachbereichen, um eine vernueftige Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten.

Das Durchlaufen eines Studienplans garantiert doch keinen Job oder Mindestgehalt. So etwas darf man von einem Studium einfach nicht erwarten.



Just my two cents.

Michael | 09. Oktober 2007 - 14:41

Hallo Forumsteilnehmer,



ich möchte Euch ein paar Auszüge aus einem Artikel des Hamburger Abendblattes nicht vorenthalten, der am 8.9.2007 erschienen ist.



Nach der Lektüre kann man festhalten, dass die Bauindustrie nichts dazugelernt hat und mit windigen Argumenten nun versucht, junge Leute und vor allem Frauen zu einem Bauingenieurstudium zu animieren.



Fakt scheint zu sein, das erfahrene und mit viel Wissen ausgestattete Bauingenieure, nicht mehr gefragt sind, auch deshalb nicht, weil Sie eine eigene Meinung und ein eigenes Urteilsvermögen besitzen und sich nicht alle Frechheiten bieten lassen (von einer angemessenen Bezahlung mal ganz zu schweigen).



So, nun aber mal zu ein paar Auszügen:



Ursprünglich hatten wir uns vorgenommen, in diesem Jahr 50 neue Bauingenieure einzustellen. Bis Mitte des Jahres hatten aber bereits 100 neue Leute einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Und wir würden noch mehr einstellen, wenn wir weitere gute Leute finden würden", sagt ein Vorstandsmitglied eines grossen Projektsteuerers. Doch da liegt das Problem; Es gibt zu wenige Bauingenieure. Seit Jahren geht die Zahl der Studienanfänger im Fach Bauingenieurwesen zurück, die Immobilienbranche hat ein Nachwuchsproblem.



... Und so suchen auch viele andere Unternehmen in der deutschen Bauindustrie.



"Uns fehlen jedes Jahr knapp 1000 Bauingenieure", konstatiert Friedrich Oeser, Vorsitzender des Bauindustrieverbandes Hamburg. Dieser Mangel lasse sich nicht kurzfristig beheben. "Die Zahl der arbeitslosen Bauingenieure ist stark zurückgegangen. Wir müssen auf höhere Studentenzahlen setzen", so Oeser. 2005 hat sich die Zahl der arbeitslosen Bauingenieure von 11200 auf knapp 6000 reduziert.



"In den vergangenen zehn Jahren sind viele Unternehmen zusammengebrochen", sagt Dirk Busjaeger von der Geschäftsführung des Hamburger Bauunternehmens Aug. Prien. "Wir haben etliche gut qualifizierte junge Ingenieure übernehmen können." In Hamburg habe es einen guten Zulauf von Ingenieuren durch die HafenCity Universität (www.hcu-ham burg.de) und die Technische Universität (www.tu-harburg.de) gegeben.



....

Viele Bauunternehmen tun sich schwer damit, ältere arbeitslose Ingenieure einzustellen. "Am liebsten stellen wir Leute mit null bis fünf Jahren Berufserfahrung ein", sagt Andreas Blaschkowski. Seine Begründung: "Projektmanagement, wie wir es machen, lernt man an keiner Hochschule, sondern nur bei uns im Unternehmen. Wenn man aber bereits 15 Jahre im Job war, ist man meistens schon zu sehr geprägt."



Andere Abiturienten seien irritiert, wenn sie von hohen Abbrecherquoten bei den Erstsemestern hören würden, vermutet Dirk Busjaeger, der selbst Bauingenieur ist. "In den Fächern Mathematik und Mechanik sind die Lernstoffe schon anspruchsvoll. Aber wer am Gymnasium Mathematik oder Physik als Leistungsfach hatte, verfügt über die richtigen Grundlagen für das Studium."



Eine Gruppe, die die Bauwirtschaft insbesondere fürs Ingenieurstudium begeistern will, sind junge Frauen. "Auch wenn viele Bauingenieurinnen anschließend noch Stadtplanung, Umwelttechnik oder Ähnliches studieren, brauchen wir sie in der konstruktiven Bauleitung und im Projektmanagement", betont Busjaeger. "Frauen bringen einen anderen Ton auf die Baustelle", fügt Oeser hinzu.....



Ich will das, falls es jemand überlesen hat, noch einmal wiederholen:



"Projektmanagement, wie wir es machen, lernt man an keiner Hochschule, sondern nur bei uns im Unternehmen. Wenn man aber bereits 15 Jahre im Job war, ist man meistens schon zu sehr geprägt."



Was ist dem Mann Schlimmes widerfahren, das er bereits so eine Prägung aufweist? Ich befürchte, im Hambuger Büro der Bauindustrie weht schon ein leiser Hauch des Todes über die Flure...



mit freundlichen Grüßen aus dem hohen Norden

Michael

Gerd | 06. Oktober 2007 - 20:19

Also ich bin vor einer Weile in die Schweiz ausgewandert. War das beste, was mir passieren konnte. Gründe waren die schlechte Konjunktur, obwohl ich einen verhältnismässig guten Job hatte.



Damals in D hatte ich nach 4 Jahren ca. 42000 Euro brutto, also 3300 pro Monat. In der Schweiz hat man das in etwa netto, da die Abgaben so gering sind. Mit etwas Glück und Verhandlungsgeschick, kann man bis zu 5000 netto pro Monat rausholen (aber nicht im Ingenieurbüro).



Das erklärt auch, warum hier die dicken Autos rumfahren. Wenn man dann noch bedenkt, dass die Baubranche hier in CH auch das Ende der Nahrungskette ist (wie in Deutschland), kann man nur erahnen, was die Angestellen im Finanzsektor kriegen. Die kriegen teilweise einen deutschen Jahreslohn als Jahresendprämie oben drauf!



Aber man soll sich nicht beklagen. Jeder ist seines Glückes Schmied. Eine Rückkehr nach D ist gehaltstechnisch dadurch aber eher unwahrscheinlich. Das Leben in den Bergen hat aber auch was, bald ist wieder Ski-Saison. In diesem Sinne, nicht den Kopf hängen lassen!



Gerd

DW | 02. Oktober 2007 - 10:12

Hallo,



als ich hier in diesem Thema so einige Beiträge gelesen habe, dachte ich mir, dass ich nicht in dem Deutschland arbeite, in dem einige User scheinbar arbeiten. Da ich auch zu der Spezies "Bauingenieur" gehöre und nun schon in 10 Bundesländern in verschiedensten Baufirmen und Ingenieurbüros tätig war, konnte ich mir bei einigen Beiträgen - speziell von "Marc" - das Lachen nicht verkneifen.



Was die Gehälter angeht, muss ich den Usern, die von Gehältern von 2.500 Euro berichten, recht geben. Das ist so das typische Einstiegsgehalt in Ingenieurbüros (Überstunden inclusive).



Weihnachts- und Urlaubsgeld haben in den letzten Jahren eigentlich nur die wirklich großen Ingenieurbüros bezahlt, aber höchstens 50% und nicht wie in vielen Branchen das 1,5-fache des Bruttogehaltes.



Erfahrene Bauingenieure erhalten um die 3.000 € Brutto in den Büros, die ich durchlaufen habe. Das ein Berufsanfänger dann 40.000Euro bekommt, ist schier unmöglich, er müsste dann ja schon 3200 Euro im Monat erhalten! In einem Ingenieurbüro im Bauwesen? Wie soll das ein Ingenieurbüro bezahlen, wenn die Honorare seit Jahren stagnieren und teilweise sinken? Ich persönlich denke Marc & Co. sind Einzelfälle oder Lobbyisten.



Entweder sind sie von Gewerkschaften und wollen so die Gehältsforderung von Arbeitsuchenden so erhöhen oder sie sind von der Bauindustrie und wollen schlecht informiere Abiturienten zum Bauingenieurstudium bewegen, um ausreichend Nachwuchs zu haben.



