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Freitag, 27. November 2020
Ausgabe 7039 | Nr. 332 | 20. Jahrgang
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Karriereoptionen / Karrieretipps für Bauingenieure

17 Kommentare | 18281 Aufrufe Kommentar hinzufügen
Thema eröffnet von Equilibrium | letzter Kommentar vom 06. Juli 2020 - 13:04

Ich möchte hier gerne ein Thema zur Diskussion stellen, das vielleicht viele Bauingenieure interessiert. Die meisten von uns haben vermutlich erlebt, dass der ein oder andere Bauingenieur vom üblichen Weg (nach dem Studium in ein Bauunternehmen oder ein Ingenieurbüro zu gehen) abgewichen ist. Mancher mit mehr Erfolg, andere vielleicht weniger erfolgreich. Gemessen am anspruchsvollen Studium und der verantwortungsvollen Aufgaben im Berufsleben ist der Beruf des Bauingenieurs in der Regel eher unterdurchschnittlich bezahlt, bringt dafür aber überdurchschnittlich viel Stress und unbezahlte Überstunden mit sich. Ein nicht unerheblicher Teil der Bauingenieure akzeptiert diese Situation und versucht sich durch Anpassung an die üblichen Randbedingungen und mit viel Engagement "nach oben" zu kämpfen. In den ersten Jahren nach dem Diplom habe ich das genauso gemacht und verdiene inzwischen ganz gut. Aber als Familienvater frage ich mich langsam, ob der Preis für den beruflichen Erfolg nicht viel zu hoch und die gemeinsame Zeit mit der Familie sowie das Gehalt nicht doch viel zu gering ausfallen. Bei den letzten Auslandsprojekten ist mir insbesondere aufgefallen, dass in einigen Ländern (z. B. in skandinavischen Ländern) die Bauingenieure in vergleichbaren Positionen weniger Wochenarbeitsstunden leisten (Feierabend zwischen 16 und 17 Uhr) und dennoch mehr Geld verdienen. Es scheint also auch anders zu gehen.

So lange es eine ausreichende oder sogar zu hohe Zahl an Bauingenieuren in Deutschland gibt, wird sich an der üblichen Situation für die meisten Ingenieure nichts ändern. Aber ins Ausland zu gehen ist nun mal nicht Jedermann's Sache und mit Familie ohnehin viel schwieriger. Also gilt es, Nischen in Deutschland ausfindig zu machen, die einen guten Lebensstandard (=angemessenes Gehalt + angemessene Freizeit) bieten können. Mein Wunsch für dieses Thema wäre, dass wir möglichst viele Ideen sammeln, welche eher unüblichen Karriereoptionen es für Bauingenieure gibt, um dem „alltäglichen Wahnsinn“ im Bauwesen eventuell zu entfliehen. Durchaus bekannte Alternativen sind der Branchenwechsel (in den Maschinenbau) oder vielleicht der Öffentliche Dienst (wobei dem oftmals(?) das Referendariat im Wege steht und die Gehälter anschließend auch nicht besonders sind). Aber wie sieht es mit originellen Ideen aus?

Welche Firmen/Verbände/Behörden/Organisationen stellen Bauingenieure zu ordentlichen Konditionen ein? (Beispiel: Energiekonzerne?). Findet man solche Stellen überhaupt in gängigen Stellenbörsen (für Bauingenieure) oder findet man solche Stellen oft nur abseits, wenn man gezielt nach dieser Alternative sucht? Sind es evtl. Stellen, die nicht explizit für Bauingenieure ausgeschrieben werden, für die aber Bauingenieure als Bewerber in Frage kommen?

Ich gespannt, ob hier im Forum jemand aus eigener Erfahrung oder durch Bekannte positive Beispiele für Nischen anführen kann, in denen man als Bauingenieur ein gutes Auskommen bei angemessener Leistung findet.