Ich weiß aus einschlägigen Kreisen, dass Baufirmen jetzt schon Sorgen haben, nicht mehr genug Bauingenieurnachwuchs zu haben. Die Sorge haben sie aber nur, weil sie merken, dass ihr Druckpotenzial schwächer wird und nicht mehr alle Arbeitnehmer sich die schlechte Bezahlung, die unbezahlten Überstunden und den Druck gefallen lassen.



Das Horrorszenario sieht so aus, das es anfangs zu einem sinkendem Bewerberpool kommt und Mitarbeiter von anderen Unternehmen abgeworben werden. Im Pool der arbeitslosen Bauingenieure befinden sich jedoch nur noch Bauingenieure, die hohe Gehaltsforderungen haben und nicht bereit sind, unbezahlte Überstunden zu machen, wie es momentan von den Bauunternehmen erwartet wird.



Durch diesen Mangel an willigen Mitarbeitern müssen die Firmen jedoch notgedrungen diese BI einstellen. In den Firmen spricht sich das schnell herum und die bisher ausgebeuteten Bauleiter, die 3 Baustellen betreuen, "mucken" auf und verlangen entweder mehr Geld oder mehr Freizeit, was den Mangel noch verstärkt.



Die Gehälter steigen sprunghaft im zweistelligen Prozentbereich und die Arbeitszeiten sinken rapide. Dieses Szenario hatte England vor einigen Jahren hinter sich, die hatten auch eine schwere Baukrise mit ähnlich niedrigen Gehältern und schlechten Bedingungen und dann stiegen die durchschnittlichen Bauingenieurgehälter sprunghaft um 30%.



Davor haben Bauunternehmen Angst und deshalb wird in den letzten Monaten massiv Werbung für das Bauingenieurstudium gemacht, kombiniert mit angeblichen Bauingenieurmangelnachrichten. Achtet mal auf den Zeitpunkt, der ist immer einige Wochen vor den Einschreibeterminen an den Universitäten.

Primus | 29. September 2007 - 11:23

Hallo,



ich bin kurz vor dem Ende des Studiums und habe auch in AT festgestellt, dass es hier ned soooo rosig aussieht.



Aber in den Büros ne Katastrophe. Über 2200 EUR Brutto (sind ca. 1500 EUR netto in AT) kaum was zu finden. Ich habe in einem statisch konstruktiven Büro gearbeitet (als freier Dienstnehmer), wo die Kollegen nicht nach KV (=Kollektivvertrag, heißt bei Euch in DE Tariflohn) gearbeitet haben. Keine Überstundenzuschläge, alles wird 1:1 abgegolten, Geld oder Zeitausgleich. Auch Sonntagsarbeit.



Es wird deswegen nicht nach KV gearbeitet, da es mit der Arbeitszeitflexibilisierung nicht konform ist. Sommer = mehr Arbeit = Überstunden -> Im Winter weniger Arbeit, dafür Zeitausgleich nehmen. Zumindest so die offizielle Begründung.



"In Frage kamen damals Österreich oder die Schweiz."



Wie kommst du auf AT? Wo hast du gehört, dass es in Österreich wert wäre als Bauingenieur zu arbeiten?

flamingo | 24. September 2007 - 09:29

Hallo,



meine Stichpunkte zum Gehalt Bauingenieur:

wbl. + Ost + Abschluss 1986 -> 20 Jahre Berufserfahrung = 1.900,-€ brutto/Monat (seit 10 Jahren), Arbeitszeit 40 Std. (ha, gerne auch mehr, Ü-Std. bzw. Mehrarbeit sind mit Gehalt abgegolten = ca. 180 Std./Jahr); kleines Ingenieurbüro, 3 Mitarbeiter (Chef, Sekr. + ich) Arbeitsleistung: alle Planungsleistungen einschl. CAD-Zeichnungen + tlw. Bauüberwachung

Klaus | 21. September 2007 - 10:41

Hallo Auswanderer,



Sorry, aber die Gehaltsangaben für Ungarn hören sich ziemlich unglaubwürdig an. Anbei ein Text aus www.ba-auslandsvermittlung.de bzgl. der Gehaltstruktur in Ungarn.



Zitat:"Die höchsten Vergütungen zahlt die Branche Finanz- und Versicherungsdienstleistungen: Vollzeitbeschäftigte erhielten dort Anfang 2007 durchschnittlich 349.000 HUF (1.416 €) brutto pro Monat. In der verarbeitenden Industrie bekamen im selben Zeitraum Arbeiter durchschnittlich 127.700 HUF (518 €), Angestellte 273.200 HUF (1.108 €), in der Baubranche Arbeiter 100.700 HUF (408 €), Angestellte 196.800 HUF (799 €), im Hotel- und Gaststättengewerbe Arbeiter 99.000 HUF (402 €), Angestellte 194.000 HUF (787 €), in der Immobilienbranche Arbeiter 97.300 HUF (395 €), Angestellte 256.600 HUF (1.041 €).



Das Ungarische Zentralamt für Statistik erhebt regelmäßig aktuelle Daten über Löhne und Gehälter. Sie können Sie unter http://portal.ksh.hu kostenlos abrufen."

Auswanderer | 19. September 2007 - 13:00

Ich möchte mal meine Erfahrungen schildern :



Ich habe meinen Abschluss 2002 an der TU Darmstadt gemacht. Ich habe bereits während meiner Diplomarbeit Bewerbungen verschickt. Die Arbeitslage in dieser Brachne war mir von Anfang an bewusst. Ich konnte mich damals zwischen dem Studiengang Maschinenbau, Wi.-Ing. Maschinenbau und Bauingenieurwesen entscheiden. Meine Eltern und Freunde rieten mir alle :"Studier bloß nicht Bauingenieur!". Nun, ich war der einzige aus meiner damaligen Schule, der in Richtung Bauingenieurwesen studiert hat. (Damals haben 22 an meiner Schule das Studium an der TUD begonnen. 1 wurde Bauingenieur, 10 wurden Maschinenbauer und 2 Wirtschaftsingenieure, der Rest hat abgebrochen)

Ich studierte also Bauingenieur mit Vertiefung im konstruktiven Ingenieurbau.



Wie gesagt, ich schrieb bereits während meiner Diplomarbeit Bewerbungen. Ich habe nicht alle aufgehoben, aber ich hab um die 200 Bewerbungen geschrieben. Icb bekam mehrere Zusagen. Aber alle für einen lächerlichen Lohn (1600 - 1800 Brutto).



Die Krönung des ganzen war das Angebot eines Praktikumsplatzes. Natürlich gänzlich unbezahlt aber trotzdem 60h im Büro. Nichtmal der Berufserfahrung willen wollte ich kostenlos arbeiten.



So langsam machte sich dann bei mir die Frustration breit. Nach anderthalb Jahren bekam ich eine Stelle in einem kleineren Ingenieurbüro. Ich arbeitete zusammen mit 3 weiteren Ingenieuren und einem Architekten in Frankfurt am Main. Bruttolohn 2500 Euro. Nicht gerade das Beste, aber ich war gezwungen Geld nach Hause zu bringen. Zu der Zeit wohnte ich zusammen mit meiner Lebensgefährtin. Sie arbeitete als Arzthelferin im Krankenhaus und brachte um die 3900 Brutto nach Hause.

Da wir unsere Gehälter zusammengelegt hatten, hatten wir auch nie Geldprobleme. Schickes Häuschen und ein feines Auto vor der Tür. Und sonst kommt auch was rum fürs Leben.



Spaß hatte ich in dem Ingenieurbüro an der Arbeit sicherlich. Aber auch da kam es wie es kommen musste. Das Büro ging pleite. Ich stand wieder auf der Straße.



Meine Freundin und ich hatten aber bereits Hochzeitspläne und an Zuwachs hatten wir auch bereits gedacht.



Ich schrieb weiterhin fleißig Bewerbungen. Ich schrieb an jedes Ingenieurbüro und an jedes Bauunternehmen, das ich im Telefonbuch im Raum Rhein-Main und M-K-K finden konnte.



Ein paar Zusagen gab es. Aber für noch weniger Geld als im Job davor. Meine Freundin machte mir den Vorschlag, ins Ausland zu gehen. In Frage kamen damals Österreich oder die Schweiz. Besonders habe ich mich aber in Ungarn erkundigt. Ich bin in Ungarn aufgewachsen. Ich wusste von den dortigen Arbeitsbedingungen. Allerdings wusste ich auch, dass deutsches Know-how sehr gefragt ist. Ich schrieb an die 20 Bewerbungen an (recht große) Ingenieurbüro´s. Ich bekam 8 Zusagen.



Ich fing im Budapester Raum in einem Ingenieurbüro an für umgerechnet 4200 Brutto (!!!) Die Angebote aus Deutschland gingen nichtmal ansatzweise in die Richtung. Überstunden wurden nicht bezahlt, störte mich aber auch nicht. Zusätzlich bekam ich einen Firmenwagen.



Ich arbeite heute noch in dem gleichen Ingenieurbüro und arbeite im Schnitt 35 h die Woche. Überstunden mache ich gerne freiwillig. Das Arbeitsklima ist himmlisch.



Meine Freundin arbeitet heute in einer Arztpraxis für 4000 Brutto. Musste aber zusätzlich zu ihrer Qualifikation noch weiterführende Kurse besuchen. Die Zusatzqualifikationen häufen sich.



So sieht es auch bei mir aus. Ich besuche regelmäßig weiterführende Kurse und Tagungen. Mein Einsatzgebiet hat sich damit vergrößert.



Letztes Jahr hatte ich ein Treffen mit meinen alten Schul- / Studienkollegen und ich war überrascht, dass es mir damals sogar in Deutschland besser ging als ihnen.



Zu den Maschinenbauern: Die meisten haben für 1500 Netto angefangen. Keiner von ihnen hat bei den großen Konzernen angefangen, wie sie es sich damals erhofft hatten. Und zu dem heutigen "Ingenieurmangel" könnten sie sich nur verwundert die Augen reiben. Kein Unternehmen reißt sich um sie. Dabei haben die meisten eine Eins in ihrem Abschluss stehen. Auch bei ihnen kam kein Unternehmen zur Uni um sie abzuwerben.

Kann sein, dass es jemanden gab der zu Porsche oder Audi ging, aber die kennt man nicht.



Die Wirtschaftsingenieure: Beide arbeitslos. Wirtschaftsingenieure sollen doch so gefragt sein? Ja klar. Bei den großen Konzernen. Und zwar die, die ein Prädikatsabschluss gemacht haben. Von den ganzen Absolventen werden 2 oder 3 gekauft. Und der Rest bleibt auf der Strecke. Nun soll man doch mit dem Abschluss beste Berufschancen haben. Fakt ist aber, dass mittelständische und kleinere Unternehmen gut und gerne auf Wirtschaftsingenieure verzichten. Wi-Ing´s haben zwar ein breit gefächertes Wissen, aber von dem was sie können sollten, können sie nichts richtig. Vielleicht wird der Studiengang in anderen Universitäten anders gehandhabt.



Was will ich mit meiner "Lebensgeschichte" nun sagen?



Ich selber bin Bauingenieur aus Leidenschaft. Die Branche heimst sich keinen Respekt mehr ein und ist sehr in Verruf geraten.



Ich kann aber jedem, der wirklich Spaß an Bauen, Planen, Entwerfen und Konstruieren hat, das Studium empfehlen. Wer schnell Geld will, und sonst nichts, dem rate ich davon ab. Generell von jedem Ingenieurstudium. Warum dann auch Ingenieur, wenn es einfachere Wege gibt.



Den angekündigten Ingenieurmangel gibt es nicht. Es gibt genügend Ingenieure. Es gibt schlecht bezahlte Maschinenbauer, arbeitslose Bauingenieure und perspektivlose Wirtschaftsingenieure.



In Deutschland erhält man als Ingenieur nicht den Respekt, den man verdient. Schaut doch alleine mal aus dem Fenster. Was seht ihr denn auf Anhieb, was nicht von einem Ingenieur entworfen wurde?



Es ist eine Schande, aber es wird sich nicht ändern, da darf man sich keine Hoffnungen machen.

Das ist Deutschland. Man hat Glück, wenn man hier studieren kann. Aber danach auszuwandern, ist das beste was einem passieren kann.



Ich würde meinen Arbeitsplatz hier in Ungarn nie wieder gegen einen deutschen tauschen. Nichtmal, wenn die Konjunktur wirklich so anziehen würde, wie es in den Zeitungen geschildert wird. Dass die Konditionen für Ingenieure so bleiben, ist fast schon selbstverständlich. Ich habe noch nie Ingenieure streiken sehen?



Die Angestellten der Bahn streiken. Die Ärzte haben gestreikt. Und Ingenieure schleppen sich morgens für einen Hungerlohn zur Arbeit. Es ist und bleibt eine himmelsschreiende Ungerechtigkeit.



Mein Auswandern hab ich keine Sekunde bereut und ich kann es nur jedem weiterempfehlen!



Heute kann ich um 16.30 zu Hause sein und meinen Abend mit meiner Frau in meinem eigenen Haus genießen. Wieviele Ingenieure können das nach knapp

Werner | 19. Juli 2007 - 17:28

Hallo Marc,



ich muss Dir in vielerlei Hinsicht widersprechen. Wenn jemand die aktuell fehlende Wertschätzung für Bauingenieure, die sich im Gehalt und den Arbeitsbedingungen drastisch widerspiegelt, kritisiert, muss das noch lange kein Neid sein. Ich arbeite bei einem großen deutschen Bauunternehmen für die Gehaltsgruppe VIII plus vereinbarter Zulage (ca. 50 T€ p.a. und das mit etwas über 30 Jahren). Deshalb stelle ich mich aber nicht auf Deine Seite und erzähle den Leuten, was man als Bauingenieur ach so tolles erreichen kann. Ich habe nämlich während meiner Assistentenzeit an der Uni reichlich Diplomanden betreut, von denen viele sehr talentiert waren. Da sie aber auf dem Papier nicht immer die hohen Erwartungen der Firmen erfüllen konnten, hatten sie mit z.T. großen Problemen zu kämpfen. Länger als ca. 6 Monate ist zwar keiner arbeitslos keiner geworden, aber gehaltsmäßig sah es oft ziemlich mau aus.



Dass einzelne Bauingenieure ein halbwegs anständiges Gehalt erreichen, sagt noch lange nichts über die Branche aus. Den Bauingenieuren - als gesamte Gruppe betrachtet - wird es erst dann gut gehen, wenn der Durchschnittsverdienst auf einem deutlich höheren Niveau angekommen ist und auch unterdurchschnittliche Bauningenieurlöhne den Aufwand für das anspruchsvolle Studium überhaupt rechtfertigen. Von dieser Situation sind wir derzeit noch Lichtjahre entfernt.

Mathias | 17. Juli 2007 - 19:08

Marc,



warum findet der geneigte Leser einschlaegiger Stellenanzeigen kaum mal Stellenanzeigen der haenderingenden Firmen? Und das, obwohl diese doch weder Kosten noch Muehen sparen (jedenfalls wenn man Dir Glauben schenken darf).



Jetzt darf man aber mal auf eine schluessige Antwort gespannt sein...



Grusz



P.S.: Ach so. Ich glaue, ich weiss warum diese Firmen keine Stellenanzeigen schalten, die haben alle Haende voll zu tun (mit Haenderingen) und daher keine Zeit fuer sowas.

Marc. | 12. Juli 2007 - 11:05

Hallo Mathias,



Wenn Du richtig informiert wärst, dann wüsstest Du, dass es keine Propaganda ist. Aber nur kein Neid.

Mathias | 11. Juli 2007 - 21:21

Wenn Marc richtig informiert wäre, dann wüsste er, dass solche Propaganda (4000 € Prämie - einfach lachhaft!) einfach nur billig ist. Die nackten Fakten sprechen eine andere Sprache, allerdings nicht die gleiche, welche Funktionäre einschlägiger Verbände sprechen...