Jabo | 06. Juli 2020 - 13:04

Mein Beitrag / Frage auf dieser Plattform wird sich eher kurz halten, denn ich würde gerne nur wissen, was ihr für Vorschläge für einen angehenden Bauingenieur habt, der in einem 20-Mann-Büro als Werkstudent arbeitet. Die Vorschläge sollen sich darauf beziehen => Gehalt, Aufgaben und eventuelle Richtungen, hinzu kommt noch aus Interesse, in welchem Bereich Bauingenieure am meisten Geld verdienen, also als Angestellter?

max | 07. Juli 2015 - 16:43

Bin im öfffentlichen Dienst: Man bekommt leider da echt nicht viel Geld. Ich bekomme als Master 3300 € brutto - und alle sind nur am Meckern. Und als Lehrer hat man viel mehr Geld und Urlaub, aber schau dir mal die Jugend an!

kingpan | 06. Juli 2015 - 21:34

Als Bauingenieur in eine Baubehörde oder an einer Berufsschulen Bautechnik unterrichten? Ich (27 Jahre alt) bin nun fast fertig mit dem Studium Bauingenieurwesen (Master: Umwelt und Infrastruktur). Da die Bedingungen auf dem "freien Markt" nicht besonders locken, tendiere ich derzeit zu einer Tätigkeit im Öffentlichen Dienst. Was eignet sich eurer Meinung nach besser: Einstieg in die Baubehörde oder mit einem Aufbaustudium Lehramt in den Schulbetrieb? Habt Ihr Erfahrungen und was ist empfehlenswert?

contra54 | 10. Juni 2015 - 11:17

@Equilibrium:
Wie heißt denn die von Dir beschriebene Business-Kontaktplattform im Internet? Gibt es diese überhaupt noch, da der Forumsbeitrag doch schon einige Jahre zurückliegt?

gast | 20. Mai 2011 - 00:39

@equilibrium: jobleads, experteer oder das gute alte xing (oder gar linkedin)?

ich denke xing ist hier ganz gut, man muß ja nicht schreiben das man was sucht (außer "old chums"), ist den headhuntern eh egal, wenn die denken das profil passt "jagen" die.

finde das ist auch ok so, marktwirtschaft eben, verkauf deine haut so teuer (und oft;-) du kannst.

Equilibrium | 18. Mai 2011 - 21:02

Hallo zusammen,

zunächst einmal vielen Dank für die bisherigen Beiträge. Inzwischen habe ich mich bei einer Business-Kontaktplattform im Internet angemeldet. Das scheint sich auch zu lohnen, da man auf die Weise auch Jobs angeboten bekommt, die man selbst vielleicht gar nicht gefunden hätte und die zum Teil auch nicht ausgeschrieben werden.

Daher mein Tipp: Wer nicht hundertprozentig sicher ist, dass der aktuelle Arbeitgeber oder die Stelle perfekt passen, kann im Internet ein Kurzprofil einstellen (ohne Preisgabe persönlicher Kontaktdaten wie z. B. Telefon oder Mail) und sich dann über eine Plattform kontaktieren lassen. Der Kontakt suchende Headhunter erhält dabei keine(!) Kontaktdaten sondern er kann zunächst nur über sein eigenes Profil per Kurznachricht anfragen. Wenn man kein Interesse hat, kann man einfach absagen und zur Not auch den anfragenden Headhunter blockieren. Das Konzept gefällt mir sehr gut und hat mir schon einige (hochwertige und seriöse) Anfragen beschert. Wie viele Informationen man in sein Kurzprofil einstellt, kann man natürlich selbst entscheiden und die Basisvariante der Mitgliedschaft ist meist kostenlos. Und da das Portal auch geeignet ist, alte Kontakte zu pflegen und wiederzufinden, kann man dem eigenen aktuellen Arbeitgeber auch jederzeit versichern, dass man ja überhaupt nicht auf der Suche sei, nur weil man ein Profil im Internet hat.

Mal sehen, was die Zukunft noch so bringt,...

Udo | 29. Juli 2010 - 09:58

Hallo Kollegen,
ich bin jetzt seit 15 Jahren mit dem Studium fertig und seit 2 jahren selbstständig. Nach einigen Umwegen bin ich jetzt als Konstrukteur im Brückenbau tätig, d.h. ich erstelle eigentlich alle Pläne ausser die Bewehrungspläne. Statik ist mittlerweile sehr schlecht bezahlt und es gibt genug Statiker, auch im brückenbau. Bewehrung wird von vielen Büros ins Ausland vergeben. Zum Konstruieren fehlt vielen Ingenieuren die Lust, weil sie sich dann wie ein Zeichner fühlen. Daher ist diese Sparte zur zeit gesucht und man kann es auch nur mit Berufserfahrung machen, damit man die nötige Erfahrung hat, auch mal etwas zu entscheiden. Ich stelle fest, daß ungefähr die Hälfte der Entwurfspläne extrem schlecht ist, also fehlen hier wohl auch die Leute. Meine wöchentliche Arbeitszeit beträgt ca. 45 Stunden, mein umsatz im letzen jahr lag bei ca. 80.000 Euro, Tendenz steigend. Viele Grüße Udo

Tim | 11. Juni 2010 - 15:55

Hallo Kollegen !