Tja, und wie sagte Marc so "schön":

Da sollte man sich fragen, ob derjenige wirklich überhaupt irgendetwas im Leben gelernt hat.



Grusz

Marc. | 11. Juli 2007 - 10:59

Hallo,



wenn Rolf richtig, ausführlich informiert wäre, dann wüsste er, das z.B. ein großer deutscher Baukonzern 4000 € Prämie für jeden neuen Ingenieur bezahlt. Wer macht so etwas, wenn es abertausende Bauingenieure gibt, die dem Markt zur Verfügung stehen? Ich selbst habe einen interessanten Job in einer Bauunternehmung, vertraglich eine 40 h Woche, tatsächlich eine 45 h Woche (und es tut nicht einmal weh!) und verdiene gutes Geld.



Bei uns werden, wie in anderen Unternehmen, Leute gesucht. Und es wird nicht schlecht bezahlt. Das ist keine Ausnahme!



Es ist einfach das Letzte, wenn man aufgrund des eigenen Schicksals, pauschal von einem Studium abrät. Da sollte man sich fragen, ob derjenige wirklich überhaupt irgendetwas im Leben gelernt hat.



Es sagt hier doch auch niemand "Mensch, Du musst Bauingenieur werden, der beste Job auf dieser Erde, es gibt Kohle ohne Ende und man muss nur 6 Stunden am Tag arbeiten ..."



Also alle, die es sich überlegen, den Beruf eines Bauingenieurs zu erlernen: Informiert Euch objektiv, es gibt überall zufriedene und unzufriedene Menschen.

Rolf | 10. Juli 2007 - 13:10

Ja gut, aber warum sind dann so viele der gleichen Meinung. Die Wahrscheinlichkeit mit diesem Beruf den Bach runter zu gehen, ist eben größer. Das wirst Du wohl nicht leugnen können bei den vielen Einträgen.



Und übrigens, ich habe die Konsequenzen gezogen, ich bin nicht mehr auf dem Bauhauptgewerbe. In anderen Branchen oder Zweigen geht es einem viel besser. Und aus dieser Branche gehe ich auch nicht wieder zurück.



Nachdem was ich auch in meinem Bekanntenkreis (auch Bauigel) erlebt habe, halte ich es für unverantwortlich, dies zu studieren und Geld zu verschwenden und später keines zu verdienen. Wie soll man das weiter empfehlen?



Und der Mangel an Ingenieuren besteht auch nur in derjenigen Industrie, wo eben unseren Kollegen 50h/Wo für 2.500 € aufgebrummt werden sollen.

In anderen Ländern gibt es das nicht. Diese Unsitten haben sich so richtig schön in Deutschland verbreitet.



Das ist der Markt. Aber vor diesem Markt sollte auch gewarnt werden. Denn Imperfektionen im Markt geschehen u. a. auch dadurch, dass die Individuen nicht komplett informiert sind. Nur, wenn man heute in der Informationsgesellschaft noch diesen Fehler macht, na dann viel Spaß damit.

Mathias | 09. Juli 2007 - 14:04

Komisch, irgendwie bekomme ich hier im Forum den Eindruck, dass es ein paar Hochschulabsolventen gibt, die nach 5 Bewerbungen 10 Stellenangebote fuer 40k+ Jahresgehalt bekommen und der traurige Rest der Kollegen (mit und ohne Berufserfahrung) hunderte Bewerbungen schreibt um eine Stelle fuer 2500 €/Monat bei einer 50 Stundenwoche zu ergattern.



Naja.



Grusz



P.S.: Geh' jetzt mal meine Kneifzange suchen...

Ex-Bauing | 07. Juli 2007 - 13:33

Hallo,



ich bin glücklicherweise auch aus dem Baubereich herausgekommen. Jetzt arbeite ich bei einem Zulieferer für die Automobilindustrie und muss sagen, dass diese Arbeit 1000 mal besser ist, als alle Jobs als Bauingenieur, die ich jemals hatte.



Als ich von der Fachhochschule im Jahr 2002 mit Abschluss "gut" gekommen bin, hatte ich 4 Vorstellungsgespräche nach ~150 Bewerbungen und 6 Monaten Bewerben im Großraum Leipzig bzw. Berlin bei Baufirmen oder Ingenieurbüros.



1. Stelle als Bauleiter in Berlin im Bereich Altbausanierung - 2.000 € Brutto für 50-60 Std./Woche



2. Bauleiter im Straßenbau in Leipzig - 2.000 € Brutto für 50 Std./Wo.



3. Im Bereich Geotechnik im Raum Leipzig - 1.800 € Brutto für 40 Std./Wo.



4. Im Bereich Grundwasserabsenkung in Berlin - 2.500 € Brutto für 60-70 Std./Wo. (Samstag war da normaler Arbeitstag, Sonntag Bereitschaft)



5. Bauleiter in Hamburg - 2.000 € Brutto, Arbeitszeit ???



Bei allen Stellen gab es KEIN Urlaubs- und Weihnachtsgeld - also ca. 24.000 €/Jahr Brutto!

Ich habe dann erst einmal bei Stelle 3 (konnte da bei Eltern wohnen) gearbeitet bis mir da wegen fehlender Aufträge gekündigt wurde. Bei 2 und 4 hätte ich auch anfangen können.



Seit Ende 2006 bewerbe ich mich wieder, hatte einige Vorstellungsgespräche, aber wirklich verbessert hat sich die Lage nicht. Ein Ingenieurbüro hat mir 2.100 € geboten - Brutto, eine Baufirma in Baden Württemberg 2.800 €, jeweils für Arbeitszeiten die weit über 40 Std./Woche liegen. Ich hätte gerne im Baubereich weiter gearbeitet, aber nicht unter so schlechten Bedingungen.



Wenn ich um 7 Uhr morgens mit der Arbeit beginne, dann möchte ich bitte auch spätestens 17 Uhr Feierabend haben und nicht bis 19 Uhr im Büro hocken und das gratis für meinen Arbeitgeber.



Übrigens hat nur einer von uns Absolventen das Einstiegsgehalt laut Bautarif bekommen (A VI). Die anderen alle so um die 1.500 bis 2.500 € Brutto im gesamten Bundesgebiet.



Jetzt habe ich einen Job, der mir 2.500 € einbringt, für 37 Std. in der Woche und ich habe um 16:30 Uhr Feierabend und kann den Abend geniessen.



Sicher haben nicht alle das Glück, einen gutbezahlten Job im Bau zu bekommen, deshalb sollte man sich vorher genaustens informieren, was man da eigentlich studiert. Ich habe mir vor dem Studium keine Gedanken gemacht, dass man als Bauleiter immer auf Montage ist und seine Frau/Kinder selten sieht. Das haben die "Werber" von der Hochschule nicht gesagt, wo sie uns besucht haben auf der Schule.

Mic | 05. Juli 2007 - 20:06

Hallo,



und wie Bau76 Recht hat! Ich bin auch als Bauingenieur in einer anderen Branche tätig.

Statiker | 05. Juli 2007 - 15:45

Hallo,



Bau76 hat recht. Jeder ist seines "Glückes Schmied".

Einen Berufszweig für individuelles Pech verantwortlich zu machen, halte ich für sehr einfach!



Ich finde den Beruf des Bauingenieurs interessant, gewürtzt mit einer Prise aus "Stress" sowie "Kreativität" ;)



Schönen Gruß

der Statiker

Baumic | 05. Juli 2007 - 15:35

Hallo zusammen!



nach einigen Angestelltenverhältnissen, auch in einem Großkonzern, kann ich sagen, dass die Arbeit mir immer sehr viel Spass gemacht hat, auf der anderen Seite deine Arbeitskraft einfach nur ausgebeutet wird. Ja es ist geil eine Brücke zu bauen. Es ist aber nicht toll 2.200 € brutto im Monat für 50 bis 60 Stunden pro Woche zu bekommen.