Es gibt mittlerweile gute bis sehr gute Möglichkeiten eines Quereinstiegs in die Windenergie auch & gerade für Bauingenieure.

Fast alle Hersteller aber auch Zulieferer etc. suchen Ingenieure. Da gute Ingenieure anderer Fachrichtungen wie Maschinenbau & E-Technik mittlerweile rar sind, ergeben sich hier auch für Bauings gute Möglichkeiten, z.B. in den Bereichen Projektmanagement, Qualität, HSE, Engineering von Gründungen aber auch als FEM-Spezialist in den Entwicklungsabteilungen, wer's beherrscht.

Insbesondere der Norddeutsche Raum (insbesondere Hamburg) mit seiner aufkommenden, deutschen Offshore-Industrie bietet tolle Chancen.

Habe selber seit 2 Jahren den Einstieg bei einem Hersteller geschafft nach 10 Jahren im Ingenieurbau der dt. Bauindustrie. War schon 'ne gute Zeit aber sehr unruhig.

Sowohl karrieremäßig als auch von der Bezahlung & den Randbedingungen kann ich nicht klagen - sind gut bis sehr gut (für einen Bauingenieur im Vergleich zur Baubranche). Ich hab's jedenfalls nicht bereut bis jetzt und es bleibt extrem spannend, wenn auch tlw. recht chaotisch - das gibt's ja auch im Bau ... ;))

Onshore sind die Themen natürlich technisch mit den immer wiederkehrenden Schwergewichtsgründungen & dem Wegebau nicht wirklich spannend für einen Ingenieurbauer.

Offshore ist das völlig anders: bei Gesamtkosten eines dt. Offshore-WPs von rd. 1,2 Mrd.EUR (80 WEA) ergeben die Gründungs- und Logistikkosten zu einem Anteil von ca. 30%. Schwierig und spannend und in Deutschland noch ganz am Anfang ...

Ein guter Einstieg in die Thematik ist z.B. die Webseite der 'Windenergie Agentur Bremerhaven (WAB)', siehe < http://www.windenergie-agentur.de >. Unter 'Mitglieder' sind bereits über 250 Firmen - vorwiegend in Norddeutschland - aufgelistet, die sich mit Offshore-Technik beschäftigen.

Ist das eine Überlegung wert für die Unzufriedenen unter Euch ?

Freundliche Grüße

Tim

Mic | 10. Juni 2010 - 08:53

Hallo Gleichgewicht,

ich bin in der Bauabteilung eines Energieriesen. Bezahlung und Tarif ist wie bei Klaus.
Mein Tagesgeschäft besteht darin externe Ingenieurleistungen einzukaufen, Vorgaben zu machen und interne Abteilungen zu beraten.
Diese Stellen werden gezielt ausgeschrieben, Stichwort: "konstruktiver Ingenieurbau". Wir haben aktuell stark steigendes Geschäft.
Nicht aufgeben! Kommt Zeit - kommt vernünftiger Arbeitgeber.

Gruß

klaus | 19. Mai 2010 - 13:12

Hallo,

also ich hatte nach einigen miesen und unterbezahlten Jobs bei Bauträgern und Ingbüros, Mitte der 90er, das Glück in der Bau- und FM-Abteilung eines Pharmariesen zu landen.

Bezahlung nach Chemietarif auf angemessener Tarifstufe, jährliche Tariferhöhung + Zulage (je nach Geschäftserfolg), 37.5 Stundenwoche, bezahlte Überstunden, Urlaubsgeld und Betriebsrente. Also fast ein Arbeitnehmerparadies. Einziger Wermutstropfen ist, dass das tägliche Doing und die Bauprojekte nicht immer die höchsten Anforderungen an einen Bauingenieur stellen und schnell zur Routine werden. Aber damit kann ich sehr gut leben. Ich kann nur jedem raten sich in der Industrie ausserhalb des Baugewerbes umzusehen. Es geht auch anders.

Equilibrium | 04. Mai 2010 - 20:31

@Magnus:
Eine angemessene (familiengerechte) Wochenarbeitszeit liegt meiner Meinung nach bei bis zu 45 h/Wochen. Aber das ist für Bauingenieure in Deutschland eher eine seltene Wochenarbeitszeit. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass spätestens nach der 9. Arbeitsstunde ohnehin die Konzentration leidet und man in den ersten 30 Minuten des Tages oft mehr erreicht als in den letzten 1,5 bis 2,0 Stunden. Arbeitstage mit 11-12 Stunden finde ich ziemlich ineffizient, aber was soll man machen, wenn der Abgabetermin erreicht ist und das Zeitbudget (von anderen) mal wieder zu gering angesetzt worden ist? Am Ende leidet dann die Qualität der Arbeit. Die Folgekosten werden von den Verantwortlichen gerne verdrängt. Hauptsache der Termin und das Planungsbudget sind erstmal eingehalten. Eigentlich habe ich (noch) relativ oft Spaß an meinem Beruf. Der leidet aber in letzter Zeit darunter, dass Planungsleistungen oftmals als eine Leistung angesehen werden, die vom Auftraggeber mit beliebig kurzen Bearbeitungszeiträumen und mit beliebig kurzen „Vorwarnzeiten“ eingefordert werden können. Und ich bin dann am Ende der „Idiot“, der abends um 21 Uhr noch im Büro sitzt.

Ein angemessenes Gehalt hängt auch von der Region ab. Ich lebe in einer der teuersten Regionen Deutschlands und dementsprechend sind meine 60 TEuro Jahresgehalt (inkl. aller Sonderzahlungen) nicht unbedingt viel Geld. Eine familiengerechte Mietwohnung kostet hier ca. 900 bis 1200 Euro Warmmiete im Monat und an ein Eigenheim oder auch nur ein gemietetes Reihenhaus ist hier mit diesem Gehalt nicht zu denken.

An dieser Stelle werden jetzt einige Kollegen denken: Wie kann sich jemand mit diesem (vermeintlich) hohen Gehalt beschweren? Aber ich bin der Meinung, wir Bauingenieure sollten angesichts unseres Berufes durchaus selbstbewusster und anspruchsvoller auftreten. Mit meinem Lebenslauf (hervorragendes Studium; Promotion mit Auszeichnung; mehrjährige Berufserfahrung inkl. Auslandsprojekte/Großprojekte; Top-Arbeitgeber; sehr zufriedene Vorgesetzte) müsste meines Erachtens eigentlich mehr drin sein. Viele Bauingenieure empfinden es leider als unangebracht, mehr Geld zu fordern. Aber ich frage mich ernsthaft, warum der Stundensatz, mit dem unser externer EDV-Fachmann für die Betreuung der Rechner bezahlt wird, das Doppelte meines Stundensatzes beträgt, mit dem ich bei Kunden in Rechnung gestellt werde?

Antai21 | 04. Mai 2010 - 16:41

Hallo Equilibrium, ich habe Bauingenieurwesen mit Vertieferrichtung Baubetrieb studiert. Nach Stationen in der Projektsteuerung eines Ingenieurbüros und Bauleitung bei einer Bauunternehmung bin ich nun seit 5 Jahren im technischen Vertrieb erklärungsintensiver Produkte. Die Ausbildung kommt mir natürlich zugute und die Bezahlung ist sehr gut. Die Wochenarbeitszeit liegt im Schnitt bei 45 h u. ich sehe ein ganze Menge von Europa.

Wenn du eine extrovertierte Persönlichkeit hast u. es dir keine Schwierigkeiten bereitet auf fremde Menschen zuzugehen, würde ich dir den Vertrieb im Innendienst oder Außendienst absolut empfehlen. Ich selber möchte nie wieder direkt im Bauhauptgewerbe arbeiten, habe jedoch sehr gerne damit zu tun.