Ich war nur noch Gast zu Hause. Jetzt bin ich selbstständig mit Büro zu Hause. Die Arbeit macht immer noch Spass und die Kohle, die du verdienst, ist nur für dich (ausgenommen Pflichtabgaben). Der Stress ist sicher auch da - aber positiv.



Es gibt immer gute und schlechte Jahre, aber es geht, und zu Hause bin ich nicht mehr nur Gast, sondern ein ordentliches Familienmitglied.



Baumic

Nils | 04. Juli 2007 - 14:04

Hallo Rolf,



Du sprichst mir "aus der Seele"!



Grüße N.

Bau76 | 04. Juli 2007 - 12:42

Lieber Rolf,



darf ich zusammenfassen:



* der Beruf Bauingenieur ist Mist

* den Beruf Bauingenieur kann man nicht für gut halten



Wo lebst DU eigentlich?



Wer wie du einen Beruf ausübt, den er für Mist hält, sollte in diesem Forum nicht zu Wort kommen dürfen. Denn wer dann immer noch den selben Beruf ausübt, ohne zu etwas "Besserem" zu wechseln, dem ist nicht zu helfen. Ich kann jedem Studenten nur sagen, Bauingenieur ist eine sehr gute Ausbildung mit der man in vielen Bereichen Arbeit findet.



Das Fach Bauinformatik z.B. erlaubt es sogar, als Softwareentwickler tätig zu werden und diese mit sehr guten Ausssichten im Verdienst (hatte selbst ein Angebot).



Also nicht auf Rolf hören, der hatte wohl irgendwann mal Pech und versucht jetzt allen zu zeigen, wie schlecht der Beruf ist.



Grüße

Rolf | 03. Juli 2007 - 17:00

Ich könnte etwas an mich bekommen, wenn es hier immer noch Kollegen gibt, die diesen Beruf für gut halten. Sagt mal, wo lebt Ihr eigentlich?



Ich finde die Beiträge hier sogar sehr sachlich und der Wahrheit entsprechend. Wie soll man denn da einem jungen Menschen so einen Mist empfehlen? Viel Spaß und Glück allen Studenten....Generation Praktikum lässt grüßen.



Auf was sollen wir da noch stolz sein?



Ich habe einen Schritt getan und bin ins Ausland abgewandert. Wer den Mut hat, sollte dies ebenfalls tun. Es ist es nicht wert, sich wie Sch.... behandeln zu lassen. Wir sind mehr wert und im Ausland bekommt man dies auch bestätigt.

Von mir ist übrigens auch der Forumsbeitrag Bauingenieure im Ausland.



Solange die Werbetrommel für die hochgradig mafioso-orientierte Bauindustrie weiter geht, sind wir alle die Verlierer.



Ich stimme zu, man müsste sich besser formieren und informieren.



Schönen Gruß

Mathias | 29. Juni 2007 - 14:38

Hallo Mic & Marc,



wenn ihr keine Ausnahmeerscheinung seid, warum ist dann der Grundtenor hier ein anderer?

Ob ich was falsch mache, wage ich stark zu bezweifeln. Ich habe (im Ausland lebend) ein Gehalt von umgerechnet 70k.



Trotzdem ist mir die Situation in Deutschland noch immer vertraut und daher weiss ich aus erster Hand (nicht nur aus diesem Forum), dass es zwei Seiten der glaenzenden Baumedaille gibt - die Polemik der Funktionaere (brummende Baukonjunktur, haenderingende Firmen, beste Jobaussichten) und die Realitaet (geringes Gehalt, lange Arbeitszeit und das bei ziemlich anspruchsvoller Taetigkeit mit grosser Verantwortung...).



Wem der Job als Bauing zu den derzeitigen Rahmenbedingungen in Deutschland gefaellt, dem kann ich nur beglueckwuenschen. Ich persoenlich bin ehrgeizig und wollte mehr und hab mich deshalb ins ins Ausland "abgesetzt".



Grusz

Baumuckel | 29. Juni 2007 - 11:16

Vielleicht schaut Ihr euch mal das Forum von Frontal21 an. Dienstag kam ein Bericht über den "angeblichen" Ingenieurmangel. Es scheint in allen Branchen gleich schlecht für Ingenieure auszusehen. In Deutschland will man für Bildung wohl nichts mehr bezahlen.



In dem Forum ist nicht "Einer" dabei, der dem Ingenieurmangel zustimmt.



http://www.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/4/0,1872,5558948,00/

Bau76 | 29. Juni 2007 - 10:28

Hallo Mathias,



ich habe auch keinen Grund zur Klage. Habe allerdings während meines Studiums bereits gearbeitet. Habe keine Bewerbung geschrieben. Hatte 2 Stellen zur Auswahl. Die eine mit 36.000 im Jahr, die andere mit 32.500 plus. Beide 40 Std/Woche.



Klar verdienen die anderen Ingenieure mehr, aber das wird sich ändern, wenn die Flut der Absolventen aus dem Maschinenbau kommt.



Grüße

Mic | 29. Juni 2007 - 08:32

Hallo Mathias,



ich bin auch mit meiner Situation zufrieden. Also sind wir jetzt schon zu viert. Ich bin mir ganz sicher, dass wir keine Ausnahmeerscheinungen sind.

Irgendetwas machst Du wohl falsch!



Marc. | 28. Juni 2007 - 21:11

Hallo Mathias,



Du solltest, bevor du polemische Antworten schreibst, Dir Gedanken über das Gelesene machen. Mein Beitrag hat nichts mit Arroganz zu tun. Es tut mir sehr leid für Dich, dass Du wohl das für Dich Falsche studiert hast.



Aber dafür kann kein anderer etwas, das ist ganz allein Dein Problem. Wünsche Dir für die Zukunft etwas mehr Zufriedenheit.



Marc.

Mathias | 28. Juni 2007 - 14:58

Hallo Einfeldtraeger,



tut mir leid, aber ich kann Dir nicht so ganz zustimmen. Ich selbst habe in Deutschland mit Bewerbungsaktivitaeten ganz andere Erfahrungen gemacht. Ich denke die Mehrheit der Kollegen hier ebenfalls.



Was die Studierendenzahlen und den Bedarf an Ingenieuren angeht, muss ich schon sagen, dass soetwas hier "Mittlerweile gehen die Studierendenzahlen dermaßen in den Keller, dass das Nachwuchsproblem noch grösser wird." wie Propaganda von bekannter Seite klingt.



Aber seis drum. Schoen, dass Dir der Berufseinstieg so gut gelungen ist. Ich hoffe fuer Dich, dass es so bleibt und Du noch viel Freude an dem Beruf haben wirst.



Grusz

Mathias

Mathias | 28. Juni 2007 - 14:49

Hallo Marc,



was Du ueber "den Sinn des Berufslebens" sagst, stimmt meiner Auffassung nach nur zu 99%. Denn als Bauingenieur lebst Du nicht auf einer Insel der Glueckseeligen. Du musst genau die gleichen Preise zahlen, wie jeder andere auch - nur das vergleichbare Ingenieure anderer Fachrichtuingen gut und gerne 1/3 Gehalt mehr in der Tasche haben! Und was die 40k Einstiegsgehalt betreffen, das duerfte wohl eher eine Ausnahme sein. Zu Deiner Floskel, so muss ich es leider titulieren, dass wenn jemand "gut" ist, er auch ein entsprechendes Gehalt bekommt, kann ich nur sagen klingt, ein wenig nach abgedroschener Phrase. Sorry, aber wer kann einschaetzen, ob ein Absolvent gut ist? Nur gute Noten sagen rein gar nichts ueber die Qualitaet eines Absolventen aus. Auch als "besonders guter" Ingenieur, mit sagen wir mal 5 Jahren Erfahrung, wirst Du niemals 50k in einem Tragwerksplanungsbuero erzielen.



Man sollte auch nicht so arrogant sein und Leute mit einem gesunden Bezug zu monitaerer Belohnung als Miesmacher und Geldgeil hinstellen. Dieses Forum spiegelt die Realitaet wieder. 2-3 Leute, die zufrieden sind. Der Rest ist enttaeuscht bis frustriert.



Aber wie schon gesagt, wer unbedingt den Drang verspuert Bauwesen zu studieren - bitte sehr.



Grusz

Mathias

fejohan | 28. Juni 2007 - 12:18

Hallo Mathias,



ich habe schon zu DM-Zeiten knapp über 100.000,00 DM als FH-Absolvent und Bauleiter im öffentlichen Dienst erhalten. Damals war ich 42 Jahre, Gehalt entsprechend BAT II (heute TVÖD 12). Ich bin mittlerweile in einer individuellen Alterstufe, dass bedeutet, ich erhalte ca. 80,00 € im Monat mehr als die nachfolgende Generation. Du siehst also, man muss nicht 65 Jahre alt sein, um auch in einer Behörde sein Auskommen zu finden.

Einfeldträger | 27. Juni 2007 - 21:23

Hallo Mathias,



ich verstehe Deinen zynischen Beitrag nicht. Ich sage nicht, dass alle anderen etwas "dramatisch falsch" machen. Ich berichte, wie gesagt, nur davon, was ICH (und einige meiner Kommilitonen) erfahren habe.



Und ausserdem habe ich meinen jetzigen Job nicht "ohne viel Mühe" bekommen. Immerhin habe ich nach meinem Diplom-Studium noch ein Masterstudium draufgesetzt und habe schon etwas Berufserfahrung während dem Studium gesammelt. Ich bin übrigens davon überzeugt, dass praktische Erfahrungen während dem Studium die Chancen auf einen Job (und ich glaube auch auf das Gehalt) erheblich verbessern.



Zitat von Mathias: "Warum sollte ein Büro für Tragwerksplanung auch einem Berufseinsteiger 40k pro Jahr zahlen, wenn es dafür schon Leute mit 3-5 Jahren bekommt?"



Ich glaube dass einige Büros Probleme haben, qualifizierten Nachwuchs zu bekommen. Bei einigen Büros (die ich während meiner Bewerbungsphase im Auge hatte), waren die Stellenangebote über Monate auf deren Homepage (und sind es teilweise jetzt immer noch).



Abschliessend muss ich Marc auf voller Linie zustimmen. Man soll das studieren, was einem Spass macht und nicht wo es gerade rosig aussieht oder wo die Gehälter weiss Gott wie hoch sind.



Sonst hätte ich niemals Bauingenieurwesen studiert. Mittlerweile gehen die Studierendenzahlen dermaßen in den Keller, dass das Nachwuchsproblem noch grösser wird.



Dies ist MEINE Meinung (aufbauend auf MEINEN Erfahrungen). Ich weiß, dass es sicherlich NICHT die Regel ist. Aber ich wollte neben den zahlreichen negativen Beiträgen den Leuten ein wenig Mut machen, die dieses Forum als Joborientierung nutzen.



Schöne Grüsse,

ET

Marc. | 27. Juni 2007 - 14:11

Hallo zusammen,



sehr schade, dass es immer noch Leute hier im Forum gibt, die es immer noch nicht verstanden haben, um was es im Leben geht. Es geht eben nicht nur um Haus, Auto, Kreuzfahrt ... es geht auch um die Leidenschaft im Beruf. Und man kann eben durchaus als Bauingenieur gutes Geld verdienen.

Also, wer gerne Bauingenieur studieren möchte, der sollte es auch tun. Nicht jeder Mensch macht die Freude am Beruf nur am schnöden Mammon fest. 40000 Euro/a in einem Ingenieurbüro sind eben nun mal realistisch, wenn man gut ist. Und gut ist man nur, wenn man das studiert, wofür man eine Leidenschaft hat.



Ein guter Bauingenieur verdient sicherlich mehr als ein schlechter Maschinenbauingenieur ... zudem wird der gute Bauingenieur mehr Freude an seinem Job haben.



Gruss

Marc.

Einfeldträger | 27. Juni 2007 - 07:58

Hallo BI,



natürlich werde ich antworten. Ich habe an der FH Aachen und an der HTWG Konstanz (Masterstudium) studiert. Vertiefungsrichtung Konstruktiver Ingenieurbau (Abschlussnoten 1,6 und 1,4). Habe während dem Studium schon in einem Ingenieurbüro gearbeitet, also als ich mich beworben habe, hatte ich schon praktische Erfahrung gesammelt.



Die Regionen, in denen ich mich beworben habe: Hamburg, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz.

Das mit der Gewinnbeteiligung hast Du falsch verstanden: 40000 OHNE Gewinnbeteiligung, die kam dann noch dazu. Wie hoch? Keine Ahnung. Wird die wirklich bezahlt? Keine Ahnung. Es waren allerdings durchweg grössere Ingenieurbüros (mehr als 20 Ingenieure).



Ich behaupte auch nicht, dass es überall so aussieht. Ich kann nur berichten, was ich und die meisten meiner Kommilitonen erfahren haben.



Gruss ET

Mathias | 26. Juni 2007 - 23:25

Die Zahlen, die hier gebracht wurden, zeigen ziemlich deutlich, aus welcher Ecke der Wind beim User ET kommt. Und dann noch der Zusatz, dass das gleich bei der ersten Bewerbung auf Anhieb geklappt hat (bei den Kommilitonen natürlich ähnliche Erfolgsmeldungen), sowie 8 von 10 weiteren Bewerbungen ähnliche Resultate erbracht haben. Demnach machen wohl all die arbeitslosen Kollegen mit jahrelanger Berufserfahrung und diejenigen, mit weit weniger Gehalt, etwas dramatisch falsch, wenn schon einem "Jungspund" ohne viel Mühe solch ein IT-Brancheneinstieg gelingt.



Warum sollte ein Büro für Tragwerksplanung auch einem Berufseinsteiger 40k pro Jahr zahlen, wenn es dafür schon Leute mit 3-5 Jahren bekommt?



Naja, seis drum. Wer unbedingt Bauwesen studieren will, der soll es machen. Wer lieber ein vernünftiges Einkommen für seine Qualifikation und berufliche Verantwortung haben möchte (Wohnung, Urlaub, Auto...), der sollte es sich nochmal überlegen.



Grusz

Nils | 26. Juni 2007 - 12:49

Hallo,



ich halte die Zahlen, die Baumann hier geliefert hat, auch für realistisch und fundiert. Danke! Zeigen aber auch, dass Erfahrung nicht sehr gut bezahlt wird.



Ich habe selbst 1997 in einem kleinen Ingenieurbüro mit 40.000 Euro (damals natürlich etwa 80.000 DM) angefangen. Damals waren so 35-40 k Euro nicht unüblich.



Nur mal so, bei 2 % Inflationsrate (schätze es sind eher 3 %) über 10 Jahre:



1997 2007



35 k 42,6 k



40 k 48,8 k



(Einstiegsgehalt)



Grüße N.

Michael | 26. Juni 2007 - 11:54

Hallo,



neben den fachlichen Beiträgen gibt es verschiedene Threads zur Konjunktur, den Zukunftsaussichten und zu Verdienstmöglichkeiten als Bauingenieur.



Als junger Mensch sucht man vielleicht Orientierungshilfen vor der Wahl eines Studienfaches, z. B. Bauingenieurwesen und schaut dann mal im Internet bei bauingenieur24 rein. Wenn man die letzten 10 Jahre nicht zufällig auf dem Mond gewohnt hat, wird wohl auch jeder Halbblinde die Krisenbranche Bauwirtschaft gesehen haben.



Und was für einen Eindruck hinterlassen die vielen Postings? Das man sich als Bauingenieur warm anziehen muß und das trotz vielfacher Beteuerungen die Dinge nicht zum Besten stehen.



Da müssen die Augen des ein oder oder anderen Interessenvertreters schon mal tränen und er denkt sich: da geht doch noch was!!