Bis dann, Antai21

| 04. Mai 2010 - 13:50

@ Ole ;-)

Equilibrium oder Aequilibrium bezeichnet
* allgemein, den durch das Zusammenwirken zweier oder mehrerer Kräfte, die sich aufheben, bedingten Zustand der Ruhe, siehe Gleichgewicht (Physik)

ole | 03. Mai 2010 - 10:35

Wer ist Gleichgewicht? Kann hier niemanden sehen. Ich sehe nur Magnus und Equilibrium.

| 03. Mai 2010 - 09:57

Hallo liebe Bauingenieure,
ich selbst bin seit ca. 20 Jahren als Bauingenieur tätig.
Konnte meine Erfahrungen in sehr renomierten Ingenieurbüros sammeln, bin seit 5 Jahren selbsständig.
In dieser langen Zeit habe ich sehr viele Berufskollegen kennengelernt.
Der überwiegende Teile der Bauingenieure welche mir begegnet sind, einschließlich meiner eigenen Person, würden diesen Beruf NIEMALS mehr ergreifen!!
Wer irgendwie konnte hat dieses Berufsfeld wieder sehr schnell verlassen.
Das liegt nicht an dem Beruf an sich, vielmehr an den vorherrschenden Randbedingungen.
Die Vergütung, der Zeitaufwand, die Verantwortung stehen in keinem Verhältnis zu dem Risiko was man täglich eingeht. Den Beruf mit der geforderten Sorgfalt zu erledigen wird durch mangelnde Fachkenntnis in Ausführung dem immer höher werdenden wirtschaflichen Druck immer schwerer. Darüber hinaus "verkaufen" wir eine Leistung die eigentlich kein Mensch haben möchte und nicht wertschätzen kann. Ich kann das aus Sicht des Kunden verstehen, mich interessiert doch auch nicht welche tollen Maschinenbauberechnungen bei einer Autoentwicklung gemacht wurden. Darüber hinaus kenne ich eine Vielzahl von Berufskollegen welche selbstständig sind und es nicht geschafft haben eine gute Altersvorsorge zu erzielen.
Aus diesen Gründen mit 70 noch an ihrem Schreibstisch sitzen und bis zur letzten Minute rechnen.
Was ist zu tun?
Einem jungen Menschen kann ich mit 20 Jahren Berufserfahrung diesen Beruf nicht empfehlen.
Zumindest nicht in der Tragwerksplanung und nicht in der Bauleitung! Wie es in den Sparten Verkehrsplanung und Siedlungswasserwirtschaft aussieht weiß ich nicht. Sofern man hier bei einer Behörde im öfffentlichen Dienst angestellt ist, geht es vielleicht.
Kollegen welche bereits längere Zeit in diesem Beruf arbeiten, können nur auf den Zufall hoffen, dass sich eine Möglichkeit zur Veränderung ergibt.
Da hilft eigentlich nur Glück und dann raus aus diesem Umfeld zum Wohle der Lebensqualität!
Ich denke aber auch jedes Jahr welches man länger in diesem Beruf verbringt, macht es schwieriger den Ausstieg zu schaffen.

| 30. April 2010 - 11:03

Das jetzt selbst Leute wie Gleichgewicht nach Alternativen suchen (ich schließe aus Deinen zahlreichen Postings, dass Dir der Job eigentlich Spaß macht) ist für mich so was von bezeichnend....
"Der letzte macht das Licht aus....!" und die Branche ist selbst schuld...

@ Magnus: Ist doch klar, ein promovierter Ingenieur mit 60-70 k im Jahr und 200 - 240 h im Monat ist total unterbezahlt, andere Branche, bis zu doppeltes Gehalt bei ähnlichem Aufwand

@ Gleichgewicht: Versuche Dich doch mal auf die andere Seite im Hochbau zu orientieren (Immobilienentwickler, Fondsgesellschaft, Bank etc.), was zu finden ist wahrscheinlich nicht so leicht, aber die Bezahlung ist wesentlich besser und die "können dringend Leute brachen die wenigstens ein bißchen was vom Bauen verstehen"... leider wissen die das oft nicht....(aus eigner Erfahrung ;-)....)

Magnus | 29. April 2010 - 21:00

Vielleicht solltest Du den Rahmen noch etwas klarer abstecken. Was ist ein gutes Auskommen (Euro pro Jahr) und was ist eine angemessene Leistung (Wochenstunden, nicht nur im Vertrag sonder tatsächliche Arbeitszeit) ?

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