Wie man bei Wikipedia kritische Beiträge ändern kann, so ist auch hier die Platzierung eines Beitrages im Sinne des Verfassers möglich, um das Meinungsbild zu steuern.



Mit freundlichen Grüßen aus dem hohen Norden

Michael

Baumann | 25. Juni 2007 - 16:57

Tätigkeit

Dipl.-Ingenieur Bauingenieurwesen / Dipl.-Ingenieurin Bauingenieurwesen



Angestellte(r) - noch keine Berufserfahrung

Männer:

im Durchschnitt: 32.136 EUR

25% mehr als: 33.744 EUR

25% weniger als: 27.300 EUR



Frauen:

im Durchschnitt: 24.134 EUR

25% mehr als: 28.800 EUR

25% weniger als: 19.200 EUR



Bauleiter/Bauleiterin - noch keine Berufserfahrung

im Durchschnitt: 33.702 EUR

25% mehr als: 35.123 EUR

25% weniger als: 30.000 EUR

____________________________________________

Angestellte(r) - Berufserfahrung 1 bis 2 Jahre

im Durchschnitt: 33.271 EUR

25% mehr als: 36.400 EUR

25% weniger als: 30.000 EUR



Bauleiter/Bauleiterin - Berufserfahrung 1 bis 2 Jahre

im Durchschnitt: 33.100 EUR EUR

25% mehr als: 36.010 EUR

25% weniger als: 30.000 EUR

____________________________________________



Angestellte(r) - Berufserfahrung 5 bis 7 Jahre

im Durchschnitt: 42.131 EUR

25% mehr als: 49.350 EUR

25% weniger als: 36.400 EUR



Bauleiter/Bauleiterin - Berufserfahrung 5 bis 7 Jahre

im Durchschnitt: 44.366 EUR

25% mehr als: 48.240 EUR

25% weniger als: 39.000 EUR

____________________________________________



Angestellte(r) - Berufserfahrung über 15 Jahre

im Durchschnitt: 43.804 EUR

25% mehr als: 48.480 EUR

25% weniger als: 35.000 EUR



Bauleiter/Bauleiterin - Berufserfahrung über 15 Jahre

im Durchschnitt: 46.169 EUR

25% mehr als: 48.500 EUR

25% weniger als: 36.000 EUR

____________________________________________



Projektleiter / Projektleiterin - Berufserfahrung 1 bis 2 Jahre

im Durchschnitt: 40.430 EUR

25% mehr als: 48.600 EUR

25% weniger als: 30.000 EUR



Projektleiter/Projektleiterin - Berufserfahrung über 15 Jahre

im Durchschnitt: 53.992 EUR

25% mehr als: 62.640 EUR

25% weniger als: 48.396 EUR

____________________________________________



Geschäftsführer / Geschäftsführerin - Berufserfahrung über 15 Jahre

im Durchschnitt: 92.198 EUR

25% mehr als: 94.185 EUR

25% weniger als: 73.000 EUR



Ich halte die angegebenen Zahlen für realistisch.

Ich hoffe jetzt ist die Streiterei beendet! Ausführlich kann man alle Zahlen nachlesen unter:

http://www.gehalts-check.de/gehaltsfuehrer/gehalt-technik/berufe/BG_5/GR_767/ANFANG.HTM

BI | 25. Juni 2007 - 16:22

Hallo ET,



ich habe mir deinen Bericht interessiert durchgelesen und bin etwas ungläubig, was deine Behauptungen betrifft. Die von Dir angesprochenen 40.000 € entsprechen nach dem Bautarifvertrag 3.160 € bei den üblichen 12,66 Monatslöhnen im Bau. Die großen Bauunternehmen, wie z. B. die Eurovia, zahlen das ihren Trainees in der 3-jährigen Traineezeit 3.030 € im Monat. Wie Du da bei 80% aller Planungsbüros 40.000€ angeboten bekommen hast, ist mir deshalb ein Rätsel! Vielleicht ergänzt Du bitte noch, in welcher Region du wohnst und wo Du studiert hast und in welchem Bereich du jetzt arbeitest! Sind die Planungsbüros in der Schweiz? Für Deutschland sind 40.000 € zwar möglich, aber nicht die Regel.



Das mit der Gewinnbeteiligung hat mich noch mehr verblüfft? Seit wann bietet ein Ingenieurbüro so etwas an? Machen die keine Gewinne das die sowas anbieten? Oder arbeitest du 80 Std. in der Woche, um die 40.000 € zu verdienen?



Wenn deine Behauptung stimmt - warum arbeiten dann so viele deutsche Bauingenieure im Ausland, wenn hier so paradisische Zustände herrschen? Wahrscheinlich wirst Du nicht antworten, weil Du die Fragen z. B. der Hochschule nicht beantworten kannst, weil sich dann womöglich ein Absolvent meldet, der das Gegenteil behauptet.

Mathias | 25. Juni 2007 - 14:15

Hallo ET,



waere mal interessant zu erfahren, wo Du Dich beworben hast (Bayern, Baden-Wuertemberg)?



Grusz



Einfeldträger | 23. Juni 2007 - 17:40

Hallo allerseits,



ich verfolge dieses Forum jetzt seit einiger Zeit und kann die Meinung in den meisten Beiträgen überhaupt nicht teilen und bestätigen. Ich bin letztes Jahr mit meinem Bauingenieurstudium (Konstruktiver Ingenieurbau) fertig geworden und nach einer Bewerbung hatte ich nach einer Woche (nach Studiumende) die erste Zusage.



Gehalt: 40.000 EUR pro Jahr + Gewinnbeteiligung (Ing.-Büro, Tragwerksplanung). Ich hatte mich dann aber trotzdem noch weiterbeworben und bei 8 von 10 Büros hätte ich das gleiche Gehalt bekommen. All diese Büros waren in Deutschland.

Meine Kommilitonen haben genau das gleiche berichtet: Gehalt gut und die Stellen kann man sich sozusagen aussuchen.



Gruß,

ET

BI | 19. Juni 2007 - 09:24

Man darf den gehobenen bzw. höheren technischen Verwaltungsdienst nicht mit einem Angestelltendienstverhältnis als Bauingenieur bei einer Baubehörde bzw. Stadtverwaltung verwechseln.



Beamte erhalten ihre Besoldung nach Beamtentarifen und Angestellte nach BAT (oder deren nachfolgern). Bauingenieure als Beamte gibt es nur in einigen Bundesländern und da auch nur bei einem geringen Teil der Mitarbeiter.

Angestellter | 19. Juni 2007 - 08:01

Die 53-54 Tausend Euro im gehobenen Dienst sind leider schon lange nicht mehr aktuell. Zur Zeit kommt man als Bauingenieur in der Endstufe auf ca. 48.000 € und das bei Einstufung in die EG 11 (früher BAT III). Ach ja, die meisten Bauingenieure sind auch im kommunalen Bereich eher in der EG 10 eingestuft.



Die 53.000 € sind heutzutage nicht mehr zu erreichen. Die gabs früher mal mit den ganzen Zuschlägen wie (Verheiratet, Kinder etc.) dies wurde mit der TVÖD abgeschafft. Die genannten Zahlen sind aber nur in der Endstufe erreichbar und ein Neuling beginnt gaaanz gaaanz weit unten mit 2430 €/Monat, nach einem Jahr bekommt er allerdings bereits 2700 €/Monat. Danach dauerts länger bis die nächsten Steigerungen kommen.

BI | 18. Juni 2007 - 18:41

Für den gehobenen technischen Verwaltungsdienst muss man zunächst eine 1 1/2 bis 2jährige Ausbildung machen nach dem Studium (Staatsexamen). Während dieser Zeit, die durch Berufserfahrung verkürzt werden kann, erhält man Beamtenbezüge von ca. 900 € und muss sich privat krankenversichern.



Bleiben netto ca. 700 € übrig. Im Anschluss kann man als Beamter auf Probe als Bauoberinspektor eingestellt werden und erhält Beamtenbezüge von ca. 2.050 € als Einstiegsbesoldung. Bleiben also ca. 1.600 € nach Steuern und privater Krankenversicherung übrig. Die Wochenarbeitszeit beträgt 42 Std. Nach 28 Jahren endet man bei 2.800 € in dieser Besoldungsgruppe. Es besteht aber auch die Möglichkeit in eine höhere Besoldungsgruppe zu kommen, wo man dann am Ende max. 3.800 € erhalten kann (dann ist man aber schon um die 50 Jahre alt).



Mit einem Master oder Dipl.-Ing. (Uni) kann man auch in den höheren technischen Verwaltungsdienst einsteigen. Hier erhält man nach einer längeren Ausbildungszeit ca. 2.800 € als Besoldung und in der Endstufe max. 5.500 €.



Wenn man die Bezahlung mit der freien Wirtschaft vergleicht, sind das keinesfalls fürstliche Gehälter. Der einzige Vorteil liegt im sicheren Arbeitsplatz und der Pension. Im übrigen gibt es in Deutschland kaum Plätze für diese Ausbildung und Bewerber sollten schon ein "sehr gut" oder "gut" auf dem Diplomzeugnis stehen haben.

Markus | 17. Juni 2007 - 12:47

Die 53 - 54 Tausend Euro im gehobenen Dienst scheinen mir doch recht hoch gegriffen zu sein, ohne genaueres zu wissen. Kannst du mir das mal bitte erläutern oder vorrechnen. Vielleicht eine BAT-Bezeichnung dazu nennen?



Ich kenne Beamte, die soviel verdienen, die haben aber Leitungsfunktion, und keine geringe.



Gruß Markus

Mathias | 15. Juni 2007 - 19:04

Hallo Jewgenie,



das siehst Du genau richtig. So sieht die Realitaet aus.



Hallo fejohan,



im oeffentlichen Dienst als Endgehalt - soll heissen mit 65 Jahren? Einstiegsgehaelter sind auch im oeffentlichen Dienst weit unter den von Dir genannten Zahlen. Auch die oeffentliche Hand ist zum Sparen angehalten.



Grusz

fejohan | 15. Juni 2007 - 12:55

Im gehobenen Dienst bei einer kommunalen Behörde verdient ein Ingenieur im Endgehalt ca. 53.000 - 54.000 €. Hochschulabsoventen verdienen, falls sie im höheren Dienst eine Anstellung finden, natürlich deutlich mehr.

Jewgenie | 15. Juni 2007 - 11:29

Hallo,



bin zwar kein Bauingenieur, aber sehe ich das richtig, das ein ungelerner Arbeiter auf dem Bau ca. 1600 € Brutto bekommt (seit dem es den Mindestlohn gibt)? Wieviel verdient denn dann ein Geselle oder Polier? Und ein Ingenieur verdient dann nur 400 € mehr, trotz dem jahrelangen Studium?



MfG

Jewgenie

Bauigel | 14. Juni 2007 - 10:22

Man sollte sich nicht so auf die Spitzengehälter fixieren, sicher gibt es Bauingenieure, die 70.000 € im Jahr verdienen, die leben dann aber nur für ihre Arbeit. Als einfacher Ingenieursachbearbeiter oder auch Abteilungsleiter, halte ich solch hohe Gehälter für illusorisch, zumindest im Hoch- oder Straßenbau.



Bleiben wir doch mal bei der Realität, es gibt im Baubereich keinen richtigen Aufschwung, der wird nur propagiert. Wie Frank schon schrieb, in der Geotechnik z. B. sind die Preise und Gehälter in den letzten Jahren massiv gefallen. Ich kenne ein Ingenieurbüro, das hat 5 Mitarbeiter (Ingenieur) + 1 Techniker und macht 350.000 Euro Jahresumsatz. Wenn dort tätsächlich jemand 70.000 Euro verdient, geht schon die Hälfte des Umsatzes für das Gehalt eines Mitarbeiters drauf.



Miete, Fahrzeuge etc. müssen aber auch noch bezahlt werden. Seht euch doch mal Prospekte an von Ingenieurbüros und vergleicht Mitarbeiterzahl und Jahresumsatz.

Frank | 11. Juni 2007 - 19:39

Hallo,



mich wuerde es wirklich wundern, wenn fuer 10 Jahre Berufserfahrung 70.000 Euro bezahlt wuerden. Ich arbeite als Bauingenieur in der Geotechnik in England, weil die Gehaelter in Deutschland einfach schlecht sind und zu viel dafuer erwartet wird.



Hier in England waeren £70.000 pro Jahr ein Spitzengehalt fuer Ingenieure mit 15 Jahren Berufserfahrung. Ich weis allerdings, dass Kollegen mit chartered status und mehr als 10-jaehriger Berufserfahrung umgerechnet etwa 60.000 Euro pro Jahr bekommen, teilweise auch mehr.



Die Arbeitsbedingungen sind dabei wesentlich besser als in Deutschland (37.5 Stundenwoche und selten mehr als 10 h/Woche Ueberstunden (das gilt allerdings fuer Planungsbueros, die keine Bauleitung machen - hoechstens Ueberwachung).



Ingenieure unter 5 Jahren Erfahrung bekommen in meiner Firma Ueberstunden bezahlt. Ich werde hier solange bleiben, bis man mir auch in Deutschland ein anstaendiges Gehalt bezahlt. Der aufkommende Ingenieurmangel scheint uebrigens europaweit zu sein. Somit ist zu erwarten, dass die Gehaelter steigen werden. Hier in England ist das schon zu sehen, dass Firmen Ingenieure mit guten Geheltern von der Konkurrenz abwerben.

HW | 10. Juni 2007 - 11:36

Ja, das mit den Honoraren ist in Deutschland schon ein Riesenproblem geworden. Mit welchem Recht stellen sich unsere sog. Volksvertreter hin und posaunen den wirtschaftlichen Aufschwung und bei uns Planern geht der "gefüllte" Kelch vorbei.



Richtig ist, dass wir kleinen und mittelständigen Planungsbüros um jeden Cent feilschen und bei den Schlussrechnungen unseren Geldern nachrennen müssen. Die Politik hat hier total versagt. Mussten die Bauherren früher noch eine Abnahmebescheinigung vom Bauleiter vorlegen, damit sie in ihr Haus einziehen konnten, hat man uns diese Möglichkeit genommen, die Bauherren zu zwingen, auch die Schlussrechnung zu zahlen, da sie ansonsten ohne unsere Bescheinigung nicht einziehen konnten. Die Struktur bei den Planungsbüros hat sich so geändert, dass wir weitgehenst nur noch den Troubleshooter spielen.



Jeder darf uns in unsere Arbeit rein reden und wenn Probleme auftauchen, kennen unsere Kunden sofort unsere Telefonnummern. Die Bauherren kommen doch heute schon zu uns ins Büro und bringen fertige Planunterlagen mit, die sie aus dem Internet gezogen haben. Nur einen "Stempel" brauchen sie noch von uns.



Ich bin jetzt seit 17 Jahren selbstständig. Vor 17 Jahren habe ich doppelt soviel verdient wie heute - bei geringerem Arbeitsaufwand. Es macht einfach keinen Spass mehr als Bauingenieur, Planer oder Architekt für Almosen zu arbeiten. Ich kenne Kollegen, die eine Komplettstatik mit Konstruktionszeichnungen und EnEV-Berechnung für 650 Euro Brutto machen. Bauanträge werden doch schon für 300 Euro erstellt. Ihr könnt alle rechnen. Dann rechnet mal, wie lange man an der Arbeit sitzt und wieviel man dabei "verdient".



Vor meiner Selbstständigkeit war ich Abteilungsleiter bei einem grossen internationalen Ingenieurbüro tätig. Im Ausland wird das teilweise anders gehandhabt. Da sind genaue Honorare festgesetzt, die auch überprüft werden. Und bei uns in Deutschland kann jeder machen und verlangen was er will.

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